alles sieht nach SLE aus :-(

Diskutiere alles sieht nach SLE aus :-( im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! da ich hier im Forum - wenn auch eigentlich vermehrt im Amphibienbereich - unterwegs bin, dacht ich mir, ich spreche das Thema hier im...
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  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #1
tanja_79

tanja_79

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Hallo!

da ich hier im Forum - wenn auch eigentlich vermehrt im Amphibienbereich - unterwegs bin, dacht ich mir, ich spreche das Thema hier im Hundebereich nun einfach mal an. Bei meinem Rüden steht die Verdachtsdiagnose SLE im Raum und ich bin echt fertig mit der Welt. Gibt es hier denn auch betroffene Halter? und wenn ja, wie war der Leidensweg bei eueren Hundis? Bei Rico wurde leider sehr lange im Dunklen getappt, weil die wenigsten TÄ mit dem Thema vertraut sind. Ausgebrochen ist es bei ihm leider schon 2009 - seither wurde immer nur erfolglos versucht die Symptome zu behandeln. Bei Rico ist es ne Kombi aus Krallen-/Pfotenproblemen, Nasenproblemen (immer trocken, blutig und verkrustet) und nun seit einer Woche auch noch Augenproblemen. Für MI stehen nun Bluttests an und dann gehts ab nach München an die LMU mit ihm. Bin zwar schon in einem anderen Forum mit anderen Betroffenen am austauschen, suche aber - aufgrund der Seltenheit - gerne auch noch andere Betroffene und würde mich auf Austausch mit weiteren betroffenen Besitzern freuen
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #2
ookay ... Betroffene gibt es hier also scheinbar nicht. Vielleicht ist es dennoch nicht verkehrt, wenn ich von Zeit zu Zeit aber trotzdem mal über den weiteren Verlauf berichte, soweit es euch interessiert bzw. falls mal einer auf diesen Thread stößt, weil sein Hund auch unter dauerhaften Pfoten-/Krallenproblemen, oder Nasenproblemen oder sonstigen "unerklärlichen Symptomen" leidet und kein TA weiter weiß und eine Autoimmunerkrankung dafür ursächlich sein kann oder sein könnte.

aktueller Stand ist Folgender:

- klinisches Blutbild haben wir vorgestern gemacht - gestern bekam ich die Ergebnisse. Sieht alles gut aus soweit - Organe sind noch keine geschädigt. Im übrigen hat mein Hund für sein Alter ein Blutbild wie ein junger Hund. Die über Jahre getreidefreie Ernährung trägt hier sicher auch zu bei.
- die Überweisung für München (Uniklinik) + Termin haben wir auch schon. Am 16.11. ist unser "großer Tag"

- das Auge sieht derzeit etwas besser aus (da Augentropfen nicht angeschlagen haben und von anderen betroffenen Haltern in Akutphasen ebenfalls von Augenproblemen (häufigen Bindehautentzündungen) berichtet wird, scheint es, als hat sich sein verrücktspielendes Immunsystem nach den Pfoten/Krallen und nach der Nase nun eben auch die Augen vorgenommen zu haben)

- Krallen sind diese Woche ein paar flöten gegangen - also erst eingerissen und dann in etwa auf halber Länge abgebrochen; die Nagelbettentzündungen haben dank der letzten Kortisongabe etwas Ruhe gegeben. Sie sehen zwar weiterhin schlimm aus, aber sie sind derzeit (noch) nicht (wieder) rot und nässend.

- auf seiner Nase bilden sich allmählich wieder kleine Stellen mit Krusten. Bislang nur links und rechts oben. Die Stellen sind derzeit aber noch minimal und im Gegensatz zu sonst momentan kaum der Rede wert. Dauertrocken ist sie - wie sonst - zur Zeit nicht

 
Wer Fragen hat oder mal Bilder von seinen Symptomen sehen will: lasst es mich wissen
 
Zuletzt bearbeitet:
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #3
Hallo Tanja, ich würde gerne Fotos sehen, bin immer Interessiert an Krankheiten, Ihre Symptome, Bilder und Berichten.
Finde es toll, dass du es hier schreibst. Würde mich freuen, wenn du weiterhin breichtest wie es verläuft und wie es deinem Rüden geht.
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #4
Hallo!
Das hört sich ja alles nicht gut an.
Nein, ich bin keine Betroffene, aber ich würde mich freuen weiter hier von euch zu lesen.
Bilder würden mich auch interessieren, vielleicht per PN?
Ich drück die Daumen und wünsche gute Besserung!

