Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst

Diskutiere Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Das haben wir ja auch nicht bestritten! Jeder Hund braucht doch eine konsequente Erziehung... aber ganz nachvollziehbar finde ich deine Argumente...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #21
Übrigens bin ich kein Hasser dieser Hunde sondern finde die Kraft und die Ästhetik der Hunde ganz interessant - jedoch bedarf eine Haltung eine strenge, konsequente Erziehung sowie eine Kenntnis der Eigenarten dieser "Rassen", bei einigen Beitragsverfassern habe ich schwere Bedenken...
Da wäre wohl ein aggressiver Pinscher besser aufgehoben.

Das haben wir ja auch nicht bestritten! Jeder Hund braucht doch eine konsequente Erziehung... aber ganz nachvollziehbar finde ich deine Argumente auch nicht...
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #22
Ich persönlich bin ein großer Fan von sog. "Kampfhunden" - aber mein Mann leider überhaupt nicht.

Außerdem bin ich der Meinung, daß es keine wirklichen gefährlichen hunde gibt, sondern daß immer der Halter das "gefährliche" am Hund ist. Jeder Hund kann scharf gemacht werden in den falschen Händen - und umgekehrt natürlich auch.

Klar ist es ein Unterschied ob mich ein Dackel beißt oder ein Listenhund. Die haben einfach ganz andere Gebisse und Schmerzgrenzen. Andererseits werden im Ausland gerade diese Hunde eingesetzt um z.B. Verschüttete zu suchen - gerade aufgrund ihrer höheren Schmerzgrenze. Diese Hunde machen da weiter wo viele andere versagen.

Zu dem Beispiel mit dem Hund vor dem Kaufhaus:
Ich persönlich binde keinen meiner Hunde vor einem Kaufhaus an. Genau aus dem beschriebenen Grund. Ich möchte nicht das irgendwelche Tierhasser, Durchgeknallte, Kinder oder sonstigen Leute an meinen Hunden "rummachen". Wieso muss ich überhaupt einen Hund mitnehmen wenn ich einkaufen gehe? Wenn ich einkaufen gehe, dann sind meine Hunde daheim - da geht es ihnen viel besser und sie werden auch von keinem belästigt oder geärgert.
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #24
Jo Nigi, ich stimme dir bei allem vollständig zu! Ich nehme meinen Hund auch nie mit zum Einkaufen, da ich schon alleine das Zusammentreffen von so vielen Gerüchen und Geräuschen für meinen Hund eine Stresssituation ist... dann noch so viele Menschen... NIEMALS!!
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #25
schon alleine das Zusammentreffen von so vielen Gerüchen und Geräuschen für meinen Hund eine Stresssituation ist... dann noch so viele Menschen... NIEMALS!!
Naja aber ich finde, der Hund muss es auch lernen, sich unter Menschen ungestresst zu verhalten. Wir haben, als unsre beiden Welpen waren, noch in der Stadt gewohnt, sie kennen also alles drum und dran, Lärm, Baustellen, Autos, laute und verrückte Menschen, etc. Wusstest du, dass die meisten Hunde die Muskeln in ihrem Ohr so stellen können, dass sie nahezu nichts mehr hören? ;)
Und gerüche sind für den hund ja intressant^^ Aber wenn da zu viele sind, ist er auch schonmal schnell abgelenkt *seufz* Naja ich nehme meinen hund mal mit zum Bäcker, wo ich ihn von drinnen auch auch sehen kann.

