Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr

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tanja_79

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Hallöchen!

oh man ... bin total verzweifelt und weiß nicht was richtig und was falsch ist.
Es geht um meine fast 16 jährige Labbi-Mix-Hündin und die quälende Frage, ob wir sie gehen lassen sollen.

kurz vorneweg: ich weiß und mir ist bewußt, dass mir keiner von euch die Entscheidung abnehmen kann - völlig klar! aber vielleicht können wir trotzdem mal drüber reden, denn wir selbst (ich, meine Mum und ihr LG) stehen selbst alle mit nem großen Fragezeichen vor dem Kopf da. Auch heißt es ja immer, dass man den richtigen Zeitpunkt intuitiv spürt ... aber Flöckchen macht es uns in ihrem Fall unglaublich schwer, und ich habe Angst, dass wir den richtigen Moment doch nicht wahrnehmen und sie unnötig leidet

Seit dem Wochenende hat Flocki merklich abgebaut. Schon länger leidet sie unter Demenz und Hüftschmerzen. Herz, Nieren, Leber haben auch nen Treffer weg, weswegen sie im Jahr 2009 beinahe schonmal kurz vor der Einschläferung stand, aber nach einer wochenlangen tagtäglichen Infussionstherapie rappelte sie sich - entgegen aller Meinung - nochmal auf, da sie einen kaum zu bändigenden Lebenswillen hatte. Seither bekommt sie täglich Benazecare und Karsivan sowie seit ein paar Monaten nun je nach Bedarf Rimadyl, wenn sie schlecht läuft.

Bis letzte Woche war es nun so, dass sie - wenn auch beim Spazierengehen zwar langsam, aber relativ gut zu Fuß war, in der Wohnung selbst war sie sehr aktiv und viel am herumlaufen und sie interessierte sich insgesamt für alles und hatte immer einen gesunden Appetit. Sogar hüpfen konnte sie bis Freitag noch (also immer wenn jemand Richtung Küche lief, hüpfte sie erfreut direkt hinterher und sprang mit den Vorderpfoten immer und immer auf der Stelle auf und ab, bis man ihr irgendwas zusteckte). Seit Samstag ist nun alles anders. Sie hatte so gut wie nichts gefressen, aber seit Samstag Abend frisst sie nun wieder normal. Allerdings kommt jetzt das große "Aber". Ihr Körper scheint nicht mehr zu wollen bzw. zu können. Das schlimme an der Sache - und das zerreißt mir fast das Herz -, sie selbst will noch. Sie scheint regelrecht selbst verzweifelt zu sein, dass ihr Körper nicht mehr mitmacht ... jedenfalls haben wir diesen Eindruck, wenn wir sie ansehen. Sie liegt fast nur noch herum, weil ihr das Gehen sichtlich schwer fällt. Sie läuft ganz stacksig (trotz tägl. Rimadyl seit Samstag) und macht kleine Tippelschritte und wenn sie stehen bleibt, sackt sie mehr oder weniger in sich zusammen. Dann paddelt sie wieder solange, bis sie wieder steht oder bis wir sie wieder auf die Beine stellen ... aber irgendwie ist das nichts mehr Halbes und nichts mehr Ganzes. Manchmal, d.h. wenn sie sich Zeit nimmt zum Aufstehen, kommt sie aber auch von alleine (ohne paddeln) auf die Beine, wenn sie hastig wieder hoch will, dann eben meißt nicht. Leider will sie alles meist hastig machen, weshalb sie einen Misserfolg nach dem anderen hinnehmen muss. Wenn sie tagsüber nun gezwungenermaßen rumliegt und hingenommen hat, dass ihr die Kraft zum Aufstehen und Laufen fehlt, schläft sie nicht, sondern beobachtet in der Regel alles interessiert und neugierig oder beginnt an ihren Beinen rumzuknabbern. Allerdings gibt es auch Phasen, in denen sie kurzzeitig wie weggetreten scheint.

