Bin ich doch kein "Hundemensch"?

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Loscampesinos

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Diese Frage stell ich ich mir in letzter Zeit oft. Warum?
Weil Loulou der perfekte Hund ist, egal ob bei meiner Mutter, meiner Schwester oder meinem Freund. Sie hört, sie geht Fuß, sie ist ruhig.
Sobald ich dabei bin, ändert sich das schlagartig.

Ja, in den letzten Tagen musste Lou öfter alleine mit meiner Familie spazieren gehen, da ich schon früh Uni hatte. Ein paar von euch kennen ja meine Problematik mit Lou, vorallem im Bezug auf andere Hündinnen.
Tja, also habe ich riesen Panik geschoben, Tipps gegeben was mein/e Mutter/Schwester/Freund alles am besten machen sollten und und und... Immerhin hat Lou ja ein paar Probleme.
Tja, Pustekuchen, nix war. Lou verhält sich sowohl bei meiner Mutter, als auch bei meinem Freund und meiner Schwester wie eine 1. Sie hört auf's Wort, geht schön Fuß und ist ruhig, wenn sie andere Hündinnen sieht.
"Wow" dachte ich, unser Training kann ja nicht innerhalb von einer Woche so gut angeschlagen sein... oder doch?

Heute bin ich dann wieder mit ihr gegangen... 3 mal drüft ihr raten: Wir mussten wieder alles üben. Sie ist anfangs nicht richtig Fuß gegangen, sie hat "nur" 80 % gehört und andere Hündinnen hat sie auch wieder angekläfft. Meine Mutter war total erstaunt, weil sie die letzten Tage doch so gut gehört hat.
Das Fass ist dann übergelaufen, als sie bei mir nichtmal mehr sitz machen wollte. Ich war so wütend... auf mich selbst.
Anscheinend habe ich hier ja nen super Hund, der gewisse Problematiken einfach nur bei mir entwickelt.

Meine Mutter und Schwester sind der festen Überzeugung, dass ich zu unsicher bin und Lou das merkt. Ich weiß aber nicht wie ich das ändern soll.
Meine Katzen hingegen finden mich super mega toll. Während Janosch und Carla bei meinem Freund sehr vorsichtig sind, sind sie bei mir total offen und freudig. Dabei mach ich gar nich soviel anders als mein Freund.

Wie kann es denn sein, dass ich bei Lou alles 85789457 üben muss, bis sie es zu 80% macht, während sie auf andere direkt 100% hört. Da läuft doch irgendwas gewaltig schief. Warum haben meine Katzen einen bessern Bezug zu mir, als zu jeder anderen Person, obwohl wir uns alle gleich verhalten?
Klar, Katzen und Hunde sind sehr unterschiedliche Tiere, aber ich frag mich manchmal einfach ob ... ich irgendwas ausstrahle?

Ohje, das hört sich bestimmt ziemlich doof an. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Loulou, aber ich muss irgendwas an MIR ändern, damit sie richtiges Vertrauen zu mir fasst... ich weiß nur nicht genau WIE und WAS.
Bisher dachte ich ja immer, ich hätte einen Hund mit Problematik, dabei liegt die Problematik allein bei mir.

Bin ich einfach zu unsicher für einen Hund?
Kann es sein, dass manche Menschen für eine gewisse Tierart eher geschaffen sind?
Bin ich eher Katzen - als Hundemensch? Kennt ihr sowas auch?

Ich hoffe jemand liest den Beitrag, trotz seiner Länge. ;D
 
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  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #2
Meine Mutter und Schwester sind der festen Überzeugung, dass ich zu unsicher bin und Lou das merkt. Ich weiß aber nicht wie ich das ändern soll.
Das war mein aller erster gedanke, als ich deinen Text gelesen habe...

Bin ich einfach zu unsicher für einen Hund?
Ja, es gibt Menschen, deren Unsicherheit auf das Tier überschlägt.Ich gehöre auch dazu und habe mit Ben grade genau das selbe wie du.

