Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch

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Abend ihr lieben.

Viele hier wissen es schon, andre noch nicht. Diesen Thread möchte ich offen nutzen für euch, mit euch - von mir und meiner Geschichte.

Die Kurzform ist die:

Dick war ich schon immer. Bis 130kg auch wirklich aktiv, agil und man mags nicht glauben, Sportlich :eek:. ja, tatsächlich.

Mit 150 dann kam von einem Tag auf den andren mein Rücken laut hervor und sagte so gehts nicht weiter. Nicht am Skelett, sondern an den Muskeln.
In einem Jahr dank stetigem Sitzen nahm ich 60 kg zu. Es folgten Rehas, Kurzen, Krakenhausaufenthalte und fast der verlust meines Jobs.

Also hab ich vor 2 Jahren mit 210 kg den Antrag gestellt mit meinem Arzt und der Hilfe meines Arbeitgebers, für einen Schlauchmagen.
Der Schlauchmagen ist krass gesagt, eine Amputation des Magens zu 90%.
Übrig bleiben mir jetzt, nach 2 Jahren Kampf mit den Kassen und einer Ablehnung, 100ml Fassungsvermögen.

Seit der OP am 9.6.2011 habe ich aktuell 21,7 Kg abgenommen und meine Lebensfreude kehrt mit jedem verlorenen Kilo wieder.
Daher habe ich einen Youtubekanal erstellt mit wöchentlichen Videos, vielen Interaktionen mit Interessierten, sowie betroffenen und Gleichgesellen. :)

Gerne teile ich hier mit euch, seelengeöffnet und ohne Scham, warum auch, meine Erfolge und sicherlich auch mal Niederlagen.

Daher hier meine Kanalvorstellung an sich:


Mein heutiges aktuelles Video:

[YOUTUBE]fI9bnog7Gmo[/YOUTUBE]

Habe auch eine Facebook Seite eingerichtet, wo öfter mal Umfragen zu Wochenthemen in den Videos gemacht werden, da ich ja für meine Zuschauer interaktiv Videos gestalten will.

Zu der Seite kommt man hier:

Edit: Link zur anmeldepflichtigen Seite entfernt


Gerne darf auch hier gefragt, ausgetauscht etc. werden. Über Abos bei Youtube würd ich mich super freuen, genauso wie über einen Daumen hoch, wenn euch mein geschwafel gefallen hat *lach* Leider musste ich meinen alten Kanal ja schliessen. Gründe ist im benannten Video (Alter Kanal tot) genannt. War 2 Stunden davor noch Partner, grad frisch geworden. Hoffe das ich es wieder werden kann. :eusa_think:

Nundenn, hoffe ich unterhalte euch ein wenig und seid gespannt über meinen Verlauf, wie ich über mich selber. :D

PS, der Ticker auf diesem Eingangspost ist Automatisch immer am Aktuellsten, da die Forenticker so nen Abnahmeteil nicht unterstützuen, wie man unschwer an meiner Signatur sehen kann ;)

Alles liebe
Cindy
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #2
Ich find die ganze Sache echt interessant. Bin gespannt, wie sich das die nächste Zeit so entwickelt, und wie du damit lebst, wenn du dein Wunschgewicht erreicht hast.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #3
Hallo Cindy!
Ich finde das sehr mutig was du macht und bewundere dich dafür.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dein Wunschgewicht erreichst und vielleicht purzelt dann ja noch das ein oder andere Kilo ;)

Dein Magen ist jetzt für immer so klein? Und wenn du irgendwann mal Normalgewicht hast, dann kannst du damit ja gar nicht wirklich den Tagesbedarf an Kalorien decken,
oder wie muss ich mir das vorstellen? Acht mal am Tag eine kleine Mahlzeit? ;)

