Tierheime und Wohnungskatzen

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Retic

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Wir sind schon ein bisschen am schauen, da wir uns evententuell eine Drittkatze anschaffen. Ich habe festgestellt, dass die Tierheime bei uns voll mit Freigänger sind und nur wenige, in manchen Tierheimen gar keine, Wohnungskatzen vorhanden sind.

Klar, die meisten Katzen, die im Tierheimen landen, streunten davor wohl rum und sind schon deshalb Freigänger. Aber fast gar nichts an Wohnungskatzen!?
Dann habe ich gehört, dass die Tierheime teilweise Wohnunskatzen zu Freigängern machen, ist da was dran?

Ich finds allgemein komisch, auf den Seiten von den Tierheimen steht bei manchen Katzen ganz klar dabei, dass es Freigänger sind, bei anderen sowas wie " wäre schön, wenn er/sie in ihrem neuen Zuhause Freigang bekommt". Was soll das? Entweder die Katze ist Freigänger oder nicht.

Wir wollten eigentlich schon eine aus dem Tierheim. Wird das die nächste Zeit wieder mehr an Wohnungskatzen? In den Kleinanzeigen werden nämlich momentan viel zu junge Katzen angeboten, hab deshalb Hoffnung, dass wir in den nächsten Monaten eine Katze finden, die alt genug zur Abgabe ist.

Gruß

Retic
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #2
Hallo!

Die Tierheime versuchen auch Verhalten und Charakter der Katzen zu beurteilen. Dass die in den eher kleinen räumen am Rad drehen ist ja verständlich, nur ist es eben echt Rätselraten, ob sie das nun in einer 80m² Wohnung weiterhin machen weil sie unbedingt Freilauf wollen oder nicht.

Im Zweifelsfalle geben die Tierheime lieber einmal zu viel Freilauf an, als zu riskieren, dass Du das Katzentier dann in einem halben jahr zurück bringst, weil es absolut unbedingt Freigang braucht und inder Wohnung todunglücklich ist - sie halten sich also lieber die Option frei, dass Freigang theoretisch bei Dir machbar ist, bevor diese Katastrophe passiert, dass eine katze die gerade erst richtig angekommen war wieder zurück muss.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #3
Huhu Retic!

Es ist für die Tierheime auch nicht immer einfach zu unterscheiden, ob sie da jetzt eine Wohnungskatze oder einen Freigänger vor sich haben - klar, wenn die Katzen von ihren Besitzern dort abgegeben werden, können die Auskunft geben. Aber nicht wenige Tiere landen ja auch als Fundtiere dort - so wie unsere beiden "Großen" z. B... Da hat das Tierheim anhand der glatten, sauberen Pfoten darauf geschlossen, dass es wohl Wohnungskatzen gewesen seien - und es waren auch die einzigen beiden, die sie uns überhaupt in Wohnungshaltung vermitteln wollten (von ca. 60 Katzen insgesamt... da habe ich auch gedacht, das kann eigentlich nicht wirklich sein...)
Bei unseren beiden scheint das Tierheim den richtigen Riecher gehabt zu haben - die beiden gehen zwar gern auf die Terrasse, sind aber ansonsten mit dem Wohnungsleben zufrieden und haben bisher noch keinen Freigang eingefordert...

Es ist natürlich einerseits schade, wenn Katzen im TH versauern, die aufgrund der Tatsache, dass sie als "Freigänger" vermittelt werden, kein Zuhause finden, obwohl sie sich möglicherweise mit Wohnungshaltung arrangieren könnten - andererseits hat aber Susanne natürlich auch Recht - es nützt ja auch nichts, wenn alle naselang wieder Katzen zurück ins TH gebracht werden, weil sie sich tatsächlich nicht in einer Wohnung halten lassen...

LG, seven
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #4
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #5
Jaaaaa, ist natürlich alles nachvollziehbar. Finds nur deprimierend....