LG
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #5
sehr gerne - hier die Bilder:

ich beginne mal mit den Bildern der Pfoten/Krallen:
sagen kann ich dazu, dass mir bei Rico schon immer aufgefallen ist, dass seine Krallen in einer irren Geschwindigkeit wachsen und man mit Kürzen nie hinterherkam. Ein Ablaufen auf Asphalt oder so unmöglich. Rissig, brüchig waren sie immer. Irgendwann gings dann los, dass wir immer häufiger wegen seiner Krallen in der Klinik waren - dauernd war irgendwas anderes. Teilweise sind sie hohl, teilweise haben sie unten die auf den Bildern sichtbare offene Fuge. Gespaltene Krallen hat er auch oft und von den eingerissenen fällt/bricht regelmäßig einfach die Krallentüte ab und der Rest liegt dann offen. Wer jetzt denkt, mensch, kürzt dem Armen doch einfach mal die Krallen, dem muss ich sagen, dass das nicht eben mal so einfach geht. Im übrigen sind die Krallen schon am Ansatz (also direkt am Nagelbett kaputt/zerstört - aber nicht alle. Die Nagelbetten (zwischen 1 und 3 pro Pfote) sind seit Jahren ständig entzunden - mal schlimmer, mal weniger schlimm. Die Bilder lassen einem das Schaudern aufkommen - es tut schon beim Hinsehen weh. Erfolglos behandelt wurden sie seit 2009. Dass wir es wohl mit SLO zu tun haben, da kam man leider erst jetzt durch Zufall drauf

 

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  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #6
seine Nase:
bis zum Frühjahr 2009 hatte er eine Nase, wie jeder andere normale Hund auch. Dann ging es im Alter von 9 Jahren mit einem mal los: sie wurde trocken, rissig und an den Nasenflügeln zeitweise immer wieder blutig verkrustet. Verkrusteter und nicht verkruster Zustand bilden seither einen ständigen Wechsel. D.h. mal ist eine Zeit gar nichts zu sehen, dann wird sie wieder ganz trocken, rissig und blutet täglich, dann bildet sich das Grind die Seiten entlang und dann ist alles wieder für eine Zeit lang gut, bis es wieder von vorn losgeht. Eincremen (lach, was bei einem Hund ja nahezu ein Ding der Unmöglichkeit ist, weil sie meist schon beim Versuch, das Zeug auf die Nase zu bringen, vorher weggeleckt wird) und AB-Behandlungen haben wir mehrfach angegangen - alles für die Katz. An DLE dachte niemand :(
Das erste Nasen-Fotos zeigt eine akut verkrustete Phase (es gibt auch weniger so akute Phasen mit nur wenig Grind). Das zweite Nasen-Foto zeigt eine nicht verkrustete Phase. Die letzten beiden Bilder sind von heute. Die ersten Grind-Stellen sind schon wieder zu sehen :( ein Teufelskreis
 

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  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #7
ja, und jetzt noch sein Auge:
das begann jetzt erst ganz aktuell. Es sah zunächst aus, wie eine normale Bindehautentzündung. Ließ sich aber nicht mit Augentropfen in den Griff bekommen. Nach 2 Tagen akuter Entzündung machten wir auch hier mehrere Phasen pro Tag durch. Von Morgens bis Mittag in etwa sah das Auge dann meist gut bzw. fast normal aus. Dann Nachmittags wurde es schon wieder arg rot und die Bindehaut schob sich wieder weit ins Auge rein. Meist gegen Spätnachmittags klappte dann einfach das untere Lid weit nach unten und es sah alles sehr fürchterlich aus. Eingeschlafen ist er auch immer mit runterhängendem Lid. Seit ein paar Tagen ist es jetzt wieder nur selten, dass das Lid unten runterhängt. Aber ... wenn ich mich nicht irre, scheint das zweite Auge auch langsam anzufangen. Seit neuestem hat er jetzt auch auf beiden Linsen eine Trübung, die vorher nicht war. Wie ich nun mittlerweile erfahren habe, passt auch das alles wieder gut ins SLE-Bild ... ich werd noch bald irre. Sehen tut er aber noch gut. Ach ja, und auch ansonsten merkt man außerhalb seiner Akutphasen an seinem Verhalten überhaupt nichts von seiner Erkrankung, wenn er nicht beim Laufen wegen seiner Pfoten arg eingeschränkt ist. Er benimmt sich wie ein gesunder, fitter Hund und steht auch - abgesehen von den angesprochenen Symptomen - top da. Selbst die Tierärztin sagte am MI erst wieder, dass sie selten einen Hund in seinem Alter sieht, der so gut dasteht und so fit ist. Kaum einer mag glauben, dass der Kerl jetzt heute in 1 Woche 12 Jahre alt wird - auch für die TÄ ist er ein Phänomen.

