Wachtelhaltung

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  • Wachtelhaltung Beitrag #21
Teil 2 Wachtelhaltung :

Hallo,

Wachteln werden gerade in den letzten Jahren in deutschen Haushalten immer beliebter.
Das führt leider dazu , das immer öfters, unkontrolliert Nachwuchs produziert wird. Die Jagd nach neuen Farbschlägen und Anerkennung in gewissen Kreisen , hat die Konsequenz, das immer mehr Tiere getötet werden müssen, da ca. 50 % der , im Brüter erzeugten Tiere, Hähne sind.
Hähne lassen sich aber nicht verkaufen und aus Erfahrung weis ich, das die Tiere entweder im Kochtopf landen oder direkt getötet werden.
Dabei liest man immer öfters " kompetente Stimmen " , die aber nur über kurzweilige Erfahrungen in der Wachtelhaltung verfügen.
Man hat etwas gehört, mal etwas gesehen und das wird dann als allgemeingültig definiert.
Aus Unwissenheit, werden dann diverse Haltungsgrundsätze einfach übernommen.
Legewachteln mögen keine Hitze. Ab ca. 30 Grad liegen sie nur noch in der Gegend rum und pumpen was das Zeug hält.
Dagegen zeigen sie bei tiefen Temperaturen bis - 20 Grad überhaupt keine Ausfallerscheinungen.
Sie baden dann sogar im Schnee und sind sehr aktiv.
Für ein langes Wachtelleben ist eine mehrmonatige Legepause sehr wichtig. Das schont die Tiere.
Diese entsteht automatisch durch kürzere Lichtinterwalle im Winter.
Viele Halter verbauen Leuchtmittel in den Volieren und erhöhen die Beleuchtungszeit auf bis zu 16 Stunden in den Wintermonaten.
Entgegen der Annahme, das Wachteln nur bis ca. 10 Grad Eier legen, liegt es primär nur an der Beleuchtungszeit.
Hinzu kommt das Problem, neue Wachteln mit Altbeständen zu vergesellschaften.
Das endet oft in blutigen Machtkämpfen, bis hin zum Tode.
Dieses Problem entsteht aber immer nur in beengten Verhältnissen.
In Großvolieren , mit diversen Ausweichmöglichkeiten durch tief sitzenden Pflanzenbewuchs, können sich junge und Altiere aus dem Wege gehen.
Es ist also ein entscheidener Fehler, zu behaupten, das Wachteln in Großvolieren Schaden nehmen.
Der nächste Fehler liegt in der Intention, Volieren so zu gestalten, das man die Tiere immer beobachten kann.
Das Gegenteil ist das Optimum.
Die Tiere müssen selber, aus ihrem Instinkt heraus entscheiden , ob sie beobachtet werden wollen oder sich verstecken können.
Viele Halter machen diesen entscheidenen Fehler.
Leider.
Tierliebe sollte sich auf die Bedürfnisse des Tieres focusieren und nicht auf die des Halters.

Liebe Grüße Hotte
 
  • Wachtelhaltung Beitrag #22
Teil 3 :

Grundsätzlich beziehe ich mich bei meinen Haltungsgrundsätzen auf die Dissertationen von der Wissenschaftlerin Imelda Schmid.
Wobei ich grundsätzlich , auf Grund empirischer Erfahrungen , die Größe ihrer Volieren kritisiere.
Eine gesunde Wachtel erkennt man am glatten Gefieder und am Kot.
Der Kotballen sollte klein und fest ( schwarz / weis ) sein.
Allerdings kann es bei neu gekauften Tieren, durch eine mögliche Futterumstellung, zu veränderten Kotballen kommen.
Dieses muss man beobachten.
Anfänglicher , brauner, wässriger Kot, sollte sich aber schnell umstellen.
Neuen Tieren spreizt man die Flügel , um Parasiten zu erkennen ( winzige , schwarze Punkte ).
Die Kloake sollte immer sauber sein.
Die gesunde, aktive Legewachtel ist bewegungsfreudig, neugierig und für jedes Leckerlie bereit.
In zu kleinen Volieren kommt es oft zu Unfällen.
Bei einem Gewitter oder der Wachtel nicht bekannten , neuen Geräuschen, springen sie hoch ( bis zu 3 m ) .
Dabei können sie sich das Genick brechen, oder diverse andere Brüche erleiden.
Im schlimmsten Fall wird der motorische Bereich im Gehirn beschädigt.
Dann ist der Bewegungsablauf gestört und die Tiere liegen nur noch auf der Seite.
Dann muß das Tier von den anderen Wachteln getrennt werden.
Fast alle Tiere konnten aber durch Seperation , wieder in die alte Gruppe integriert werden.
Knochenbrüche sind auch kein Grund, Tiere zu töten.
Ich besitze zwei Wachteln, die sich ein Bein gebrochen hatten.
Durch Trennung von der Stammherde, konnten sich die Tiere erholen.
Heute humpeln sie ein wenig, werden aber voll akzeptiert.
Und da kommt die Größe der Voliere ins Spiel.
In zu kleinen Volieren kommt es immer zu Revierkämpfen.
Dann werden kranke oder devote Tiere bekämpft und sogar getötet.
In großen Volieren können sich die Tiere aus dem Weg gehen.
Und das tun sie auch.
Deshalb ist es falsch, Legewachteln , in kleinen Behältnissen zu halten.
Sie benötigen viel Platz, viele Möglichkeiten sich zu verstecken , gesundes, abwechslungsreiches Futter und einen Halter, der auch bereit ist, zu akzeptieren, das es nicht das Wichtigste ist, die Tiere permanent zu beobachten .
Gerade Zwerg/Legewachteln werden oft in Ministällen gehalten.
Zuchterfolge, Imponiergehabe der Halter, sind das eigentliche Problem.
Züchten bis der Arzt kommt, dümmliche Haltungsvorgaben.

Liebe Grüße Hotte
 
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