Liebe Grüße von Maria
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #4
Huhu,

also im lauf von ca 5 jahren dehnt sich der Magen schon wieder aus, allerdings nie mehr auf ein Volumen eines "Normalen" Menschlichen Magens. Ca. 250ml letzendlich so sagt man.
Das mit dem Kalorienbedarf decken ist ein richtiger Ansatz, und es fiel wirklich sehr schwer den Bedarf zu decken, weshalb ich auch die ersten 3 Wochen nach dem krankenhaus erstmal Stillstand hatte und total verzweifelte.
Ein Telefonat mit meiner Ernährungsberaterin war aufschlussreich.
Da anfangs der Magen auch noch geschwollen ist, klar, passten oft nicht mal 3 Löffel Naturjoghurt.

Jetzt achte ich eben auf gute, gesunde, ausgewogene Ernährung, wobei ich auf Lightprodukte verzichte sondern gern mal Vollfettkäse oder Vollmilch nehme um den Kalorienbedarf zu decken, allerdings nicht Wahllos in mich schiebe nur um 1200 Kal irgendwie zu schaffen. Kalorien hat man schnell zusammen, aber es ist wichtig die richtigen Kohlenhydrate in sich zu stecken, statt zucker-hydrate ne =)
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #5
Warum endeck ich DEINEN Thread erst jetzt??

Ich bin begeistert von deinem Vorhaben hab es ja schon in anderen Threads gelesen was du vorhast weiter so
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #6
ich habe gerade erst dein Video gesehn... ich sag nur WOW zu den fotos. Das ist echt ne super Leistung und ein großer Unterschied.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #7
Vielen lieben Dank.
Laut meiner Umfrage via Facebook wollen 13 von 20 Leuten das Kochvideo.

Das heisst, auch die, die jetzt keine Magen-OP haben, werden ein leckeres, Gesundes und Kalorienarmes Gericht vorgestellt bekommen.
Wenn das wirklich gut ankommt, dann gibt's solche Videos vielleicht öfter.

Werde meine Videos dann auch immer hier vorstellen. Könnt das ganze dann nachkochen und vielleicht sogar als Videoantwort posten *g*
Wär ne lustige Geschichte, oder aber einfach Nachkochen und schreiben wie es euch geschmeckt hat.

Bis Sonntag denn =D
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #8
Ich habe von einer anderen Magenoppartientin gehört, das sie Probleme mit dem Eiweis hat und deswegen Shakes trinken muss, hat man dir das auch nahe gelegt oder deckst du deinen Bedarf komplett über das Essen?
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #9
Ne, also Eiweiss Shakes muss bzw soll ich immer noch mal als Mahlzeit ersetzen. Da mir die Dinger schmecken hab ich da auch keine Probleme mit. Bisher auch noch keinen Mangel, da ich auch bei der Ernährung auf genug Eiweissbedarf am Tag achte.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #10
Hier meine 2 aktuellen Videos.
Gewünscht wurde sich ja ein Rezept. :)

[YOUTUBE]FP_GNx7Ilqc[/YOUTUBE]

Und hier das Wort zum Sonntag (xD) an sich =)

[YOUTUBE]H0PQyrpqsW8[/YOUTUBE]
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #11
Hey Cindy,

Ich verfolge deine Geschichte schon von Anfang an (bin auch Abonnent :001:) und bin wirklich beeindruckt.
Meinen Respekt, dass du dich zu diesem doch sehr radikalen Schritt gewagt hast und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dein Wunschgewicht erreichst!

