Kastrationschip in jungem Alter?

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  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #1
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FräuleinSchändlich

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Hallo ihr.

Nach einem Gespraech heute in der Hundeschule, wollte ich mal nach eurer Meinung fragen. Vorerst mal alle Fakten: Wir haben seit Maerz diesen Jahres einen Rueden, Dogo Argentino - belgischer Schaeferhund-Mix, jetzt achteinhalb Monate alt. Wir sind mit ihm in der Hundeschule, seit er 12 Wochen alt ist. Von Anfang an faellt uns schon auf, dass wir mit Fynn einen wirklich seeeehr dominanten Rueden erwischt haben. An fuer sich ist er ein herzensguter Hund, begrueßt jeden freudig, etwas seeehr wild, aber eben seinem Alter entsprechend. Trotzdem gibt es hier und da Situationen, wo wir nicht mehr so ganz weiter wissen.

Da kommen wir auch schon zum ersten Problem. Seit ca. einem Monat ist er auf alle Huendinnen in der Hundeschule total wild, moechte sie dominieren und beansprucht sie fuer sich alleine. Gegen die anderen Rueden in der Hundeschule wird von seiner Seite aus auch dementsprechend hart vorgegangen, wenn einer "seiner" Huendin zu nahe kommt, wird weggegrummelt und im Zweifelsfall auch weiterfuehrend verteidigt. Dieses Verhalten ist von Alter und eventueller Laeufigkeit vollkommen unabhaengig. Wenn die Trainerin beispielsweise mit ihrer vier Jahre alten Huendin vorbeikommt, deren Laeufigkeit schon seit mehreren Wochen vorbei ist, wird diese von Fynn fuer sich beansprucht und verteidigt. Lediglich bei einer bisher nicht laeufig gewesenen Huendin hatten wir die Problematik nicht, allerdings wirds nun bei dieser auch bald Zeit und seitdem haben wir das Problem permanent in der Hundeschule. Das ist natuerlich auch fuer uns hoechstanstrengend und schlussendlich laeuft es darauf hinaus, dass es zwischen den Uebungen keinen Freilauf mehr fuer Fynn gibt, da er permanent der Huendin nachhetzt und versucht sie zu begatten, daran laesst er sich auch mit keinem Abrufsignal der Welt hindern. So laeuft das generell, wenn Huendinnen in der Naehe sind.

So, zweite Problematik ist das markieren in der Wohnung. Das macht er in meiner Wohnung, wie auch in der von meiner Mutter. Wenn wir bei Freunden sind gelegentlich auch, wenn auch seltener. Da meine Mutter und ich direkt uebereinander wohnen, wechsle ich mit ihm relativ haeufig zwischen den Wohnungen. An allen Tischbeinen, Stuhlbeinen, Sofaecken, Tuerrahmen wird markiert, mal nur Troepfchen und mal ein kleines Pfuetzchen. Im Prinzip koennte ich den ganzen Tag hinter ihm herwischen. Er weiß auch durchaus, dass das verkehrt ist, danach huscht er naemlich schnell raus in den Garten, wenn man mit ihm schimpft. Dorthin hat er auch fast durchgehend Zugang, wenn wir nicht ohnehin mit ihm draußen sind.

Und nun hatten wir eben eine Unterhaltung in der Hundeschule. Einerseits ist es fuer uns und den Hund weiterhin natuerlich notwendig, dass wir die Hundeschule besuchen, andererseits ist es natuerlich weder fuer die Huendinnen, noch fuer die restlichen Rueden auf Dauer tragbar. Nun kam natuerlich eine eventuelle Kastration ins Gespraech, um immerhin diesen enormen Sexualtrieb unter Kontrolle zu kriegen. Wir sind allerdings mit der Trainerin gemeinsam einer Meinung, dass er dafuer einfach noch viel zu jung ist. Da kam das Gespraech dann auf einen dieser Hormonchips, die eine Kastration simulieren und mit denen man testen kann, ob eine Kastration etwas bringt oder nicht. Das waere fuer alle Beteiligten vermutlich die beste Loesung - aber waere sie das auch fuer den Hund? Haelt ein solcher Chip die Entwicklung genauso an wie eine Kastration? Es waere natuerlich naheliegend, einfach den Tierarzt zu fragen, aber ich habe natuerlich die Befuerchtung dass die das alle zu eigenen Zwecken herunterspielen.. Daher frage ich lieber hier erstmal nach Erfahrungen und Meinungen. Eventuell weiß ja auch jemand noch Alternativmoeglichkeiten, wir wissen naemlich wirklich nicht mehr weiter.