Spazierengehen tut sie noch, das im übrigen ohne umzufallen - allerdings jede Schnecke wäre schneller als wir. Ihr Gangbild ähnelt einem Betrunkenen, weshalb wir auch von jedem über den Weg laufenden Passanten angesprochen werden, was der arme Hund denn hat. Das Schlimme ist ja auch, dass sie total abgemagert aussieht ... also ein wandelndes Gerippe

Ihr Interesse an Futter ist seit Samstag Abend wie schon gesagt wieder wie eh und je rießig.

Ach, eigentlich ist das alles gerade die reinste Katastrophe, weil mir bei der Frage, ob das alles für sie denn wirklich noch lebenswert sein kann, mein Verstand mir sagt, dass es das nicht mehr sein kann. Andererseits wenn ich dann wieder ihre große Freude beobachte, wenn sie begeistert und schwanzwedelnd zum Futternapf "eilt" und dabei fast über ihre eigenen Füße stolpert, weil ihr diese zu langsam funktionieren, oder sie zur Tür kommt, wenn ich ihre Leine in die Hand nehme, dann weiß ich halt auch nicht recht :( Manchmal denk ich mir, ach, wenn sie doch einfach morgens nicht mehr aufwachen würde ... aber nein, jeden morgen zwischen 6.30 u. 7 Uhr macht sie ihre schwarzen Kulleraugen wieder auf und hievt sich mit noch sehr steifen Knochen auf Biegen und Brechen auf die Beine. Ich hab keine Ahnung, was ich machen soll. Als wir heute morgen bei meiner Mutter eingetroffen waren und wir Flocki so beobachteten, sagte meine Mum auch, dass "der Wille wohl noch da wäre, aber die Kraft scheinbar nicht mehr" und dass sie (sie und ihr LG) ebenso wie ich grübeln, was das Richtige wäre. Auch sagte sie mir, dass sie sich gestern Abend über Flocki beraten haben und diese Tage noch bei Anubis schonmal alles was ihre Einäscherung betrifft vororganisieren wollen, damit das schonmal geklärt ist.

So, jetzt hab ich euch währenddessen mir hier eine Träne nach der anderen aus den Augen kullerte unendlich zugetextet. Mögt ihr mir vielleicht von euren Gedankengängen schreiben, was ihr in so einer Situation tun würdet oder getan habt, wenn euer vierbeiniges Familienmitglied steinalt ist und noch will, aber nicht mehr kann?

 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #2
Hallo Tanja, ich kann dich sehr gut verstehen.
Meine Bonny war damals sehr Krank, konnte nicht mehr so wie sie wollte. Hatte auch totalen Lebenswillen.
Lag in ihrer Decke gekuschelt und ihren Ball dabei und schaute als wenn wir ihn wefen sollten.

Da wir wussten es gibt keine Heilung und sie quält sich trotz Medis nur, obwohl sie den Lebenswillen hat.
Selbst beim Ta habe ich noch gezweifelt ob es die richtige entscheidung ist, doch als Bonny´Herz bereits nach der ersten Spritze stehen blieb, wusste ich es war die richtige entscheidung.

Klar sagt man eigentlich, man würde spüren, wenn der Hund soweit wäre, aber wenn der Körper einfach nicht mehr kann, sollte man es machen. Es bringt Ihr und euch nichts!

Weil selbst wenn sie den Willen hat, wird ihr Körper es so wie du es schreibst wohl nicht mehr lange durchhalten. Dann lieber vorher erlösen, damit sie sich nicht quälen muss.

Fühl dich gedrückt! Kann gut verstehen, wie du dich fühlst.
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #3
Du möchtest einfach gerne eine eigene Meinung dazu hören. Die Entscheidung kannst Du wie schon bemerkt nur selber treffen. Ich würde abwarten. Sie hat appetit und sie zeigt interesse am Leben um sich herum. Spazieren gehen klappt auch noch, wenn wie Du sagst auch nur im Schneckentempo. Ich würde ihr versuchen jetzt ein Rentnerleben zu schaffen. Die Spaziergänge nicht mehr so lang ziehen und halt die letzten Tage auch ruhig verhätscheln. Sie ist bereits 16 Jahre, was ein sehr hohes Alter bei Hunden ist. Das ist fast so wie wenn Du ne 100 jährige Omi da sitzen hättest. Die ist in manchen Fällen auch nicht mehr so flott ;)
Ich denke wenn sie nicht mehr will wirst Du es früh genug merken, aber so wie sie jetzt ist würde ich halt noch nicht eingreifen und sie einschläfern lassen.
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #4
Hallo Tanja,

