Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung!

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  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #1
Muffindiezweite

Muffindiezweite

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Hallo Leute,

ich bräuchte dringend ein Paar Tips oder Erfahrungsberichte von euch zum Thema Hinterbeinlähmung...

Mein Schweinchen Flocke wurde am 26. Oktober operiert. Ihr wurden die Eierstöcke und Gebärmutter entfernt, da sie riesige Eierstockzysten hatte die man durch andere Methoden nicht mehr wegbekommen hat. Vor der Op war sie in sehr guter Verfassung, sie hat normal gefressen, Kot- und Urinabsatz waren normal. Das einzige was sie nicht mehr so gut konnte war viel laufen, sie hat halt oft Pausen gemacht, gelegen und kam nicht mehr auf ihre Lieblingsplätze geklettert, da hat die Tierärtzin halt diese Op empfohlen bevor sich ihr Zustand verschlechtert.

Die Operation hatte sich als richtig erwiesen, da die Zysten bereits so groß waren (fast 350g) das sie die anderen Organe verdrängt hatten! Die Op verlief soweit sehr gut, sie ging länger als erwatet und wir hatten danach Schwierigkeiten sie wieder auf die Beine zu bekommen aber nach 4 Tagen ging es Ihr schon wieder richtig gut.

Das einzige was von der Op geblieben ist, ist eine Lähmung am rechten Hinterbein (die vorher nicht da war).
Wir haben das von der TÄ untersuchen lassen, haben Vitamine bekommen die wir Ihr nun täglich geben. Zusätzlich sollen wir versuchen den Fuß/Bein zu massieren, quasi Krankengymnastik fürs Schweinchen. Sie sagt es könnten Nerven von dem Narkosemittel beschädigt worden sein, denn am Bein selbst ist nichts beschädigt.

Habt ihr vielleicht schon mal so ne ähnliche Erfahrung gemacht?
Wird ihr Bein vielleicht wieder funktionieren?

Schon mal Danke für eure Antworten!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #2
Das kann Dir keiner sagen ohne genau zu wissen, was da schief gegangen ist. Es ist auch denkbar, dass bei der OP selber der nerv der das Bein versorgt verletzt oder sogar durchtrennt wurde. Das ist ja winzig klein und würde nicht weiter auffallen.

Eine Kastration beim Weibchen ist eben immer sehr riskant und wird deshalb als letztes Mittel gesehen, wenn Homöopathie und Hormonbehandlung versagt haben, auch dass es ihr danach schlecht ging ist nicht ungewöhnlich durch hohen Blutverlust. Du kanst Dir aber sicher vorstellen, eine so gut durchblutete Region, ind er nicht mehr alles an seinem platz sitzt, da findet man ggf. die wichtigen nerven auch nicht.

Teilweise wird es mit der Zeit besser, teilweise auch nicht, das musst Du abwarten. Gibt es denn noch irgendeine Reaktion, etwa wenn man in den Fuß kneift, spürt sie das?
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #3
Sie kann sich trotz der Lähmung bewegen?
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #4
Also die TÄ hatte das mit dem Gefühl im Fuß kontrolliert und dort zeigt sie keine Schmerzreaktion, im Bein aber schon.

Ja sie kann sich trotz der Lähmung bewegen, nicht gut aber es geht. Wenn sie z.b. schnell laufen will sieht es eher aus wie ein hüpfen.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #5
Hallo Muffindiezweite,
wie hat sich denn zwischenzeitlich die Lähmung entwickelt? Ist es besser geworden, und was sagt ggf. der Tierarzt?
Unser Meerschweinchen hatte nämlich leider auch nach der OP plötzlich eine deutliche Lähmung der Hinterläufe, welche sich jedoch zunehmend verbesserte, wenn auch nicht ganz. Doch seit 2 Tagen ist die Lähmung plötzlich - schnell fortschreitend - wieder da. WIR MACHEN UNS GROSSE SORGEN! Gestern konnte der kleine Kerl noch wenigstens umherlaufen. Heute zieht er nur noch seine hinteren Beinchen hinterher. Er frisst gut und scheint auch sonst gut beisammen zu sein. Nur eben die Lähmung.
Wer kann helfende Infos geben?
Vielen Dank!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #6
Was genau wurden denn operiert? War das überhaupt in der Nähe der BEine?