 

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  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #8
Das sieht wirklich nicht schön aus.

Bitte halte uns weiter auf dem Laufenden. Ich drücke dir alle Daumen, dass sie eurem Schatz in der TK helfen können.

Fühle dich gedrückt (wenn du magst).
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #9
Oh man, das sieht gruselig aus..hab leider keine Erfahrungen mit sowas, die Tierärzte werden sicher helfen können, Alles Gute!!
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #10
Uiuiui.. :( Das sieht echt schlimm aus!
Was sagen die Ärzte denn zu den Heilungschancen? Ich weiß nicht genau was SLE ist, werd ich gleich mal googlen (mag dich damit nicht nerven), aber ich hoffe trotzdem für euch dass ihr es in den Griff bekommt.
Hier sind auch alle Daumen und Pfoten gedrückt :056: Halte uns bitte auf dem Laufenden, ja?

LG
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #11
danke für eure lieben Worte. Ich halte euch natürlich gerne auf dem Laufenden und nichts tut mehr gut, als Zuspruch und aufheiternde Worte. Ich danke euch :058:
Für mich und meinen Geldbeutel und vor allem für Rico hoffe ich arg, dass bis zu unserem Termin bei den Spezialisten in München nun erst mal nichts Neues mehr dazukommt ... mein armer Schatz is mit den derzeitigen Symptomen schon bedient + gestraft genug. Die Vorbereitungen für München sind nun hier abgeschlossen und seine Krankenakte ist schon auf den Weg nach MÜ - alle weiteren Untersuchungen finden dann dort statt.