Kann es sein, dass manche Menschen für eine gewisse Tierart eher geschaffen sind?
Bin ich eher Katzen - als Hundemensch? Kennt ihr sowas auch?Ich bin absoluter Katzen nicht möger ;) Ich kann mit Katzen überhaupt nichts anfangen.Dummerweise kleben die an mir, wie ne Klette, wenn ich bei meiner Schwester z.b.bin. Ich akzeptiere sie, aber würde mir z.b. nie welche holen.

Bin ich eher Katzen - als Hundemensch? Kennt ihr sowas auch?
Ich weiss, das Katzen super empfindliche Tiere sind. Z.b.wenn es dir Körperlich nicht gut geht, das die Tiere sich auf dich legen um dich zu wärmen, etc.
Katzen können sicher auch sehr schnell merken, wenn du Unsicher bist.
Das du nicht so ein,harter mensch, sage ich mal, bist wie andere, etc.


Evtl solltest du dir mal das Buch "das andere ende der leine"besorgen.Ich lese das auch grade und muss sagen, das einem da einige dinge klarer werden. ;)
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #3
Hey
mal eine Frage : Wie ist dein hund den wenn du mit deinem Freund oder deiner Mutter spazieren gehst?!
Ich habe nicht genau das gleiche Problem aber so ähnlich...Ich trainiere immer mit Lana aber sie hört drausen immer nur aufs 3 oder erst 4 wort..Bei meinen Eltern hört sie immer aufs 1. wort...Das macht mich dann irgendwie schon sauer/traurig weil ich den Grund nicht kenne...
Hast du mal versucht wenn du im Garten bist mit ihr zu üben?! Vielleicht auch einen Freund/eine freundin fragen ob sie einen Hund haben und dann mal am Garten vorbei gehen(falls das möglich ist) und du dann mit ihr erstmal übst?!
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #4
Ich schließe mich Knopfstern und deiner Mama an. Ich glaube, du bist bissi unsicher und versuchst zu stark alles perfekt beim Training zu machen.

Ich sehe das z.B. tagtäglich an meinen Hunden. Ich bin ja (mittlerweile) was Hunde angeht, kaum aus der Ruhe zu bringen. Meine Eltern hingegen haben dieses typische Kleinhundhalter-Syndrom. Hanna könnte bei allem sterben - weil Hanna ist ja klein ;) Wenn meine Eltern spazieren gehen, dann wird nach jedem Sprung geguckt, ob Hanna ein Weh hat und wenn mal was Unangenehmes gemacht werden muss, muss grundsätzlich ich das machen, denn Zitat "Pewee ist nicht so zimperlich". Dazu gehören Augen sauber machen, verfilztes Haar abschneiden, in die Wanne setzen - eben alles Dinge wo Hanna nicht unbedingt für sterben würde und wo sie sich auch zickig verhält, wenn man aus der Situation ein riesen Ding macht (was unbewusst gerne mal passiert - das wissen wir alle). Bei Hanna geh ich einfach nach dem Motto: Wenn auch das 30. Mal Üben nicht geklappt hat, hängen wir eben noch ein 31. Mal dran. Wir haben ja Zeit ;) Und wenn mal an einem Tag gar nichts gehen sollte: Dann üben wir an diesem Tag eben gar nicht - bringt ja nüscht. Tu einfach so als ob es völlig egal ist, ob dein Hund erzogen ist, oder nicht - denn Lou hat ja noch viel Zeit, um alles zu lernen ;)

Hunde LIEBEN es, wenn andere Ruhe ausstrahlen. Mein Freund ist für Jerry das Allergrößte. Niemand ist besser als mein Freund - mein Freund ist ein Gott.... Sagt Jerry, ich zweifel da manchmal :D Das liegt einfach dadran, dass mein Freund bei Jerry unglaublich ruhig ist, weil er sich einfach denkt "Jerry hat einen gewissen Grundgehorsam und bleibt in meiner Nähe". Außerdem ist Jerry ein recht sozialer Hund, der aber auch nicht auf Konfrontationen aus ist und damit selten Ärger bereitet, wenn andere Hunde nerven. Alles im allem, läuft es perfekt, weil sich beide gegenseitig Ruhe geben *lach* Bei Hanna auch hier wieder ganz anders, da hat mein Freund nämlich auch das Kleindhund-Syndrom und kriegt bei ihr schnell Panik und würde auch am liebsten mit Hochnehmen reagieren. Ich könnte die beiden nicht allein spazierengehen lassen - zumindest nicht ohne Leine.