Lähmungen kommen auch aus anderen Gründen vor, etwa Bandscheibenvorfall oder Sturz. Manche Tierärzte vermuten auch eine Meerschweinchenlähme, aber die ist so selten dass das mehr als unwahrscheinlich wäre.

Am besten einen erfahrenen Tierarzt gut untersuchen lassen, und nicht mit Meerschweinchenlähme abspeisen lassen. Die meisten Lähmungserscheinungen bessern sich mit der Zeit wieder, also eher Schmerzmittel geben und Geduld haben, als vorschnell einschläfern zu lassen.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #7
Hallo Susi,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Unser Meerschweinchen wurde wegen eines Tumors (bösartig) im Maulbereich (linke Backe) operiert. Die OP verlief sehr gut und unser Kerlchen entwickelte sich danach auch sehr gut; nur die Lähmung ging nur SEHR langsam zurück; aber niemals völlig. Doch jetzt plötzlich treten die Lähmungserscheinungen sehr schnell fortschreitend auf.
Wir gehen nachher zum TA und hoffen natürlich auf eine gute Lösung.
Vielen Dank und herzliche Grüße!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #8
Hallo!

Nach einer OP im Maulbereich kann das eigentlich keine direkte OP-Folge sein. Ist ja wirklich sehr weit weg von den Hinterbeinen, anders als die Eierstöcke im Fall der Threaderstellerin.

ich würde das also eher als komplett unabhängiges Krankheitsbild ansehen. dass es unmittelbar nach der OP aufgetreten ist könnte eher was mit dem langen bewegungslosen liegen in der Narkose und der Nachschlafzeit und ggf. auch Auskühlung zu tun haben, in der Richtung würde ich jetzt zuallererst die Wirbelsäule gründlich untersuchen und abtasten lassen, ggf. Röntgenbilder.

Lass dir auf jeden fall auch ein Schmerzmittel mitgeben, ich würde eher Richtung Novalgin gehen, Metacam geht bei langzeiteinsatz zu arg auf die Leber.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #9
:uups: lalala... habe den Usernamen falsch gelesen..
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #10
Vorweg: hatte schon alles geschrieben,und plötzlich war flog ich raus und alles war weg.

HalloSusi,
zunächst möchte ich mich bei Dir fürDeine Rückmeldung und damit ja auch zum Ausdruck kommendeAnteilnahme SEHR bedanken.


Wir sind mit unserem Meerie zum TA undhatten empfehlungsgemäß alles unternommen, um eine vorschnelleDiagnose in Richtung M-Lähmung nicht zuzulassen.
Jedoch ergab die wirklich sehrausführlich und professionell durchgeführte Tastuntersuchung mitanschließendem Röntgen, dass der kleine Kerl LEIDER keinenBandscheibenvorfall, oder verrenkten Rücken, etc. hat. Trotz unseresstandhaften Intervenierens kam der uns durchaus vertrauensvollerscheinende TA zu der erschütternden Diagnose: M-Lähmung. Er gabunserem kleinen Kerl anschließend eine Vitamin B-Spritze und einImmunsuppressivum. Zudem sollen wir unserem Meerie eine Artchiropraktiktische Übungen angedeihen lassen, was wir nun 3 mal proTag machen werden. Hoffend, dass es morgen mit ihm besser aussehenwird, wünsche ich Dir und allen anderen Lesern/Leserinnen einenschönen Abend und eine gute Nacht!

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sorry für die teilweise zusammengeschobenen Wörter. Liegt am Texteditor, oder... .

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Nachfrage: Wenn ich Novalgin bekomme, - woher weiß ich noch nicht?! -, wie verabreiche ich meinem Kerlchen das Schmerzmittel (mit Spritze in Mund?)?, und in welcher Menge?
Vielen Dank und herzliche Grüße :roll:

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und wie häufig pro Tag?

