Zweithund zu einem jungen Hund?

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LuluLilli

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Hi Leute,
ich habe zwei Fragen und ein Problem.
Als die Sache ist die: Der hund meiner Tante ist mein absoluter Liebling. Er war der erste Hund mit dem ich wirklich was zu tun hatte und sie ist super. Dank ihr hat meine Mutter, die nie Hunde haben wollte, zugestimmt und wir haben nun einen Hund.
Und nun hat der Hund meiner Tante Welpen. Wie es kommen musste, habe ich mich sofort in einen verliebt. Die Welpen sind vier Tage alt und als ich gestern da war, hat die Mama von denen gequiekt, wenn man einen Welpen hochnimmt. Bei mir hat sie nach einer Stunde eine Ausnahme gemacht und ich durfte sie hochneben. Meinen Vater wundert es, dass nur mein Lieblingswelpe auf meinem Arm einschläft und nur quiekt, wenn sie durst hat.
Erste Frage: Ist das normal oder hat das was zu bedeuten?
Mein Problem ist, dass meine Mutter nicht gerade überzeugt ist von einem Zweithund. Sie überlegt es sich, aber ich habe kein gutes Gefühl. Doch ich könnte es nicht ertragen meinen Liebling an jemanden anderes zu verlieren. Unser jetztiger Hund ist einanderthalb Jahre alt und ich mag sie sehr, aber es ist irgendein Welpe gewesen und der von meiner Tante ist nun mal dieser Welpe. Hoffentlich versteht ihr das etwas...
Da unsere Hundetrainerin von einem Zweithund, solange bis unser erster Hund älter ist, abraten würde, da er sich die Macken abgucken könnte, arbeite ich gerade mit unserem Hund an ihren, zum Glück, wenigen Fehlern. Zweite Frage: Könnte das passieren, dass sich der Welpe die schlechten Dinge abguckt und sich nur auf den ersten Hund konzentriert? Wenn ja, wie verhindert man das?
Hauptfrage: Macht ein Zweithund Sinn? Vermehren sich Zeitaufwand und Kosten unvorstellbar doll? Klar vermehren sie sich, aber noch so dass der zweite Hund sich lohnt? Oder sollte ich glücklich sein, wenn meine Mutter nein sagt?
Gruß
LuluLilli
 
  • Zweithund zu einem jungen Hund? Beitrag #2
Huhu,

also ich rate ja grundsätzlich von diesen spontanen "och ist der süß"-Käufen ab. Welpen der Tante hin oder her. Ich würde auch nicht groß etwas hineininterpretieren, dass der Welpe direkt auf dem Arm eingeschlafen ist und dass die Mutter "erlaubt" hat, dass du diesen hochnimmst. Der Welpe ist 4 Tage alt, der rafft noch nichts ;) Aber ich kenne das, wir Menschen wollen immer in alles etwas hineininterpretieren aber leider ist es oft Vermenschlichung. Man neigt ja auch immer zu diesen "Schicksalinterpretationen". Da empfehle ich das Martin Rütter Comedy Programm, da erzählt er das sehr sehr einleuchtend ;)

Zum Zweithund kann ich der Trainerin nur zustimmen. Wenn der Ersthund noch Macken hat, würde ich keinen weiteren Hund dazu holen. Damit beantworte ich auch gern die Frage: Ja Hunde schauen sich die schlechten Eigenschaften gerne vom anderen Hund ab ;) Es kann auch passieren, dass sich der Hund mehr auf den anderen Hund konzentriert als auf den Menschen. Ersteres verhinderst du, indem du dem Hund die Macken abtrainierst. Das kann aber unter Umständen dauern und ich weiß nicht, ob das in 8 Wochen funktioniert, wo die Welpen weggegeben werden. Zweiteres ist je nach Charakter des Hundes nie zu verhindern. Du kannst daran arbeiten, dass der Hund eine sehr feste Bindung zu dir aufbaut, in dem du viel mit ihm trainierst. Aber wenn der Hund charakterbedingt zu Gruppenzwang neigt, wirst du es nie richtig verhindern können. Du kannst es maximal eingrenzen.

Ein Zweithund IST auf jeden Fall mehr arbeitet und die Kosten werden auch höher. Du brauchst eine neue Erstausstattung, mehr Futter, mehr TA-Besuche, mehr Hundeschule etc. etc. etc. Du musst für jeden Hund Alleinzeit einplanen. Du musst anfangs mit den Hunden getrennt gehen, denn ein Welpe darf nicht soviel Auslauf haben, wie ein adulter Hund. Sie müssen allein trainiert werden, sie müssen auch zusammen trainiert werden. Du musst den Hund neu erziehen, denn das übernimmt der erste Hund nicht für dich. Das muss man WOLLEN. Du musst es gut finden, viele Stunden am Tag für den Hund einzuplanen. Der Hund wird nicht einfacher, nur weil man denkt, dass das Schicksal einen zusammengeführt hat ;) Du solltest dich vor allem mit der Rasse beschäftigen, was auch viel Zeit beansprucht.