Versuch dir Situationen zu schaffen, wo du einfach locker bist (zur Not muss Lou an die Leine erstmal) und wenn das Training nicht klappt, oder sie nur zu 70% hört - dann sag dir "sie könnte auch noch weniger hören". Völlig egal, ob Lou bei anderen besser hört - kann ja theoretisch auch nur eine Phase sein ;)
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #5
Was Pewee hier anspricht mit dem Freund.
Mein Freund Strahlt z.b.auch Ruhe und Kraft aus, so sage ich das mal.
Er ist gross und Kräftig gebaut und zeigt meinen Hunden somit" Ich kann euch Beschützen".
Während ich dann doch recht schnell mal leichte anfälle bekomme, wenn uns ein Knurrender Hund entgegen kommt oder oder oder.

Neulich, ich mit meinem Freund raus.
Kommt uns nen Betrunkener Entgegen.Ich schon leicht hysterisch, weil der auf gradem wege auf meine beiden zu is.
Die Jungs natürlich sofort unruhig geworden und laut.
Aber als mein Freund einschreitete und sich vor die Zwei stellte, waren sie sofort ruhig.Weil er die Situation unter Kontrolle bekommen hat.

Das ist also bei jedem Menschen echt anders.
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #6
Ja, wahrscheinlich habt ihr recht. Ich glaub ich bin auch ein leicht hysterischer Hundehalter. :(

Mir ist das heute morgen aufgefallen. Wir gehen zu dritt spazieren, sobald wir die Wiese erreichen dürfen Henry und Cleo laufen, Loulou noch nicht. Warum? Es könnte ja ein Auto kommen.
Ok, ein paar Minuten weiter, sehe ich dann Leute (meterweit von uns entfernt) und rufe Lou direkt ab, weil ich denke, sie könnte hinlaufen, schlimmstenfalls kommt dann ein Auto oder jemand hat Angst vor ihr und schlägt sie.
Henry und Cleo dürfen laufen.
Wir kommen an eine unübersichtliche Kreuzung. Natürlich rufe ich Loulou ab... und als sie nicht gleich gekommen ist, bin ich direkt leicht "panisch" geworden. So "Oh, oh... sie kommt nicht. Was, wenn gleich ein fremder Hund um die Ecke gerannt kommt? Was wenn Lou irgendwas sieht und hin rennt?" ...
Henry und Cleo dürfen laufen.
Meine Mutter hat mich heute morgen auch gefragt, warum ich Lou immer festmache... anscheinend ist sie die letzten Male immer gelaufen, wenn Leute in der Nähe waren und hat auch gehört. Meine Mutter meinte auch, ich soll Lou mal mehr vertrauen.

Das bedeutet nicht, dass Henry und Cleo immer freudig in ihr Unheil laufen gelassen werden, aber sie orientieren sich immer sehr an Mama + Schwester und hören dann auch. Während ich bei der "kleinigkeit" Panik schiebe, sind meine Mama + Schwester einfach sicher, dass ihre Hunde kommen werden und dementsprechend auch ruhiger als ich.
Anscheinend dränge ich Lou mit meiner Panik unterbewusst in eine Art Aufpasserrolle, sodass sie eventuell versucht alles zu managen. Ohne mich hingegen, weiß sie ja, dass mir nix passieren kann und alle anderen um sie rum sind eh ruhiger...

Puh... ich find das ganz schön schwierig mich da umzustellen.
Lou ist schon sehr stark auf mich fixiert, so ist es nicht. Ich merke das vorallem im Haus oder im Garten, da ist mein Freund abgeschrieben und auch der Rest meiner Familie. Bem Spazieren gehen achtet sie eigentlich auch sehr auf mich, aber ich weiß eben nicht ob das ist, weil sie sich so an mir orientiert oder wohl eher weil sie "denkt", dass ich allein nich klar komme... :roll:

Loulou liebt meinen Freund auch unheimlich, vorallem weil er jeden "Quatsch" mitmacht und oftmals mit ihr tobt bis zum Umfallen. Klar, gewisse Männer strahlen eigentlich an sich mehr Ruhe aus. Mein Freund hat auch eine ruhige, dunkle Stimme und wenn der einmal "nein" sagt, akzeptiert das kleine fräulein das auch direkt.