Also für mich ist das ganze Thema auch noch relativ neu und bin auch noch fleissig dabei mich zu belesen. Aber was ich schonmal mit Gewissheit sagen kann, ist, dass an das schöne Wort "heilbar" nicht zu denken ist. Ich versuchs mal am einfachsten so zu erklären, dass in dem Fall das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet - in diesem Fall eben gegen den eigenen Körper. Bei Rico sind es die Pfoten/Krallen, die Nase und die Augen derzeit. Kann aber noch mehr werden, muss aber nicht. Vor kurzem hatte er eine Gelenksentzündung - ob die jetzt Zufall war oder ob da jetzt schon der nächste Wahnsinn droht (Polyarthritis), steht noch offen. Anhand des Blutbilds konnte jedenfalls schon mal ausgeschlossen werden, dass Organe wie Leber, Nieren usw. schon "bekämpft" werden. Es gibt so viele Arten von Autoimmunerkrankungen (viele Hunde haben auch z.B. nur SLO, nur DLE, nur Pemphigus oder nur Polyarthritis usw.), bei Rico ist es eben eine Kombi ... leider. Was man machen kann, ist das Immunsystem lahm zu legen mit Kortison, was natürlich alles andere als toll ist. Zusätzlich werden noch eine hohe Dosis essentielle Fettsäuren (Lachsöl) gegeben, wobei wir jetzt derzeit - bis wir aus MÜ zurück sind - noch nur die normale Dosis geben. Auf die letzte Kortisonspritze trat schlagartig Besserung ein, d.h. die Nase war nicht mehr wund und auch die Nagelbettenentzündungen gingen zurück, was, wie ich erfahren musste, leider alles für eine Autoimmunerkrankung spricht und auch die Tatsache, dass es bei ihm mit den Symptomen direkt ein paar Wochen nach der Kortisongabe wieder losging. Für die Tierklinik hier ist er der erste (erkannte) Fall mit dieser Art von Krankheit, aufgrund mangelnder Erfahrungswerte damit wird jetzt alle Hoffnung in die Zusammenarbeit mit Spezialisten auf diesem Gebiet gesetzt. Schlimm genug, dass es eh schon so lange gedauert hat bis man da jetzt mal drauf kam, denn unter den Symptomen leidet er ja schon seit 2009. Aber, wie ich mittlerweile von vielen anderen betroffenen Haltern weiß, scheint das fast normal zu sein, denn die wenigsten Allgemein-TÄ deuten die Symptome überhaupt richtig und behandeln AI-kranke Hunde - ohne zu wissen, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, symptomatisch erfolglos und tun es oft als Allergie (also bei immer wiederkehrenden Hautproblemen) oder sonst was "Unerklärliches" ab. Ich bin froh, dass wir jetzt endlich dahintergekommen sind und nun lassen wir von einem Fachmann auf diesem Gebiet abklären, wie schlimm das Ganze bei ihm ist, damit er dann auf minimalste Kortisongabe eingestellt wird und auch meine Tierklinik hier weiß, mit was demnächst wohl noch so zu rechnen ist und wann man beginnen kann, das Kortison wieder ausschleichen zu lassen. Wie gesagt, die Verdachtsdiagnose steht und man ist sich auch ziemlich sicher. Wir könnten uns jetzt Gewissheit dadurch verschaffen, dass wir beispielsweise eine Zehe amputieren und die auf SLO untersuchen lassen, was ich ihm ersparen will, oder eben das ganze von einem Spezialisten begutachen lassen, der mit großer Wahrscheinlichkeit auf den ersten Blick den Verdacht bestätigen kann. In München setzen wir jetzt große Hoffnung und dann schauen wir, dass Rico´s Leben vielleicht wieder etwas angenehmer wird, denn ohne Leine laufen lassen und toben is zur Zeit nicht aufgrund der Krallenprobleme und zur Gelenksschonung. Da er ansonsten total lebhaft und ernergiegeladen ist, ist das alles natürlich wirklich sehr deprimierend und er versteht die Welt nicht mehr - allmählich bauen sich natürlich auch schon Aggressionen auf ... klar in ihn staut sich die ganze Energie allmählich an und er kann sie nicht abbauen. Mit Suchspielen versuch ich ihn schon gerade etwas zu beschäftigen draußen, aber auf Dauer is das nur ja auch nichts
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #12
ach ja, und falls es euch interessiert (und ich es einstellen darf - ansonsten nehm ichs natürlich wieder raus) ... so "gut" kann ein Blutbild eines so kranken Hundes aussehen:
 

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  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #13
Der arme Rico, dass ist ja echt eine ganz schlimme Geschichte!
Dann drück ich mal ganz fest die Daumen, dass die Spezialisten in München helfen können!
Wie geht's Dir damit? Ich glaub ich wär fertig mit der Welt aber es nützt ja nichts, da hilft nur kämpfen!
Irgendwie häuft sich das mit diesen Autoimmunerkrankungen, hast Du auch das Gefühl? Da hat man doch früher kaum mal was gehört.
Ach Mensch, dass tut mir so leid! Aber ich hoffe mal, dass die Münchner ihn so einstellen können, dass er wieder fröhlich über eine Wiese springen kann ohne das die Krallen flöten gehen.
Hier sind jedenfalls Daumen und Pfötchen gedrückt!
LG
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #14
ja, ich bin fix und fertig mit der Welt und bin echt froh über jeden Tag, an dem mal nichts Neues ist bzw. nichts großartig Schlimmes mit seinen Krallen passiert ist. Ich werd schon langsam paranoid und jeden Tag muss sich Rico jetzt schon peniple Inspektionen incl. Temperaturmessung von mir gefallen lassen, weil ich ja nichts übersehen will - denn wirklich anmerken - also von seinem Verhalten her - tut man ihm nur selten was. Ich bin auch froh, wenn endlich der 16.11. ist - hab zwar etwas Angst vor unschönen neuen Hiobsbotschaften, aber dann hab ich endlich Gewissheit, wie es um ihn steht. Ebenfalls werden wir uns in Zukunft div. sinnlose Behandlungen bei dem ein oder anderen Vorfall ersparen können bzw. gleich mit dem Wissen, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit mit seiner Erkrankung in Zusammenhang steht, richtig behandeln - das ist auch schonmal ein Vorteil.