Wir werden uns weiter umsehen, eine spanische Katze ist nicht von vornherein ausgeschlossen, Die 7 M´s. Ich schaue mir das mal an, momentan habe ich noch kein Plan, was das ist und wie das ablaufen soll.


Gruß

Retic
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #6
Spanier wären eine sehr gute idee. Die sind oft super vom Sozialverhalten her, weil sie in Gruppen Streunen. und noch dazu sind sie sowas von froh dass sie jeden Tag einen gut gefüllten Futternapf vorfinden, ein warmes Schlafplätzchen haben, und einfach nicht mehr um das nackte Überleben kämpfen müssen, dass sie sich Problemlos an die reine Wohnungshaltung gewöhnen und deswegen kaum rebellieren.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #7
Spanier wären eine sehr gute idee. Die sind oft super vom Sozialverhalten her, weil sie in Gruppen Streunen. und noch dazu sind sie sowas von froh dass sie jeden Tag einen gut gefüllten Futternapf vorfinden, ein warmes Schlafplätzchen haben, und einfach nicht mehr um das nackte Überleben kämpfen müssen, dass sie sich Problemlos an die reine Wohnungshaltung gewöhnen und deswegen kaum rebellieren.
Sorry aber ich sehe da absolut KEINEN Unterschied zu hiesigen Streunern. :eusa_eh:
Ich bin nicht der Meinung, dass spanische Katzen verträglicher/anpassungsfähiger/was auch immer sind. Sie sind genauso vielfältig und verschieden wie unsere heimischen Katzen.

Und nein, ein echter Streuner wird nicht aus Dankbarkeit für einen festen Futterplatz seinen Freiheitsdrang aufgeben und zu einer Wohnungskatze mutieren. Auch kein echter spanischer Streuner, sorry, das ist einfach aus der Luft gegriffen.
Relativ junge Katzen, Katzen die auf engen Raum lebten (was nichts mit Freigang oder nicht, sondern mit den Lebensumständen zu tun hat), kranke oder sehr geschwächte Katzen - das sind die Tiere die man normalerweise zu Wohnungskatzen umgewöhnen kann. Und das gilt für spanische, französische und japanische Katzen ebenso wie für alle anderen.


Zum Tierheim: Es gibt Tierheime, deren Führungskräfte die Meinung vertreten, dass Katzen mit Freigang glücklicher sind (gibt auch dasselbe mit Wohnungshaltung) - und aus diesem Grund alle Katzen in Freigang vermitteln wollen.
Kitten sind auch nie wirkliche Freigänger, da auch bei Streunern in den ersten Wochen das Revier kaum größer als eine Wohnung ist. Ich habe schon öfter Bauernhofkätzchen zwischen 12 und 16 Wochen in reine Wohnungshaltung vermittelt - Probleme gibt es bisher nicht.
Tierheime haben oft auch Schwierigkeiten, ein Tier richtig einzuordnen, weil sie kaum Informationen von den Vorbesitzern haben und sich gerade Katzen in einer neuen Umgebung und auf zu engen Raum oft ganz anders verhalten als in einem sicheren Zuhause. Mit zu vielen Artgenossen in einem kleinen Zimmer eingesperrt - da kann eine liebe Katze schnell als aggressiv und unverträglich abgestempelt werden.
Die Leute im Tierheim tun sicherlich was sie können, aber wie gesagt, es ist schwierig.

@Retic: Wofür du dich dann auch entscheidest, ich wünsche viel Glück bei der Suche nach einer passenden Drittkatze!
Nur Mut, meist läuft man seiner Traumkatze dann doch schneller über den Weg als man glaubt! ;)
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #8
Sorry aber ich sehe da absolut KEINEN Unterschied zu hiesigen Streunern. :eusa_eh:
Ich bin nicht der Meinung, dass spanische Katzen verträglicher/anpassungsfähiger/was auch immer sind. Sie sind genauso vielfältig und verschieden wie unsere heimischen Katzen.