Bei den Katzen hingegen ist es oft anders rum, da fragt mein Freund viel nach. "Die Katzen sitzen da und da... ist das ok? Janosch macht dies... ist das normal so?" und ich bin eher in der Situation, dass ich "helfen" kann. Und Katzen sind eben Katzen, da braucht man keine Panik haben und man braucht nicht zu erziehen, da muss man einfach nur reagieren.
Ich glaube auch, dass meine Katzen wissen, dass ich nicht die "härteste" vom Charakter her bin, aber ich glaube, dass das ok ist. Vorallem Janosch und Carla sind ja auch ganz sanfte Wesen und ich denke wir ergänzen uns einfach gut.
Lou ist eigentlich auch ein zartes Hundi, aber sie ist eben einfach ein Hund und meine Unsicherheit wird da anders aufgenommen, als es bei Katzen geschieht.
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #7
Was machst du, wenn du Lou zurück rufst?
Belohnst du sie dann?

Ich mache das z.b.immer mit Ben, wenn der auf mein pfeifen zurück kommt, bekommt der sofort ein Leckerlie und darf wieder los laufen.

Genauso, wenn ich in eine andere Richtung"lenke" der merkt das sofort und kommt mir nach, ohne das ich ihm irgendwas aufzwingen muss z.b.

Ich würde Lou aber auch einfach mal laufen lassen.

Lässt Lou sich ansonsten gut abrufen?
Wenn sie z.b. etwas sieht und nicht hin soll, das du sie direkt abrufen kannst, ohne, das sie hinrennt?
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #8
Du solltest versuchen deinem Hund mehr zu vertrauen. Und immer ruhig bleiben. Auch wenn Sie mal nicht direkt hört, ruhig bleiben.
Ich weiß das ist nicht so einfach, habe das auch oft noch mit meinem Simba, dass er nicht direkt kommt und ich Angst habe, dass irgendwas passiert. Aber mittlerweile bleibe ich ruhig, gehe weiter und rufe Ihn.

Du musst deinem Hund einfach zeigen, du brauchst nicht die Chef rolle übernehmen, dass mache ich schon für dich.

Wenn sie an der Leine ist, wo läuft Sie dann? Vorne, seitlich, hinten?
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #9
Huhu,

eigentlich würde ich jetzt lieber was anderes schreiben - aber ich muss mich den anderen anschließen und denke, dass das "Problem" bei Dir liegt; naja, das hast Du eigentlich aber auch selbst erkannt und das ist ja schonmal ein erster Schritt ;)

Hunde sind (wie ich finde) sehr sensibel, können ihre Menschen meist sehr gut einschätzen und "lesen". Je enger die Hund-Mensch-Beziehung ist - und ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass Eure Beziehung sehr eng ist - umso ausgeprägter ist dies oft. Abgesehen davon neigen Hunde eben oft einfach auch dazu, sich jemanden auszusuchen, den sie für souverän genug halten, der die Führung klar übernimmt und als "Leittier" geeignet ist.

Und jetzt würde ich einfach mal behaupten, dass Du im Umgang mit Loulou draußen und auch wenn andere Leute/Hunde (auch wenn es die eigene Mutter/Schwester ist) dabei sind, etwas unsicher bist. Du machst Dir sicherlich 3425 Gedanken, was der Süßen jetzt passieren könnte, ob sie nun hört, ob Du sie nun anleinen solltest oder nicht usw. Ich kann das gut nachvollziehen - ehrlich gesagt war ich bei meinem ersten wirklich eigenen Hund ähnlich. ;) Allerdings hatte ich da das "Glück", dass der Hund sehr souverän war und ich recht schnell gemerkt habe, dass all meine Gedanken unnötig waren - was einem natürlich dann sehr viel ruhiger und gelassener macht.

