Mäusenachwuchs

Diskutiere Mäusenachwuchs im Farbmäuse Verhalten Forum im Bereich Farbmäuse Forum; Hallo, ich befürchte, ich habe beim Versuch, meine alte, zurückgebliebene Maus neu zu vergesellschaften, eine trächtige Maus in der Bande der...
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  • Mäusenachwuchs Beitrag #1
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MelanieM

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Hallo,
ich befürchte, ich habe beim Versuch, meine alte, zurückgebliebene Maus neu zu vergesellschaften, eine trächtige Maus in der Bande der Neuen erwischt.
Falls es so ist, möchte ich die Babys behalten, damit sie nicht zu Schlangenfutter werden, denn im Bekanntenkreis gibt es kein Interesse. Ich habe einen Käfig, der groß genug ist und auch noch einen etwas kleineren Zweitkäfig, für die "Jungs".

Meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit Mäusemännchen im Nachwuchs?
Kann man unkastrierte Wurfbrüder zusammen aufwachsen lassen? Ich weiß, dass es mit Männchen schwierig ist und sich Böcke oft bis aufs Blut beißen, aber ich habe auch schon gelesen, dass Brüder sich vertragen können. Ich hatte bislang nur Weibchen.

Und ab wann kann man Mäuseriche kastrieren lassen, ohne sie in ihrer Entwicklung zu hemmen? Habt ihr Erfahrung mit Tierärzten in Hamburg? Eine Kollegin von mir hat ihren Wüstenrennmausbock kastrieren lassen und das kostete 50 Euro. Für ein bis zwei Jungs könnte ich mir das leisten, aber mehr als 100 Euro ist für mich im MOment nicht drinn für Kastrationskosten.

Gruß, Melanie

P.S. 100% sicher bin ich mir noch nicht, ob Dido trächtig ist, aber es sieht ganz so aus.
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #2
Hallo Melanie,

auch bei Brüdern kann es schief gehen, in den meisten Fällen ghet´s sogar schief.
Um Kastras kommst du wahrscheinlich nicht rum...
mit ein bisschen suchen findest du auch nen guten TA, der dir´s günstig macht.

Kennst du dich ansonsten mit Mäusenachwuchs aus?

LG;
Benny
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #3
Hallo Benny,
ich hatte noch nie Mäusenachwuchs, aber ich habe zwei Bücher, wo alles von wegen Eiweisgabe etc. für die trächtige und säugende Maus beschrieben ist.
Ich denke mal, wenn ich mich an das halte, was in den Büchern steht, müsste alles gut gehen.

Gruß, Melanie
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #4
Hallo,

in Büchern steht des öfteren mmist.

Lies die am besten mal durch, da findest du alles, was du wissen musst.

LG;
benny
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #5
Hallo Benny,
in meinem Buch stand dasselbe wie bei diebrain. Ich bin mittlerweile sicher, dass die Maus trächtig ist.

Eine Frage an die RUnde: Was ist eigentlich dran an dem Gerücht, dass Mäusedamen mit einem Jahr steril werden? Ich habe ja eine alte Dame, die jetzt schon über ein Jahr alt ist und da von den neuen Mäusen eine hochtragend ist und eine andere meine arme alte Schnuffi immer beißt, habe ich erst mal mit dem Käfigtausch aufgehört und möchte jetzt auch nicht der trächtigen Dame diesen Stress mit der engen Transportbox zumuten. Ist es sinnvoll, die kleinen Mäusejungs, die irgendwann sicher im Wurf sind, sobald sie 26 Tage alt sind, zu der alten Maus zu setzen, bis sie das Kastrationsalter haben? Oder ist das ein Risiko? Schnuffi hat schon Alterserscheinungen, ihr Fell ist nicht mehr so dicht und sie ist langsamer und behäbiger, läuft auch nicht mehr so lang und ausdauernd im Laufrad. Das hat aber nichts mit eventueller Trauer um ihre Mitte August verstorbenen Gefährten zu tun, sondern so war sie schon seit einiger Zeit vorher.

