Pferd kaufen oder nicht?

Diskutiere Pferd kaufen oder nicht? im Pferde Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo Zusammen Ich wurde vor ca. 2 Jahren auf eine Stute aufmerksam. Sie lebt dort, wo ich seit Jahren reite. Die Stallbesitzer züchten selbst...
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gugus

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Hallo Zusammen

Ich wurde vor ca. 2 Jahren auf eine Stute aufmerksam. Sie lebt dort, wo ich seit Jahren reite. Die Stallbesitzer züchten selbst (sie haben etwa 1-2 Fohlen pro Jahr) und sie ist eines der Pferde. Mitlerweile ist sie 7 Jährig, wurde mit 4 Jahren angeritten.

Vor einem Jahr hat sie sich stark verändert. Im Umgang ist sie noch immer ganz brav, aber beim Reiten wehrt sie sich stark gegen den Reiter (sie Steigt, wendet ohne Vorwahrnung ab, verweigert ihre Mitarbeit usw.)
Natürlich wurde sie daraufhin vom TA angesehen, wir hatten den Zahnarzt im Stall, hatten einen Chiropraktiger, Homöopath und deine Tierkomunikatiorin)

Ich habe vor einem Jahr aufgehört, sie zu reiten, da es zu gefährlich wurde (ich bin ebenfalls einige Male von ihrem Rücken gefallen). Noch immer beschäftige ich mich einmal pro Woche mit ihr, indem ich Bodenarbeit mache oder mit ihr spazieren gehe.

Nun habe ich erfahren, dass sie verkauft werden soll! Die Besitzer haben nach einem Jahr keine Geduld mehr, da sie sich überhaupt nicht gebessert hat.

Ich stelle mir nun die Frage, ob ich die Stute kaufen soll. Finanziell und von der Zeit her würde ich es irgenwie unter einen Hut bringen (es wäre nicht einfach aber bestimmt irgendwie machbar) Doch mit ihrem Verhalten wäre ich wirklich überfordert, da ich sie nicht reiten kann (d.h. an einigen Tagen kann ich sie reiten, an anderen aber wieder nicht. Zudem kommt natürlich eine gewisse Angst dazu, da ich schon oft von ihr herunter gefallen bin - und ich reite doch schon eine lange Zeit)

Denn ich weiss es wir sehr sehr schwierig (wenn nicht sogar unmöglich) jemanden zu finden, der mit ihr zurecht kommt und der genügend Verständnis und Gefühl für die Stute hat.

So habe ich Angst, dass sie von einem Besitzer zum Nächsten kommt und irgendwann beim Schlachter landet.


Fragt mich nicht, waurm ich die Stute liebe. Ich weiss einfach, dass sie eigentlich eine ganz liebe ist, aber wir Menschen sie einfach nicht verstehen. und ich will es schaffen, dass sie uns wieder vertraut.


Habt ihr mir eine Idee was ich machen soll? Ich weiss echt nicht, ob ich sie kaufen soll oder nicht...

Danke für eure Antworten
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #2
Es gibt genügend Leute, die sich solchen Pferden beruflich annehmen. Natürlich nicht kostenlos.
Ich kann dir in der Schweiz jetzt leider nicht weiterhelfen, aber bei uns damals am Hof von meiner Tante hatten wir einen Western-Trainer, der mit den Pferden über Natural Horsemanship gearbeitet hat und das war super. Der macht auch Hängertraining, hat seine eigenen Pferde nach nem Kutschunfall wieder hingekriegt, hat dafür gesorgt das ein riesen "Arschlochpferd" ;) (ich nenns mal so) plötzlich nen Lamm war...
Ich schätze da muss ne Person ran, die sensibel für Pferde im speziellen ist und sich mit ihrer Kommunikation auseinander gesetzt hat um herauszufinden wo ihr Problem liegt.
Vor allem isses wichtig dass er (oder sie) mit dir und dem Pferd arbeitet weil du ja auch befangen bist was den Umgang mit dem Pferd betrifft.