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:( die Situation unseres Meerschweinchens hat sich über Nacht leider nicht verbessert. Er frisst und scheint auch KEINE Schmerzen zu haben. Jedoch hat er sich auch die ganze Nacht über NICHT von der Stelle bewegt. Nun überwiegt unsere Befürchtung, dass die vom TA empfohlene MANUELLE STIMULIERUNG der Hinterbeinchen für den kleinen Kerl nur eine Qual sein wird, ohne nennenswerte Erfolgsaussichten.
Hat jemand dazu Erfahrungen? Wir wollen unseren kleinen Kerl nicht einem unnötigen Stress aussetzen. Bitte meldet Euch dazu!!!
Zwischenzeitlich legen wir ihn um, sodass er trocken liegt.
Vielen Dank!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #11
Hallo!

Öfter umlegen ist gut, und auch Bewegungsüberungen sind wichtig.

Das ist keine Meerschweinchenlähme, die erkennt man nämlich vor allem auch daran, dass nicht gefressen wird. das ist doch eindeutig auf dem Röntgenbild zu sehen eine verletzung des Rückens, die natürlich mit Schmerzmitteln behandelt werden sollte. Novalgin bekommt ihr vom Tierarzt oder auch vom Menschenarzt per Privatrezept.

Echt, wie kommt der Tierarzt nur zu der Diagnose? Meerschweinchenlähme hat ein komplett anderes Krankheitsbild, und in dem Fall würde man das Tier sofort einschläfern - und seine sämtlichen Artgenossen wären auch in akuter Gefahr, bei Züchtern z.B. würde man den komplettenBestand töten müssen. Deswegen ist es völlig unverständlich, dass ein Tierarzt zu der Diagnose kommt, und dann nur Aufbauspritzen gibt?!? Außerdem hätte er innerhalb der letzten 2-3 Wochen intensiveren Kontakt zu erkrankten Artgenossen haben müssen.


Les mal hier nach, das ist von einem auf meerschweinchen spezialisierten Tierarzt:

und bei einer Rückenverletzung sollten doch Schmerzmittel völlig Selbstverständlich sein, warum hat der Tierarzt da nicht gleich was mitgegeben? ich meine wenn Du dir das Kreuz verhebst ist doch auch völlig logisch, dass Du erst mal Schmerzmittel brauchst. Vitamin B ist sicher gut, aber auch was ein Immunsuppressivum auch bei Lähme helfen soll ist völlig aus der Luft gegriffen.


Sorry, aber mich macht sowas stinksauer. Der Tierarzt ist sicher nett und gibt sich Mühe, aber meerschweinchen werden einfach im Studium nur ganz am Rande erwähnt, und auch später wenn die frisch gebackenen Tierärzte bei Kollegen über die Schulter schauen kommen nur selten meerschweinchen auf den Tisch. Und wenn dann eines kommt das die Hinterbeine nach zieht haben sie nur die eine Krankheit im Kopf, die sie vom Studium noch behalten haben, auch wenn auf den Röntgenbildern eine Verletzung erkennbar ist.
Und mit schmerzmitteln sind sie bei Kleintieren auch oft viel zu sparsam, dabei haben die doch auch schmerzen...

zur Dosierung vom Novalgin:
da findest Du die Richtige Dosierung, mit einer Spritze ins Maul ist genau richtig.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #12
Ergänzender Hinweis/update:

Mit der Bezeichnung Immunsuppressiva lag ich wohl falsch. Vermutlich habe ich mich in der gemerkten Medikamentenbezeichnung geirrt (und mein Schul-Latein nicht

aktiviert). Das unserem Kerlchen gespritzte Medikament sollte die Immunabwehr def. stärken.
Alle weiteren möglichen Ursachen für die Lähmung wurden mittels sorgfältiger Untersuchung ausgeschlossen; so die Info des TA, dem ich jedoch wirklich vertraue,

da er eine lebensbejahende und gute Einstellung zu Tieren hat, weiß dass wir unser Meerschweinchen sehr lieben, und er auch ansonsten einen sehr gewissenhaften

Eindruck macht.

