Hundepsyche

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Serayla

Serayla

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Hallo ihr Lieben,

Unsere Hündin zeigt ein komisches Verhalten und ich würde gerne eure Meinung dazu hören bzw. ob ihr Erfahrungen mit "depressiven" oder "verhaltensgestörten" Hunden habt. (klingt jetzt bissl hart aber beschreibt ihren Zustand ansatzweise ganz gut)

Also sie ist jetzt angeblich etwas mehr als 4 Jahre alt. Wir haben sie seit August. Haben sie aus einem Tierheim geholt in dem sie seit Juni war also nur einen Monat. Davor lebte sie in Spanien in einem Tierheim. Haben auch mit dem spanischen Tierheim Kontakt aufgenommen und da sagte man uns sie wäre vom Welpenalter an in diesem Tierheim gewesen. (Die Info ist wichtig um ihr Verhalten einschätzen zu können, sie dürfte also keine so schlimmen Erfahrungen gemacht haben wie ein Strassenhund)

In der Anfangszeit war es natürlich für den Hund und für uns schwierig. Eingewöhnungszeit und so weiter (Ist nicht ins Auto eingestiegen, hat ihr Geschäft nicht draussen gemacht, schlecht gefressen) Mittlerweile ist sie eigentlich ein unkomplizierter Hund.

Eigentlich

denn irgendwie hat sie total schlimme Stimmungsschwankungen. Und wir finden nicht heraus was der Auslöser dafür ist. Als noch Schnee lag hatte sie totale Panik wenn ein Schneepflug vorbei gefahren ist (Geräusch und Blinklicht) Ist jetzt immernoch so bei LKWs aber schon besser geworden, d.h. sie schaut panisch reisst aber nicht mehr aus. Dafür jetzt aber diese Stimmungen. Ich versuch es mal zu beschreiben:

Grundsätzlich kann man es so sagen dass sie in normalen, alltäglichen Situationen von Tag zu Tag anders reagiert. Z.B. geht sie gestern total freudig mit runter wenn wir Gassi gehen und heute sitzt sie an der Treppe und reagiert überhaupt nicht wenn man sie ruft. Oder sie kommt in mein Zimmer, setzt sich neben mich um gestreichelt zu werden und aus heiterem Himmel dreht sie sich um und versteckt sich in meinem Schrank und hechelt dazu. Heute hat meine Mutter gedacht sie wäre ausgerissen weil sie den Hund nicht mehr gefunden hat im Haus, sie ist dann raus hat draussen gesucht, ist wieder rein und hat ihn dann hinter einer offenen Tür gefunden (also sie hat sich zwischen Wand und Tür gesetzt und wieder gehechelt) Sie starrt auch oft Wände, Spiegel und Fenster an.

Wenn sie dann immer solche "Aussetzer" hat dann schaut sie auch ängstlich so als ob sie damit rechnet dass etwas schlimmes passiert. Sie hat diese Phasen etwa 5-6 mal am Tag ansonsten verhält sie sich wie ein normaler Hund, schläft, sitzt mit in der Küche und hofft dass mal was zu futtern abfällt, kaut an ihrem Knochen. Alles ganz normal bis wieder so eine Angstattacke kommt.

Wir haben erst gedacht sie hätte vielleicht was schlimmes erlebt und erinnert sich in diesen Situationen daran aber wir finden keinen Auslöser. Es ist immer eine andere Ausgangssituation.

Habt ihr eine Idee was dieses Verhalten bedeuten soll? Oder Erfahrungen mit solchen Hunden?

Vielen Dank fürs Lesen ist ja doch recht lang geworden.

Liebe Grüße
 
  • Hundepsyche

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  • Hundepsyche Beitrag #2
Hallo Serayla!

Hmmmm... klingt nicht wirklich gut, kann deine Sorge verstehen. Hast du das schonmal versucht auf die Situation herunterzubrechen? das heißt ob es irgendwelche Auslöser gibt, die sie an einen schlechte erfahrung erinnern lassen? ich bin da bei tierheim hunden und besonders jenen aus den ländern, wos hunde nicht so schon haben wie in D oder Ö, immer etwas vorsichtig.

da weiß man nie was wirklich vorgefallen ist. habt ihr das auch schon vorher mal bemerkt oder ist das erst plötzlich gekommen?

ich würde da auch eine gesundheitliche Ursache nicht ausschließen. eine freundin von mir hatte einen ähnliche situation mit ihrer hündin und der wurde ein tumor im schläfenbereich festgestellt. ich will dir da überhaupt keine angst machen, aber das verhalten, dass du schilderst ist schon ziemlich dahingehend. kann auch ein gutartiges gewächs sein. oder auch es gibt probleme im hormonhaushalt. also ich würde mal als erstes zum tierarzt gucken, vorsicht ist immer besser als nachsicht.

hoffe, das hilft dir ein wenig.

lg anja + bella
 
  • Hundepsyche Beitrag #3
Also wirklich Erfahrung mit traumatisierten Hunden habe ich nicht, wir hatten nur mal eine Hündin (Beschlagnahmung aus extrem schlechten Verhältnissen: körperliche Gewalt, kein Futter etc.), die zeigte wirklich depressives Verhalten. Sie wurde von einem Moment auf den anderen komplett apathisch, lag nur herum und zeigte dann extreme Stresssymptome, wenn man versuchte sich mit ihr zu beschäftigen. Sie wurde auf alles getestet (Blut, Urin, Ultraschall etc.), dann stand fest, dass es wirklich psychisch ist. Sie bekam dann 6 Wochen irgendein Präparat aus der Humanmedizin, dann wurde umgestellt auf Homöopathie. Da sie relativ bald vermittelt wurde, kann ich nicht sagen in wie weit sie immer noch Medikamente bekommt, bzw. was sonst noch unternommen wurde.

Mein Tipp für dich. Lasst eure Hündin mal richtig durchchecken auf alles. Organe, Hormone etc. Es gibt die unterschiedlichsten Krankheiten, die solche Symptome haben können. Wenn feststehen sollte, dass es psychisch ist, würde ich zu einem Experten raten. Mit dem zusammen solltet ihr dann die Angstauslöser/Stressauslöser analysieren und versuchen erstmal mit Trainig gegenzuarbeiten.
 
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