LG
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #3
hallo,

also auch wenn du sie unglaublich gerne hast würde ich mir das genau überlegen.
Du solltest es dir überlegen ob du damit klar kommen würdest, wenn du ein Pferd hast, das sich im schlechtersten Fall nicht reiten lässt. Nicht, dass du es irgendwann bereust.

Als zweites musst du dir überlegen, ob du das Geld wirklich aufbringen kannst, einen Spezialisten zu bezahlen, der ihr vllt helfen kann.

Und dann noch was: Klar, reiten ist allgemein - ich sag mal - gefährlich! Pferde sind eben unberechenbar!
Aber mir wäre es viel wohler, ein Pferd unterm hintern zu haben, bei dem ich weiß (naja sagen wir nicht 100%ig), dass ich nach einem Ausritt wieder heil am Stall ankomme. ;)

Wenn du die Entschlossenheit hast, das Geld und die Zeit investieren kannst, und es dir auch nichts ausmacht, ein Pferd zu haben, das du nicht reiten kannst (gegebenfalls es geht schief), dann denke ich steht dem nichts im Wege...
Nur sind das ziemlich viele Kriterien...

Wie gesagt, überlegs dir gut.
Lass den Verstand auch etwas sprechen ;)

LG


------------hoppla, nicht aufs Datum gekuckt :D---------------
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #4
Hallo,
gab es denn vor der Veränderung irgendwelche Ereignisse, Erlebnisse oder Umstellungen im Leben der Stute. Vielleicht auch welche, von denen du nicht weißt? Bei meinem war es etwa das Gleiche: Fohlen vom Besitzer, ich hatte ihn neben meinem eigenen Pferd als Pflegepferd (es hätte sich sonst keiner um ihn gekümmert). Ich habe ihn ausgebildet, bis ich schwanger wurde. Da war er 4. Da ich ihn dann nicht mehr geritten habe (wäre es nach mir gegangen, hätte er mit meiner Stute zusammen eine Sommerpause gemacht), hat sich der Besitzer eine neue Reitbeteiligung gesucht. Ergebnis: Reitbeteiligung im Krankenhaus, Besitzer kam nicht mit ihm reiterlich klar (Bauer, mit der Einstellung: drauf und los gehts). -> Er stieg, blockierte, buckelte. Ergo: Der Gaul war auf einmal unberechenbar (hieß es) und musste weg. 3 Wochen nach der Entbindung saß ich wieder drauf, weil ich es wissen wollte. Da war nix unberechenbar. Verkauft wurde er trotzdem, und zwar an eine Polizeireiterstaffel! Ich hätte ihn mir zu dem Zeitpunkt einfach nicht leisten können und habe es ewig bereut. Nach 1,5 Jahren wurde diese Staffel aufgelöst und ich konnte ihn endlich zu mir holen (zu dem Zeitpunkt dann als Headshaker). Allerdings lässt er sich seit der Erlebnisse mit dem Besitzer, nicht mehr von Männern reiten (auch nicht bei der Staffel). Reitern, denen er nicht 100% vertraut, setzt er in Scheu-Situationen sofort ab. Ich hatte nie Probleme mit ihm, da ich ihm vertraue, und er vertraut mir.
Nun aber wieder zu Dir: Forsche mal nach! Solltest Du dich für sie entscheiden, benötigst du Hilfe. Ich bin mir sicher, dass dieses Pferd nur über Vertrauensarbeit/Dominanztraining wieder ins Boot zu holen ist.
Mich würde auch noch interessieren, wie ist die Haltungsform (Box, Wiese, Offenstall)?
LG
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #5
Also, wenn du dich dem Pferd nicht gewachsen fühlst würde ich ganz einfach sagen: Nein.
Ich kann es verstehen das du an dem Pferd hängst. Aber, überlege dir genau was du willst. Wenn du ihr nicht gerecht werden kannst, hat das doch keinen Sinn. Es sei denn, du willst nur ein Pferd zu betüdeln... Aber denke dran, so ein Pferd verursacht viele Kosten.

Aber, wenn du bereit bist einen richtig guten Trainer zu angagieren, viel arbeit zu investieren und Rückschläge in Kauf zu nehmen... Könntest du es machen.
Sowas soll gut überlegt sein, es gibt viele Leute die ein Pferd aus Mitleid akaufen und im endefekt wird alles schlimmer oder bzw sie ind unglücklich...
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #6
So, ersteinmal dankeschön dass ihr mir geantwortet habt.