Natürlich verfolge ich auch weiterhin mit Freude deine Videos. Mach weiter so! :D
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #12
Huhu,

vielen lieben Dank, das ehrt mich sehr :)
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #13
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #14
Hallo,

ich muss zugeben, keine positive Meinung über solche Op`s zu haben weil die wahre Leistung der Gewichtsabnahme in diesen Fällen nur begrenzt in einem selbst liegt. Die Leistung liegt zum größeren Teil in den Händen der Chirurgen.
Ich habe mir selbst ein massives Übergewicht runter gekämpft. Dies war nicht immer leicht. Aber es war meine Leistung.
Ich finde solche Op`s wiederum sinnvoll wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen (also durch Krankheit wo beispielsweise die Hormone beeinflusst sind) solch eine Op bekommt weil solche Leute eben noch schwierigere Bedingungen haben.
Ich hoffe das meine offene Meinungsäußerung nicht zu sauer aufstößt. Selbst meine Mutter (die sich operieren lies) muss sich das von mir anhören.
Als "Leistung" würde ich wohl den Mut zu solch einer Op bezeichnen. Da muss ich zugeben das sicher einiges dazu gehört, sich auf den Tisch zu legen.
Das ist jedenfalls nur meine persönliche Meinung die wirklich keines Falls böse oder gar angreifend gemeint ist. Bitte nicht so auffassen.

Ich wünsche Dir aber (trotz meiner Meinung über Op`s) von Herzen alles, alles Gute und freue mich für Dich um jedes Kilo. Ich selbst weiß ja wie es sich anfühlt, Kilo um Kilo zu verlieren und wie sehr das Selbstbewusstsein dabei vor allem steigt. Und das gönne ich Dir auch da Du sicherlich auch psychisch für Dich bis jetzt einen echt harten Kampf (auf Grund der Kilos und dessen Folgen) hattest den sich kaum einer vorstellen kann der nicht mal massives Übergewicht hatte.
Jedenfalls drücke ich Dir die Daumen das Dein gesamter Abnehmprozess möglichst reibungslos verläuft, Du gesundheitlich fit bleibst und keine Komplikationen auftreten.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #15
Nein, ein Problem hab ich mit deiner meinung sicherlich nicht, allerdings muss ich dich schon runterholen vom Pferd "Op und sofort nimmt man ab".
Diese Meinung haben ganz ganz viele und liegen damit grundverkehrt. Es ist zwar richtig das man nur noch begrenzt, sehr begrenzt, Nahrung aufnehmen kann. Wenn man aber im Fall einer Bekannten dann Sahne säuft, Nutellagläser leerschaufelt und tonnenweise Eis in sich scheffelt den ganzn Tag lang, bringt, wie man an ihr auch sieht, die ganze OP nichts.

Auch mit dieser OP muss man sich eisern an eine völlig neue Ernährung tasten und durchhalten.
Bei mir ist und war auch wegen Krankheitsfall kein anderer Weg mehr möglich. Ich konnte mit wenig Sport, mehr ging nicht mehr bei 199 Kilo, und radikale Ernährnungsumstellung mein Gewicht lediglich halten. In dieser Zeit lief mein sogenanntes MMK (Multimedionales Konzept) welches aufgebaut ist aus Bewegung - Ernährungstherapie - Psychologisches Gutachen über mindestens 6, besser 12 Monate.

Sogar dann wurde das 1. mal abgelehnt und kämpfte nochmal 6 Monate bis ich persönlich eingeladen wurde zum Medizinischen Dienst und er sich von mir persönlich ein Bild machen konnte. Es ist wichtig nicht von heut auf morgen so eine OP zu wollen.
Es ist wichtig damit sich vollends zu befassen, zu verstehen was DANACH ist. Nicht umsonst sind es strikte vorgaben und dennoch fallen viele in ein Loch wie meine bekannte.

Auch ich als Operierte muss mich ausgewogen und gesund Ernähren. Ist es zuviel - stillstand/zunahme, ist es zuwenig an Kalorien nimmt man garnicht ab oder schlimmstenfalls bei normaler Kalorienzufuhr wieder zu, weil der Körper sich völlig umstellt. Auch ich hatte nach der OP 4 Wochen stillstand, weil ich nur 700 Kalorien am Tag schaffte.
Versucht auf 1200 zu kommen und bumms waren 3 Kilo weg. Aber wichtig ist, Gesund!! Nicht versuchen mit einem Snickers die fehlenden 300 in sich zu Stopfen.