stimmt, das Gefühl hab ich auch, dass man immer häufiger davon liest. Allerdings glaub ich auch, dass es eine hohe Dunkelziffer an nicht diagnostizierten Fällen gibt, weil sich viele TÄ zu wenig bis gar nicht damit auskennen. Wenn ich bedenke, dass es bei Rico jetzt schon wirklich sehr sehr eindeutige optische Symptome waren und es dennoch 2 Jahre gedauert hat bis man mal darauf kam - bin ich der festen Überzeugung, dass autoimmunkranke Hunde mit weitaus weniger schlimmen Symptomen (wie z.B. viel unauffälligeren Hautproblemen an weniger auffälligen Körperstellen - z.B. Schwanzspitze od. Ohren) überhaupt als solche erkannt werden. Traurig, aber wahr - allerdings wird unserer Tierklinik (die das Ganze jetzt mit großem Interesse verfolgen und ganz gespannt sind, wie der weitere Verlauf ist), sowas nicht mehr passieren, da bin ich mir relativ sicher
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #15
Ich hab grade noch nicht alles gelesen,werde ich nachholen ;)

Mir kam nur grade, als du schriebst,das besonders die Pfoten betroffen sind.
Kannst du die Pfoten nicht mit Schuhen,wenn ihr raus geht, verbinden?
Das sie da durch nicht die Strapazen der Strasse/wege abbekommen?
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #16
mit Schuhen läuft er keinen Schritt. Da legt er sich hin und schreit. Weit verbreitet unter den SLO-Hundehaltern ist das tapen mit Leukoplast der einzelnen Krallen. Das Problem das ich dabei sehe ist nur, dass er sie dann sicher im ganzen Stück verliert, was glaub ich auch nicht viel besser ist. Außerdem soll man nicht tapen, solange Nagelbettentzündungen vorliegen ... und davon hat er leider massig an jeder Pfote, was wahrscheinlich auch das Problem für ihn beim Tragen von Schuhen ist. Geplant ist jetzt, sofern München das okay dazu gibt, dass er in Narkose gelegt werden darf, dass wir ihm seine Krallen rappelkurz schneiden (ohne Narkose traut sich meine TÄ bei ihm nicht ran, weil es blutet wie - entschuldigt mich - sau und er zudem keinen mehr an seine Füße lassen will. Alles schon probiert)
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #17
Ok, das hat dann keinen Zweck.

Und wenn man ihm die Krallen ganz abnimmt?
Ich meine, die sind dann ja sicher nur eine belastung für ihn.
Kann man so etwas machen?
Der arme kerl kann einem ja echt nur leid tuen :(
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #18
jo, das Ziehen der Krallen war mein erster Gedankengang, mit genau dem selben Hintergedanken wie du ihn schreibst. Für mich war es wirklich das Logischte überhaupt, dass etwas, was erst gar nicht mehr da ist, auch keine Probleme mehr bereiten kann. Aber da wurde ich schnell von anderen Betroffenen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, weil dann das Theater erst richtig anfängt. Diejenigen, die ihren SLO-Hunden die Krallen haben ziehen lassen, berichten von unsagbarem Leid und schreiben alle, dass sie das ihren Hunden nie mehr antun würden. Es müssen wohl über viele Wochen Verbände getragen werden, täglich Pfotenbäder stattfinden und viele Hunde so extrem unter den Schmerzen danach leiden, dass sie teilweise nicht mehr wieder zu erkennen waren und sich teilweise beinahe aufgegeben haben. Eindringlich wurde mir davon abgeraten :085:
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #19
Oh man, ne, das ist dann auch nicht sinn der ganzen sache.Dann ist kürzen wirklich das beste.
Das tut mir so leid.

Wo mit behandelst du die wunden?
Hast du mal NachtkerzenÖl versucht?
Das ist ja verdammt gut für die Haut.
 
  • alles sieht nach SLE aus :-( Beitrag #20
habe auf Empfehlung einer anderen betroffenen Halterin Rivanol und ne Betaisadonna-Lösung für Pfotenbäder besorgt. Das klappt mit der Anwendung einigermaßen gut. Wenn ich ihm Öl auf die Pfoten geben würde, müßte ich ihm diese verbinden, sonst würde es umgehend wieder runterschlecken.
Aber wirkliche Besserung wird wohl erst dann eintreten, wenn die Krallen endlich ganz kurz sind und die Nagelbetten durch die langen Krallen nicht ständig erneut weiter gereizt werden. Da er jetzt an der einen Hinterpfote durch viele Verluste diese Woche kaum noch arg zu lange Krallen mehr hat, sieht man schon gleich, dass die Nagelbetten etwas besser werden
 
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