Was das Thema Zeit und Geld angeht, ich weiss, wie viel Kosten ein Pferd "verursacht" und wie viel Zeit ich für ein solches Tier aufwenden muss, da meine Eltern selbst Pferde hatten und ich mit ihnen gross geworden bin.

@ Emblazoned: Als ich mit meiner Mutter über den eventuellen Kauf der Stute gesprochen habe, bin ich ebenfalls zum Entschluss gekommen, dass ein "Pferdeflüsterer" uns vielleicht helfen könnte. Schliesslich haben wir diese Situation noch nicht Probiert (obwohl, wir haben bereits mit einem von Mounty Roberts Vertreter Kontakt aufgenommen und vie Emails hat er uns einige Tips gegeben, es ist allerdings noch nie jemand vorbei gekommen)
Dies wäre sicherlich eine Idee, sofern man jemand wirklich professionelles gefunden hat.

Blos ist die Sache, dass die Besitzer langsam genug von dem Pferd haben (ihr Ziel ist es ja normalerweise die Pferde auszubilden und dann zu verkaufen) weiss ich, dass ich keine Chance habe, wenn ich nun noch mit dem Vorschlag von einem "Pferdeflüsterer" komme, was wieder einige Monate Zeit und Kosten bedeutet. D.h. ich könnte so etwas erst machen, wenn die Stute mir gehört.


@ SusiR: Ja ich reite eigentlich auch lieber ein Pferd, welches etwas ruhiger ist (also wenn ich mich zwischen einem "ich bin immer auf 180 - Pferd" und einem "ich nehm es lieber gemütlich - Pferd" entscheiden müsste, so würde ich mich für letzteres entscheiden.
Ich weiss aus eigenen Erfahrungen, was bei so einem Sturz alles schief gehen kann.


@Waldfloh: Nein es gab wirklich keine Veränderungen, die zu so einem Verhalten führen könnten. Es gab weder einen Boxenwechsel noch einen Reiterwechsel noch sonst irgendwas. Vertrauensarbeit mache ich bereits mit ihr, das klappt wunderbar (wie gesagt, wenn ich an der Hand mit ihr Arbeite ist sie ein Schatz, sie geht ohne Halfter hinter mir her usw.)
Ausserdem ist sie (auch wenn es sich vielleicht einwenig komisch anhört) kein dominantes Pferd. Im Gegenteil sie ist sehr unsicher, ist aber, wenn sie in so einen "Rausch" (ich habe teilweise wirklich das Gefühl, sie weiss nicht mehr was sie macht) nicht mehr zu bändigen. Sie lebt in einer Box, darf aber jeden Tag auf die Weide. Ich persönlich bin von der Haltung nicht ganz überzeugt, doch wie gesagt es ist nicht mein Pferd und so kann ich daran auch nichts ändern.

@ Brieftaube: Ja ich weiss, so ein Mitleidskauf ist nicht das Richtige. Aber wie gesagt ich habe einfach die Befürchtung (welche ja nicht unbegründet ist), dass sie von einem Besitzer zum Nächsten kommt und das fände ich einfach schrecklich. Dann "probiert" jeder einwenig und wenn es nicht geht, verkauf er sie weiter...


Ja mein nächstes Vorgehen ist so, dass ich heute noch Kontakt mit der Person aufnehme, welche die Stute die letzten Monate "ausgebildet" hat und sie nun verkaufen soll. Dann werde ich ihr von meinem Vorschlag erzählen und einfach einmal fragen, wie sie sich vorstellt, die Stute zu verkaufen, wohin sie soll und in welchem Zeitrahmen das Ganze passieren soll.

Zudem werde ich noch mit meiner Cousine Kontakt aufnehmen, welche selbst einige "schwierige" Pferd hatte, mich und die Stute kennt und mal schauen, was sie mir empfehlen würde...
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Also gut

Ich habe nun mit der Dame telefoniert, welche die Stute verkaufen soll.

