- Nach 17 Jahren.... Beitrag #1
SchweinchenFrodo
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Vor 17 Jahren haben wir unsere Pudelhündin Fina bekommen. Sie war ein Weihnachtsgeschenk meiner Eltern, ich war 6 Jahre, als wir sie von dem Züchter abholten, Fina war 9 Wochen alt. Sie war so süß und aufgeweckt und hat ihren Geschwistern in die Ohren und in den Schanz gebissen. Zuhause hat sie in die kleine Nische zwischen Kinderzimmertür und Wohnzimmertür gepasst... sie war so winzig und so wuselig. Sie hat die ganze nacht gejault, weil sie Angst hatte, bis mein Vater sich mit ihr aufs Sofa legte.
Heute musste sie im Alter von fast 17 Jahren eingeschläfert werden.... und ich find es einfach so falsch.
Fina hatte von Geburt aus einen Herzfehler, der sie nie beeinträchtigt hat, im Gegenteil, sie hatte ein relativ kräftiges Herz und sie war ein freches Ding. Sie war einfach ein toller Hund, so ein anhängliches und liebes Wesen. Treu, verspielt.... einfach der beste Hund der Welt, doch wer sagt das nicht über seinen Hund.
Dennoch musste sie viel erleiden in ihrem Leben. Sie hatte Krebs, zwei Mal und musste operiert werden. Das hat sie ganz gut weggesteckt, obwohl sie da bereits 12 und 13 war. Es waren zwei aufeinander folgende Jahre und trotzdem war sie dannach die Alte.... doch in den letzten Jahren hat sie immer mehr abgebaut. Ihre Nierenwerte waren schlecht, sie bekam Grauen Starr und musste ein drittes Mal operiert werden, da sie eine Gebärmutterentzündung hatte. Darauf hin wurden ihre Nieren immer schwächer, sie hatte einen Bandscheibenvorfall und bekam zu guter Letzt auch noch Epilepsie. Gegen die Epilepsie bekam sie dann Luminaletten, doch die waren wieder schlecht für ihre Leber... man sieht: Sie hat echt einiges hinter sich.
Und so grausam das auch klingt, Fina hat das alles gut weggesteckt. Die Ärzte in der Klinik nannten sie immer Unzerstörbar und jeder Arzt kannte sie da. Sie war ein Wunder für die Ärzte, weil sie so viel überstanden hat und noch immer so fit schien. Doch am Ende waren es wohl ihre Nieren...
Die letzten Tage wollte sie nicht fressen, nur unser Essen, was sie ja nicht durfte. Und sie torckelte nur so daher, fiel immer wieder um... also beschlossen wir zum Arzt zu fahren und der bestätigte, ihre Werte wären nun katastrophal, man könne nicht mehr viel tun. Er gab Fina noch gut 5 Tage, bis dahin würde sie innerlich vergiftet und vertrocknen, er riet uns, sie einzuschläfern.
Was wir nicht getan haben, nicht vorort. Sie wirkte äußerlich so normal. Wie immer. Sie trank, sie frass, sie ging im Haus umher, sie wollte in den Garten....Wir nahmen Fina also mit nachhause und riefen eine bekannte Tierärztin an, damit sie uns ihre Meinung dazu schildern konnte. Doch sie gab dem Klinikarzt recht. Es wäre Quälerei für sie.
Fina bekam heute alles was sie wollte. Würstchen, etwas Pizza und meinen Muffin und drufte im Bett schlafen. Heute abend um 20 Uhr stellte unsere Bekannte (nach der Infusion) ihren Tod fest..... sie durfte zuhause auf dem Sofa einschlafen.
Ich bin mit diesem Hund aufgewachsen und wir haben trotzdem zugelassen, das man sie tötet. Es ist nicht ihr Tod, wir haben damit gerechnet, sie war so alt, aber es ist die Tatsache, das wir sie einschläfern mussten. Ich komm damit nicht klar. Wie heuchlerisch war das? Sie bekam heute alles, nur damit wir entscheiden, dass man sie tötet. Man kann nicht in den Kopf eines Hundes blicken, aber was hat sie gedacht, als wir sie noch mal gedrückt haben? Hat sie es gewusst? Hat sie bemerkt, wieso wir traurig waren? Das ist einfach so falsch. Woher wissen wir, dass wir etwas Gutes getan haben? Hätten wir noch was tun können? Vielleicht wollte sie noch Leben und hatte noch keine Schmerzen? Wir haben sie einfach so einschläfern lassen.... vielleicht haben wir ihr Leid ersparrt, aber hatten wir wirklich das Recht dazu? Ich fühl mich so schlecht. Wäre sie doch friedlich eines Nachts im Schlaf gestorben und nicht so.... nicht so verlogen!