eigentlich dürfte ich zu diesem Thema nichts sagen, weil mir die Erfahrung fehlt, um tatsächlich Ratschläge geben zu können... Aber da du nach Gedanken gefragt und dir viel Mühe bei der Beschreibung eures Dilemmas gegeben hast, möchte ich das nicht unbeachtet lassen und bringe ein paar Worte an, die mir beim Lesen im Kopf herumgingen. Ich kann mir vorstellen, dass die Situation für euch sehr quälend und schwierig sein muss. Es ist so schwer zu sehen, wenn ein geliebtes Familienmitglied, egal ob vier- oder zweibeinig, zunehmend unter seinen Gebrechen und Wehwehs zu leiden hat und mit bald 16 Jahren hat eure Flocki ja nun wirklich ein stolzes Alter zu tragen. Wahrscheinlich werden die Antworten hier so gemischt ausfallen, wie ihr Zustand. Abnehmen kann euch die Entscheidung, wie du schon sagtest, leider niemand, aber ich denke, ihr werdet das Richtige für sie tun.

Du hast geschrieben, dass sie merklich abbaut. Nach meiner persönlichen Erfahrung markiert das zu einem gewissen Zeitpunkt, den man einfach spürt, die Phase, in der man sich mit dem Gedanken und der schleichenden Gewissheit auseinanderzusetzen beginnt, dass es nicht mehr ewig weitergehen wird. Wie steht es denn um ihre Verdauung und Sehkraft/Gehör? Demenz kann einen nicht unerheblichen Einschnitt in Sachen Lebensqualität bewirken, Schmerzen sowieso. Ich sage mir aber in der Regel, solange das Tier noch in Würde leben kann (das heißt: fressen, saufen, Kot/Urin absetzen, schlafen kann und Lebensfreude zeigt), sollte es das tun. Zeichnet sich ein Abwärtstrend ab, wie es bei euch der Fall zu sein scheint, muss man abwägen, ob man bis zu dem Zeitpunkt wartet, an dem der Gesundheitszustand "kippt", was einem die Entscheidung quasi abnimmt oder ob man den Abschied wählt, bevor die medizinische Notwendigkeit es akut macht. Mir stellt sich daher die Frage: Bis wann würdet ihr warten wollen? Könnt ihr damit leben, es "zu riskieren", dass es schlimmer wird? Wenn nicht, würde ich (auch wenn mir der Gedanken bereits beim Schreiben absurd erscheint) schweren Herzens einen Zeitpunkt für den Besuch vom Arzt festlegen und ihr die Zeit bis dahin so schön zu gestalten, wie man es sich nur vorstellen kann.

Ich wünsch' euch in jedem Fall ganz viel Kraft. Fühlt euch gedrückt, wenn ihr mögt.

Off-Topic
Ich war so frei, das Thema in den Gesundheitsbereich zu bringen, weil es letztendlich um Flockis Körper und Geist geht.
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #5
Hallo.
ich bin in Gedanken bei dir -ich weiß nur zu gut was du/ihr gerade durchmacht.

Nun, ich nenne das die Zeit des Abschieds.
Wie lange diese sein wird - sagt euch euer eigenes Gefühl, euer Herz. Denn, auch wenn wir es wünschen - seinen geliebten Hund gehen zu lassen ist niemals eine reine Kopfsache.

Mein Vorschlag wäre es Flöckchen so schön und warm und gemütlich wie möglich zu machen.
Gib ihr ihr Lieblings Futter und Leckerlies...kuschelt und schmust und sprecht mit ihr so viel ihr könnt. Sprich auch mit ihr über deine Gefühle...natürlich versteht sie sie nicht wörtlich - aber es erleichtert dich ungemeint und sie fühlt sich liebevoll wahr genommen.