Grueße!
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #2
Guten Abend :D.

Das hört sich ja mal heftig an...
Ich finde es zunächst einmal schade, dass eurer Trainerin nichts anderes einfällt als eine Kastration. Man kann vieles (wenn auch nicht alles) mit Erziehung in den Griff bekommen.

Um das hier mal zu trennen:
- Das Markieren wirst du weder mit Chip noch mit Skalpell in den Griff bekommen, da hilft nur Erziehung oder im Zweifelsfall eine Rüdenbinde (dazu verweise ich mal ganz frech an die Userin "nudl"). Eigentlich bleibt dir nicht viel übrig, außer den Hund ständig zu beobachten. Sobald er schnuppert oder das Bein hebt ein scharfes "Nein" und raus mit ihm (Garten, Wiesenstreifen, was auch immer), noch vor dem Putzen. Wenn er draußen macht lobst du ihn. Die Stellen musst du dann eben auch sehr gründlich reinigen. Gibt es denn einen Auslöser für das Verhalten? War ein anderer Hund bei euch oder hattet ihr (entschuldige die Frage^^) ein Welpenklo/ausgelegte Zeitung?
- Das Besteigen: Das musst du konsequent unterbinden, dann läuft er eben nur noch an der Schlepp mit anderen Hunden. Wenn er auch nur Anstalten macht, zu schnuppern oder aufzureiten, kommt ein "Nein", kommt keine Reaktion dann folgt ein kleiner Ruck. Wenn er dennoch hochkommt wird er notfalls von der persönlich runtergehoben. Denk nur daran, ihm dann ein Geschirr anzuziehen, kein Halsband ;). Und wenn er das sowieso in der Hundeschule zeigt kannst du dort auch gleich mehrmals die Woche genau das üben. Auf dem Platz muss er sich dann eben auch nur auf dich konzentrieren, und wenn du dich dafür zum Volldepp machen musst ;).
- Das Verteidigen: Auch das muss strikt unterbunden werden. Dass Hunde in einer Gruppe sich mal gegenseitig etwas zurechtweisen, ohne sich dabei zu verletzen oder sich richtig anzugehen, ist völlig normal, aber das geht zu weit. Das liegt nicht nur an den Hormonen, sondern meines Erachtens an der Pubertät allgemein. Er glaubt, er ist der Platzhirsch, begattet alles und jeden und zeigt deutlich, dass er der Hahn im Korb ist. Auch du hast da in seinen Augen wahrscheinlich nichts zu melden. Und genau das musst du ändern: Jedes Knurren, jede Drohgebärde wird von der unterbunden und mit einer kleinen Auszeit geahndet, sodass er sich wieder beruhigen kann. Auch da würde ich ihn sicherheitshalber an der Schlepp lassen, wenn er aggressiv sein sollte würde ich auch über einen Maulkorb nachdenken. Er muss sich den anderen Hunden ja nicht wie ein Schisser unterwerfen, aber er muss lernen, dass er auch nicht alle anderen unterbuttern kann ;). Außerdem finde ich es dann auch besonders wichtig, dass du deine Position deutlich machst, also in jeder Situation absolut konsequent bleibst! Sonst nimmt er dich vielleicht auch bald nicht mehr für voll...
- Zu guter letzt: Der Chip. Der Chip simuliert eine reguläre Kastration, das heißt er unterbindet die Hormonproduktion auf dieselbe Weise und hat damit auch denselben Effekt. Genau darum würde ich es nicht machen, da es für mich wie eine normale Kastration ist und das wäre mir zu früh. Wird er denn liebeskrank? Also ist er völlig normal, wenn er alleine ist, oder verweigert er das Futter, winselt und würde wegrennen, wenn er eine Hündin beim Spaziergang nur riecht?
Für mich ist es aber eher eine Sache von Dominanz/Pubertät als von wirklicher Liebeslust. Ich würde es erst einmal mit Erziehung und Übung versuchen und den Hund aber genau beobachten. Sollte es in Stress für ihn oder in eine Liebeskrankheit ausarten liegen die Karten natürlich anders.

