Fipsi, es ist eben schon ein wenig schwierig bei Dir.
Hund und Katzen habe ich auch, und noch nach 7 Jahren ist es notwendig, die Bande im Auge zu behalten. Wenn mein und frisst und eine der neugierigen katzen ihre Nase in den Hundenapf hängen will, wird er so richtig böse - und das was bei einem anderen Hund harmloses Schnauze ins Maul nehmen würde ist gegenüber einer Katze der komplette Kopf.
Und andererseits will er Reste vom Katzenfutter fressen oder das katzenklo nach leckeren "Würstchen" durchsuchen, woraufhin er natürlich Durchfall bekommt und mich zwei mal in der Nacht aus dem bett haut, zum Gassi gehen, Durchfall macht das eben notwendig. Dass dran klebendes katzenstreu nicht so gesund ist muss ich nicht erwähnen, oder?
Dann willst Du den Hund mit zur Arbeit nehmen, da spricht ja wenig dagegen, aber ein Hund muss da schon echt gut erzogen sein. Es geht eben nicht, dass er da rumstromert, die Papierkörbe aller Kollegen nach Resten vom Pausenbrot durchstöbert oder Frau Schmidt mit der Nase unter den Rock kriecht, wenn sie ihre Tage hat. Der ideale Bürohund ist der, den man gar nicht bemerkt.
Dann ist es natürlich ziemlich langweilig für ihn immer nur still unter deinem Schreibtisch zu liegen, ggf. kommen Spielaufforderungen oder er will alle zwei Stunden Gassi, das lenkt dich schon ab und ist eben auch nicht erwünscht vom Chef, klar kannst Du in deiner Mittagspause Gassi gehen und spielen, aber eben nicht noch zwei mal zwischendurch spielen.
Und dann kommst Du heim und gehst erst mal zu deinem Pferd, aber da bleibt ja kaum zeit für den Hund - hast Du wirklich und ehrlich zwischendrin wenigstens morgens vor der Arbeit und nachmittags nach der Arbeit jeweils mindestens eine Stunde um den Hund auszupowern? Du wärst ja damit schon an der untersten grenze, und wenigstens am Anfang kann er nicht neben dem pferd mitlaufen, da hast Du ihn ja nicht unter Kontrolle. Du kannst ja kaum bei jedem anderen Hund der kommt absteigen, ihn anleinen und so weiter, und mit Leine reiten irritiert das Pferd. Außerdem kommt er da den hufen gefährlich nahe.
Ein reitbegleithund darf eben nicht zu jedem anderen Hund hin laufen, muss in jeder Situation abrufbar bleiben, und das obwohl er ganz genau weiß dass es ein wenig dauert, bis Du vom Pferd runter bist um ihn zu holen. Bis dahin hat er die läufige Hündin längst bestiegen.
Ich fürchte, bevor er einfach mitkommen kann musst Du mindestens ein Jahr hart mit ihm arbeiten, ihn konsequent erziehen, sonst geht das einfach noch nicht.
Sei vor allem ehrlich zu Dir, ob das wirklich alles machbar ist.