Ich mache aktuell ca. alle 2-3 Stunden die manuelle Stimulation der hinteren Beinchen. Wenn ich ihn zudem über den hinteren Teil des Rückens (Höhe Becken)

"kitzelnd" (etwas kräftiger) streichle, so quickt er kräftig. Er spürt es, kann aber die hinteren Beinchen dennoch kaum bewegen. Zudem strecke ich die Beinchen

vorsichtig und simuliere die Laufbewegung. Besonders auf das Füßchen drücken (um über den Schmerz einen Impuls auszulösen) getraue ich mich nicht; ich will ihm

nicht weh tun.

WAS SOLL ICH TUN???

Ich/wir wollen ihn nicht verlieren, wollen ihn aber auch nicht leiden lassen und ...., wollen einfach bis zuletzt gut, liebevoll und vertrauensvoll mit ihm

umgehen.

Deshalb freuen wir uns über jeden hilfreichen Hinweis von Euch!

Vielen Dank!

PS: Susi, Deine Hinweise lese und beachte ich gleich noch im Detail. ER FRISST völlig normal und ist auch sonst guter Dinge, wenn auch weiterhin ständig bewegungslos an einer Stelle liegend. WIE HÄUFIG SOLL ICH DIE MANUELLE BEWEGUNGSTHERAPIE durchführen, also in welchem Abstand und dann jeweils wie lange pro "Sitzung"??? Nochmals VIELEN DANK für die Rückmeldungen. Das hilft SEHR!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo Susi,

Nachfrage: von welchem Röntgenbild sprichst Du? Ich habe keines hier eingestellt. Was man auf dem Röntgenbild sah, dass der Darm gut gefüllt war, eine leicht kristaliene Absonderung im Blasenbereich, eine vergrößerte Patella, leichte Artrose auf einer Seite, einen GANZ LEICHTE Biegung der Wirbelsäule im Brustwirbelbereich. Ansonsten war auf dem Röntgenbild nichts im Hinblick auf eine die Lähmung erklärende Ursache zu erkennen.
Nach der OP war er einfach nur weiter mit unserem zweiten Meerschweinchen in einem Käfig zusammen; anfangs getrennt, weil der Kleine (gesunde) plötzlich seine Rang-Chance witterte, und wir unserem Kerlchen keinem weiteren Stress aussetzen wollten.

Liebe Grüße und VIELEN DANK!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #13
Hallo!
Mit dem Röntgenbild habe ich dich falsch verstanden, aber da sind ja auch ein paar Dinge dabei, die Schmerzen auslösen können, und die Bandscheiben sieht man ja nun nicht wirklich gut auf Röntgenbildern (wobei ein CT einfach zu teuer ist). Aber eine vergrößerte Patellasehne und Arthrose spricht für bewegungsmangel oder einseitige Überbeanspruchung, wie groß ist denn dein Käfig, etwa zweistöckig? Gerade eine gute Bemuskelung durch viel bewegung in einem großen gehege ist ganz wichtig bei solchen Sachen...

Nochmal die frage: WO SOLL ER LÄHME HER HABEN?
Ganz einfach Lähme ist so extrem selten, dass sie praktisch in Deutschland nicht vorkommt. Und wenn dann würde er vor allem auch nicht fressen, weil Lähme auch den Kauapparat betrifft. Es KANN keine Lähme sein!
Alleine weil er frisst ist das völlig ausgeschlossen. Im Zweifel weißt Du das aber, wenn er länger als 10 Tage nicht laufen kann - Lähme tötet IMMER innerhalb von 9 Tagen. Sterblichkeit sind einfach klar 100% und Futterverweigerung gehört zum Krankheitsbild dazu.

Die meisten anderen Probleme würden sich nach 8-10 WOCHEN von selber legen, also Geduld und Schmerzmittel geben.

Krankengymnastik ruhig drei mal am Tag, aber alle 3 Stunden heißt dass es zu unruhig wird für ihn. und so oft es geht umlegen, drehen, anders hinlegen, damit er sich auch nicht wund liegen kann. Bitte nicht so berühren dass er schreit, das zeigt deutliche Schmerzen. Sobald er anfängt Geräusche zu machen, zu muckern oder zu knirschen bitte wieder heim lassen, das soll ja kein Stress werden.

sein kleiner Kumpel sollte derweil kastriert werden, das macht die Rangordnungsschwierigkeiten deutlich besser (und wenn dann irgendwann mal der ältere über die Regenbogenbrücke geht kann der kleine Weibchen als Gesellschaft bekommen, das ist sehr viel Artgerechter als Bockgruppen).