Da ich selbst nicht ohne einen Hund leben kann , erzähl ich meinen Hunden schon in dieser Zeit des Abschieds, daß sie die Aufgabe haben hinter der Regenbogenbrücke auf die anderen dort auf zu passen und mir ab und zu mal eine Eingebung schicken solen für das Hundchen das danach kommt. Ich hole mir sozusagen die Absolution.

In dieser Zeit bedanke ich mich immer für die wundervollen Jahre mit ihr/ihm und entschuldige mich für eventuelles Fehlverhalten, für zu wenig Zeit oder einen unangebrachten zu lauten Ton.....ich frage sie auch ob sie noch möchte oder leidet...Natürlich erwarte ich keine Antwort - aber es hilft beim Nachdenken, und es hilft während sowie nach ihrer Zeit.

...es waren wundervolle Jahre und die kann weder Flöckchen noch dir, jemals wieder genommen werden!

Ich wünsche dir viel Kraft und noch eine kleine aber schöne Zeit mit Flöckchen.

LG Suno
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #6
Off-Topic
danke fürs verschieben - ich war mir nicht sicher, wo ich es platzieren sollte



ich bin zu tränen gerührt von euren herzlichen und lieben Worten - vielen Dank!

bis soeben war ich mit ihr bei meiner Mutter und erstmals war sie heute Abend wieder ein wenig fitter drauf und weniger wackelig auf den Beinen, als zuletzt. Aber kein Vergleich mehr zu noch letzter Woche. Seitdem wir gerade zur Tür rein sind ging sie direkt ins Wohnzimmer, hat sich fallen lassen und jetzt schläft sie bereits tief und fest.

Gerne möchte ich auf die Antworten von euch noch einzeln + näher eingehen, aber ich hoffe ihr verzeiht mir es, wenn ich das auf morgen verschiebe, denn ich habe mir heute stundenlang die Augen ausgeheult, weswegen ich Kopfschmerzen ohne Ende habe und mittlerweile mehr als erschöpft bin. Das Thema geht mir ganz schön an die Nieren ... zumal Flöckchen mein erster Hund ist, mit dem ich diesen Weg nun beschreite (mein zweiter Hund ist ja ein wenig jünger als sie)

Morgen gibts dann eine ausführliche Antwort sowie Antworten auf die gestellten Fragen, okay
Und danke nochmal für eure herzliche Anteilnahme an diesem Thema :008:
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #7
Liebe Tanja,
Ich habe ganau das was du grade mit deiner Hündin erlebst im September mit meinem Husky(auch 16)durchgemacht:(
Es war ein auf und ab und ich war auch oft Ratlos,was ich machen soll.
Ihr befindet euch in der Abschiedsphase,der Körper deiner Hündin baut mehr und mehr ab und das merkt sie auch.Sie wird sich immer wieder versuche aufzubäumen,was aber immer weniger wird:(So war es bei meinem alten Hund auch.
Du kannst dir aber sicher sein,dein Hund wird dir zeigen wenn er nicht mehr will.
Eines morgens,schaute mein Hund mich an so als wenn er sagen wollte"Helf mir,ich kann nicht mehr"Sein Blick war leer und ich konnte seine Traurigkeit sehen:(Er konnte auch fast gar nicht mehr aufstehen,war auch sehr abgemagert.Das war für mich der Moment mich von meinem Hund zu verabschieden,denn ich wollte ihn auch in Würde gehen lassen.
Es ist eine verdammt schwere Entscheidung,die wir aber treffen müssen:(
Wie suno schon geschrieben hat,verwöhne sie kuschel mit ihr ganz viel,zeig ihr das du da bist und sie sich auf dich verlassen kann.Mach ihr die verbleibende Zeit so schön wie es nur geht.
Aber,wenn der Zeitpunkt gekommen ist lass sie Würdevoll gehen.
Ich wünsche dir und deiner Hündin alles alles liebe der Welt und ganz viel Kraft dir für das was dir noch bevor steht:056:
GLG
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #8
Hallo Tanja,

ich kann dich sooo gut verstehen.
Unsere Amber (Scottish Terrier) hat mir im vergangenen Dezember die Entscheidung - zum Glück - abgenommen.
Sie wurde morgens früh einfach nicht mehr wach. Sie war einfach eingeschlafen. Sie war erst 11 Jahre alt.