Sie sagte mir, dass sie bereits einige Anzeigen im Internet aufgestellt hat und sich bereits Interessenten gemeldet haben. Allerdings zeigten nach ersten Telefonaten nur 2 Frauen Interesse. Die eine Frau kommt wohl nächste Woche einmal vorbei. Auch glaubt sie, dass es nicht einfach wird, die Kleine zu verkaufen. In Betracht zieht sie zudem, dass man die Stute einem Züchter gibt. Denn sie ist wunderschön und hat auch viel Potential, welches sie ihren Nachkommen mitgeben könnte. Da die Stute im Umgang sehr brav ist, könnte ich mir vorstellen, dass dies eine gute Aufgabe für sie wäre.
Auch hat sie mit meinen "Verdacht" bestätigt, dass es sein kann, dass die Stute oft den Besitzer wechseln könnte.

Zudem habe ich der Frau gesagt, dass ich mir überlege, die Stute zu kaufen. Sie meint, ich dürfe mir viel Zeit lassen und sie würde mich, was den Verkauf angeht, immer auf dem Laufenden halten. Sollte die Stute verkauft werden, würde sie es mir sofort sagen und ich dürfe dann immernoch entscheiden, ob ich sie will oder nicht.
Auch würde sie mich, falls ich die Stute kaufen sollte, unterstützen - ein sehr tolles Angebot von ihr.

Nunja ich bin noch nicht viel weiter, weiss aber nun, dass ich mir Zeit lassen kann. Ich werde schauen was kommt, bin aber immer noch froh, wenn ihr mir Tips geben würdet...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #7
Ein Pferd wie das, was du beschrieben hast, bedeutet viel Arbeit und Geld.
Es kommt ein wenig auf deine eigene Einstellung, deinen Geldbeutel und deine reiterlichen Fähigkeiten an.
Ich habe selber 2 angeblich hoffnungslose Fälle.
Eines davon ist ein angeblich untrainierbares Pferd, das beim Vorbesitzer (Bereiter) sogar sediert geritten wurde und täglich zusätzlich mit beruhigenden Hormonen vollgepumpt wurde. Selbst andere Trainer (Reiter der französischen Equipe) schickten das Pferd nach einem halben Jahr als 'zwischen Genie und Wahnsinn' zurück, nachdem es zu den ersten Knochenbrüchen kam.
Die Korrektur des Pferdes dauerte 3 Jahre (6 Monate Reiten, danach starke Verbesserung, 2,5 Jahre Weidepause in der sie ein Fohlen bekam -wir züchten und testen unsere Zuchtstuten natürlich auf Reiteigenschaften, Exterieur und Interieur, diese Stute war für mein Dafürhalten aufgrund ihres überragenden Talents absolut übertrainiert, dabei hat sie zuchtbedingt ein hochsensibles und etwas eigensinniges Wesen, was durch gut überlegte Zucht ausgemerzt werden kann, wie ihr erstes Fohlen bewiesen hat - mit gelengentlichem Lülüreiten -also nur bewegen). Seit 3 Monaten ist sie jetzt wieder vernünftig unterm Sattel und besser denn jeh. Ausgetickt oder panisch ist sie nicht mehr, sie tritt nicht mehr und hat niemanden mehr verletzt. In dem jetzigen Stall gilt sie als wohlerzogenes, sensibles Kuschelpferdchen, was Jeder mag. So kann eine Umweltveränderung sich auswirken.
Gleichfalls kenne ich auch leider Pferde, die durch was auch immer, für alle Zeit versaut waren - im Umgang brav, beim Reiten gefählich, nicht in der Herde zu halten da unsozial gegen andere Tiere. Für diese Pferde ist der letzte Gang, der gnädigere. So hart das auch klingt.

