- P. vitticeps erlösen? -Eure Meinung- Beitrag #1
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Arachnid
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Hallo an alle,
ich würde gerne eure Meinungen oder auch Ratschläge hören:
Wir haben im vergangenen Spät-Sommer eine männliche P. vitticeps aufgenommen. Offiziell wollte die Vorbesitzerin das Hobby aufgeben, da sich die privaten Lebensumstände geändert hatten. Als das Tier bei uns ankam, stellte sich das Ganze aber etwas anderes dar.
Wir erfuhren, dass die Besitzerin keine Heimchen oder anderen Krabbeltiere im Haus haben konnte und deshalb hat man das Tier auch damit nicht gefüttert. Als Ersatz gab es Babybrei mit Rindfleisch. Zwangsweise auch schon mal mit der Spritze in den Mund. Er hatte zwar Grünfutter, aber mehr als den Salat aus dem Supermarkt oder schon mal ein paar Kohlblätter gabs nicht. Das Terrarium oder sagen wir „Elendsquartier“ haben wir gleich mit dazubekommen. Maße 150 x 60 x 60 cm. Die Rückwand grau mit drei Plateaus. Natürlich mit Heizstein! Es waren genau zwei Fassungen drin, eine für eine Glühbirne und eine für eine UVB Leuchtstofflampe. Die UV Lampe war schon gelblich, daher gehe ich von einem gewissen Alter und stark gesunkenem UVB -Ausstoß aus. Die andere Fassung war mit einer Halopar 75 Watt bestückt. Als Bodengrund hatte Sie Sand reingetan, ca. 5 cm hoch. Dazu gabs noch ein „Aussenterrarium“ ohne Scheibe, dafür mit Drahtgitter. Die Maße waren ähnlich nur Hochkant aufgestellt. Ich möchte über diese Vorbesitzerin keine weiteren Worte mehr verlieren!
Kein Wunder war das Tier in keinem guten Zustand. Wegen der ständigen Zwangsernährung war das Maul außen wund und eingedrückt. Am Unterkiefer hatte sich sowas wie ein kleiner Haken gebildet. Offenbar ebenfalls eine Folge des Zusammendrückens der Kiefer zum Maulöffnen. Die Zunge war gelblich und dick angeschwollen. Die Hautfärbung war sehr blass, es hingen noch Fetzen einer alten Häutung an dem Tier das schon wie Pergament aussah. Die Augen hielt das Tier nur einen Spalt offen.
Unser erster Gang galt dem TA. Er schätzt das Tier auf ca. 3 Jahre alt. Es wurde festgestellt, dass er wie durch ein Wunder keine Parasiten oder ähnliches hatte, dafür jedoch ein starkes Vitamin Defizit. Ferner war durch die unzureichende UV Bestrahlung der Knochenbau im inneren deformiert. Die Gliedmaßen waren in Ordnung, die inneren Organe waren auch normal gewachsen, der Knochenbau drum herum war aber verschoben oder deformiert. Das sieht man durch die Haut wenn das Tier sich dreht. Zudem wurde Maulfäule diagnostiziert. Wir haben die behandelt und eine Vitamin und Aufbaukur gemacht. Nach einigen Wochen und waren wir nochmals beim TA und da sich der Zustand leicht verbessert hatte, haben wir abgesprochen bei dem Tier eine Winterruhe einzuleiten. Diese hatte er bislang noch nie gehabt.
Anfang Januar haben wir die Temperatur langsam wieder hoch gefahren. Am Freitag ergab ein erneuter TA – Besuch das die Zunge immer noch dick ist. Das ist wohl auch der Grund warum er nicht selbsttätig frisst. Offenbar handelt es sich nicht um Bakterien oder ähnliches, der Vitaminmangel hat wohl seine Spuren hinterlassen. Der TA gab uns als Denkanstoß mit, ob wir das Tier nicht erlösen sollten, er geht davon aus, dass selbständige Nahrungsaufnahme nie möglich sein wird. Dafür war der Mangel zu lange anhaltend. Auch bei jetzt vernünftiger UV Bestrahlung werden sich die Schäden im Knochenbau nicht wieder beheben lassen. Er kann sich jedoch ohne Einschränkung Bewegen und am Sonntag hat er zum ersten Mal den Hals gebläht und mit dem Kopf genickt. Offenbar eine Reviermarkierung.
