Wie können wir unseren zwei helfen?

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  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #1
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tasmanian

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Hallo,
mein Freund und ich haben zusammen zwei Farbratten-Weibchen, Gerda und Lotti, sie sind etwa 1 Jahr und 4 Monate alt. Letzte Woche war ich mit den zwei beim Tierarzt - beide haben Tumore, der Tierarzt meinte, eine Operation sei zwar möglich, aber es würden schnell wieder neue kommen und ausserdem sei eine Operation und die Wunde(n) dem allgemeinen Gesundheitszustand auch nicht förderlich. Ich wollte noch von ihm wissen, ob die zwei Schmerzen haben oder ob sie "damit leben können". Der TA meinte, das sie keine Schmerzen haben. Die dominatere Ratte, Lotti, hat einen am Gesäuge und scheint damit gut klarzukommen - sie frisst mit ordentlichem Appetit und ist aktiv. Aber unsere Gerda hat einen Tumor am Bauch in Afternähe - seit dem Tierarztbesuch will sie nicht mehr richtig fressen (kein Körnerfutter mehr, Haferflocken und Babybrei nimmt sie, aber die Lotti bedient sich auch reichlich daran), läuft sehr langsam und schwankend, krümmt dabei den Rücken hoch. Ich hab sie Kot absetzen sehen, aber mir kommt es so vor als hätte sie Schmerzen, vielleicht drückt der Tumor auch auf den Darm? Das sind unsere ersten zwei Ratten, wir diskutieren schon seit Tagen was wir denn tun sollen - mit Gerda nochmal zum Tierarzt und sie notfalls einschläfern lassen? Aber dann wäre Lotti ganz alleine - sollten wir dann ein (oder besser zwei, damit nicht weider eine alleine ist) ältere Ratten aufnehmen (keine Ahnung ob Lotti sich an andere gewöhnen kann, Gerda und sie waren von klein auf immer zusammen)? Oder Lotti besser abgeben? Auf alle Fälle gehe ich mit Gerda nochmal zum Tierarzt - wir haben das Gefühlt sie magert ab und quält sich. Kann uns jemand einen Rat geben, wie wir unseren zwei helfen können?
 
  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #2
Hallo,

bei Tumoren kann man meist nicht mehr viel machen, nach einer OP bilden sich schnell neue. Aus eigener Erfahrung würde ich die nicht mehr aktive Ratte einschläfern lassen. Schmerzen zeigen Ratten nur in den wenigsten Fällen. Sie sind dann halt nur nicht mehr so agil und fressen schlecht, kommen nicht mehr bein locken, etc. Die Andere wird das auch verkraften, habe da nie ne Verhaltensänderung festgestellt, wenn die Gruppe "geschrumpft" ist. Auch ein älteres Tier kann dann getrost allein bleiben, wenn ihr euch genug mit ihr beschäftigt. Vergesellschaften würde ich ältere Tiere immer nur mit Jungtieren bis 6 Wochen, da ist das Verletzungrisiko nicht so groß. Am besten auf neutralen Boden beschnuppern lassen (Badewanne geht dafür sehr gut). Falls das doch nicht gut gehen sollte, stellt euch auf einen Zweitkäfig ein.


Viele Grüße

Jessi
 
  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #3
Huhu,

wurde die Ratte denn nur bezueglich der Tumore untersucht oder auch mal komplett abgehoert und angeschaut ?
Meine Sunny hatte auch einen Tumor (zufaelligerweise an aehnlicher Stelle), 2 Wochen nach Entdeckung und Untersuchung ging es ihr richtig mies, wir dachten auch erst, es war der Tumor. Bei der Untersuchung stellte sich aber heraus, dass sie ein vergroessertes Herz hatte. Also lass das Tier bitte noch einmal gruendlich untersuchen und berate dich mit dem TA, ob und wie man ihr das Leben erleichtern kann. Wenn die Tiermedizin an ihre Grenzen geraet und sie nicht mehr leidfrei sein kann, dann erloese sie.