@Wolfspelz: Ich stimme dir zum größten Teil schon zu. Vor allem aber, was das Beißen der Hunde so gefährlich macht, liegt die Gefahr am Beißverhalten. Eine andere Rasse, z.B. Schäferhunde, durch die es ja im allgemeinen (laut Statistiken) mehr Beißunfälle gibt, beißen zu und lassen aber auch wieder los. Bei den sog. Kampfhunden ist das Problem, dass sie, wenn sie beißen, oft nicht mehr loslassen, weil es so hineingezüchtet ist. Solche Hunde gehören meiner Meinung nach in die Hände erfahrener Menschen, die eine gute konsequente Erziehung durchführen können. Sollten es unerfahrene Halter sein, sie sich eine solche Rasse zulegen, ist auf jeden Fall eine gute Hundeschule angesagt!!
Zu dem Bild: Der Hund fixiert das Kind, das stimmt, aber der Besitzer des Hundes wird den Hund nicht an das Kind heranlassen, wenn er wüsste, dass es evtl problematisch sein könnte. Der Hund wird mit Kindern verträglich sein, sonst wäre diese Sitauation eher nicht zustande gekommen, es ist auch nichts passiert. Dennoch bin ich im allgemeinen eher für Vorsicht als für Nachsicht ;)
Eine Frau hier aus dem Ort hat z.B. einen Stafford Shire und lässt ihn nie von der Leine, obwohl die hündin absolut gut erzogen und gehorsam ist und brav wie ein Baby, aber die Besitzerin lässt ihn nicht von der Leine und ist auch bei allen Personen vorsichtig, denn sollte mal etwas passieren, muss sie dafür verantwortung tragen und das Tier eingeschläfert werden und da passt sie lieber auf, finde ich auch gut
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #26
Klar muss er lernen sich unter Menschen ungestresst zu verhalten. Aber muss er das unbedingt alleine angebunden vor einem Kaufhaus lernen?
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #27
Jo, so hab ich das auch gemeint...
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #28
Ich kann es einfach nicht leiden, wenn jeder der vorbeiläuft meint, er müsse meinen Hund bzw. meine Hunde knuddeln. Nur weil die so klein und so niedlich sind, hat vor denen keinen Angst oder auch nur Respekt und so kam es schon öfter vor daß ich irgendwo stehe und mir ein Schaufenster betrachte und dann jemand von der Seite oder noch besser von hinten kommt und den Hund "betatscht". Ich hasse sowas.

Und wenn ich dann den Hund noch unbeaufsichtigt vor einem Kaufhaus ablege... NEIN DANKE

Bei anderen und vor allem größeren Hunden kommt seltener einer auf die Idee zu dem Hund hin zu gehen - aber bei Russells schon.

Und das schlimme an solchen Situationen ist immer - jetzt sieht einer mal wieder die "süßen kleinen Hundis", denkt er müsse sie knuddeln ohne zu fragen, bedrängt das arme Tier oder kommt unverhofft irgendwie von hinten oder so und der Hund erschrickt. Wenn der Hund sich dann nur wehren will und schnappen sollte, dan heißt es wieder gleich "das ist ein Kampfhund". Und wenn das dann auch zufällig noch bei einer rasse passiert die wirklich schon als Listenhund gelistet ist, dann ist das Gerede und vor allem das geschreibe in der BILD wieder groß.
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #29
Ich sage immer das man einen Dackel auch zum Kampfhund machen kann.
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #30
Hey Nigi... ich hab auch nen Russel, der hat ein blaues und ein braunes Auge und da meinen dann auch immer voll viele "boa is der süß" und streicheln den einfach ohne zu fragen... das find ich total ätzend!
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #31
Klar muss er lernen sich unter Menschen ungestresst zu verhalten. Aber muss er das unbedingt alleine angebunden vor einem Kaufhaus lernen?
nein, das auf keinen Fall. Ich finde, er sollte es aber kennenlernen, unter Menschen zu sein. Aber ich würde mienen Hund auf keinen Fall allein draußen warten lassen, wenn ich ihn nicht von innen her beobachten kann (Bäcker oder so).
ch kann es einfach nicht leiden, wenn jeder der vorbeiläuft meint, er müsse meinen Hund bzw. meine Hunde knuddeln. Nur weil die so klein und so niedlich sind, hat vor denen keinen Angst oder auch nur Respekt und so kam es schon öfter vor daß ich irgendwo stehe und mir ein Schaufenster betrachte und dann jemand von der Seite oder noch besser von hinten kommt und den Hund "betatscht". Ich hasse sowas.
Jaa das ist bei uuns zum Teil auch so, habe deswegen den Hund immer genau im Auge, aber selbst dann kommt es manchmal, dass Leute einfach mal ankommen und den hund betatschen.
Wir haben 2 Hunde. Casper kann mit Kindern einigermaßen. Eddi gar nicht. Schlimm ist es, wenn Kinder einfach auf die Hunde zurennen. Der Hund erschreckt sch und bellt. Die Eltern schrein dann, dass der Hund agressiv ist. Und ich:"Sie sind schlechte Eltern, weil sie ihre Kinder nicht beaufsichtigen und sie auf fremde hunde zurennen lassen ohen zu wissen wie sie reagieren. Schieben sie ihr feiges Gehabe nicht andren in die Schuhe!"
Und noch schlimmer: Eltern kommen mit den Kindern auf den Hudn zu:"uii guck mal ein hundilein! toll nicht, fass mal an!" zum glück ruft man schnell genung "NEIN!"
furchtbar sowas. Wenn die leute fragen,ist das kein Problem. Man kann dann versuchen, ob der Hund das Kind mal gucken lässt, wenn nicht und er zurückweicht, sofort abbrechen.
Das kann man aber leider auch nur mit Casper machen. Mit Eddi haben wir es auch schon probiert, auch mit größeren Kindern schon, aber er hat nur Angst, aber generell vor fremden.
 
