- Die 4 kriegen die Kurve (noch) nicht Beitrag #1
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macbunny
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Hallo zusammen,
schön, dass es hier eine eigene Abteilung zur Vergesellschaftung gibt. Hier werde ich sicher viel stöbern. Trotzdem stelle ich mal unsere Situation ins Netz.
Vor 13 Monaten haben wir ein junges Pärchen angeschafft, sie ein Stehohr (Minizwerg) und er ein Schlappohr (NHD). Sie waren zu der Zeit etwa 7 Wochen alt und schon aneinander gewöhnt.
Vor etwa 7 Monaten kam ein zweites Pärchen hinzu. Sie: NHD Schlappohr, er: Stehohr Minizwerg.
Wir haben ein extra Kaninchenhaus (6 qm) mit Freilauf (5 qm) gebaut. Darin steht ein geräumiger Kleintierstall mit verschiedenen Räumen für die "Alten" und ein kleinerer Stall für die "Jungen".
So war zumindest der Plan.
Die Kleinen wohnten zunächst separat erst im Haus, dann im Werkstattschuppen. Im Frühjahr habe ich zum ersten Mal versucht die 4 zusammen zusetzen. Das war brutal und ich musste abbrechen. Die Jungen waren der Situation nicht gewachsen und kauerten panisch in den Ecken herum.
Ich hatte dazu ein etwa 6 qm Gehege im Garten abgesteckt – neutrales Gebiet, quasi. Der junge Kerl starb leider kurz vor Ostern überraschend. Wir haben ihn durch einen neuen Kerl ersetzen müssen, damit die junge Dame nicht so einsam ist. Haltung weiterhin im separaten Stall.
Im Sommer musste nun mal Butter bei die Fische und ich habe das große Kaninchenhaus in zwei Teile getrennt und die kleinen sind zu den großen in eine eigene Doppelhaushälfte gezogen. Sie hatten Sicht- und Geruchskontakt für die kommenden Monate und teilten sich abwechselt den Freilauf.
Das ging ganz gut, auch wenn sie die gemeinsam genutzten Flächen immer wieder wild markierten, sobald sie rauskamen. Besonders die alte Dame war da sehr wild. Ihr nachbarschaftliches Dasein im Doppelhaus nahmen sie aber recht gelassen hin.
Ein weiterer Versuch kam dann irgendwann im August. Ein großes Areal im Garten wurde als neutraler Boden definiert. Zunächst hoppelten sie quer durcheinander, untersuchten das neue Gebiet (etwa 15 qm), hauten sich später ordentlich auf die Pfoten und verbrachten den Rest des Nachmittags in getrennten Ecken ohne sich umeinander zu scheren. Dann musste ich abbrechen weil es zu regnen begann. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Jungen es den Alten ordentlich gezeigt hätten.
Vergangenes Wochenende war dann Stichtag, da ich die beiden Paare noch vor dem Winter endgültig zusammen bringen wollte. Das Handling in dem aufwändig getrennten Kaninchenstall war recht schwierig und eng. Auch die Kinder konnten nicht mehr so richtig an die Kaninchen ran.
Ich habe wieder ein großes neutrales Areal im Garten abgesteckt, etwa 10 qm. Ein paar Hindernisse und viel Futter aufgebaut. Sie jagten sich hart und besonntes die Mädels sprangen aneinander hoch, schlugen zu und rissen sich das Fell aus. Die Aggression ließ aber bald nach und sie jagten sich nur noch, sobald sie sich zu nahe kamen. Auch jetzt verzogen sie sich in verschiedene Ecken.
In der Zwischenzeit habe ich das Kaninchenhaus umgebaut, die Abtrennungen entfern, die Ställe abgespritzt und alles so gut es ging gesäubert (aber ohne Essig). Die Ställe habe ich neu arrangiert und drinnen einiges verändert, um für alle eine neue Situation zu schaffen. Nun gab es kein Zurück mehr.