Mit einem Jahr und vier Monaten sind deine Tiere noch lang nicht alt. Sie jetzt allein zu lassen, wo sie unter Umstaenden noch gut und gerne einen halbes Jahr oder laenger leben kann, waere ihr gegenueber nicht fair. Kein Mensch wuerde gern ein Viertel seines Lebens (20 Jahre !) allein sein.

Waechst der Tumor denn schnell ? Wie gross ist der denn ? Am Bauch klingt irgendwo nach Mammatumor, hat der TA da was gesagt ?
Tumore muessen nicht wiederkommen, wenn sie frueh genug entdeckt und richtig und komplett entfernt werden, ist die Chance nicht gering, dass sie nicht wieder kommen, sie sollten halt nicht gestreut haben und es sollte nichts zurueck bleiben. Bei vielen Tumoren ist das gut moeglich. Eine Chance hat eine Ratte, die sonst rund um fit ist, eigentlich verdient. Ratten haben auch eine sehr gute und recht schnelle Wundheilung, sie genesen selbst bei grossen OPs schneller, als mancher denkt .. Wie gesagt, wenn es operabel ist, sollte das Tier die Chance bekommen.

Vergesellschaften würde ich ältere Tiere immer nur mit Jungtieren bis 6 Wochen, da ist das Verletzungrisiko nicht so groß.

Fuer wen ist das Verletzungsrisiko nicht so gross ? Fuer das erwachsene Tier ? Ja, genau. Aber die Jungtiere koennen tot gebissen werden, weil sie die Sprache der Erwachsenen noch nicht verstehen, ihnen fehlt in dem Alter noch Rudel- und Revierbewusstsein, eine Integration mit Jungtieren beginnt man nicht vor 8 Wochen, zusammenziehen sollten sie nicht vor 10 Wochen, damit die Jungtiere auch adaequates Verhalten zeigen koennen, und sich richtig benehmen und eine Rangordnung im Rudel haben, bevor sie in einen Kaefig ziehen und man sie allein lassen kann. Alles andere kann mit boesen Verletzungen enden oder gar mit dem Tod eines Jungtieren. Und komm mir jetzt bitte nicht mit Welpenschutz, dieses Maerchen ist laengst wiederlegt wurden. Welpenschutz gibt es maximal im eigenen Rudel, bei einer Integration ist das also mehr als hinfaellig. Zudem braucht man immer einen Zweitkaefig, denn eine Integration ist niemals mit einem Treffen abgeschlossen. Was du beschreibst, sind Blitzintes, die auch toetlich enden koennen. Die Tiere brauchen Zeit, sich kennen zu lernen und ein Ranggefuege aufzubauen, die kann man nicht einfach in einen Kaefig schmeissen und machen lassen, das geht in den aller meisten Faellen boese ins Auge und die Tiere muessen fuer die Leichtsinnigkeit ihrer Halter bezahlen.
Was du fuer Tipps gibt, ist gefaehrlich und fahrlaessig, bitte unterlass das in Zukunft.
 
  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #4
Hallo,

also ich bin immer eine, die ihre Ratten operieren lässt solange es möglich ist!
Hatte hier schon viele operationen und mit Inhalationsnarkose ist bei mir bis jetzt alles super ausgegangen. Wenn der Tumor gut abtrennbar ist, und der TA sagt es ist möglich würde ich die Monate noch rausholen, alleine weil die Kleinen sind nicht am 1 1/2 Jahre, in dem Alter wird das ganze wahrscheinlich noch gutartig sein. Aber um so länger du wartest um so eher besteht die Gefahr das die Tumore zu groß werden oder streuen.
Oder mit dem TA sprechen und ein Mittel auf Dauer geben das der Tumorwachstum verlangsamt wird, allerdings würde ich dann eher bei einer Op bleiben.