Ich verstehe und akzeptiere deine Meinung, aber muss dir dennoch auch sagen das es nicht einfach nur die Op ist und man nimmt für immer ab bis ans Zielgewicht.
Die Kunst später besteht auch noch am Halten, was enorm schwieriger wird :)

Auch fasse ich es nicht schlimm auf, im Gegenteil, es freut mich Personen wie dir, ohne Grundkenntnisse und weiterführende Kenntnisse zu erklären was es damit auf sich hat. Auch wenn deine Mom so eine OP gemacht hat, heisst es nicht das sie alles richtig macht oder du alles richtig mitbekommst. :)

Den Hut ziehe ich aber ganz ganz tief vor dir, es alleine geschafft zu haben. Da beneide ich dich drum. Ich war an dem Punkt Gesundheitlich und ohne Kraft es überhaupt nur Ansatzweise zu schaffen.

Liebe Grüße
Cindy
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #16
Hallo,

als meine Mutter operiert wurde, war ich Teenie. Ich wohnte bei ihr und bekam dementsprechend alles mit. Ich weiß ganz genau wie es sich mit dem Magen, der Ernährung, etc. bei solchen Op`s verhält. Ebenso weiß ich um die Risiken. War auch bei den Gesprächen bei Ärzten und im Krankenhaus dabei. Grundkenntnisse habe ich in sofern schon. Nur verspüre ich es nicht am eigenen Leib. ;) Ich weiß auch das man trotz Op nicht von heute auf morgen abnimmt. Dementsprechend befand ich mich gar nicht "auf dem Pferd" das man nach der Op sofort abnimmt.
Auf Grund meiner vorhandenen Kenntnisse wünsche ich Dir ja sehr das Dein gesamter Abnahmeverlauf ohne Komplikationen sein wird.

Ich meinte halt nur... mit einem unoperierten Magen ist es schon eine andere Disziplin eisern zu bleiben wenn einen gerade der Hunger quält und man aber seine Kalorien intus hat. Während meiner Gewichtsabnahme wünschte ich mir oftmals das ich (jedoch irgendwie von allein) einen kleineren Magen hätte. Bei etwas kalorienreicheren Mahlzeiten muss man da dementsprechend weniger essen und der Magen ist nach dem essen gefühlter Weise immer noch leer.
Würde eine Op die ganze Sache nicht der Maßen vereinfachen, würde es solche Op`s kaum geben da ja kein Sinn darin bestehen würde.

Klar - auch mit der Op muss man natürlich gesund leben. Die Fettzellen würden sich ja trotz allem weiterhin füllen wenn man fettreich und ungesund isst. Der Körper ist ja schon von Natur aus (für schlechte Zeiten) so ausgelegt das er schnell Fett speichert.
Einen Stillstand hat man immer mal. Der Körper gewöhnt sich an die minimierte Kalorienzahl und fährt dementsprechend eventuell mal den Stoffwechsel herunter. Auch dies ist ja ein Prozess der unabhängig von der Magengröße ist. Das ist auch ein von der Natur mit gegebener Prozess. Der Körper denkt ja bei weniger Kalorien das schlechte Zeiten kommen und Energie gespart werden müsse. Und dies wiederum wirkt sich auf den Stoffwechsel aus.

Später wirst Du Dich automatisch mehr bewegen, denke ich. Schon das verstärkte Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl wird Dich unheimlich animieren wenn Du gut durch Deine Gewichtsabnahme kommst. Dann wird es mit dem Gewicht halten vielleicht gar nicht so schwer wie manche berichten. (Ich halte meines auch schon seit ca. 2 Jahren und kann dabei gar sündigen wenn ich mich ausreichend bewege. Vielleicht geht es Dir ja auch so. Ich stellte mir das halten des Gewichtes jedenfalls schwerer vor als es ist).

