- Reittherapie - Erfahrung? Beitrag #1
Fussel
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Huhu
Ich wollte fragen ob wer von euch erfahrung mit Reittherapie für behinderte Kinder hat. Ich selbst habe ein Praktikum bei einer Gebärdensprachendolmetscherin gemacht und bin auf ein Wochenende mitgefahren für Gehörlose und Mehrfachbehinderte Kinder und deren Eltern. Die Eltern konnten sich Austauschen und hatten verschiedene Vorträge, während die Kinder mit den Betreuern reiten und Pferde pflegen konnten. Da ich selbst ja sehr lange geritten bin sollte ich nicht nur bei den Eltern zu schauen (wo meine Praktikumsleiterin arbeitet) sondern auch mit kinderbetreuung übernehmen.
Die Pferde wurden vom Hof gestellt und waren keine extra ausgebildeten Pony, sondern einfach, tut mir leid, abgestumpfte Schulpferde. Dann war dort eine erfahrene Reittherapeutin, und die anderen hatten vorher sehr genaue Anweisungen bekommen. Im Grunde sollten wir nur die Kinder führen, ihnen ein Gefühl für Pferde vermitteln, und die die nur Gehöros waren durften auch ein wenig "reiten lernen".
Dabei kamen auf einen Betreuer nur 1-2 Kinder, da es Kinder gab die zum Beispiel Gehörlos sowie geistig und körperlich behindert waren, oder aber auch Authistische Kinder.
Wir haben erst mit den Kindern die Ponys geputzt, und sind dann in die Halle und haben die Pferde geführt. Das alles waren einzigartige Eindrücke! Die Kinder haben sich riesig gefreut, und sogar eine die im Rollstuhl war und geistig behindert war konnte sich fast alleine halten (natürlich ist immer wer nebenhergegangen).
Leider musste ich feststellen das die Tiere nicht nur ruhig waren, sondern teils einfach abgestumpft -.- EIn Authistische Junge hat ein WUtanfall bekommen, und ehe wir bei ihm sein können hatte er einen Ball direkt in das Gesicht des ponys geknallt was ich gerade führte. Was tat die Stute? zuckte kurz mit dem Kopf, und blieb ruhig stehen. Das hätte eigentlich nie passieren dürfen, aber man kann ja (und soll auch nicht) jedes Kind pausenlos bewachen. Natürlich ein gut ausgebildetes Pferd hätte da auch nichs tun dürfen, aber die Schulpferde wurden generll zum normalen Betrieb gebraucht, und waren schlicht und ergreifend abgestumpfft. Auch die Leiterin meinte das wir zu diesem Stall nie wieder fahren. Und trotzdem hat mir die Arbeit mit Kindern und Pferden sehr gute gefallen! Und werde warscheinlich nächstes jahr wieder mitfahren, da es wirklich einzigartig und rührend war!
Habt ihr sowas schonmal erlebt, mit gemacht oder gesehen?
Es gab später noch einen geführten Ausritt, und da war ein kleines Kind (ich weiß nicht mehr wie die Krankheit hieß, es krampfte mal komplett zusammen und dann wieder waren die Muskeln viel zu schlaff um ihn zu halten) der auf mein Pony gelegt und gehalten worden ist. Er fing richtig an zu lachen und sich zu freuen, es hat mich fast zu Tränen gerührt!
Lg
Ich wollte fragen ob wer von euch erfahrung mit Reittherapie für behinderte Kinder hat. Ich selbst habe ein Praktikum bei einer Gebärdensprachendolmetscherin gemacht und bin auf ein Wochenende mitgefahren für Gehörlose und Mehrfachbehinderte Kinder und deren Eltern. Die Eltern konnten sich Austauschen und hatten verschiedene Vorträge, während die Kinder mit den Betreuern reiten und Pferde pflegen konnten. Da ich selbst ja sehr lange geritten bin sollte ich nicht nur bei den Eltern zu schauen (wo meine Praktikumsleiterin arbeitet) sondern auch mit kinderbetreuung übernehmen.
Die Pferde wurden vom Hof gestellt und waren keine extra ausgebildeten Pony, sondern einfach, tut mir leid, abgestumpfte Schulpferde. Dann war dort eine erfahrene Reittherapeutin, und die anderen hatten vorher sehr genaue Anweisungen bekommen. Im Grunde sollten wir nur die Kinder führen, ihnen ein Gefühl für Pferde vermitteln, und die die nur Gehöros waren durften auch ein wenig "reiten lernen".
Dabei kamen auf einen Betreuer nur 1-2 Kinder, da es Kinder gab die zum Beispiel Gehörlos sowie geistig und körperlich behindert waren, oder aber auch Authistische Kinder.
Wir haben erst mit den Kindern die Ponys geputzt, und sind dann in die Halle und haben die Pferde geführt. Das alles waren einzigartige Eindrücke! Die Kinder haben sich riesig gefreut, und sogar eine die im Rollstuhl war und geistig behindert war konnte sich fast alleine halten (natürlich ist immer wer nebenhergegangen).
Leider musste ich feststellen das die Tiere nicht nur ruhig waren, sondern teils einfach abgestumpft -.- EIn Authistische Junge hat ein WUtanfall bekommen, und ehe wir bei ihm sein können hatte er einen Ball direkt in das Gesicht des ponys geknallt was ich gerade führte. Was tat die Stute? zuckte kurz mit dem Kopf, und blieb ruhig stehen. Das hätte eigentlich nie passieren dürfen, aber man kann ja (und soll auch nicht) jedes Kind pausenlos bewachen. Natürlich ein gut ausgebildetes Pferd hätte da auch nichs tun dürfen, aber die Schulpferde wurden generll zum normalen Betrieb gebraucht, und waren schlicht und ergreifend abgestumpfft. Auch die Leiterin meinte das wir zu diesem Stall nie wieder fahren. Und trotzdem hat mir die Arbeit mit Kindern und Pferden sehr gute gefallen! Und werde warscheinlich nächstes jahr wieder mitfahren, da es wirklich einzigartig und rührend war!
Habt ihr sowas schonmal erlebt, mit gemacht oder gesehen?
Es gab später noch einen geführten Ausritt, und da war ein kleines Kind (ich weiß nicht mehr wie die Krankheit hieß, es krampfte mal komplett zusammen und dann wieder waren die Muskeln viel zu schlaff um ihn zu halten) der auf mein Pony gelegt und gehalten worden ist. Er fing richtig an zu lachen und sich zu freuen, es hat mich fast zu Tränen gerührt!
Lg