@ Jessi, klar kann man seine Tiere alleine lassen - ich bin aber eine die es nicht machen würde ob Tumor oder nicht Tumor. Klar wenn ich weiß die hat nur noch ein paar Tage aber wenn diese Nase noch Monate hat? Also bitte. Wenn man keine Ratten mehr aufnehmen will, dann doch vermitteln.
Im Rudel leben die Tiere einfach gesünder und es geht ihnen am besten, warum das noch auf die letzten Monate nehmen?

Und hör bitte auf so wirrelose Informationen zu verbreiten!
Jungtiere bis 6 Wochen, sag mal sorry aber, alles noch okay bei dir?
Hast du ein 6 Wochen altes Jungtier schonmal in der Hand gehabt? Das integrier mal zu wirklich "alt eingesessenen" , dann hast du die Kleinen nicht lange. Ich würde zu meinem Rudel erst Tiere ab 12 Wochen integrieren, und auch da noch gucken wie weit diese sind. Dem anderen schließ ich mich Nienor an.

glg Chen
 
  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #5
Ich erkläre das allen immer folgendermaßen :D Ganz Idiotensicher

Eine Integration braucht viel viel Zeit, es ist wie in einer Partnerschaft. Man kann schnell und frisch verliebt zusammenziehen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass auch alles gut klappt und man sich nicht nach paar wochen/Monaten die Köpfe einhaut, ist doch sehr gering. Deswegen muss man sich kennen lernen um alle Macken des Anderen einschätzen zu können und damit klar zu kommen.
Oder wenn du nach Hause kommst und da ist auf einmal irgendwer fremdes in deiner Wohnung drin, den du gerade mal paar Tage kennst. Ist für uns ja auch nicht gerade toll und wir versuchen, denjenigen schnellstmöglich wieder zu "entfernen". :D
Es ist ja auch genau das Gleiche, wie mit Kindern. Kinder müssen auch erst soziales Verhalten erlernen, müssen ausprobieren, welches Verhalten positiv ist und mit welchem Verhalten sie anecken.
Das ist zwar jetzt relativ weit her geholt, aber um einige Ecken ist es doch so! :)

Also mit dieser Erklärung konnte ich damals sogar meine Mutter und meinen Freund davon überzeugen, dass die Anschaffung von einem großen Ersatzkäfig dringend notig ist. ;) Für den Fall, ich muss mal integrieren!
 
  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #6
Lotti ist jetzt allein

Tja, am Mittwoch mussten wir Gerda leider einschläfern lassen. Lotti gibt seitdem fast ständig eine Art Fiepen von sich - laut Tierarzt sind aber die Atemwege frei, sie wurde auch sonst durchgecheckt. Aber vielleicht sollten wir uns doch einen anderen Tierarzt suchen - kennt jemand einen Ratten-Erfahrenen in der Nähe von 71522 Backnang, Baden-Württemberg?
Die arme Lotti ist jetzt ganz allein :(. Mein Freund und ich verbringen soviel Zeit wie möglich mit ihr, wir sind allerdings beide ganztags berufstätig. Nächste Woche wollen wir ihr Gesellschaft besorgen, am liebsten wäre uns eine etwa gleich alte Ratte. Muss das unbedingt ein Weibchen sein oder kann es auch ein kastriertes Männchen sein? Die Integrations-Empfehlungen haben wir gelesen und werden sie befolgen - ein zweiter Käfig steht schon bereit.

Lieber Gruss,

Miriam
 
  • Wie können wir unseren zwei helfen? Beitrag #7
huhu,
find ich super das ihr neue gesellschaft für die arme zurückgebliebene ratte suchen wollt. ein kastrat geht natürlich auch! wenn die beiden in etwa gleich alt sind sollte die inte auch nicht so schwierig werden, beide müssten in etwa den gleichen stand haben. drück euch die daumen. und mein beileid für die arme ratz die es nicht geschafft hat:(
lg
 
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