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #32
Menschen sind halt komisch. Ich kenne das von unsren Hunden auch, obwohl alle sehr groß sind:

1) unser Samson (leider nur 1 Jahr alt geworden), Kuvaszrüde (in NRW glaube ich auf der Liste gefährlicher Hunde, weiß der Normalbürger aber wahrscheinlich nicht), weiß und wollig mit schwarzen Knopfaugen hat genau diese Reaktionen hervorgerufen: ach wie schön, sieht aus wie ein Eisbär, so knuddelig und "Tatsch" - dabei mögen gerade Herdenschutzhunde oftmals dieses Angetatsche überhaupt nicht. Haben zwar eine extrem hohe Reizschwelle, stehen aber Fremden misstrauisch gegenüber und achten normalerweise stark auf ihre Distanz. Davon abgesehen, wer würde schon einen echten Eisbär knuddeln wollen? Ich wäre da in jedem Fall vorsichtig und würde erst mal den Besitzer fragen und nur, wenn der sagt, sie können ihn ruhig mal streicheln, dann würde ich es auch tun... (also nicht den Bären, sondern natürlich einen fremden Hund). Selbiges würde ich mir auch von meinen Mitmenschen meine Hund betreffend wünschen....

2) Artus, Briard (also kein Listenhund, dafür aber neuerdings beliebter Fernsehund aus Familienserien), ist ein eher schwieriger Charakter, anderen Hunden gegenüber eher aggresiv und auch etwas derb zu Kindern, obwohl er die mag- würde ich als Fremder nicht freiwillig streicheln, werde aber trotzdem ständig gefragt, da er so hübsch und wuschelig aussieht, wie ein Löwe... Die gleichen blöden Argumente einen großen, fremden Hund anzutatschen... Bisher ist zum Glück noch nichts passiert, aber auch nur, weil er nie unbeaufsichtigt war.

3) Edna, Centralasiatischer Owtscharka (in NRW auf der Liste), hübsch, kurzhaarig, muskulös, Farbe wie manche Staffordshire, absolut lieb (offen gegenüber Fremden und schmusebedürftig wirklich zu jedermann, obwohl auch Herdenschutzhund), aber ohne den klassischen "Niedlichkeitsfaktor" - werde ganz selten gefragt, ob sie mal angefasst werden kann, von sich aus tatscht sie auch keiner an, obwohl sie sich geradezu aufdrängt... werde immer nur neugierig nach der Rasse gefragt, die meist eh unbekannt ist und wurde dann nach der Erklärung auch schon gefragt, ob sie nicht als Herdenschutzhund aggresiv und gefährlich sei, man hätte da mal was gehört, weil so schweirige Hunde und ähnlichen Blödsinn... Naja, ihr fehlt halt das Kuschelige, Kindliche, weiß nicht was, was Samson als ebenfalls Herdenschutzhund halt hatte...