Mein Tipp: Hol dir den Zweithund nur, wenn der erste gut erzogen ist; wenn du die doppelte Zeit hast; wenn du doppelte Nerven hast; weil du den Hund als Hund willst und nicht nur, weil er dir ins Auge gesprungen ist. Der Hund ist seinem Halter "ausgeliefert". Wenn man ihm nicht das geben kann, was er "verdient" sollte man so fair sein und ihm sein Glück in einer anderen Familie geben. Teste vor allem, ob dein bereits vorhandener Hund einen weiteren Hund will. Manche Hunde sind Einzelgänger. Schau auch nach, ob die beiden charakterlich zusammenpassen. Wenn du zwei aufgedrehte Hühner hast, können sie sich ständig aufpushen. Das kann nerven.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Zweithund zu einem jungen Hund? Beitrag #3
Hi, erstmal danke für die Antwort. Also ganz spontan war diese Idee nun auch nicht. Mein Vater und ich haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, aber es sollte einer von dem Hund meiner Tante sein.
Das mit dem hineininterpretieren habe ich mir schon gedacht. Meiner Vater macht sowas gerne. Aber man möchte ja gerne daran glauben ;)
Also die Macken, die ich ändern möchte sind, dass sie andere Hunde, wenn sie an der Leine ist, nicht anbellt, dass sie sofort kommt, wenn sie irgendwo schnüffelt und man sie ruft, und dass sie nicht zu anderen Hunden hinläuft, wenn sie freilaufend ist. Ersteres löse ich mit einer Wasserpistole und zweiteres übe ich mit einer von Martin Rütters Methoden ;) indem ich mit dem Futterbeutel arbeite. Und letzeres, nun, da habe ich noch keine einleuchtende Idee. Wüsstest du was? Ansonsten sind wir alle sehr zufrieden mit ihr.
Wenn denn würde ich den Welpen in den Ferien holen und mich zwar intensiv beschäftigen, aber auch so, dass sie daran gewöhnt ist mit unserem Hund allein zu sein.
Ja, das verstehe ich, aber ich möchte den Welpen auch für unseren Hund. Damit er nicht so alleine ist und meine Tante hat die Erfahrung gemacht, dass es mit zwei Hunden sehr viel entspannter ist. Ich kann das zwar nicht bestätigen, aber wer weiß, vielleicht hat sie recht.
Unser jetztiger Hund ist eine ruhige. Wenn man mit ihr spielt, spielt sie zwar gerne, aber sie hat auch nichts dagegen einen Nachmittag mal nur zu schlafen. Ich glaube, sie hat nichts gegen einen Zweithund, da sie gerne mit anderen Hunden spielt und der Hund meiner Tante war schon öfters bei uns und da war sie zwar am Anfang ziemlich aufgeregt, aber so etwas kannte sie ja noch nicht. Später hat sie sich beruhigt. Und hat sich sehr auf den anderen Hund orientiert. Könnte es eigentlich auch passieren, dass sich unser jetztiger Hund an dem Welpen orientiert?
Aber wer weiß, vielleicht entscheidet sich meine Mutter gegen den Welpen... Noch ist nichts entschieden.
LuluLilli

P.S. Die Eltern der Welpen sind beide sehr verschmust und ruhig. Heißt das eigentlich, dass auch die Welpen grundlegend ruhig und verschmust sind?
 
  • Zweithund zu einem jungen Hund? Beitrag #4
Also ich denke, die Wasserpistole brauchst du gar nicht unbedingt. Du sagst ja, wenn sie freilaufend ist, rennt sie zu anderen Hunden und wenn sie angeleint ist, bellt sie diese an. Ich denke, wenn du an zweiterem zuerst arbeitest, wird sich ersteres hoffentlich schnell erledigen. Das Gebelle ist dann eben, weil sie unbedingt zu den anderen Hunden hin will und du in dem Moment nicht so interessant bist. Genau daran musst du arbeiten. Was machst du denn so unterwegs mit deinem Hund und was macht ihr auch daheim? Wenn du ein gutes Programm lieferst und immer spannend bleibst, wird sie besser abrufbar sein und sicherlich auch nicht mehr so stark an der Leine pöbeln. Dazu musst du eben herausfinden, was dem Hund am meisten Freude bereitet. Der Futterbeutel (wenn auch oft sinnvoll) ist da nicht immer die beste Methode. manche Hunde apportieren nicht gern. Da musst du einfach schauen, was dein Hund super findet und damit kriegt man sie meistens auch.