Vom neutralen Gehege sind die 4 dann zusammen ins Kaninchenhaus mit Freigehege gekommen (6 + 5 qm). Wird Jagden waren die Folge und einiges an Fell flog. Das alte Pärchen hatte inzwischen die Kontrolle übernommen und die jungen weitestgehend im Tunnel unter der Sitzbank festgesetzt.
So ähnlich geht das nun seit knapp 10 Tagen. Die Alten dominieren das Geschehen eindeutig und sie halten die Jungen in Schach. Diese waren zunächst entweder in ihrem Stall oder unter der Sitzbank festgesetzt. Die Alten bewachen die Szene. Die Alten nehmen auch keine Rücksicht vor der Privatsphäre der Jungen und ich musste sie auch schon aus deren Stall vertreiben. Im Gegenzug versuchte der Junge Kerl auch schon den Stall der Alten zu kapern, wurde aber sooft vertrieben.
Die Rangfolge ist klar: alte Dame, alter Herr, und dann gleich das junge Paar. Sie kommen aber nicht zusammen. Es scheint zwar, dass die "Nichtangriffszonen" vielleicht etwas kleiner werden, also dass die Alten nicht sofort von ihrem Posten zum Angriff übergehen, sobald einer der jungen seine Nase aus den Löchern steckt /aber irgendwann dann doch). Aber keine Spur von gemeinsam Fressen, Schnuppern, Kuscheln, Rammeln, etc.
Ich finde es zwar beruhigend, dass sie sich nicht richtig ans Leder gehen, dass kein Blut fließt oder sie sich nur verbeißen, aber etwas mehr Gruppe könnte schon langsam sein. Das gilt so wohl kaum als gelungene Vergesellschaftung.
Kann man darauf hoffen, dass es vielleicht irgendwann Klick macht? Dass sie schneller größere Fortschritte machen? Die Alten gehen mir langsam echt auf die Möhre, dass sie so zickig sind.
Wenn ich allerdings dabei bin, dann verdrücken sich die Alten und lassen die Jungen frei durch den Stall hoppeln ...
Wird wohl noch etwas dauern. Kann man noch weiter unterstützen?
Bis dahin (sorg für den langen Roman),
Macbunny
schön, dass es hier eine eigene Abteilung zur Vergesellschaftung gibt. Hier werde ich sicher viel stöbern. Trotzdem stelle ich mal unsere Situation ins Netz.
Vor 13 Monaten haben wir ein junges Pärchen angeschafft, sie ein Stehohr (Minizwerg) und er ein Schlappohr (NHD). Sie waren zu der Zeit etwa 7 Wochen alt und schon aneinander gewöhnt.
Vor etwa 7 Monaten kam ein zweites Pärchen hinzu. Sie: NHD Schlappohr, er: Stehohr Minizwerg.
Wir haben ein extra Kaninchenhaus (6 qm) mit Freilauf (5 qm) gebaut. Darin steht ein geräumiger Kleintierstall mit verschiedenen Räumen für die "Alten" und ein kleinerer Stall für die "Jungen".
So war zumindest der Plan.
Die Kleinen wohnten zunächst separat erst im Haus, dann im Werkstattschuppen. Im Frühjahr habe ich zum ersten Mal versucht die 4 zusammen zusetzen. Das war brutal und ich musste abbrechen. Die Jungen waren der Situation nicht gewachsen und kauerten panisch in den Ecken herum.
Ich hatte dazu ein etwa 6 qm Gehege im Garten abgesteckt – neutrales Gebiet, quasi. Der junge Kerl starb leider kurz vor Ostern überraschend. Wir haben ihn durch einen neuen Kerl ersetzen müssen, damit die junge Dame nicht so einsam ist. Haltung weiterhin im separaten Stall.
Im Sommer musste nun mal Butter bei die Fische und ich habe das große Kaninchenhaus in zwei Teile getrennt und die kleinen sind zu den großen in eine eigene Doppelhaushälfte gezogen. Sie hatten Sicht- und Geruchskontakt für die kommenden Monate und teilten sich abwechselt den Freilauf.