Ich würde Dir deshalb echt raten, ein weniger ruhiger und gelassener zu werden - was natürlich einfacher gesagt als getan ist ;) und nicht bedeuten soll, dass Du sie ins offene Messer rennen lassen sollst. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, in der nächsten Zeit auch öfters mal alleine mit Lou zu gehen. So könntest Du Dich ganz auf Deine Maus konzentrieren, es wäre nicht "peinlich", wenn mal was nicht so klappt wie es vielleicht sein sollte/könnte, es kommen nicht gleich Kommentare von Seiten Deiner Mutter/Schwester (obwohl ich Deiner Mutter recht gebe mit dem mehr vertrauen und so ;)). Ob Du Lou dann frei laufen läßt oder sogar (zur Deiner eigenen Sicherheit) die Schleppe benutzt, beides ist sicher ok.

Außerdem solltest Du Dir mal vor Augen halten, was Ihr beiden schon erreicht habt. Ich meine, Loulou ist noch jung, sie ist erst ein gutes Jahr bei Dir - wenn sie zu 80 % unter Ablenkung hört, ist das schon mehr, als manche andere in einem Hundeleben je erreichen :D.

Was mich interessieren würde ist, wie das bei Dir mit den anderen Hunden; spezielle mit Henry klappt? Bis Du da auch eher unsicher, hört er auf Dich, nimmt er Dich ernst? Ich meine auch gerade die Zeit, ehe Lou bei Dir eingezogen ist?

Zu dem Katzen-Hunde-Ding kann ich nichts senfen ... Ich sehe das ähnlich wie Knopfstern; ich habe nichts gegen Katzen - aber sie wären keine Tiere für mich, ich würde mir nie eine anschaffen und von daher habe ich mich mit Katzen auch noch so gar nicht auseinandergesetzt ...

Aber so wie ich Dich bisher hier "kennengelernt" habe, denke ich, dass Du eine sehr innige Beziehung zu Lou hast, sehr viel Verständnis und Mühe in sie investiert und sie vor allem wirklich sehr, sehr liebst - und das ist doch schonmal die 3/4 Miete zum Hundemensch. Das kleine bischen mehr an Gelassenheit, Ruhe und Souveränität, was Dir vielleichtim Umgang mit der kleinen Maus noch fehlt, kommt ganz sicher nicht! :D

LG Ida
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #10
Loulou kriegt immer was, wenn sie kommt. Manchmal gibt es Tage, da hört sie super gut und manchmal gibt es Tage, da hört sie kaum. Im Durchschnitt würde ich sagen, dass sie zu 80% abrufbar ist.

An der Leine zieht sie gerne und "prescht" immer direkt nach vorne. Wir machen dann jeden Tag das gleiche Spielchen: Schneller Richtungswechsel, solange bis Madame sich beruhigt hat. Für gewöhnlich wird sie dann relativ flott ruhiger und geht neben mir, also seitlich.

Danke für deinen Beitrag Ida! :)
Also, Henry hört bei mir eigentlich gut, aber da weiß bzw. wusste ich auch schon immer, dass er abrufbar ist. Dann bin ich auch nicht so angespannt. Außerdem ist er ein ziemlich lieber Kerl, der keiner Fliege was zu leide tun kann. Lou geht da bei Hündinnen ja gerne mal auf "Aggrokurs". Wobei das natürlich auch an mir liegen kann... und daran, dass ich mittlerweile bei jeder Hündin "nervöser" bin als ganz am Anfang. Vllt hört Henry bei mir auch "nur", weil ich da weniger angespannt bin, weil ich ja denke, dass er abrufbar ist. (Versteht ihr was ich meine? ;D)

Loulou ist ein super Hund und ich denke ich habe die perfekte Maus für mich gefunden, aber mir fällt es manchmal einfach schwierig alles gut bzw. richtig zu machen.
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #11
Hey :D.

Zur Frage nach Hundemensch ja oder nein: Wenn man Hunde mag, ist man ein Hundemensch und fertig ;). Dann gibt es auch einen Hund, der zu dir passt und der dich mag und das ist bei euch sicher der Fall. Ich habe hier ja Hund und Katze, wobei ich glaube ich eher der Hundemensch bin, die Katzen sind eher Familientiere. Trotzdem liebt mein Kater mich abgöttisch und benimmt sich bei mir teils auch wie ein Hund - mit ihm kann ich daher super. Mit unserer Dame sieht das ein bisschen anders aus, die ist halt einfach eine Katze. Ich mag Katzen also schon und kenne mich auch ein bisschen aus, aber mit dem Hund komme ich im Verhalten besser klar ;).