Gruß, Melanie
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #6
Hi Melanie!
Dass Mäusedamen mit einem Jahr steril werden, ist tatsächlich ein Gerücht und stimmt nicht. Allerdings könnte eine Trächtigkeit in dem hohen Alter tödlich für die Maus enden. Daher bitte die kleinen Kerlchen nicht bis zur Kastra zu ihr setzen - zum einen, weil sie viel zu quirlig für eine Mäusedame ihres Alters sind, und zum zweiten, weil sie - auch wenn es vielleicht unwahrscheinlicher ist - durchaus noch trächtig werden könnte, und das würde sie wahrscheinlich nicht durchstehen.
Die Kerchen kannst Du ca. am 28. Tag separat setzen. Sie haben dann zwar keine erwachsene "Bezugsmaus", aber es geht halt nicht anders. Unsere Kerlchen haben bis zur Kastra auch "allein" gewohnt, also ohne ältere Mäuschen, und sie haben sich trotzdem prima entwickelt und sind jetzt supersoziale Jungs.
Ich drück´ Dir jetzt einfach mal die Daumen, dass Du Glück hast mit der Geschlechterverteilung und nur maximal zwei Jungs dabei sind (meist ist´s leider aber genau andersherum...). Bis zur Kastra vergeht ja aber auch noch einige Zeit, die Kerlchen müssen ja auch erstmal auf ihre 30g kommen - vielleicht schaffst Du es ja, noch ein bisschen Geld bis dahin (frühestens in 3 Monaten, denke ich) gespart zu haben... Ich find´s jedenfalls toll, dass Du so viele Mäuschen wie möglich behalten willst! (Eine Kastra kostet je nach Tierarzt zwischen 30 und 70 Euro - vielleicht hast Du ja Glück und erwischst einen "günstigen" bzw. kannst Mengenrabatt aushandeln...)
LG, seven
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #7
Hallo Seven,
danke für die Info. Ich habe gerade hier in Hamburg beim Tierschutzverein angerufen und im Kleintierhaus des Tierheims bekam ich die Adresse eines Tierarztes, der Mäuse kastrieren kann. Zwar sind die kleinen noch nicht da, aber ich werde demnächst schon mal anrufen und fragen, was das kostet und ob es ggf. Mengenrabatt gibt. Andererseits warte ich auch erst mal ab, was aus dem Wurf wird, denn wer weiß schon, ob die kleinen Mäuse überhaupt lebensfähig sind.

Die Mitarbeiterin vom Tierschutzverein meinte auf meine Frage, wie lange man die Böckchen unkastriert zusammen lassen kann, dass sie die Erfahrung gemacht haben, eine reine Jungsgruppe würde u.U. bis zu 4 Monate verträglich sein, aber ab 6 Monaten gehe das heftige Gebeiße auf jeden Fall los. Im Forum steht ja, ab 8 Wochen kann man Böckchen kastrieren. Ist das auch der ideale Zeitpunkt für ihre Entwicklung? Oder ist es besser, wenn sie schon etwas älter, also so drei Monate sind?

Gruß, Melanie
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #8
So, Dido hat am 1. 9. geworfen, ist aber jetzt auch viel draußen und benimmt sich wieder wie eine ganz normale Maus, verkriecht sich also nicht bei den Babys. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Mäuse sich abwechseln, weil meist mindestens eine bei den Jungen im Haus ist. Kann es sein, dass Dido ihren Nachwuchs vergisst? Nicht dass die Kleinen zu wenig Muttermilch bekommen.

Gruß, Melanie
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #9
Hi Melanie!
Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!
Ich glaube nicht, dass Du Dir Sorgen machen musst. Die Mama hat ja fleißige Helferinnen, die die Kleinen bekuscheln, da kann sie auch mal das Nest für eine Weile verlassen und sich erholen. Die Kleinen holen sich schon, was sie brauchen, sobald Mama wieder zurück im Nest ist - und weil das ganz schön schlaucht, wird Mama sicher öfter mal "flüchten" - das ist aber ganz normal...

Zum Kastrationsalter: Es heißt, die Mäuse sollten ein Mindestgewicht von 30g haben - oft wird auch ein Mindestalter von 3 Monaten empfohlen. Wir haben unsere Kerlchen aber bereits mit 7,5 Wochen kastrieren lassen, weil sie bereits alle zwischen 32 und 36g hatten - und es hat super geklappt.
Wie lange unkastrierte Böckchengruppen friedlich bleiben, lässt sich leider nicht voraussagen. Manche fangen schon mit 6 Wochen an mit den ersten kleineren Kämpfen (bei unseren gab´s auch schon ein paar kleinere Streitigkeiten, aber zum Glück noch nichts Gravierendes...), manche fangen mit 3 oder 4 Monaten an - manche fangen auch erst mit einem Jahr an... Und dann ist´s meist zu spät zum Kastrieren, weil die Mäuschen schon relativ alt sind.... Das Gemeine ist ja auch, dass diese tödlichen Streitigkeiten meist über Nacht ausbrechen - und dann auch noch, im Gegensatz zu "normalen" Kämpfen, lautlos ablaufen... Abends noch friedlich gekuschelt, morgens liegt einer tot im Käfig... Um diesem Überraschungseffekt vorzubeugen, würde ich dazu raten, die Mäuse kastrieren zu lassen, sobald sie 30g erreicht haben - wir hatten relativ große Mäuschen, die auch fleißig gefuttert haben und daher so früh die 30g erreicht haben. Je nach Mäuschen kann das auch etwas länger dauern... (Man kann natürlich mit Haferflocken in Sahne, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Nutri-Cal ein wenig nachhelfen ;-) )
LG, seven
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #10
Hallo Seven,
danke für die Info. Auf Kürbiskerne steht "Mama Maus" im Moment auch und ich bin etwas großzügiger, weil sie ja säugen muss und proteinhaltigen Babybrei oder hartgekochtes Eiweiß etc. bislang abgelehnt hat (Mehlwürmer lehne ich ab, denn genauso wenig, wie ich lebende Mäuse je an Schlangen verfüttern würde, verfüttere ich lebende Mehlwürmer an Mäuse, allenfalls über Igelfutter könnte ich nachdenken, mit toten Insekten).