Liebe Grüße
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #3
Hallo und danke fuer die Antwort schonmal. :)

Das Markieren ist fuer uns auch nicht wirklich Grund fuer die Ueberlegungen mit dem Chip. Es ist zwar unangenehm, aber im Prinzip kann man damit Leben. Das Problem bei der Sache ist halt, wenn wir von draußen reinkommen, stellt er sich als erstes an irgendeinen hoeheren Gegenstand und pinkelt munter drauf los. Dann gehen wir sofort raus, warten, bis er da auch nochmal was gemacht hat, loben, gehen wieder rein und dasselbe Spiel von vorne. Koennte sich bis in die Ewigkeit so weiterziehen, wenns nach Fynn gehen wuerde. :roll:
Ich hab in meiner Wohnung noch vier Katzen, das mag durchaus ein Grund fuers eventuelle Pinkeln sein. Und in der Wohnung von meiner Mutter lebt noch eine Huendin, die beiden treffen aber nie aufeinander, da 1. die Huendin nicht vertraeglich ist und 2. schon 12 Jahre alt und ziemlich gebrechlich. Aber da die Wohnung von meiner Mutter riesig ist, laesst es sich optimal in unterschiedliche Bereiche einteilen, fuer die Stunde die wir zwischendurch runterkommen.
Ein Hundeklo oder dergleichen hatte er natuerlich nie. Und so putzen, dass sich danach nichts mehr davon riechen lassen wuerde, ist auch nicht moeglich - vorzugsweise sucht er sich naemlich die Stoffcouch, Stoffsessel oder die Stuehle, wo er dann aufgrund seiner Groeße auch die Polster erwischt.. :roll:

Was das Besteigen und Wegknurren angeht, handhaben wir das im Moment so, dass wir ihn erst testweise mit den anderen mitlaufen lassen, wenn er sich einmal nicht benimmt kommt er sofort an die Schleppleine. Dann ist fuer ihn aber auch Ende, da er auch an der 10 Meter Leine definitiv nicht hinter den anderen herkommt. Wir machen Hundeschule immer an verschiedensten Orten, wenn wir da also im Wald sind, geht der Freilauf ja komplett durchs Gestruepp, da kommt er dann halt auch gar nicht mehr ran. Von daher bieten sich wenig Moeglichkeiten das zu trainieren. Bei den eigentlichen Uebungen ist er naemlich dann wieder der liebste Hund der Welt, da macht er auch nicht die geringsten Anstalten der Unterbutterung oder so.

Und ja, Fynn wird absolut liebeskrank, jetzt schon. Vor und nach der Laeufigkeit der Huendinnen haelt sichs in Grenzen, da ist er "nur" so irre nach den Huendinnen wie ichs vorher schon beschrieben habe. Aber wenn er einer wirklich laeufigen Huendin begegnet oder ganz ganz kurz davor/danach, dann wird auch tagelang nichts gegessen, er ist vollkommen unkonzentriert und jault sogar gelegentlich. Gluecklicher Weise haben wir aber nicht viele unkastrierte Huendinnen in der naeheren Umgebung und waehrend der eigentlichen Laeufigkeit duerfen die ja auch nicht in die Hundeschule kommen, daher begegnen wir solchen eher selten.. Aber schlussendlich ruehrt daher ja auch die Idee, das mit dem Chip jetzt schon durchzuziehen.
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #4
Ich hab in meiner Wohnung noch vier Katzen, das mag durchaus ein Grund fuers eventuelle Pinkeln sein. Und in der Wohnung von meiner Mutter lebt noch eine Huendin, die beiden treffen aber nie aufeinander, da 1. die Huendin nicht vertraeglich ist und 2. schon 12 Jahre alt und ziemlich gebrechlich.
Die Katzen und der andere Hund können durchaus der Grund sein, wenn er sich allgemein schon so aufführt. Und er riecht die Hündin ja dennoch ;). Das würde ich immer wieder unterbinden, aber wenn alles nichts hilft muss wohl doch die Rüdenbinde her... Ich würde ihn vielleicht auch mal versuchsweise mit einer Wasserpistole abschießen, wenn du ihn direkt beim Pinkeln erwischst. Er muss dann eben genau in dem Moment das Bein oben haben und pinkeln. Denn ich denke, dein Hund weiß sehr wohl, dass er es nicht darf und er macht es sicherlich nicht, weil er so dringend muss. Wenn du schon eine Weile mit "Nein" und raustragen übst kann man also sehr sicher sein, dass er weiß, dass er nicht soll, es aber dennoch tut. Und bei einem so "beratungsresistenten" Hund muss man es dann vielleicht doch mal mit Meideverhalten versuchen. Da ich deinen Hund aber nicht kenne und nicht einschätzen kann rate ich dir, das vorher mit deiner Trainerin abzusprechen.