Außerdem sehr Vitaminreich füttern, also KEIN TROCKENFUTTER, keine Knabberstangen, Drops und sonstiger Müll, sondern große Mengen Heu und frisches Gemüse. Fenchel, Paprika (bitte Paprika nur aus Bio-Anbau), aber auch Karotten und Brokkoli haben viel Vitamin-C gehalt, das hilft auch bei Problemen mit dem Bewegungsapparat. Mindestens 5 verschiedene Sorten Gemüse, davon darf er ruhig 150-200g am Tag bekommen, verteilt auf möglichst viele kleine Mahlzeiten. Eine Überladung des Darms wäre unklug. wenn sowieso schon Blasenschlamm sichtbar war solltest Du vor allem auf Trockenfutter und Trockenkräuter allgemein ganz verzichten.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #14
Hallo Susi,

zunächst vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Deinem Rat entsprechend, habe ich Rücksprache mit Dr. Wenzel gehalten, - war sehr nett und hilfsbereit -, und nun den Eindruck gewonnen, dass es sich um ein Trauma am Rücken handelt, oder um eine Metastase am Rückenmark (zweiteres eher nicht).
Richtig, der Käfig ist zweistöckig, natürlich mit Häuschen unterschiedlicher Höhe, über die sie hoch und runtergehen können. Zudem haben sie ihre sog. "Flitzstrecke", wo wir sie mehrmals die Woche auf ca. 6 qm umherrennen lassen, was jetzt natürlich aktuell keinen Sinn für unseren Patienten hat.
Die Kerlchen bekommen schon immer nur Biogemüse und Heu, sowie Leckerlie (in Maßen), sodass für ausreichend Vitamine gesorgt sein müsste.

Wir setzen jetzt darauf, dass er sich beim Runtergehen im Käfig verletzt hat, und werden ihn manuell vorsichtig stimulieren.

Einzig: ich bekomme - da Wochenende - kein Schmerzmittel, insb. das Metacam bekomme ich nicht, was offenbar ggü. dem Novalgin zudem entzündungshemmend wirkt (ähnlich wie Cortison). Hast Du/Jemand eine Idee, wie ich jetzt am Wochenende doch noch an ein Schmerzmittel komme?

Wir hoffen jetzt einfach das Beste, und therapieren entsprechend der Traumata-Annahme.

Viele herzlich Grüße!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #15
Hallo!

Schmerzmittel bekommst Du in jeder Tierklinik, viele Kleine Tierärzte haben auch eine Notfallnummer, und da kurz ein wenig was in einer Spritze aufziehen ist ja jetzt nicht schlimm. Wenn du in der Stadt wohnst wende Dich an eine Tierklinik, auf dem Land eher ein Tierarzt der auch in der Landwirtschaft unterwegs ist - einer Kuh die Kalbt ist auch egal ob Wochenende oder nicht.

Mehrstöckige Käfige sind leider Gift für die Knie, da wird die Arthrose her kommen, und auch das Verletzungsrisiko ist deutlich höher. Ich kann Dir nur raten mal ein neues gehege ins Auge zu fassen - ebenerdig und ideal 2 Meter lang, das ist einfach auch Seniorengerechter. Mit dem Doppelstockkäfig wird Dein Alter Herr wahrscheinlich auf lange Sicht nicht mehr viel anfangen können, und er soll ja nicht eingeschränkt werden.

So ein gehege ist ganz schnell und günstig gebaut, für 30 Euro kriegt man da was richtig schickes hin. und Knieprobleme sind eben bei mehrstöckigen Bauten extrem häufig, das muss ja nicht sein.