Aber ich hatte die gleichen Gedanken wie du. Sie nahm schrecklich ab - wurde immer "langsamer" - zum Schluß fraß sie nicht mal mehr.

Diesen Zustand hatten wir bereits ein oder zwei Wochen vorher schon mal. Dann hat sie sich wieder aufgerappelt... ich dachte schon, es würde besser.

Leider ist solch eine Verbesserung häufig ein Zeichen des nahenden Endes.

Es tut mir leid, dass ich dich nicht aufmuntern kann und dir sagen kann, dass alles wieder gut wird und dein Flöckchen morgen wieder neben dir herspringt.

Aber die Entscheidung könnt nur ihr alleine fällen. Egal wie und wann ihr diesen letzten Liebesdienst für die kleine tut.. fühle dich gedrück. (wenn du magst)
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #9
Liebe Tanja,

Ich habe lange überlegt was ich schreiben soll:(, dieses Thema haben wir glaube ich hier alle schon mal durch gemacht.*leider*

Ich kann nur von mir Sprechen, 2007 musste ich meine *Molly*(13) gehen lassen, sie brach vor mir 2 mal zusammen und da dachte ich nun ist es soweit, das Fressen wurde bei ihr auch weniger deshalb wusste ich es geht nicht mehr.:(

Ich habe auf mein Herz und meinen Bauch gehört und meinen Kopf völlig aussen vor gelassen*soweit das ging*, als es dann soweit war zeigte mir meine *Dicke* durch eine Geste von Ihr die ich niemals vergessen werden, wie Dankbar sie für diesen Schritt war.
Sie legte Ihre Pfoten in meine Hand und schaute mir Tief in mein Herz und ich konnte sie sagen hören *lass mich Gehen wir werden uns wiedersehen*:(
Da wußte ich es war richtig diesen Tag und diese Zeit zu wählen.:(

Die Entscheidung, triffst du und egal wann du sie triffst deine Süße wird dir Dankbar sein und auf dich Warten:(
Und wenn du sie gehen gelassen hast *wann auch immer* sind wir für Dich da und Drücken und Knuddeln Dich wenn du magst:(;)
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #10
Liebe Tanja,
wie stehst Du das denn nur alles durch?! Es tut mir leid das Flöckchen so abgebaut hat aber gestern ging es ihr ja wieder etwas besser...
Ich habe noch keinen Hund gehen lassen müssen und kann mir es auch schwerlich vorstellen, leider werde auch ich irgendwann in diese Lage kommen und ich glaube fest daran, dass unsere Hunde uns spüren lassen wann es soweit ist, wann sie nicht mehr wollen und können.
Ach Tanja, ich weiß gar nicht mehr was ich dazu schreiben soll, es tut mir so unendlich leid. Erst der ganze Streß mit Rico und nun auch noch Flocki. :(
Ich wünsche Dir alle Kraft dieser Welt!!!
Liebe Grüße
Katrin
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #11
Liebe Tanja,
mach dir mal keinen Kopf wegen Antworten. Lass uns einfach an deinem Schmerz teilnehmen...geteiltes Leid und so. Sobald du dir etwas von der Seele schreiben willst - siehst du ja, sind ganz viele hier für dich.
Gruss Suno
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #12
ach gott ich danke euch für eure Herzlichkeit. Das tut so unsagbar gut