Also die Erfahrungen deiner Tante kann ich nicht teilen. Klar hab ich gerne zwei Hunde und ich mag mir gar nix anderes vorstellen. Aber entspannt ist es nicht gerade ;) Ich denke, es ist eher etwas für Menschen, die sehr hundevernarrt sind und möglichst viel Zeit mit diesen verbringen möchten. Ansonsten finde ich nicht, dass man ihnen gerecht wird. Es ist eben schön zu sehen, wie sie untereinander agieren, sich verhalten und eben auch einen gleichartigen Partner haben. Damit es aber machbar ist, muss man eben schon viel daran arbeiten. Die Zeiten können sehr schön, aber auch sehr anstrengend sein. Vor allem wenn einer krank ist oder sogar beide, was auch zusätzlich in den Geldbeutel geht.

Der jetzige Hund wird sich sicherlich wenig am Welpen orientieren. Ist ja ein Welpe. ;) Welpe haben anfangs einen starken Folgetrieb, weswegen er euch und dem anderen Hund viel hinterherrennen wird. Es wird anfangs vielleicht sogar Krach geben, weil sich manchmal erst die Rangfolge richtig einpendeln muss. Wenn der Welpe dann adult ist kann es - je nach Rangfolge passieren - dass er der "dominantere" ist und der andere sich diesem anpasst und an ihm orientiert. Das kommt natürlich immer auf die Charaktere an. Manche Hunde sind Mitläufer, andere sind die "Anführer" oder Eigenbrödler.

Wenn die Eltern ruhig sind, ist das kein garant, dass die Welpen ruhig sind. Wie beim Menschen ist das ganz individuell. Während ein Welpe ganz ruhig und gelassen ist, kann das Geschwisterchen richtig hyperaktiv sein. Das wird man so die ersten 6 Wochen seines Lebens feststellen (am 4. Tag ist das natürlich eher nicht möglich oder höchstens für erfahrene Züchter, die schon ein paar Würfe hatten). Die Geschwister meiner Hunde waren z.B. fast alle das Gegenteil. Sowohl äußerlich als auch vom Charakter hatten die Geschwister meiner Hündin keine Ähnlichkeiten. Bei meinem Rüden waren zumindest äußerliche Ähnlichkeiten zu erkennen. ;)
 
  • Zweithund zu einem jungen Hund? Beitrag #5
Heute morgen sind wir einem Hund begegnet, zwar 10 oder 20 Meter entfernt, aber ich denke das zählt. Jedenfalls hat unser Hund ihn gesehen, aber da wir gerade mit dem Futterbeutel gespielt haben, hat sie nur kurz geguckt :).
Das mit der Wasserpistole hatten wir nur, weil sie bei Agility immer die Hunde angebellt hat, die dran waren. Und wir wollten das mal ausprobieren, wenn sie an der Leine andere Hunde anbellt. Aber das Komische ist, sie bellt nicht jeden an. Entweder sie bellt und zieht an der Leine oder sie zieht nur zu dem Hund hin.
Unterwegs spiele ich mit ihr mal mit dem Futterbeutel oder mit dem Ball. Oder wir üben Bleib, Sitz und so etwas. Aber eben nicht immer. Das ist wohl das Problem.
Doch sie mag apportieren sehr gerne, also dort ist der Futterbeutel eine gute Variante und sie findet Futter und spielen so dicht beieinander sehr toll ;)
Ja, das kenne ich schon. Unser Hund hatte zweimal ein epileptischen Anfall :( Wahrscheinlich irgendwas mit der Läufigkeit. Aber ich will ihr auch gerecht werden mit dem richtigen Toben unter Artgenossen. Und ich mag sehr gerne Hunde und Pferde und ganz viele andere, aber meine Mutter ist da etwas anders.
Ich würde, wenn meine Mutter den Welpen erlaubt, erstmal fast nur getrennt üben, außer manchmal, wenn wir z.B. an der Leine gehen üben. Damit der Welpe sich auch an uns orientiert.
Okay, dazu habe ich noch eine Frage. Die Mutter unseres Hundes hat sehr gerne einen abgeschleckt und das macht unser jetztiger Hund auch. Der Hund von den Welpen leckt noch mehr, heißt das, dass die Welpen auch sehr gerne einen ablecken? Und eigentlich ist das Lecken doch eine Zeichen für Zuneigung oder so, nicht? Und warum machen die das denn so doll?
LuluLilli
 
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