weil's richtig süß ist,ohne Zucker!
Trägersubstanz beinahe aller Globuli
ist Zucker! Wie sollten sie auch sonst so süß sein?
Über die Wirksamkeit dieser Produkte kann man jetzt streiten, ich halte davon gar nichts; ein "Medikament", das angeblich seine Wirksamkeit verliert, wenn es mit Metall in Kontakt kommt oder berührt wird, kann ich nicht ernst nehmen... Globuli, die mit solchen "Gebrauchsanweisungen" verkauft werden, enthalten meist keinerlei Wirkstoffe; ganz typisch für diese Art von Homöopathie sind z.B. Bachblüten, aber der Grundgedanke trifft auch auf alle anderen derartig hergestellten Produkte zu.
Ich zitier mich zu diesem Thema mal selbst aus
diesem Thread:
Persönlich halte ich nichts von Bachblüten-Produkten; wer sich darüber informiert, wie die Präparate hergestellt werden, weiß warum. Ich gestehe ihnen allerdings eine Placebowirkung zu, die es nachweislich auch bei Tieren gibt; warum genau, ist wohl schwer zu erklären, es hat aber sicher viel mit der Einstellung des Halters zu tun und dem Auftreten dem Tier gegenüber.
Das könnte, und das bin ich auch gern bereit zuzugeben, vermutlich auch der Grund sein, warum Bachblüten bisher weder bei mir (die Mutter meines Freundes ist sehr davon überzeugt und hat sie mir auch schon aufgenötigt) noch bei den Tieren, bei denen ich Bachblüten versucht hatte, gewirkt haben - ich glaube schlicht nicht, daß sie irgendeine Wirkung haben können, die über den Placebo-Effekt hinausgeht.
Hingegen halte ich relativ viel von Pflanzenheilkunde, die man gut unterstützend zur klassischen Medizin einsetzen kann; hier bedient man sich aber - im Gegensatz zu Bachblüten - tatsächlich der in Frage kommenden Wirkstoffe. Das aber nur am Rande.
Schaden können Bachblüten imho nicht, denn wie gesagt, sie enthalten keinerlei Wirkstoffe (bzw. nicht in einer noch relevanten Konzentration), insofern ist bei einem Versuch sicher nicht viel verloren.
Zur Herstellung:
Die einzelnen Blüten werden heute noch an den ehemals von Bach festgesetzten Standorten gesammelt und nach den von Bach beschriebenen Potenzierungsmethoden rituell verarbeitet. Bei der Sonnenmethode werden die Blüten für etwa drei bis vier Stunden in eine mit Wasser gefüllte Schale gelegt und diese in die Sonne gestellt, bei der Kochmethode werden die Pflanzenteile eine halbe Stunde in Wasser erhitzt. Die letztere Methode wird für holziges Pflanzenmaterial oder bei Pflanzen angewendet, die zu einer sonnenarmen Jahreszeit blühen. Laut Bach sollen die Pflanzen ihre „Schwingungen“ als „heilende Energie“ an das Wasser abgeben. Das Wasser wird anschließend mit einem gleich großen Anteil Alkohol als Konservierungsmittel versetzt. Diese Urtinktur wird 1:240 verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen, und ähnelt in diesem Punkt der Homöopathie, mit der Bach sich intensiv beschäftigt hatte. Aus den fünf Litern Wasser, in welche die Blüten gelegt wurden, entstehen auf diese Weise etwa 2.400 l Blütenessenz
http://de.wikipedia.org/wiki/Bach-Bl%C3%BCtentherapie#Herstellung
Hier ist die sog. Sonnenmethode auch nochmal beschrieben *klick*
Interessant auch die Beschreibung der Wirkungsweise beim selben Anbieter:
Ebenso beruht die Wirkungsweise aller Blütenessenzen auf dem gleichen Prinzip, das naturwissenschaftlich jedoch nicht nachweisbar ist.
Die Eigenschaften der Pflanze werden in Form von Schwingungen auf die Mutteressenz übertragen.
Bei der Einnahme der Essenzen bringen die Blütenschwingungen im Menschen eine Saite zum Erklingen und helfen ihm dadurch, sich innerlich weiter zu entwickeln. Blütenessenzen wirken daher nicht direkt auf körperliche Beschwerden, sondern fördern die Entwicklung der Seele eines Menschen.
http://www.heilkraeuter.de/bluetenessenzen/anwendung.htm
Wie man das nun interpretieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen; Wirkstoff ist jedenfalls in Bachblüten keiner enthalten bzw. nicht mehr, als wenn man die betreffende Pflanze bildlich gesprochen an einer Kanne Wasser vorbeiträgt.
Wenn man Echinacea-Produkte verabreichen möchte zur Immunstärkung, sollte man meiner Meinung nach auf
echte Echinacea-Produkte zurückgreifen, da diese dann auch tatsächlich den gewünschten Wirkstoff enthalten - warum mehr oder weniger angereicherte Zuckerkügelchen verfüttern, wenn man auch den Ausgangsstoff verwenden kann? Das wäre, als würde man wenn man hungrig ist synthetisch hergestellten Brotersatz essen anstatt Brot.
Man kann sowohl die getrocknete Pflanze verfüttern als auch Echinacin-Tabletten (wie z.B.
diese hier). Die Gabe sollte allerdings auch hier nie wahllos erfolgen, sondern immer nach Bedarf dosiert. Über die Wintermonate bekommen meine Ratten z.B. regelmäßig eine Kräuterbuddelkiste mit getrockneter Minze, Kamille und Sonnenhut.
Deine Ratten werden sich einfach täglich über die leckeren Zuckerkügelchen freuen, die du ihnen servierst

ihren Gesundheitszustand wirst du damit aber wohl nicht wirklich beeinflussen können.