Ja, ein Trauma ist einfach viel wahrscheinlicher als meerschweinchenlähme - wie gesagt, davon hören Tierärzte irgendwann mal im Studium, dass diese Krankheit aber in der Praxis nahezu ausgerottet gilt wissen sie wieder nicht. wenn Du jetzt nicht gerade in den letzten Paar Wochen ein Schweinchen aus schlimmen Zuständen in osteuropa gerettet hast ist das einfach eher unwahrscheinlich - wenn es in deutschland einen Ausbruch von meerschweinchenlähme geben würde dann würde ich das auch ganz sicher wissen. Ich bin echt gut vernetzt.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #16
Hallo Susi,

das mit dem Not-Tierarzt geht nicht, bzw. nicht in unserem Fall. Da Metacam ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel ist, müsste ich mit unserem Patienten erst vorstellig werden, so die Auskunft der Tierklinik. Doch der Transport würde ihm mehr Schmerzen bereiten, weshalb ich lieber bis Montag warte, und da dann vom TA das Metacam hole.

Ganz besonderen Dank an Dich Susi!!!
Herzliche Grüße an Dich und alle anderen in diesem Forum

PS: Wir sind jetzt deutlich optimistischer!!!
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #17
Hallo Susi, und hallo an alle anderen,

will Dir/Euch ein kurzes Update geben.

Waren heute beim TA. Trotz unseres freundlichen aber nachdrücklichen Vortragens, dass es sich nicht um Meerschweinchen-Lähme (=ML) handeln könne, blieb unser TA bei seiner Diagnose und auch Prognose, wonach unser lieber Kerl bis Freitag dieser Woche an ML sterben müsste. Am Freitag haben wir neuen Vorstellungstermin. Für die Zwischenzeit haben wir aber Metacam und auch ein Vit-B-Aufbaupräparat. Er versorgt also unser Kerlchen wunschgemäß und auch richtig. Zudem erhält unser Kerlchen nun - entsprechend seiner Anleitung - 6 Mal pro Tag "Fahrad-Fahren" und zudem, von uns ersonnen, Massage mittels eines kleinen Massagegerätes, plus (seltener) Rotlicht. Es ist unglaublich, wieviel Vertrauen unser Meerie uns da entgegenbringt, auch wenn er nach dem Spa-Programm zunächst regelmäßig "genug" hat.
Auch wenn wir ein Zittern und gewisse Muskelaktivitäten insb. beim "Fahrradfahren" meinen feststellen zu können, und er infolge des Vit-B- und entzündungshemmenden Schmerzmittel-Shots etwas aktiver ist, bleibt die Lähmung dennoch deutlich sichtbar erhalten.
Hast Du ggf. ein paar Tipps, und/oder Hinweise, was wir optimierend für unser Meerschweinchen noch machen können, und wie lange dies wohl alles noch andauern wird, bis zu einer tatsächlichen Besserung?

Das ist der aktuelle Stand! :| bis :roll:

Herzliche Grüße! :lol:
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #18
Hallo!

Erfahrungsgemäß dauert es einfach mehrere Wochen, bis es deutliche Besserungen gibt. Da hilft nur ganz viel Geduld. Wahrscheinlich hat er sich bei einem Sturz den Rücken so verletzt, dass da einfach was gewollen ist - und deswegen jetzt durch die Schwellung die Nerven die Signale nicht richtig weiter leiten können.

Zittern bei der Gymnastik ist schon mal ein sehr gutes Zeichen, trotzdem, es dauert Wochen bis so eine schwellung richtig zurück geht. das kann man einfach nicht beschleunigen, Aber er leidet ja nicht darunter, sondern fühlt sich sonst wohl.
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #19
Hallo Susi, und hallo an alle anderen,

will Dir/Euch ein kurzes Update geben (5. Jan. 2012).

Unser liebes Meerschweinchen hält sich wirklich SEHR tapfer. Doch leider verbessert sich sein Zustand trotz aller Pflege nicht, was uns große Sorgen bereitet.

Wir geben ihm jeden Tag 3 Tropfen Metacam, jedoch NICHT über die Spritze, sondern auf ein Salatblatt, etc. geträufelt. Zudem massieren wir ihn durchschnittlich 2 Mal täglich, mobilisieren seine Hinterbeinmuskeln und "fahren Rad" mit ihm.