Jetzt heißt es abwarten, was Ende der Woche aus dem Wurf geworden ist, denn solange will ich das Häuschen nicht mehr anrühren. Ab wann dürfte ich den Käfig wieder sauber machen, ohne die Familie zu sehr zu stressen? Und ab wann könnte ich wieder versuchen, meine arme, alte Schnuffi, die im Nachbarkäfig wohnt (aber sich anscheinend mit ihrem "verwitweten" Dasein im Moment ganz gut arrangiert hat, wohl immer noch besser, als immer wieder in den Allerwertesten gebissen zu werden), mit der neuen Familie zu vergesellschaften? Schnuffi ist jetzt schon seit 17.8. allein und leider ein Angsthase. Früher verschwand sie schon ängstlich im Häuschen, wenn ich nur ins Zimmer kam, mittlerweile kommt sie schon mal und schnuppert an meiner Hand, aber wenn ich sie streicheln will, haut sie ab, so dass ich ihr die anderen Mäuse nicht durch Streicheleinheiten ersetzen kann. Dafür liegt sie oft in ihrer Hängematte (habe in jedem Käfig eine, die Mäuse finden das super) und kuschelt sich in das Lammfell dort. Das hat sie schon immer gemacht. Ich muss bei Gelegenheit mal ein Bild in der entsprechenden Rubrik einstellen, Mäuse in der Hängematte (leider schon alle verstorben). Absolut süß.

Gruß, Melanie
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #11
Hi Melanie!
Du kannst der Mama-Maus auch ruhig mal ein Schlückchen Sahne oder ein Stückchen jungen Gouda anbieten - beides wird von so ziemlich allen Mäuschen geliebt, und die Mama braucht ja nunmal auch verstärkt Eiweiß im Moment... und Kalorien kann sie auch gebrauchen, also darf sie ruhig auch mal ein paar Dickmacher zwischendurch bekommen (alles im Rahmen, versteht sich...)
Du kannst die gröbsten Pinkelecken im Käfig schon am Wochenende säubern, denke ich - wenn Du aber nicht so geruchsempfindlich bist, kannst Du sicherheitshalber warten, bis die Mäuschen erstmals selbstständig aus dem Häuschen krabbeln (das wird im Alter von ca. 12-14 Tagen der Fall sein, evtl. auch ein, zwei Tage später). Das Häuschen und die unmittelbare Umgebung solltest Du bis dahin auf jeden Fall komplett in Ruhe lassen.
Schnuffi würde ich erst dazu vergesellschaften, wenn Du die Babies nach Geschlechtern getrennt hast - und dann am besten auch noch ein, zwei weitere Wochen warten, damit Mama-Maus nicht das Gefühl hat, dass jemand Neues kommt und evtl. ihren Babies gefährlich wird. Dann sind die Kleinen ca. 5-6 Wochen alt - und zumindest die werden sicher noch sehr friedlich zu Schnuffi sein.
Zum Thema "Streicheln" - die wenigsten Mäuse lassen sich gern streicheln. Selbst die Zutraulichsten unserer Mäuse, die stundenlang in unseren Pulloverärmeln oder im Nacken klettern und dösen konnten, wollten nicht gestreichelt werden. Sie kamen sofort angelaufen, wenn die Käfigtür aufging, und wollten gar nicht mehr in den Käfig zurück - aber Streicheln - nein danke ;-) Versuch´s doch mal mit der "Ärmelmethode" - einen Pulli mit weiten Ärmeln anziehen und ihr in den Käfig halten - die wenigsten Mäuse können da widerstehen, über kurz oder lang müssen sie den Ärmel erkunden - und meist fühlen sie sich dort recht wohl, weil es dort warm, dunkel und geschützt ist...
LG und alles Gute für die Mäusefamilie!
seven
 
  • Mäusenachwuchs Beitrag #12
Hallo Seven,
danke für die schnelle Antwort. Werde es mal mit Gouda und Sahne probieren (Tilsiter war ihr zu scharf). Zu Schnuffi: sie war von Anfang an ängstlich, ist nie in den Ärmel geklettert, auch wenn die anderen es ihr vorgemacht haben. Ich weiß nicht, was sie erlebt hat, bevor sie zu mir kam, obwohl sie da erst 8 Wochen alt war. Bei mir hatte sie immer ihre Ruhe (ich habe sie jetzt schon 2. Oktober 2006), deshalb ist sie überhaupt so "zutraulich" geworden, dass sie schon mal ihre Nase an meinen Finger hält. Mit der Hand aufnehmen konnte ich sie auch nie (nur unter Protest) dafür habe ich eine leere Papprolle einer Küchenrolle. Die neuen Mäuse sind super zutraulich, klettern gleich an mir hoch (bis auf die kleinste, die ist zurückhalten). Sind halt doch eigenständige CHaraktere, die kleinen Süßen.

Gruß, Melanie
 
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