Als Angorahalterin [habe gleich 2 aus einer Pflegestelle], krame ich das Thema mal wieder heraus.
Mich würde interessieren, wie ihr eure Angoras pflegt und wie sie sich dabei anstellen?
Meine Fellkugeln sind beim Kämmen und beim Scheren extrem lieb, da wäre eine Narkose, wie sie mir der Tierarzt vorgeschlagen hat vollkommen überflüssig :roll: Die beiden werden ca.4x im Jahr geschoren und zwar von einem Hunde- und Katzenfrisör. Der Scherkopf ist der für kleine Langhaarkatzen, oder besser gesagt die ScherköpfE, da man zur ordentlichen Schur verschiedene verwenden muss. Erst wollte ich das Equip zum Scheren ja selber haben, aber für die paar mal im Jahr kaufe ich nicht alles für über 500€. Vor allem, weil sich die Scherköpfe sehr schnell abnutzen und einer mal eben 90€ kostet. Mit Billigschermaschienen kommt man sowieso nicht weit, bei der Wolle. Pro Tier zahle ich 25€ und es dauert eben ca.3 Stunden, da an ja immer wieder Pausen macht, um das Tier nicht zu überlasten. Aber das ist es mir wert, weil ein Angora nicht zu scheren ist Tierquälerei. Und Das Scheren an sich ist sowieso nichts für Laien, da das Fell sehr nah an der Haut liegt und so das Verletzungsrisiko steigt, deswegen lasse ich nur Profis an meine Angoras.
Weiterhin schneide ich ca. jeden Monat die Pfötchen und den Intimbereich der Angoras frei, da sich dort der Dreck aus der Ninchentoilette verheddern könnte. Außerdem werden sie mindestens jede Woche, aber manchmal auch nebenbei, wenn sie zu mir kommen [Angoras, zumindest meine, sind unglaublich zutraulich, nicht mit vielen Zwergen etc. zu vergleichen] gekämmt. Dazu nutze ich eine Zupfbürste, einen Unterwollekamm und mein neues Wundermittel den 'FURminator' für kleine Langhaarkatzen. Es gibt den auch für Kleintiere, aber ich glaube das würde nicht viel ausrichten^^ Jedenfalls wird damit das Fell schön ausgedünnt, verfilzt weniger und das Kaninchen ist nicht mehr so eingeschränkt. Ab und zu schneide ich auch an Bauch und Wamme das Fell etwas herunter, lege aber den Unterwollekamm als Begrenzung an, um das Ninchen nicht zu verletzen. Den Trick habe ich vom Hundefriseur bekommen
Mein Hinweis also: Angoras sind nur etwas für geduldige Menschen, die sich viel Zeit für die Tiere nehmen und auch jedes Quartal was investieren können!