Diese Unsicherheit kenne ich von meinem Freund und meiner Mutter: Wenn ich mit dem Hund meiner Mutter spazieren gehe ist er ein Lämmchen, alles ist toll und andere Hunde egal. Wenn meine Mutter mit ihm geht knurrt er teils schon von weitem, an der Leine ganz sicher. Sie ruft ihn auch ständig her, hat Angst, er könnte über 5 Äcker zu anderen Hunden rennen, dabei hat er das noch nicht einmal im Ansatz versucht. Mein Freund macht mir ja bei Leo die gleiche Panik. Wenn im Wald einmal ein Jogger kam will er Leo gar nicht mehr loslassen, denn der könnte ja zurückkommen oder andere könnten hinterherlaufen. Ja und? Was soll passieren? Mein Hund folgt und selbst wenn er das einmal nicht tun sollte - er kennt Menschen und greift sicherlich niemanden an. Im schlimmsten Fall erschrecken beide, mein Hund rennt zu mir zurück und der Jogger schaut blöd. Das soll nicht heißen "lass den Hund laufen und machen", aber man muss auch mal loslassen können.

Ich weiß aber nicht, inwieweit man das weg bekommt. Bei meinem Freund war es eine Zeit lang wirklich besser - jetzt war er wieder eine Woche bei jedem Spaziergang dabei und verbreitet dabei eine Panik, dass ich ihm wehtun möchte. Er macht dann auch mich teils panisch, weil ich denke er sieht was, was ich nicht sehe. Aber er hört auch nicht auf mich wenn ich zum Beispiel sage, er soll Leo ableinen. Da haue ich ihm bald mal wirklich auf die Finger ;).
Versuch einfach durchzuatmen, ruhig zu bleiben und dich zu entspannen, auch wenn das schwer ist und fast unmöglich klingt. Ich bin in manchen Situationen selbst angespannt, aber ich habe gelernt mich dann zusammenzureißen. Vielleicht findest du einen Weg, die Anspannung ganz loszuwerden, oder wenigstens einen Weg, es soweit abzuschalten, wenn es nötig ist, dass du nach außen ruhig bist. Da ist nur die Frage, ob der Hund es nicht doch merkt. Am besten ist es, die Ruhe kommt von innen heraus.

Denk daran: Was kann denn im schlimmsten Fall passieren, wenn sie zum Beispiel einem Jogger begegnet? Wieso sollte sie 5 Äcker weit wegrennen, nur weil da jemand läuft? Und du solltest nie vergessen, dass dein Hund ja auch erzogen ist und folgt ;).
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du für dich einen Weg findest, ruhiger zu werden, sodass dein Hund es auch wird :D.

Liebe Grüße
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #12
Loulou ist ein super Hund und ich denke ich habe die perfekte Maus für mich gefunden, aber mir fällt es manchmal einfach schwierig alles gut bzw. richtig zu machen.

Alles wirst Du sicher nie gut und richtig machen ;), das schafft keiner. Jeder (egal ob Mensch oder Hund) macht Fehler, jeder hat Macken und jeder ist ein Individuum. Bei Hugo und Luna ist es auch so, dass ich in manchen Situationen beide anleine, in anderen Situationen nur Luna oder eben nur Hugo. Manche Situationen, wo andere Hunde frei laufen können, sind bei meinen ein No-go; in anderen Situationen ist es wieder so, dass es für uns kein Problem ist und andere anleinen müssen.

Das von Dir beschrieben Verhalten von Henry bestätigen aber irgendwie die Vermutung, dass Du wirklich (noch) ein wenig mehr Ruhe, Gelassenheit und Vertrauen bei Lou haben solltest. Daran kann man ein Stück weit arbeiten, ein Stück weit arbeitet aber auch die Zeit für Euch. Je öfters Du Dich "traust" und je öfters Du merkst, dass Du dich auf die Maus verlassen kannst, umso sicherer und ruhiger wirst Du werden.