Und nein, ein echter Streuner wird nicht aus Dankbarkeit für einen festen Futterplatz seinen Freiheitsdrang aufgeben und zu einer Wohnungskatze mutieren. Auch kein echter spanischer Streuner, sorry, das ist einfach aus der Luft gegriffen.

Na, das erzähl mal meinen 5 spanischen, ehemaligen "Streunern";) Die werden Dich mit ganz grossen Augen anschauen und die Welt nicht mehr verstehen...:p Mir fällt jedenfalls bei den "Spaniern" auf, dass sie besonders sozial und liebevoll mit ihren Artgenossen sind. Kann natürlich auch nur Zufall sein.:eusa_think:

Meine Minki und Möhrchen sind übrigens ehemalige deutsche "Streuner", die halbwild und total scheu hier ankamen. Sie wurden ja vom Katzenschutzbund irgendwo draussen auf einem Schrottplatz eingefangen. Auch die beiden Mädels möchten nicht mehr raus...Also kann man es absolut nicht verallgemeinern, dass ALLE Streuner NIEMALS mehr in einer Wohnung glücklich werden können;) Meine Erfahrungen sind da jedenfalls ganz anders.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #9
mein Kater ist auch ein Spanier, er wurde halb tot geprügelt gefunden. Mit seiner Athaxie ist Freigang natürlich komplett ausgeschlossen, er humpelt dafür viel zu stark und muss sich sogar Hochziehen, um aufs Sofa zu kommen, nicht mal so hoch kann er springen. Er vermisst aber wirklich keinen Freigang, sondern fühlt sich sehr wohl in der Wohnung. Er ist übrigens auch wirklich nur bei ganz tollem Wetter und nur mal für eine halbe Stunde auf dem Balkon, nicht mal der interessiert ihn sonderlich.

Und er ist ein Musterbeispiel für perfektes Sozialverhalten, war nie problematisch bei zusammenführungen.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #10
Nun, ich habe keine Ahnung wie genau die Vermittlung von spanischen Straßenkatzen abläuft, aber ist es da nicht so, dass nur halbwegs gezähmte Exemplare überhaupt vermittelt werden?
Die wirklich scheuen Katzen werden nur kastriert und wieder ausgesetzt oder an eine Futterstelle vor Ort untergebracht.

Zu Punkt zwei, nun eine Reihe von Ausnahmen habe ich schon selbst genannt und es gibt sicherlich noch viele weitere Umstände, die aus einem Streuner eine glückliche Wohnungskatze machen können.
Nur ist das einfach nicht die Regel. Es gibt schon einen guten Grund, warum sich die meisten (nicht alle) Katzen ganz leicht an Freigang gewöhnen können, umgekehrt aber nur wenige Freigänger wieder zu glücklichen Wohnungskatzen gemacht werden können.

EDIT:
@Susi: Auch die meisten heimischen Katzen haben ein prima Sozialverhalten, wenn sie nicht von Artgenossen isoliert wurden.
Und mit dem "halb-tot-Aufgefunden" bestätigt dein Kater eigentlich nur, was ich zur Umgewöhnung an die Wohnung gesagt habe.

Glaubt ihr wirklich, spanische Katzen sind besser als die hier lebenden? Ich bin gerade echt etwas... entsetzt?
Oder fasse ich das gerade falsch auf?
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #11
mein Kater war schon extrem scheu. Er hat sich zwei jahre überhaupt nicht anfassen lassen, und es hat ein weiteres Jahr gedauert, bis mein mann ihn dann auch anfassen durfte. Heute liegt er am liebsten in unserem Bett und fordert richtig ein, jeden tag wenigstens eine halbe Stunde gebürstet zu werden, aber das war ein langer weg, von dem Bündel Elend, das sich hinter einem schränkchen versteckt hatte.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #12
*hust*
Wenn er halb-tot aufgefunden wurde, ist es doch aber irgendwo logisch, dass er nicht einfach kastriert und ausgesetzt werden kann, nicht? ;)
Außerdem haben solche Notfellchen wegen ihrer tragischen Geschichte auch immer recht gute Vermittlungschancen.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #13
Nun, ich habe keine Ahnung wie genau die Vermittlung von spanischen Straßenkatzen abläuft, aber ist es da nicht so, dass nur halbwegs gezähmte Exemplare überhaupt vermittelt werden?