Aber das ich nun kein Fan solcher Op`s bin und dazu keine so positive Meinung habe, macht die Leute die sich operieren lassen, für mich zu keinem "schlechteren" oder anderen Menschen. Ich will damit sagen... auch in dem Falle wünsche ich jedem im gleichen Maßen einen erfolgreichen Weg wie jemanden der ohne Op abnimmt.
In beiden Fällen ist nämlich manches (auch abgesehen von der Ernährung) gleich: In beiden Fällen hat man seinen persönlichen Leidensweg mit vielen Einschnitten (auch gesellschaftlich, was sich wiederum u.a. auch psychisch auswirkt) hinter sich.
Auch abgesehen von dem Wort "Op" lese ich heraus wie sehr Du Dich scheinbar über jeden Kilo freust und generell auch Freude am Leben gewinnst. Kann sein das ich es falsch interpretiere. Aber so liest es sich. Und das finde ich wirklich sehr schön. Und wie ich schon schrieb, gönne ich es Dir auch ganz dolle. Denn Du bist vielleicht (so scheint es mir jedenfalls schon auf Grund Deiner netten Antwort trotz meiner Meinung) ein ganz lieber Mensch der es einfach verdient hat, nach einem harten Kampf auch die schönen Seiten des Lebens abbekommen zu dürfen.

Sehr positiv finde ich aber das Du Dich mit Nahrungsmitteln auseinander setzt. Das macht nicht jeder der sich operieren lässt oder operieren lassen hat obwohl einem schon die Ärzte darüber aufklären das man sich damit auseinander setzen muss.
Und nun gibst Du Deine Kenntnisse dies bezüglich auch weiter und verhilfst anderen. Wie Du mit dem ganzen nun umgehst... völlig abgesehen von der eigentlichen Gewichtsabnahme... das finde ich persönlich toll!

Bezüglich meiner Gewichtsabnahme: Bei mir war es einfach nur Kopfsache. Nach Jahren stieg ich auf unsere Waage. Diese erkannte mich nicht mehr und konnte mir mein Gewicht nicht anzeigen. Ich wusste also nicht mehr wie viel ich überhaupt wog. Und in diesem Schockmoment machte es "klick". Ich war echt total geschockt.
Zur Unterstützung machte ich mir einen Termin bei meiner Ärztin und für die psychische Seite im Krisenzentrum. Auch von der Frauenberatungsstelle lies ich mich unterstützen da die psychische Seite einfach auch die Hauptrolle spielte. Schließlich war es bei mir Frustfressen was meine Situation erst mal auslöste.
So ganz ohne Hilfe war ich also auch nicht.

Ich werde Deinen Thread weiterhin verfolgen weil ich es ganz spannend finde wie es Dir ergeht. Mich interessiert auch sehr, wie Du in ein paar Monaten auf Deine körperlichen Veränderungen reagierst und wie es Dir auch dies bezüglich geht. Mich interessiert einfach Dein Gesamtzustand und Deine persönlichen Eindrücke von den Veränderungen um ehrlich zu sein. :)

Ich drücke Dir ganz arg die Daumen für Deinen Weg.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #17
Danke das ist echt lieb. Und natürlich akzeptiere ich jedem seine Meinung. :)

Welche OP hatte deine Mutter denn?

Sport kann ich wieder machen, das ist einfach klasse und man fühlt sich gut dabei, nicht mehr total fertig =))
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #18
Wow, Du kannst Dich jetzt schon sportlich betätigen? Ich hätte jetzt gedacht das Du noch ein paar Kilos warten müsstest weil Du bei der Gewichtszunahme ab 150 Kilo ja gesundheitliche Einschnitte bekommen hast.
Aber aufpassen musst Du sicherlich schon noch arg auf Dich, oder? Deine Op ist ja noch nicht sooo lange her. Fortschritte machst Du scheinbar recht schnell.