Und ja, Fynn wird absolut liebeskrank, jetzt schon. Vor und nach der Laeufigkeit der Huendinnen haelt sichs in Grenzen, da ist er "nur" so irre nach den Huendinnen wie ichs vorher schon beschrieben habe. Aber wenn er einer wirklich laeufigen Huendin begegnet oder ganz ganz kurz davor/danach, dann wird auch tagelang nichts gegessen, er ist vollkommen unkonzentriert und jault sogar gelegentlich. Gluecklicher Weise haben wir aber nicht viele unkastrierte Huendinnen in der naeheren Umgebung und waehrend der eigentlichen Laeufigkeit duerfen die ja auch nicht in die Hundeschule kommen, daher begegnen wir solchen eher selten.. Aber schlussendlich ruehrt daher ja auch die Idee, das mit dem Chip jetzt schon durchzuziehen.
Das hört sich doch schon ganz anders an ;). So kann ich die Überlegung auch nachvollziehen. Wenn er so darunter leidet scheint er körperlich auch durchaus reif zu sein. Ob er es geistig auch ist kann ich absolut nicht beurteilen, da muss man das Leiden mit der Entwicklung aufrechnen und eine Entscheidung treffen, bei der dir aber keiner, der den Hund nicht kennt, helfen kann so fürchte ich :(. Da jetzt ja wohl eher keine Hündinnen läufig sein dürften würde ich es solange es noch ok ist hinauszögern, vielleicht über den Winter noch ausharren, dann hat er noch 2-3 Monate. Setzen lassen würde ich den Chip aber dann so, dass er bis Februar oder März wirkt, denn da werden die ersten Hündinnen (zumindest hier) schon wieder läufig. Nochmal würde ich es ihm ehrlich gesagt nicht zumuten, wenn es schon so extrem ist.

LG
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #5
Guten Tag,
mit diesem Gedanken spielen wir auch..(CHIP)
Unser 4Jahre alter Husky Mix ist auch total Liebeskrank...Frisst nichts ..läuft auch weg wenn er Läufige Hündin aufgespürt hat ...da sind alle Kommandos hinfällig so das ich Ihn nur an Schleppleine lassen kann.Markieren in der Wohnung hat er zum Glück noch nicht gebracht.

Sonst wenn keine in der Nähe ist geht es relativ gut.Nun hat er wegen dicker Mandeln Tabletten bekommen muss also noch 10Tage warten bis Akito den Chip bekommen kann..nun können wir es uns noch überlegen ob Sinnvoll oder nicht..gar nicht so EINFACH!!
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #6
Ich hatte das Problem bei meinem auch.
Er hat nicht gefressen, nachts nur geheult und war ganz unglücklich.
Ich habe ihn dann chippen lassen.
Nächsten Monat wird er 2 Jahre alt und dann kommt auch bald die OP.

LG
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #7
In welchem Alter hast du ihn denn chippen lassen? :/
Ich bin wirklich noch unentschlossen, da er ja erst acht Monate alt ist..

Den Plan mit dem ueber den Winter abwarten finde ich eigentlich schon ganz gut, allerdings scheint es ja derzeit so zu sein, dass die Huendin in unserer Hundeschule demnaechst laeufig wird (alle Rueden sind verrueckt auf sie :roll:) und da Fynn ja auch noch Wochen davor und danach so durchdreht, waere es dann mindestens nen Monat fuer uns nicht drin, in die Hundeschule zu gehen.
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #8
Also zum Thema Chip kann ich mich äußern, da Patch seinen 2 Chip trägt. Wichtig dabei zu wissen dass der Hund schon etwas älter sein muß. Über die Chips sind nur Wirkungen bekannt bei erwachsenen Hunden, nicht bei jungen. Es gibt und findet sich keinerlei fundierte Informationen über junge Hunde und den Chip. Kurz es worde einfach nicht getestet.
Der Chip simuliert wie hier bereits schon erwähnt eine Kastration. Es wird kein Testosteron mehr produziert.
Testosteron ist unter Anderem dazu damit sich die Rüden geistig entwickeln können. Wenn man den Chip jetzt also setzt wird sich nicht weiter entwickeln da dasss nötige Hormon einfach nicht produziert wird.
8 Monate halte ich noch für zu Jung. Patch hat seinen mit knapp 1,5 Jahren bekommen und habe dann hinterher nochmal ne Ecke gewartet damit er sich entwickeln kann, bevor er den nächsten bekam.

