Es gibt im übrigen drei Atypus-Arten in Deutschland. Zugegeben Atypus muralis wurde bislang noch nicht in Bayern nachgewiesen, aber man soll ja niemals "nie" sagen. Ob man diesen "gekörnten" bzw. "nicht gekörnten" Vorderkörper auf den bildern wirklich erkennen kann... ich vermag das nicht. Sicher, streng nach den Aktivitätsmaximum der Arten ist A. piceus am Wahrscheinlichsten. Das Aktivitätsmaximum bei A. affinis ist geteilt (April-Mai und August-November), was aber trotzdem nicht zwangsläufig heißen muß, daß im Juni nicht auch mal noch ein Männchen herumirren kann.
Wie gesagt, die Fangschläuche sind nicht einfach auszumachen, da gehört schon ein geschultes Auge dazu. Auch kann ein herumirrendes Männchen einen weit größeren Weg, als 50 - 100 m zurück legen. Diese Grenzen würde ich eher dann festlegen, wenn mann einen Fangschlauch eines Weibchens findet.
An die Weibchen kommt man auch nur sehr schlecht heran, die muß man ggf. ausgraben und die können richtig tiefe Wöhnröhren bauen, die sie quasi austapezieren.
Dann viel Glück bei der Suche, aber wie gesagt, ich würde das Areal größer gestalten als 50 - 100 m, halt gedanklich in mehere Teile teilen und jeden Tag einen Abschnitt intensiv (auf allen vieren) absuchen. Typisch sind wie gesagt vegetationsarme Hanglagen (auch leichte Hanglagen).
LG Guido