Seit gestern Abend geht es tatsächlich wieder ein wenig bergauf - ich hab bei meiner Mum davon sogar ein paar Bilder geschossen ... wer weiß, wie lange ich das noch kann. Heute morgen, als ich um 6 Uhr mit Rico das Haus verlassen habe, hat sie noch geschlafen - als wir um kurz vor 6.45 Uhr wieder da waren, ist sie bereits schon wieder rumgestiefelt und wollte auch raus. Wir sind dann direkt zu meiner Mutter und auch sie war ganz überrascht, wie flott sie heute wieder mal zur Tür rein maschiert ist. Aber auch wir befürchten, dass dieses kleines Hoch wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird und dass das nächste Tief bereits vor der Tür lauert und wir uns früher in der Tierklinik zum einschläfern wieder finden, als wir schauen können. Nachdem wir dann mit allen 3 nochmal eine Gassirunde gedreht hatten - wo sie dann heute auch einfach mal umfiel - und wieder zurück waren, gab mir meine Mutter dann den für mich schlimmsten Katalog in die Hand ... ich sollte eine schöne Urne aussuchen, weil sie weiß, dass ich wenn dann der Tag X gekommen ist, erstmal nicht mehr ansprechbar sein werde. Außerdem möchten sie das Ganze so weit es geht vororganisiert haben, damit nichts überhastet entschieden werden muss. Es fiel mir nicht leicht, aber ich habe für sie eine Schöne ausgesucht.

Das schlimme ist, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, wie es ohne sie sein wird. Ich habe sie, seitdem ich 17 bin. Ich habe Angst, dass wenn sie geht, dass ein Teil von mir mitgeht. Ich habe dann zwar Rico noch, aber mit dem läufts ja zur Zeit auch alles andere als gut ... und auch er ist schon 12. Dann steht auch noch Weihnachten vor der Tür ... und wir rechnen alle fest damit, dass sie da schon nicht mehr hier sein wird.

oh man ... ich hör mich an, wie ein kleines Kind ... ich komm mir schon selbst total doof vor

Ich bereue schon jetzt, dass ich mich in letzter Zeit gehäuft so über sie geärgert habe, weil sie ja ihre Blase nicht mehr einhalten kann und daher ständig in die Wohnung pinkelt. Ich weiß dass sie nichts dafür kann, aber manchmal hab ich sie mir am liebsten auf den Mond gewunschen, weil mir schon sämtliche Möbel aufgequollen sind und ich den ganzen Tag am Putzen und Decken waschen bin. Aus den Augen kann man sie auch nicht lassen, da sie wegen ihrer Demenz ständig merkwürdige Sachen macht oder irgendwo feststeckt und sich selbst nicht mehr befreien kann. Daher ist sie auch viel bei meiner Mutter eine Straße weiter - z.B. wenn ich mit Rico unterwegs bin (größere Strecken am Stück kann sie ja nicht laufen), oder wenn ich zum Arzt od. einkaufen muss usw.

soviel schon mal zu ein paar gestellten Fragen:
- fressen tut sie problemlos, allerdings inzwischen aus einem erhöhten Napf, da sie zum vorne überkippen neigt, wenn sie sich nach unten bücken muss. Aber sie wiegt nur noch 12kg - von einst 23-25kg. Seit ihrer schweren Krankheitsphase 2009 ging es stetig abwärts
- auch trinkt sie ausreichend - eher zuviel als zuwenig
- Urin absetzen geht völlig problemlos
- beim Kot absetzen muss man meist gegenhalten, da sie wegen ihrer Hüfte gern nach hinten kippt. Heute hat sie es wieder ganz allein also ohne gegenhalten geschafft
- ihre Augen sind super - kein grauer Star oder dgl. - nur hören tut sie nix mehr


Danke, dass ihr für mich da seid!!