Leider bislang ohne jede Besserung hinsichtlich der Hinterbeinlähme.

WICHTIG: wir stellen jedoch beim "Radfahren" fest, dass sich die Muskeln in seinen Hinterläufen zu strecken scheinen, wenn er köteln oder pinkeln muss!!!

Nun kenn ich mich mit der Vernetzung der Nervenbahnen bei Meerschweinchen nicht aus; doch ich werte dies als ein gutes Zeichen.

Jedoch kommt nun auch noch hinzu, dass er in seinem Pippi liegt und (seit heute) sich dort nun auch Teile seines Fells lösen. Dann hat er auch noch eine Kruste am Auge, und schließlich sind wir uns nicht sicher, ob er nicht auch mit einem Problem beim Kauen zu kämpfen hat. Jetzt baden, föhnen, machen und tun wir, und vernachlässigen dabei auch nicht seine Schmuseeinheiten. Doch insgesamt ist natürlich nun ein Belastungsgrad für den kleinen Kerl erreicht, der uns SEHR nachdenklich macht.

Daher folgende Fragen:
1. besteht wirklich noch Hoffnung auf Heilung betr. der Lähme, wenn sich hieran seit nunmehr 4 Wochen (knapp) nichts geändert hat?
2. wie lange kann ich meinem tapferen Meerschweinchen Metacam verabreichen (ca. 3 Tropfen pro Tag)? Wie lange hält dies der kleine Körper aus? (Leberversagen, etc.)
3. was kann ich machen, dass unser Meeri nicht durch das (z.T. nicht vermeidbare Liegen) in seinem eigenen Urin wunde/Fell-kahle Stellen bekommt. (Heute haben wir ihn deshalb wieder gebadet/geföhnt, und dann mit Bepanten-Salbe an den kritischen Stellen eingecremt).
4. Was können wir gegen seine Kruste unter den Augen machen?

:(Das Gesamtproblem ist, dass wir befürchten, dass unser kleines Meerschweinchen infolge all unserer Pflege und Therapie langsam beginnt auch darunter zu leiden, ohne dass sich gleichzeitig die Lähmung, etc. auch nur ansatzweise verbessert. :(

Könnt Ihr uns und unserem tapferen Patienten ein paar gute Ratschläge geben?

Herzliche Grüße und vielen Dank im voraus
 
  • Nach Ovarialzysten entfernung - Hinterbeinlähmung! Beitrag #20
Hallo!

Hab Geduld! Die Muskeln könnensich anspannen, das ist schon mal gut, und der Beweis dass es definitiv keine Meerschweinchenlähme ist wäre auch erbracht. Wart ihr inzwischen nochmal beim Tierarzt? Da gibt es an den Füßen auch Reflexe die man auslösen kann, lasst euch da die Punkte zeigen, ob sich da was tut. Und wie gesagt, Prellungen sind sehr langwierig, 4 Wochen sind da gar nicht so lange - wenn sich weitere vier Wochen nichts tut dann kann man überlegen.

Meistens geht es dann auch gar nicht nach und nach, sondern recht plötzlich wieder mit dem Laufen - also dass ihr Freitag noch damit Hadert weil sich gar nichts tut, und Sonntag läuft er wieder. aber es kann schon noch dauern.vielleicht kann der Tierarzt da nochmal genauer nchtasten und die reflexe prüfen.

wegen dem liegen im nassen hilft nur ihn immer wieder umzulagern, eine dicke Streuschicht und oft sauber machen, baden würde ich ihn aber möglichst nicht, das schlimmste geht mit einem nassen Waschlappen auch weg - mit deutlich weniger Stress. Die Haare gehen auch nur durch die Nässe aus.

wegen dem Auge würde ich den tierarzt fragen, ob da Augentropfen angebracht wären.

3 Tropfen Metacam sind schon sehr sehr viel. Hast Du denn den Eindruck, dass es ihm danach besser geht oder ist alles unverändert? wenn es sowieso nicht viel hilft kann man die Dosis auch runter schrauben, ihr habt da eine Dosierung, die ich eher bei richtig großen Tumoren mit starken Schmerzen geben würde.
 
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