Meine Mutter bekam den Magen getackert. Würde man diese Tacker entfernen lassen, hätte sie wieder das normale Volumen des Magens.
Meine Mutter hat nach der Hautop die folgte, wieder zu futtern angefangen. Dementsprechend dehnte sich der Magen wieder. Sie äußerte gar mal das sie meinen könnte, das sich ein Tacker durch die Dehnung gelöst hätte. Nun muss man dabei sagen das sie die nötigen Untersuchungen die man auch im Nachhinein regelmäßig machen lassen soll, nicht machen lässt. Sie fing dann aber wieder an, dauerhaft wenig zu essen.
Bei meiner Mutter wäre alles super geworden... wenn sie sich auch mal etwas bewegt hätte. Bis heute bewegt sie sich kein bisschen. Sie denkt das einkaufen gehen schon richtig viel Bewegung wäre. Sie nutzt(e) diese Chance die ihr mit der Op gegeben wurde, nicht richtig aus. Meine Meinung zu dem ganzen hatte ich schon vor ihren Op`s, äußerte es aber erst nach meinem Auszug aus dem Elternhaus. Da ließ sich die Flucht leichter ergreifen da meine Mutter da nicht so reagierte wie Du. Heute -nach vielen Jahren- gibt sie mir (meinen Argumenten die ich dies bezüglich hatte/habe) in ihrem Falle teilweise Recht.

Ich bin aber schon beeindruckt davon das Du Dich gar jetzt schon wirklich sportlich betätigst. Das Du Dich etwas mehr bewegst, hätte ich schon gedacht. Nur an Sport dachte ich jetzt noch nicht.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #19
Ja doch, 6 Wochen danach soll man warten und ab dann isses wieder möglich. Bei mir gings erst etwas später, weil ich an der grossen Narbe ne flüssigkeitsansammlung hatte.

In der Sportfreien Zeit kam ich bis 183kg runter und dann gings auch wieder los. Laufband - gehen / schnelles gehen, radfahren tu ich so sehr viel, Vibro-Plate, zirkeltraining und 8 Geräte speziell um mein Bindegewebe zu unterstützen. Die paar Kilo weniger haben mit gleich geholfen und alles lief immer besser.
Der Vorteil ist einfach, das ich bis 150 Kilo schon, trotz des Gewichts, fit und aktiv war. =) Kommt mir jetzt zugute. Bin davor täglich 40km Rad gefahren und viel spazieren usw.
 
  • Mein Schlauchmagen und ich - ein Wochenbuch Beitrag #20
Da machst Du aber schon sehr viel. Das beweist mal wieder das Übergewicht nicht immer gleich Unbeweglichkeit bedeutet. (Ein Vorurteil mit dem ich sehr zu kämpfen hatte obwohl ich während jedem Gewicht immer aktiv war).
Öhm... ich glaube, Du machst mehr Sport als ich um ehrlich zu sein.

Weißt Du denn schon genau wie es später mit der Hautop sein wird? Meine Mutter bekam nur eine bewilligt. Das war schon bei der Magenop klar. Und die Hautop hat sie dann eigentlich zu früh machen lassen da sie im Zeitraum der Op noch ca. 60 Kg Übergewicht hatte.
Ich hoffe, ich trete Dir mit der Frage nicht zu nahe. Ich weiß ja nicht inwiefern diese Op`s heut zu Tage bewilligt werden. (Mir wurde es abgelehnt! Habe am Bauch zwar keine richtigen Hautprobleme bekommen. Aber am Po. Das ist schon arg unangenehm wenn ich ins Schwimmbad gehe. Aus dem Grunde weiß ich nicht wie heut zu Tage die Bewilligungen sind).

Wenn ich Deine Beiträge so lese, könnte ich meinen das Du innerlich jetzt schon ein bisschen "ein neuer Mensch" bist.
 
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