Hier mal ein paar Bilder von meiner Maus von gestern Abend
 

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  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #13
Tanja,

die Bilder stimmen mich froh und traurig zu gleich.
Froh, weil sie durch die Gegend stiefelt und mit euch Gassi gehen kann. Traurig, weil sie doch recht schwach aussieht. Das sie definitiv untergewichtig ist, ist euch ja bewusst... *seufz*

Die Voraussicht deiner Mutter - nimm sie ihr bitte nicht übel - ab einem gewissen Alter sorgt man vor und denkt weiter...
Off-Topic
ich nicke gerade leise vor mich hin, da ich ähnliche Anwandlungen bei mir feststelle... - immer vorausdenken, immer rechtzeitig und auf alles vorbereitet sein wollen


... ich drücke euch und ich fühle mit euch.
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #14
Mir treibt es die Tränen in die Augen, wenn ich das hier lese.
Ich musste im Oktober 2010 meine Bella gehen lassen, nachdem sie mich 12 Jahre lang durch meine Kindheit begleitet hat.

Es ist so unendlich schwer, zu entscheiden. Ich bin sicher, dass das bei jedem Hund ganz ganz schlimm ist, aber wenn man den ersten Hund gehen lassen muss - da ist alles so ungewohnt neu und man weiß gar nicht, was auf einen zukommen wird.

Lass dir von uns hier - die selbst schon mal in dieser Situation waren - sagen, dass du es wirklich merken wirst. Dein Schätzchen wird es dir zeigen, wann es soweit ist. Noch scheint sie ein Fünckchen Lebenswille zu haben, wenn auch nicht gewaltig viel.
Dass sie nicht mehr kontrolliert auf Toilette kann, oft nicht mehr aufstehen kann, ist bestimmt ganz schlimm für sie. Sie wird sich schämen...und auch wenn du dich ärgerst, sei so lieb zu ihr, wie es nun geht. Wo du normal laut geworden wärst, rede ihr gut zu. Das wird sie jetzt brauchen.

Ich hoffe ich hab es nicht überlesen...aber was sagt der TA? Für oder gegen Einschläfern? Der TA weiß vielleicht nicht, wie es um ihren Willen steht, aber er kann dir bestimmt sagen, wann es gesundheitlich gar nicht mehr zumutbar wird...

Noch was - ich verstehe, dass du jetzt noch besonders viele Fotos machen willst und jede Sekunde festhalten willst. Aber lass das bleiben...
Wenn du später mal, wenn dein Liebling nicht mehr hier ist, Fotos ansiehst, dann sollst du dir jene ansehen, auf denen sie gesund und munter ist. Diese Fotos, auf denen sie schwach aussieht, die tun nach dem Tod unglaublich weh...
Aber entscheiden musst du das selber...

Ich umarme dich still. :056:
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #15
Liebe Tanja,
die Fotos treiben mir wieder viele Tränen in die Augen,denn genau so sah der Körper von meinem alten Hund auch aus:(
lara&bella hat recht mit den Fotos,lass es lieber.Ich habe auch Fotos in so einem Zustand von meinem Hund gemacht,weil ich dachte es hilft mir.Was soll ich sagen,wenn ich nach 2 1/2 Monaten die Bilder sehe,schnürt es mir den Hals zu und ich fange sofort an zu weinen:089:
Deine Hundin sieht meinem Hund auch noch sehr ähnlich:(Oh gott,ich weiß wie es dir geht.
Wie ich schon geschrieben habe,verwöhnt sie macht es ihr so angenehm wie es nur geht die letzte Zeit.
Und Tanja denk dran,wir sind für dich da!
Streichel deine liebe Hündin mal ganz lieb von mir:056:

GLG
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #16
ihr habt recht - das Argument mit den Fotos klingt einleuchtend. Soweit hab ich noch gar nicht gedacht.

Verwöhnt wird sie natürlich von allen Seiten und sie bekommt auch (nahezu) alles, was sie glücklich macht oder worum sie bettelt. Am liebsten würde ich sie auch neben mich auf die Couch legen und einfach nur im Arm halten, aber leider ist das nicht so ihr Ding - war es aber auch zuvor nie. Sie ist zwar die letzten 2 Jahre schon etwas anschmiegsamer geworden und fordert seitdem die ein oder andere Streicheleinheit ein, aber richtig kuscheln ist ihr leider zu wider. Aber auch das akzeptiere ich und so darf sie natürlich auch in ihrem Körbchen liegen oder wo immer sie will.