Nein!;) Murmel zum Beispiel hatte Giardien und war in der Tierklinik, weil es die liebe Pflegemami bei dem scheuen Kerlchen noch nicht mal schaffte, ihm Tabletten einzugeben und das will schon was heissen.. So ängstlich war er. . Total scheu und eigentlich unnahbar. Ich habe ihn dann direkt aus der TK abgeholt und sogar die nette Frau Doktor erzählte mir irgendwas von: geben Sie dem mindestens ein halbes Jahr. Der ist sowas von scheu und lässt sich nicht anfassen...Sowas hab ich noch nie gesehen.:eek:

Ja gut, darauf hatte ich mich eingestellt und mir war bewusst, "was" ich mir da ins Haus hole.
Aber schon nach ein paar Tagen schnurrte Murmel hier herum und bekam vom Schmusen nicht genug:eusa_shhh:;)

Murmel ist übrigens so einer, der noch nicht mal ins Treppenhaus zum joggen mag. Er bleibt lieber hier...:eusa_think:
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #14
Retic was du machen kannst , schlapp einfach mal ins Tierheim und frag dort die Pfleger ;)
Oft schätzen die die Katzen nämlich ganz anderst ein , als derjenige der nur Kurzinfos vom Tier hat :)

Wow , jetzt macht man sogar schon nationale Unterschiede bei Katzen :eusa_eh: :roll:
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #15
Retic: mal persönlich ins Tierheim zu gehen, ist eine gute Idee!:D Oftmals stehen auf den Homepages der Tierheime nämlich nur die absoluten Notfälle, und auch besonders viele Freigänger, weil die es in der Regel schwerer haben, ein geeignetes Zuhause zu finden.

Kitten und junge Katzen werden dort oft gar nicht vorgestellt, weil die meistens "sowieso" schnell weggehen.
Gerade um diese Jahreszeit ist doch Hochsaison und die Tierheime platzen aus allen Nähten. Da solltest Du eigentlich "Deine" 3. Mieze finden;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #16
Meine beiden Katzen waren damals auch als Freigänger ausgeschrieben, bin dann ins Tierheim (wo sie auch keine Wohnungskatzen hatten nur Freigänger) hab dann gesagt was ich bieten kann und dann wurden mir auch Katzen gezeigt, die als Freigänger ausgeschrieben waren, aber bei denen man sich eigentlich sicher was, dass sie keine großen Probleme bei kompletter Wohnungshaltung machen.
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #17
Als Wohnungskatzen werden oft Aidserkrankte, Leukoseerkrankte oder eben Ataxie- Katzen vermittelt. (Wobei das bei dir ja nicht geht)

Unsere beiden (Janosch & Carla) stammten aus Wohnunshaltung und wurden abgegeben, weil die Familie sie nicht mehr wollte. Allerdings wollte das TH sie trotzdem in Freigang vermitteln.
Letztendlich einigten wir uns dann darauf, dass sie Freigang kriegen, wenn sie ihn fordern.

Man muss einfach nur hingehen und sich informieren! Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche!
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #18
Nein, wir werden ganz bewußt nicht ins Tierheim gehen. :) Da wir uns schon für eine zuckersüße Spanierin entschieden haben. Zumindest haben wir uns mal um sie beworben...:eusa_shhh:
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #19
Na dann haben deine beiden Katzen ja hoffentlich bald eine bonita amiga ;)
 
  • Tierheime und Wohnungskatzen Beitrag #20
Was die Spanier, besser ausgedrückt, die zuständigen Deutschen, angeht, muss ich auch mal ein dickes Lob aussprechen.

Die wollen uns erst mal besuchen und und sich ein Bild machen!

Find ich super. So sieht Tierschutz aus! :clap:
 
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