Ein Pferd, das im Umgang und Sozialverhalten OK ist und nur beim Reiten Probleme macht, bekommt man hin. Es bedarf nur eines Profis, der sich damit auskennt. Man darf nicht denken, dass ein Kurs reicht. Ein einmal eingeschlagener Arbeitsstil muss auf jeden Fall durchgehalten werden.
Gerade unsichere oder widersetzliche Tiere brauchen sehr viel Stabilität.
Ein Stallwechsel zusammen mit einem Besitzerwechsel wirkt oft Wunder - neues Leben, neues Glück - Pferde sind da sehr anpassungsfähig.
Pferdeflüsterer bringen einen oft nicht weiter, sondern erlangen nur kurzfristigen Erfolg. Besser ist ein gut überlegtes und langfristiges Arbeitsprogramm, das optimal auf das Pferd und seine Probleme -die muss man erstmal erkennen- abgestimmt ist. Das Arbeitsprogramm schließt die komplette Behandlung des Pferdes incl. Reiten ein. Selbst beim Putzen und Kuscheln gibt es Regeln.
Gerade solch schwierige Pferde müssen unbedingt lernen sich unterzuordnen -sensibel strafen, viel loben- und müssen unter gesicherten Bedingungen lernen, dass Menschen komisch aber immer nie gefährlich sondern angenehm und interessant sind. Dann arbeiten sie irgendwann auch freiwillig und freundlich mit und lassen sich - nach Gewöhnung- von Jedermann reiten. Es dauert eben nur.

Die Besitzerin des Pferdes scheint sich ja Mühe zu geben, für das Pferd ein wirkliches Heim zu finden - es wird nicht schnallstmöglich abgestoßen.

Wenn du dich entscheidest das Pferd zu kaufen, solltest du dich auf viel Arbeit und so viel Geld einstellen, dass du dir dafür ein tolles einfaches Pferd kaufen könntest!
Du musst dir darüber im Klaren sein, dass du entweder selber in der Lage bist, das Pferd zu korrigieren oder sehr viel Energie in die Suche nach einem geeigneten Trainer aufwänden musst und danach noch mehr an ihn bezahlst. Wenn es das ist was du möchtest, dann kauf das Pferd und freu dich auf eine spannende und tolle Zeit - meist lohnt es sich, die wenigsen Pferde sind wirklich komplett geschädigt und wirklich unreitbar.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #8
@ Machtnix

Vielen Dank für deine Antwort. Ich scheine jemanden gefunden zu haben, der wirklich weiss, wovon er spricht.

Ja so ein "Tapetenwechsel" (Besitzer + Stallwechsel) könnte wirklich etwas helfen. Ich muss mir erst einmal Gedanken zu deinem Text machen und kann daher noch nicht zu stark auf ihn eingehen.

Die Dame welche sich jetzt um die Stute gekümmert hat, ist eine wirklich super Bereiterin, welche gerne Pferde hat, die etwas "Verhaltensauffällig" sind. Sie hat mir heute am Telefon auch gesagt, dass sie die Stute kaufen würde, im Moment aber einfach zu viele eigene Pferde hat.

Ob die Besitzerin wirklich noch so viel Geduld hat, den perfekten Platz für die Stute zu finden, weiss ich allerdings nicht. Es ist so, dass die Chemie zwischen Pferd und Besitzerin sich in der letzten Woche noch mehr verschlechtert hat und die Besitzerin bereits mit einem miesen Gefühl in den Stall geht und sich dies natürlich sofort auf das Pferd überträgt...


lg
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #9
Nun heute ist der 1.
Wenn also die Stallmiete für diesen Monat noch bezahlt ist, kannst du etwas aufatmen.
Wenn am Stall eine gute Bereiterin ist, wird es sich sicher lohnen mit ihr ein längeres Gespräch zu führen.
Vielleicht kann sie dir nicht nur helfen, sondern kennt auch schon das Problem des Pferdes und kann dir einen entsprechend bezahlbaren Preis für ihre Hilfe machen.
Ein Stallwechsel -du fühlst dich ja offensichtlich wohl in dem Stall- könnte in dem Fall vielleicht sogar vermieden werden.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #10
Nunja, das mit der Stallmiete ist so eine sache. Die Besitzerin des Pferdes ist auch die Besitzerin des Stalles :D

Ja die Bereiterin kennt das Problem bereits und da ich sie gut kenne, wird sie mir bestimmt auch einen sehr guten Preis machen.