Sind absolut nicht nachvollziehbare Gründe, aber viele Menschen sind so....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst Beitrag #33
Einschläfern bzw. Erschiessen:
Ich bin nicht der Meinung, daß man einen Hund töten muß, wenn er gebissen hat. Es muß immer jede Situation einzel betrachtet werden. Im Grunde ist der Tierbesitzer schuld, wenn der Hund beißt, denn entweder stimmt irgendwas in Rangordnung oder im Umgang mit dem Hund nicht oder der Hund wurde in eine Situation gebracht vom Tierbesitzer, aus der der Hund nur durch beissen raus kam - seiner Meinung nach.

Nur bei Hunden, die durch ihre Besitzer so "verkorkst" wurden, daß den Hunden nicht mehr zu helfen ist auch nicht durch Tiertrainer etc. und die wirklich bissig sind und somit eine Gefahr für jeden - nur bei diesen Hunden akzeptiere ich das töten. Sonst nicht. Es kann nicht sein, daß wir Menschen die Hunde falsch behandeln, die dadurch bissig werden und dann vom Menschen getötet werden.

Ein Bekannter von mir stürmte als Polizist mal vor vielen Jahren eine Wohnung in der u. a. ein Bull-Terrier, der die Wohnung verteidigte. Dieser war bissig, aber er war bissig, weil er sein Revier verteidigte. Dieser Hund sollte eingeschläfert werden. Mein Bekannter nahm den Hund zu sich. Wie er das geschafft hat, daß der nicht getötet wurde - keine Ahnung. Wie auch immer, der Hund lebte dann viele Jahre bei ihm. Er trainierte mit dem Hund und kümmerte sich um ihn. Am Anfang hat er oft geknurrt und man durfte ihm nicht direkt in die Augen schauen. Aber es wurde immer besser und er immer lieber. Es wurde ein richtig super klasse Hund. Die den Hund am Anfang kennengelernt haben und dann den Hund ein Jahr später erlebt haben, konnten es nicht glauben, daß es der gleiche Hund war.
Es lag am Herrchen. Der Hund wurde früher falsch behandelt. Bei diesem Hund wäre es sehr schade gewesen, wenn er getötet worden wäre.

Listenhunde:
Ich habe einen Dobermann. Bei uns steht er nicht auf der Liste. Ich glaube mittlerweile steht er auf keiner Liste mehr - bin mir aber nicht sicher. Er ist eine ganz sensible verschmuste Fellnase. Allerdings ist er tollpatschig, wild und kann seine Kräfte nicht einschätzen. Er ist unsensibel, wenn er sich selbst weg tut, aber extrem sensibel im Seelchen. Er war im ersten Jahr kein einfacher Hund und wenn er in die falschen Hände gekommen wäre - wer weiß was aus ihm geworden wäre. Aber er ist ein super süßer "Kampfschmuser".

Der Unterschied zwischen ihm und einem "normalen" Hund ist, daß man wissen muß, wie man mit ihm umgeht. Und dadurch das er nun mal mehr Kraft hat als ein Pinscher, ist er natürlich auch gefährlicher. Aber er ist sicher nicht gefährlicher wie ein Schäferhund. Die Zähne sind kleiner als bei einem Schäferhund, er wiegt weniger (er ist zwar höher als ein Schäferhund, aber auch viel schmaler), er hat ähnliche Kräfte wie ein Schäferhund - warum sollte er also gefährlicher sein? Aber der Dobermann hat einen schlechten Ruf - wegen wahrscheinlich seinem respekteinflössendem Aussehen.

Allerdings wurde ich noch nie blöd angemacht. Die meisten Leute haben halt Respekt vor ihm, manche haben auch Angst. Aber viele Leute sind offen und lassen sich davon überzeugen, daß mein Süßer ein wirklich Süßer ist und keinem was tut.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Listenhunde von einem geliebt vom anderen gehasst

Oben