Beim TA war sie erst. Sie sagte sie sieht eben sehr mager aus, aber ihr Wille zum Leben ist noch da und solange sie anständig frißt und solange sie noch aufsteht und auch raus will, ist das in Ordnung. Das Herz klingt soweit in Ordnung. Sie ist eben alt. In der Klinik selbst macht sie auch immer einen recht fitten Eindruck, da ihr größtes Interesse die dortige Leckerli-Dose ist, auf die sie es natürlich ständig und gierig abgesehen hat. Wenn bis Freitag nichts Gravierendes eintritt und ein Besuch in der TK nicht vorher notwendig wird, werde ich sie aber nochmal checken lassen, da ich dann eh mit meinem Rüden wieder dort bin.

Im Moment bewundere ich diejenigen von euch sehr, die das alles schonmal selbst mitgemacht haben und sich danach wieder einen Hund angeschafft haben. Ich lese ja aus euren Beiträgen heraus, wie schwer euch die bereits miterlebten Abschiede ebenfalls fielen. Ich weiß nicht, ob ich das jemals auch kann. Derzeit bin ich mir relativ sicher, dass ich mir wohl keinen Hund mehr anschaffen werde ... einfach aus dem Grund des irgendwann wieder anstehenden Abschieds. Ich weiß nicht ob ich mit diesem Thema allgemein jemals etwas einfacher werde umgehen können. Bislang konnte ich das Thema Tod weitgehendst immer geschickt verdrängen - aber jetzt muss ich mich diesem wohl erstmals stellen
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #17
Liebe Tanja,
weißt du,ich mußte mich schon von einigen Hunden verabschieden und es war jedesmal eine Katastrophe für mich:(
Aber ein Leben ohne Hund,konnte ich mir nie vorstellen.
Es ist so,egal wie weh mir das jedesmal tut:(so wollte ich immer wieder einem anderen lieben Wegbegleiter ein schönes zu Hause geben.Es gibt so viele Hunde/Tiere die einsam sind,die keiner haben will...ja die einfach nicht geliebt werden:(
Als mein alter Hund gestorben ist,war zum Glück mein Max ja noch da und das hat mir sehr geholfen.
Das mußt du aber selber entscheiden,ob du wieder einen Hund möchtest oder nicht.
Alles liebe und gute
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #18
Ich möchte nie wieder ohne Hund sein....
Auch wenn ich weiss, dass ich irgendwann jeden Hund gehen lassen muss. Aber es gibt niemanden der so bedingslos liebt und den man selbst so bedingungslos und vorbehaltlos lieben kann.
Ein Hund betrügt einen nicht.. er ist immer für einen da.. er ist einfach ein Freund... der treueste Freund, den man sich denken kann.
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #19
Ich möchte nie wieder ohne Hund sein....
Auch wenn ich weiss, dass ich irgendwann jeden Hund gehen lassen muss. Aber es gibt niemanden der so bedingslos liebt und den man selbst so bedingungslos und vorbehaltlos lieben kann.
Ein Hund betrügt einen nicht.. er ist immer für einen da.. er ist einfach ein Freund... der treueste Freund, den man sich denken kann.

:clap: Das Unterschreibe ich sofort;)
 
  • Was nur tun? Der Wille ist noch da, aber die Kraft nicht mehr Beitrag #20
Oh Tanja, Du bist echt nicht zu beneiden.
Schön das es Flöckchen wieder etwas besser geht, genieße jeden Tag mit ihr! Okay, sie ist alt aber vielleicht berappelt sie sich doch noch mal.
Ich kann Dich so gut verstehen, dass Du überlegst ob Du Dir nach Flocki wieder einen Hund anschaffst. Ich weiß auch nicht ob ich es nach Eddy schaffen würde... ich leide ja auch so mit ihm mit und trotzdem kann ich mir ein Leben ohne Hund auch nicht mehr wirklich vorstellen. Es ist echt schwer aber Du schaffst das ganz sicher! Lass Dich nicht unterkriegen!
Knuddel die Wuffels von mir!
Liebe Grüße
Katrin
 
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