Heute musste sie im Alter von fast 17 Jahren eingeschläfert werden.... und ich find es einfach so falsch.
Fina hatte von Geburt aus einen Herzfehler, der sie nie beeinträchtigt hat, im Gegenteil, sie hatte ein relativ kräftiges Herz und sie war ein freches Ding. Sie war einfach ein toller Hund, so ein anhängliches und liebes Wesen. Treu, verspielt.... einfach der beste Hund der Welt, doch wer sagt das nicht über seinen Hund.
Dennoch musste sie viel erleiden in ihrem Leben. Sie hatte Krebs, zwei Mal und musste operiert werden. Das hat sie ganz gut weggesteckt, obwohl sie da bereits 12 und 13 war. Es waren zwei aufeinander folgende Jahre und trotzdem war sie dannach die Alte.... doch in den letzten Jahren hat sie immer mehr abgebaut. Ihre Nierenwerte waren schlecht, sie bekam Grauen Starr und musste ein drittes Mal operiert werden, da sie eine Gebärmutterentzündung hatte. Darauf hin wurden ihre Nieren immer schwächer, sie hatte einen Bandscheibenvorfall und bekam zu guter Letzt auch noch Epilepsie. Gegen die Epilepsie bekam sie dann Luminaletten, doch die waren wieder schlecht für ihre Leber... man sieht: Sie hat echt einiges hinter sich.
Und so grausam das auch klingt, Fina hat das alles gut weggesteckt. Die Ärzte in der Klinik nannten sie immer Unzerstörbar und jeder Arzt kannte sie da. Sie war ein Wunder für die Ärzte, weil sie so viel überstanden hat und noch immer so fit schien. Doch am Ende waren es wohl ihre Nieren...
Die letzten Tage wollte sie nicht fressen, nur unser Essen, was sie ja nicht durfte. Und sie torckelte nur so daher, fiel immer wieder um... also beschlossen wir zum Arzt zu fahren und der bestätigte, ihre Werte wären nun katastrophal, man könne nicht mehr viel tun. Er gab Fina noch gut 5 Tage, bis dahin würde sie innerlich vergiftet und vertrocknen, er riet uns, sie einzuschläfern.
Was wir nicht getan haben, nicht vorort. Sie wirkte äußerlich so normal. Wie immer. Sie trank, sie frass, sie ging im Haus umher, sie wollte in den Garten....Wir nahmen Fina also mit nachhause und riefen eine bekannte Tierärztin an, damit sie uns ihre Meinung dazu schildern konnte. Doch sie gab dem Klinikarzt recht. Es wäre Quälerei für sie.
Fina bekam heute alles was sie wollte. Würstchen, etwas Pizza und meinen Muffin und drufte im Bett schlafen. Heute abend um 20 Uhr stellte unsere Bekannte (nach der Infusion) ihren Tod fest..... sie durfte zuhause auf dem Sofa einschlafen.
Ich bin mit diesem Hund aufgewachsen und wir haben trotzdem zugelassen, das man sie tötet. Es ist nicht ihr Tod, wir haben damit gerechnet, sie war so alt, aber es ist die Tatsache, das wir sie einschläfern mussten. Ich komm damit nicht klar. Wie heuchlerisch war das? Sie bekam heute alles, nur damit wir entscheiden, dass man sie tötet. Man kann nicht in den Kopf eines Hundes blicken, aber was hat sie gedacht, als wir sie noch mal gedrückt haben? Hat sie es gewusst? Hat sie bemerkt, wieso wir traurig waren? Das ist einfach so falsch. Woher wissen wir, dass wir etwas Gutes getan haben? Hätten wir noch was tun können? Vielleicht wollte sie noch Leben und hatte noch keine Schmerzen? Wir haben sie einfach so einschläfern lassen.... vielleicht haben wir ihr Leid ersparrt, aber hatten wir wirklich das Recht dazu? Ich fühl mich so schlecht. Wäre sie doch friedlich eines Nachts im Schlaf gestorben und nicht so.... nicht so verlogen!