Ich sehe es sogar als Vorteil, so können es die anderen, während einer das Kommando "vormacht" schonmal abgucken.
Es stimmt, beim Farben bestimmen z.B. halte ich Bijou drei becher hin und sage Blau und wenn Bijou zu langsam ist, dann zeigt die Nora auf Blau, aber sehe ich als nichts Problematisches an.
Was natürlich wichtig ist, denjenigen anzusprechen, der dran ist, aber wie gesagt die halten sich nicht immer dran. Kann auch passieren, dass dann alle vier gleichzeitig die Pfote geben wollen.
Nach meiner Erfahrung behaupte ich sogar, dass Katzen noch ein Stück weit gelehriger sind als Hunde, gelehriger als der Durchschnittshund auf jeden Fall.
Ich würde sagen, es gibt kein Alter, in dem man am besten beginnen sollte. Die Jungs waren 5 Monate und die Mädchen 2 Jahre als ich anfing.
Ich hole immer ein kleines Schälchen Trofu raus, dann wissen die schon was kommt, und setze mich mit ihnen auf den Boden, und alle sitzen nebeneinander vor mir.
Nehmen wir das Beispiel Männchen:
Für Männchen halte ich den ausgestreckten Zeigefinger über ihren Kopf.
Ich fing so an, ich habe ein Trofu genommen und es ihnen über den Kopf gehalten, dadurch recken sie sich automatisch in die Höhe um ans Futter zukommen. Und sobald sie sich erheben, kommt das Fein mit Leckerli. Das mach ich dann noch ein zweites oder drittes Mal, die meisten Kommandos brauchte ich nur einmal zeigen, dann haben die das schon gerafft.
Dann kommt der nächste dran, so geht das reihrum. Nur nach ein paar Malen mit Leckerli folgt das Kommando dann ohne. Ich denke Katzen achten sehr stark auf zeichen, also die grundkommandos kann ich auch ohne Stimme geben. Nur bei so vielen Kommandos, reicht dann das zeichen irgendwann nicht mehr, weil die sich dann nicht mehr so stark voneinander unterscheiden.
Pfote geben war schwieriger: Da hab ich dann die Pfote auf die Hand gelegt und sofort fein gesagt. Nach dreimalen hab ich die Pfote angetippt und sie haben die angehoben.
Es zählen die gleichen Regeln wie beim Hund: Punktgenaue Reaktion, das Lob muss im exakten Moment folgen. Und es darf keine Überforderung sein, ich trainiere auch immer nur 10 Minuten, vielleicht zweimal die Woche, wenns hoch kommt.
Was der Unterschied ist zu Hunden, ein Border Collie z.B. "funktioniert" immer, Hunde wollen dem Menschen gefallen, Katzen haben das nicht nötig.
Wenn Katzen keine Lust haben die das, meine machen dann nur Spökes, die schlawenzeln um mich herum, gurren mich an, schmiegen sich an mich, alles nur nicht das was sie sollen. An anderen tagen gieren die nach training und benehmen sich wie Musterschüler, dann klappt alles einwandfrei.