Achje, das ist so eine Gradwanderung zwischen Aufpassen, Erziehen, Verantwortung übernehmen und trotzdem loslassen können, Vertrauen entgegenbringen und ruhig bleiben ... wart mal ab, bis Du Kinder hast ... :mrgreen:

LG Ida
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #13
Mischling, ich hab ja nie Angst, dass Lou jemanden angreift, ich hab immer Angst, dass sie "angegriffen" wird... absurde Vorstellungen von Menschen mit Stöcken geistern da in meinem Kopf rum.
Das ist so meine Top 1 der Ängste. Meine Top 2 ist, dass sie angefahren wird. Top 3 ist, dass sie von einem anderen Hund gebissen wird.
Ach, und dass sie irgendwie versehentlich in Stacheldraht läuft, da habe ich auch noch Angst vor, aber da ist denke ich die Prozentzahl am Geringsten... ;D

Er macht dann auch mich teils panisch, weil ich denke er sieht was, was ich nicht sehe.
Och... das habe ich mittlerweile auch perfektioniert. Ich höre Hunde bellen, Menschen reden, Autos fahren wo gar keine sind. :mrgreen:
Aber, ich muss zu meiner Verteidigung auch sagen, dass mein Blick sehr geschult ist und ich wirklich mehr sehe und höre als die anderen.

Heute habe ich jedenfalls versucht ruhig zu bleiben und konnte Lou sogar durchegehend laufen lassen. An den für mich "schwierigen" Stellen, habe ich sie abgerufen und Suchspiele mit ihr gemacht. So war sie beschäftigt, während ich die Umwelt beobachten konnte... ;D
Ob ich unterbewusst auch so ruhig war, wie ich versucht habe zu sein, weiß ich nicht... wohl eher nicht.

... wart mal ab, bis Du Kinder hast ..
Das sagt meine Mama auch immer. ;D

Ich gebe mir jetzt jedenfalls Mühe. Loulou und ich werden uns heute auch einen gemütlichen Mädelsabend vor dem Fernsehen machen und über die Ereignisse des Tages "quatschen". Eventuell können wir durch Schmuse - und Kuscheltherapie weitere Erfolge erzielen. :mrgreen:
 
  • Bin ich doch kein "Hundemensch"? Beitrag #14
*lach* Vielleicht solltest du einfach ein wenig meditieren *Buddhafigur hinstell*
Also ich kann es schon gut verstehen. Anfangs als ich bei meinem neuen TA war hatte ich meine altbewährte Unruhe, denn wenn es meinen Hunden beim TA schlecht geht (und wir hatten viele schlechte!), dann ging es mir auch immer schlecht. Mein Herz klopfte immer so laut, dass meine Hunde das einfach hören mussten ;) Mittlerweile habe ich auch das verhältnismäßig unter Kontrolle. Ich bin dann eben bei Hanna immer etwas "unwirsch" weil ich sie in einen Griff klemmen muss, der uns beiden nicht gut passt. Aber anders ist das mit den Spritzen leider schwierig. Es ist kein Drama, aber ich zwinge meine Hunde ja sehr ungern. Aber seit Hannas Krankheit bin ich richtig dicke mit meinem TA und irgendwie ist auch Ruhe eingekehrt. Das prägt sich vor allem auf Jerry aus. Er muss zwar immer noch auf meinen Schoß vor Angst *lach* Aber er jammert und sabbert nicht mehr so viel ;) Mein TA gibt mir auch die Ruhe, die ich z.B. meinem Freund gebe.

Daher finde ich es auch schwer Tipps zu geben. Ich meine "du musst lernen ruhig zu bleiben" ist ein ziemlich schwacher Tipp *lach* Aber irgendwie lernt da jeder seine Methode, wenn er es wirklich versucht. Ich meine, deine Ängste sind ja nicht sooo abwegig (wobei ich den Mann mit dem Stock jetzt nicht als wahrscheinlich empfinde ;)) und natürlich KANN so etwas immer vorkommen. Man muss sich nur eben vorhalten, dass es EINE von VIELEN Möglichkeiten ist.
 
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