Machtnix Methoden sind nicht die Lösung sondern verschlimmern die Probleme eher. ...
Ups, ich habe doch gar nichts über meine Methoden geschrieben. Ich habe lediglich die Longenverschnallungen mit ihren Wirkungen beschrieben, die man am Häufigsten sieht. Andere, teilweise recht abenteuerliche, Verschnallarten gibt es natürlich auch noch, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Übrigens sind meine Methoden viiiel schlimmer :eusa_shhh:
In jedem vernünftigen Kurs erfährt man, dass die einzige Art richtig zu longieren der innere Gebissring ist. ...
Ein Longierkurs dauert normalerweise 1 Tag, in Ausnahmefällen mal 2 Tage. Wenn man von 2 Longiereinheiten pro Tag ausgeht, hat man gerademal 2-4 mal longiert. Wer im Ernst glaubt, damit alles über Longieren zu wissen und jedes Pferd an der Longe trainieren und verbessern zu können, ist ein Phantast.
Longierkurse können immer nur eine Basis sein.
Selbstverständlich lernt man dort eben nur die Basis und nicht gerade das Longieren mit verschiedenen Verschnallungen, die wirklich nur für VERSIERTE Longenführer sind.
Zum Durchziehen des äußeren Gebissrings in das Pferdemaul.
Dieses ist normalerweise nicht möglich - Normalerweise. Es kann jedoch immer mal zu Situationen kommen, bei denen diese Gefahr besteht.
Einige Korrekturpferde haben tolle Ideen was sie während des Longierens alles anstellen können. Jeder, der mal ein 1200kg Kaltblut mit schreckhaftem Hasenherz und Ochsensturheit longiert hat, kann evtl. nachvollziehen, dass man schonmal Kraft aufwenden muss.
Sollte also die Gefahr bestehen, dass der äußere Gebissring ins Pferdemaul gezogen wird, muss man erst einmal folgende Dinge abklären:
- Stehe ich richtig zum Pferd, d.h. ist die Wirkung meiner Longe nicht rein seitwärts, sondern seitwärts-rückwärts.
- Hat das Gebiss die richtige Größe (zu große Gebisse ziehen sich durchs Maul, was die Pferde zum Öffnen des Mauls veranlasst).
- Passt die Trense, oder verschiebt sie sich auf dem Pferdekopf.
- Zieht das Pferd die Zunge zurück und läuft mit geöffnetem Maul
- Öffnet das Pferd das Maul bei Widersetzlichkeit (ist dieses evtl. gerechtfertigt -eigene Ungeschicklichkeit, Zähne...)
- Sind die Ringe meiner Trense groß genug.
Wenn alles soweit in Ordnung ist, sollte man zu Hilfsmitteln greifen. Manche Longenführer benutzen diese paschal, um jeder Gefahr zu entgehen, denn jedes Pferd kann sich mal erschrecken.
Man kann ganz einfach ein Reithalfter verwenden. Sehr schön sind die alten Hannoveranischen Reithalfter, nur die bekommt man so gut wie nicht mehr. Ein kombiniertes Englisches Reithalfter tuts aber genauso gut. Es hält den äußeren Trensenring da, wo er sein sollte.
Westernreiter können einen Mouthcloser verwenden, wenn sie kein Reithalfter nehmen möchten.
In schwierigen Fällen kann man auch eine Knebeltrense benutzen. Es gibt jetzt auch ein neues Gebiss von Sprenger, das die Maulwinkel extrem schont. Ich erkundige mich gern nach dem Namen, Jemand hier im Stall hat das schon (ich reite ja mittlerweile Western und benutze andere Gebisse). Auch dieses Gebiss kann durch seine besondere Art nicht durchs Maul gezogen werden, es drückt aber auch nicht von außen gegen die Zähne.
Nachteile eines Halfters unter der Trense:
-Viel Material am Pferdekopf.
- Ein Halfter lässt sich nicht so gut verstellen und ist daher nicht so passgenau wie ein Reithalfter.
- Ein Halfter sitzt zu hoch, so dass man es sehr eng ziehen muss um wirklich das Öffnen des Mauls zu verhindern, das ist mir zu viel Dauerdruck.
Voreil des Halfters unter der Trense:
- Gerade bei jungen Pferden kann man die Longe wie gewohnt am Halfter oder Sidepull befestigen und die Trense erst einmal nur im Maul liegen lassen
- Bei jungen oder nicht korrekt angerittenen Pferden kann man in schwierigen Gangarten (meist ist das der Galopp. Manche Pferde lehnen sich gern gegen die Longe, weil das Gleichgewicht noch fehlt. Hier wäre eine Gebisseinwirkung anfangs noch fehl am Platz, man kann am Halfter oder Sidepull die Paraden geben und das Pferd ins Gleichgewicht bringen, ohne es im Maul gleich schon abzustumpfen)