Ich persönlich empfehle den Chip nur zum austesten, wie der Hund sich verhält wenn er kastriert werden würde.
Warum Patch seinen 2ten Chip hat? Beim ersten hat er einen der Art starken Jagdtrieb entwickelt, dass er ohne Leine nur auf einer Freilauffläche laufen konnte. Er jagte nicht nur auf Sicht, sondern auch auf Spur was für mich extrem anstrengend war.
Ich habe mir gedacht nee der wird nicht kastiert, bis er liebeskrank worde, kaum mehr frass das ich schon angesprochen worde, das Patch dünner geworden sei. Zuhause hat er nur noch geschlafen und weder drinnen noch draußen zu etwas zu begeistern. Nicht mal spielen mit anderen Mädels. Rüden worden heraus gefordert, Urin worde abgeleckt und und und.
Also hab ich diesmal den Chip genommen welcher min 1 Jahr wirkt.
Die ersten 2 Wochen können schlimmer werden wegen der ganzen Umstellung. Danach schleicht es sich langsam ein. Man merkt kaum das der Hund sich verändert.
Nun was hat der Chip bei Patch bewirkt?
Hündinnen sind endlich wieder zum spielen da(nicht mehr zum besteigen). Urin lecken kennt er nicht mehr, andere Rüden werden nicht heraus gefordert. Er arbeitet wieder leidenschaftlicher. Er makiert weniger, hat mehr Hunger.
Jagdtrieb hat er zwar, aber nicht mehr auf Spur. Sicher muß das Reh, den Hasen und alles was sich bewegt vor ihm sehen, aber das ist denk ich noch normaler Trieb.
Aufgrund dessen das er jetzt entspannter ist und nicht mehr so prollig ist, haben wir uns entschlossen ihn kastieren zu lassen. Hier sind einfach zu viele Hündinnen. Eine davon ist immer läufig. Und den stress muß ich meinem Hund nicht antun.
Es ist sicherlich eine gute alternative anstatt einfach radikal zu kastieren, aber auf keiem Fall eine Dauerlösung.

Lg Yvi
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #9
Was spricht denn dagegen, wenn du weiterhin in die Hundeschule gehst und bei den 'Spielphasen' deinen Hund an der Schleppleine lässt oder neben dem Platz ein Mensch-Hund-Spiel mit ihm machst. Also dass du dich in der Zeit mit ihm beschäftigst.

Ich weiß nicht, wie bei euch die Gegebenheiten sind... Bei uns teilen wir die Gruppen notfalls auch auf, dass 'schwierige' Hunde entweder draußen warten müssen, mit einem Hund mit dem es gut klappt auf den Nachbar-Platz 'spielt' oder wir die Gruppen in zwei Spiel-Gruppen aufteilen, wenn sich ein Hund z.B. mit mehreren verschiedenen Hunden nicht versteht.
Aber wir haben auch nur am Anfang der Stunde eine 'Sozialisierungsphase'. Während des Trainings gibt es Spiele nur noch mit dem Hundehalter, was die Hunde auch großartig finden!

Ich würde jedenfalls so gut es euch eben möglich ist darauf achten, dass euer Hund weiterhin soziale Kontakte hat. Im Idealfall natürlich positive Hunde-Kontakte und vielleicht auch mal auf einige Soveräne Hundetypen trifft, die sich von seinem Verhalten nicht beeindrucken lassen. ;P

Wie viel 'Training' und wie viel 'Spielzeit' ist denn bei euch?

--
Was den Chip/die Kastration mit 8 Monaten betrifft... Ja... Mir persönlich wäre es auch zu jung. Allerdings kenne ich auch einige Rüden-Besitzer, die ihre Hunde mit ca. 8 Monaten kastriert haben und es gab nirgends große Probleme. Das einzige ist, bei einem der Rüden, der nun für andere Hunde nicht großartig nach 'Rüde' riecht und dadurch bei allen beliebter ist als ihm Recht ist. ;p
~§~
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #10
Naja, dagegen spricht im Prinzip nichts, wird sich nur insofern schwer gestalten, dass es wenn es etwas naeher gen Laeufigkeit geht, es fuer mich unmoeglich sein wird mit ihm zu trainieren, selbst wenn wir uns in 100 Meter Abstand zu den anderen befinden, solang die Huendin dabei ist wird nur darauf geachtet was mit ihr laeuft. Das ist jetzt im Moment noch nicht so, aber haben wir ja gesehen, als die Trainerin ihre vor kurzem laeufig gewesene Huendin dabeihatte. Da wars schon zwei Wochen vorbei, Fynn war trotzdem noch total wahnsinnig, an ueben war nicht zu denken. Eine Woche spaeter in der Stunde dann dasselbe wieder, im Anschluss hat sie sie dann einfach zuhause gelassen. Das ging aber auch nur, weil es eben die Vorzeigehuendin der Trainerin war, ich werde ja kaum der anderen Teilnehmerin sagen koennen, dass sie jetzt bitte mit ihrer Huendin zuhause bleiben soll, bis sie jaaa nicht mehr nach Laeufigkeit riecht.