Ich werde, wenn ich mir sicherer bin, dass ich sie kaufen werde, bestimmt nocheinmal ausführlich mit ihr sprechen.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #11
ich versteh nicht ganz warum sie erst reitbar ist und auf einmal nicht mehr.
bist du sicher das sie nicht krank ist ?
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #12
nein sie ist wirklich nicht krank, wir hatten den TA, einen Chiropraktiker und den Zahnarzt. Zudem passt der Sattel perfekt.

Wir vestehen es ja auch nicht, erst dachten wir, sie seie einfach in der "pubertät" doch dafür dauert es wohl etwas zu lange...
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #13
@ Machtnix

Vielen Dank für deine Antwort. Ich scheine jemanden gefunden zu haben, der wirklich weiss, wovon er spricht.

ich denke wir - die, die dir eine Antwort gegeben haben - wissen alle, wovon wir sprechen.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #14
@ Susi: ich will niemanden beleidigen, doch das was machtnix geschrieben hat, trifft gut auf meine stute vor und ich finde sie hat es super erklärt. ich war aber auch um alle anderen antworten froh
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #15
Danke.
Ich denke, dass jeder, der hier schreibt entsprechende Erfahrungen gemacht hat.
Wir züchten nicht nur Pferde, wir kaufen auch ab und zu - wenn der Geldbeutel das zulässt - auch Pferde, die Probleme haben. Korrigieren diese dann und sehen zu, dass wir die Pferde dann an Menschen weitergeben können, wo sie ein gutes Heim haben, was auch kontrolliert wird (selbstverständlich mit lebenslangem Rückgaberecht, dafür haben wir einen extra Fond).
Einige dieser schwierigen Pferde sind gar nicht schwierig. Eines davon haben wir behalten und nach 2,5 jähriger Pause reite ich das Pferd jetzt seit 3 Monaten wieder. Bei einem von mir belegten Kurs bei einem int. sehr erfolgreichen Reiter und Ausbilder, war dieser sogar begeistert von dem Pferd. Dieses Pferd wird auch immer bleiben und steht absolut nicht zum Verkauf. Das Pferd war nur jahrelang vollkommen übertrainiert und konnte von verschiedenen Trainern nur sediert geritten werden. Jetzt ist sie, selbstverständlich seit ihrer Ankunft bei uns medikamentenfrei, mittlerweile ein zwar hochsensibles aber dennoch absolut Anfängergeeignetes Pferd. Sie genießt Ausritte und ist in der Arbeit zwar manchmal noch etwas zickig aber zuverlässig (bis auf einige kleinere Aussezter).
Ich überlege sogar mit ihr mal ein größeres Turnier zu bestreiten, allein um den Leuten (2 int. erfolgreichen Reitern) die sie als 'zwischen Genie und Wahnsinn, untrainierbar und gefährlich' einstuften - es kam mehrfach zu Knochenbrüchen der Reiter-' zu zeigen, dass man mit Geduld und Empathiefähigkeit alles erreichen kann.

Mit sehr viel Geduld, noch mehr Geld, pferdeverstand und reiterlichem Können - sorry dass ich mich selber so lobe aber trotz aller Erfahrung bilde ich mich natürlich regelmäßig weiter und halte sowohl mit TA, Ostheopathen, Huforthopäden und meinem Trainer (deutscher Bundestrainer) engen Kontakt - kann man vielen Pferden helfen.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #16
Hallo Zusammen

Ich war gestern mit meiner Kleinen etwas mehr als eine Stunde im Wald spazieren. Sie war schön brav, hat einige Baumstämme etwas komisch angeschaut, ist aber immer schön daran vorbei gegangen.

Zudem habe ich eine "pro" und "contra" Liste aufgestellt, was für und was gegen einen Kauf spricht.

Ich werde wohl heute Abend einmal mit meiner Mutter das Ganze anschauen, vielleicht kommen wir dann zu einem Entschluss.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #17
Ich würde Dir auch sehr raten, es wirklich gründlich zu überlegen, auch in der Hinsicht, was in 10 jahren ist? es werden ja schon oft Kleintiere wieder abgegeben, weil das Kind studieren geht oder in der Ausbildung keine zeit mehr hat, aber Pferde sind eben so richtig zeit- und Kostenintensiv. Was wird, wenn Du Vollzeit arbeitest? selber mal Kinder hast, da ist das Pferd ja immer noch da?

einfach so weiter verkaufen? gerade ein nicht ganz so einfaches Tier?