Das ging ganz gut, auch wenn sie die gemeinsam genutzten Flächen immer wieder wild markierten, sobald sie rauskamen. Besonders die alte Dame war da sehr wild. Ihr nachbarschaftliches Dasein im Doppelhaus nahmen sie aber recht gelassen hin.
Ein weiterer Versuch kam dann irgendwann im August. Ein großes Areal im Garten wurde als neutraler Boden definiert. Zunächst hoppelten sie quer durcheinander, untersuchten das neue Gebiet (etwa 15 qm), hauten sich später ordentlich auf die Pfoten und verbrachten den Rest des Nachmittags in getrennten Ecken ohne sich umeinander zu scheren. Dann musste ich abbrechen weil es zu regnen begann. Hier hatte ich den Eindruck, dass die Jungen es den Alten ordentlich gezeigt hätten.
Vergangenes Wochenende war dann Stichtag, da ich die beiden Paare noch vor dem Winter endgültig zusammen bringen wollte. Das Handling in dem aufwändig getrennten Kaninchenstall war recht schwierig und eng. Auch die Kinder konnten nicht mehr so richtig an die Kaninchen ran.
Ich habe wieder ein großes neutrales Areal im Garten abgesteckt, etwa 10 qm. Ein paar Hindernisse und viel Futter aufgebaut. Sie jagten sich hart und besonntes die Mädels sprangen aneinander hoch, schlugen zu und rissen sich das Fell aus. Die Aggression ließ aber bald nach und sie jagten sich nur noch, sobald sie sich zu nahe kamen. Auch jetzt verzogen sie sich in verschiedene Ecken.
In der Zwischenzeit habe ich das Kaninchenhaus umgebaut, die Abtrennungen entfern, die Ställe abgespritzt und alles so gut es ging gesäubert (aber ohne Essig). Die Ställe habe ich neu arrangiert und drinnen einiges verändert, um für alle eine neue Situation zu schaffen. Nun gab es kein Zurück mehr.
Vom neutralen Gehege sind die 4 dann zusammen ins Kaninchenhaus mit Freigehege gekommen (6 + 5 qm). Wird Jagden waren die Folge und einiges an Fell flog. Das alte Pärchen hatte inzwischen die Kontrolle übernommen und die jungen weitestgehend im Tunnel unter der Sitzbank festgesetzt.
So ähnlich geht das nun seit knapp 10 Tagen. Die Alten dominieren das Geschehen eindeutig und sie halten die Jungen in Schach. Diese waren zunächst entweder in ihrem Stall oder unter der Sitzbank festgesetzt. Die Alten bewachen die Szene. Die Alten nehmen auch keine Rücksicht vor der Privatsphäre der Jungen und ich musste sie auch schon aus deren Stall vertreiben. Im Gegenzug versuchte der Junge Kerl auch schon den Stall der Alten zu kapern, wurde aber sooft vertrieben.
Die Rangfolge ist klar: alte Dame, alter Herr, und dann gleich das junge Paar. Sie kommen aber nicht zusammen. Es scheint zwar, dass die "Nichtangriffszonen" vielleicht etwas kleiner werden, also dass die Alten nicht sofort von ihrem Posten zum Angriff übergehen, sobald einer der jungen seine Nase aus den Löchern steckt /aber irgendwann dann doch). Aber keine Spur von gemeinsam Fressen, Schnuppern, Kuscheln, Rammeln, etc.
Ich finde es zwar beruhigend, dass sie sich nicht richtig ans Leder gehen, dass kein Blut fließt oder sie sich nur verbeißen, aber etwas mehr Gruppe könnte schon langsam sein. Das gilt so wohl kaum als gelungene Vergesellschaftung.
Kann man darauf hoffen, dass es vielleicht irgendwann Klick macht? Dass sie schneller größere Fortschritte machen? Die Alten gehen mir langsam echt auf die Möhre, dass sie so zickig sind.
Wenn ich allerdings dabei bin, dann verdrücken sich die Alten und lassen die Jungen frei durch den Stall hoppeln ...
Wird wohl noch etwas dauern. Kann man noch weiter unterstützen?
Bis dahin (sorg für den langen Roman),
Macbunny