Und auf einen anderen "Platz" gehen ist aufgrund der Gegebenheiten leider nicht moeglich, da wir Hundeschule jede Woche an anderen Orten machen, um ein bisschen mehr Abwechslung und Realitaet in die Sache zu bringen. Im Wald koennte ich garnicht weit genug vom Rest wegbleiben, um zu verhindern, dass beim geringsten Freilauf Fynn zur Huendin rennt.. :roll:

Von der Zeitaufteilung sind am Anfang 10 Minuten Freilauf was auch gleichzeitig der Hinweg ist, dann sind ca 30 Minuten Training dran, dann nochmal ein Freilauf und nochmal um die 20 Minuten Training. Auf dem Rueckweg dann nochmal Freilauf.

Es ist sicherlich eine gute alternative anstatt einfach radikal zu kastieren, aber auf keiem Fall eine Dauerlösung.

Ich wuerde natuerlich auch nur einmal einen 1-Jahres-Chip einsetzen lassen und danach schauen, dass richtig kastriert wird, wenn es denn wirkt.
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #11
Wie läuft es inzwischen bei euch?
Gibt es was Neues zu berichten?
~§~
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #12
Ich habe meinen Rüden frühkastrieren lassen (10 Monate jung war er da).

Er war total liebeskrank, magerte bedrohlich ab weil er nicht mehr frass und weinte in einer Tour. ICH exestierte in dieser Zeit draussen überhaupt nicht mehr für ihn, da konnte ich mich zum Volldeppen machen wie ich wollte:?

Nach der Kastration hat er sich sehr schnell merklich verändert, so als hätte einer einen Schalter umgelegt. Zum Positiven muß ich dazu sagen.

Er hat sich auch danach völlig normal weiterentwickelt und ist auch geistig normal weitergereift.

Heute ist er ein sehr folgsamer Geselle den Hündinnen wie Rüden gleichermassen gefallen. Er markiert genauso den Obermacker wie nichtkastrierte Rüden (Nur Imponiergehabe), hat weder mit Hündinnen noch mit anderen Rüden Streß.

In der Wohnung hat meiner niemals markiert und das trotz drei Katzen nicht. Und er war jeden Tag mit einer intakten Hündin zusammen, sogar bis zu jeweils den Stehtagen.

Das jetzt nur mal als positives Feedback zum Thema kastrieren oder nicht;). Ich würde immer wieder so handeln.

Zum Thema markieren in der Wohnung würde ich ebenfalls zu einer Rüdenbinde raten. Er soll ja überhaupt nicht mehr die Möglichkeit haben sein Revier innerhalb der Wohnung abzustecken.

Siehst du das er mit der Binde sein Bein heben will, würde ich mit einem konsequentem Nein unterbinden und ein Alternativverhalten anbieten.

Das wirst du auch trotz Chip, oder Vollkastration mit ihm üben müssen. Das Markieren in der Wohnung hat überhaupt Nichts damit zu tun ob kastriert oder nicht.

Zu guter Letzt würde ich die Hundeschule in Frage stellen. Eine Trainerin die nicht in der Lage ist mit so einem Verhalten klar zu kommen?...hm:eusa_think:
 
  • Kastrationschip in jungem Alter? Beitrag #13
Hallo,
also Akito hat den Chip jetzt 4Wochen und man hat gemerkt das es bei ihm sehr langsam von statten geht. Aber wir sind ÜBERRASCHT keine Probleme anderen Rüden gegenüber ...auch die Leute lässt er jetzt in Ruhe.Einfach ruhiger geworden.. er Markiert und liest seine Post weiterhin aber das ist ja wohl völlig normal.
Dieser Chip wirkt noch 5 Monate wenn es weiterhin jetzt so bleibt lassen wir Ihn auch Kastrieren..also war Akito doch mehr Triebgesteuert als Kopfgesteuert dewegen erst der Chip, Lieben gruß corsa
 
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