Denk echt gründlich nach, ob Du dir da nicht eine extrem langfristige verpflichtung holst.
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #18
Biust du schon weiter mit deinen Überlegungen oder hast du das Thema erst mal auf Eis gelegt?
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #19
also es ist so, dass diese woche einige interessenten vorbei gekommen sind. einige wollten sie sofort kaufen. nun wird sie probeweise dem reiter gegeben, welcher wir fanden, passt uns und dem pferd am besten.

und dann sehen wir weiter, wer sie nach einer woche noch haben will. zudem steht noch der TA untersuch an (die stute war noch nie verletzt, sodass er wohl positiv ausfallen wird).

ich bin noch immer sehr, sehr traurig, dass sie gehen wird, habe aber auch eingesehen, dass ich sie nicht kaufen kann... :(

nun bin ich mir noch am überlegen, ob ich den kontakt zum neuen besitzer halten soll oder nicht (ich kann mir gut vorstellen, dass es mir jedes mal das herz bricht, wenn ich sie besuchen geh und dann ohne sie zurück reisen muss...)

nun ja aber noch ist sie ja in unserem stall...
 
  • Pferd kaufen oder nicht? Beitrag #20
Man muss sich schon eine gewisse Einstellung zu Eigen machen, wenn man ein Pferd verkauft (oder eben ein Pferd, das man liebt, verkauft wird).
Da wir eine kleine, feine Zucht haben und häufig noch Mitleidskäufe tätigen, müssen wir immer wieder mal Pferde verkaufen. Sonst würde unser Pferdebestand langsam aber stetig ins Unermessliche steigen.

Hier meine Auswahlkriterien für einen guten Besitzer:
- Ein Pferdekauf ist wie eine Zwangsehe für das Pferd. Es ist dem Menschen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
- Ein Besitzer sollte die notwendige Liebe und das entsprechende Verständnis haben um das Pferd pferdegerecht zu halten und zu erziehen (es liegt in der Natur eines Pferdes -da Herdentier- erzogen zu werden und sich an Regeln zu halten).
- Der Besitzer muss den notwendigen Elan und das Kleingeld -oder eigenes Können- haben um das Pferd entsprechend seiner Fähigkeiten und Neigungen auszubilden, denn Ausbildung ist notwendig. Ein Pferd ist nunmal von Gott nicht dazu erschaffen worden Menschen zu tragen. Um ohne körperlichen Schaden durchs Leben zu gehen, benötigt ein Reitpferd daher eine bestimmte Bemuskelung und starke Sehnen und Bänder.
Durch jahrzehntelange -bei einigen Rassen jahrhundertelang- , selektive Zucht ist das Pferd mit entsprechenden Fähigkeiten ausgestattet. Diese müssen gefördert werden. Auch psychisch sind Pferde durch selektive Zucht entsprechend auszulasten.
- Der Besitzer muss das notwendige Kleingeld für das Pferd haben. Eine unvorhergesehene Untersuchung, Behandlung oder gar Operation darf nicht aus finanziellen Gründen aufgeschoben werden müssen. Unerwartete Spezialbeschläge oder dauerhafte Medikamentengaben müssen dauerhaft bezahlt werden können.
Dabei ist es egal ob der Besitzer Geld hat oder auf eigene Bedürfnisse verzichtet um dem Pferd dieses zu ermöglichen.

Wir halten nach Möglichkeit zu Jedem neuen Besitzer eines unserer Pferde zu Mindest losen Kontakt. Wir freuen uns, wenn die Besitzer mit dem Pferd glücklich sind. Auch wenn es selber schmerzt, man sollte sich freuen, wenn das ehemals geliebte Pferd nicht auf einen zugestürmt kommt und sich lieber dem neuen Besitzer zuwendet. Ich schaue in seine Augen und weiß dann - dem Pferd geht es gut.
 
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Pferd kaufen oder nicht?

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