Was würdet Ihr tun?
Danke schon vorab für eure Meinung.
ich würde gerne eure Meinungen oder auch Ratschläge hören:
Wir haben im vergangenen Spät-Sommer eine männliche P. vitticeps aufgenommen. Offiziell wollte die Vorbesitzerin das Hobby aufgeben, da sich die privaten Lebensumstände geändert hatten. Als das Tier bei uns ankam, stellte sich das Ganze aber etwas anderes dar.
Wir erfuhren, dass die Besitzerin keine Heimchen oder anderen Krabbeltiere im Haus haben konnte und deshalb hat man das Tier auch damit nicht gefüttert. Als Ersatz gab es Babybrei mit Rindfleisch. Zwangsweise auch schon mal mit der Spritze in den Mund. Er hatte zwar Grünfutter, aber mehr als den Salat aus dem Supermarkt oder schon mal ein paar Kohlblätter gabs nicht. Das Terrarium oder sagen wir „Elendsquartier“ haben wir gleich mit dazubekommen. Maße 150 x 60 x 60 cm. Die Rückwand grau mit drei Plateaus. Natürlich mit Heizstein! Es waren genau zwei Fassungen drin, eine für eine Glühbirne und eine für eine UVB Leuchtstofflampe. Die UV Lampe war schon gelblich, daher gehe ich von einem gewissen Alter und stark gesunkenem UVB -Ausstoß aus. Die andere Fassung war mit einer Halopar 75 Watt bestückt. Als Bodengrund hatte Sie Sand reingetan, ca. 5 cm hoch. Dazu gabs noch ein „Aussenterrarium“ ohne Scheibe, dafür mit Drahtgitter. Die Maße waren ähnlich nur Hochkant aufgestellt. Ich möchte über diese Vorbesitzerin keine weiteren Worte mehr verlieren!
Kein Wunder war das Tier in keinem guten Zustand. Wegen der ständigen Zwangsernährung war das Maul außen wund und eingedrückt. Am Unterkiefer hatte sich sowas wie ein kleiner Haken gebildet. Offenbar ebenfalls eine Folge des Zusammendrückens der Kiefer zum Maulöffnen. Die Zunge war gelblich und dick angeschwollen. Die Hautfärbung war sehr blass, es hingen noch Fetzen einer alten Häutung an dem Tier das schon wie Pergament aussah. Die Augen hielt das Tier nur einen Spalt offen.
Unser erster Gang galt dem TA. Er schätzt das Tier auf ca. 3 Jahre alt. Es wurde festgestellt, dass er wie durch ein Wunder keine Parasiten oder ähnliches hatte, dafür jedoch ein starkes Vitamin Defizit. Ferner war durch die unzureichende UV Bestrahlung der Knochenbau im inneren deformiert. Die Gliedmaßen waren in Ordnung, die inneren Organe waren auch normal gewachsen, der Knochenbau drum herum war aber verschoben oder deformiert. Das sieht man durch die Haut wenn das Tier sich dreht. Zudem wurde Maulfäule diagnostiziert. Wir haben die behandelt und eine Vitamin und Aufbaukur gemacht. Nach einigen Wochen und waren wir nochmals beim TA und da sich der Zustand leicht verbessert hatte, haben wir abgesprochen bei dem Tier eine Winterruhe einzuleiten. Diese hatte er bislang noch nie gehabt.
Anfang Januar haben wir die Temperatur langsam wieder hoch gefahren. Am Freitag ergab ein erneuter TA – Besuch das die Zunge immer noch dick ist. Das ist wohl auch der Grund warum er nicht selbsttätig frisst. Offenbar handelt es sich nicht um Bakterien oder ähnliches, der Vitaminmangel hat wohl seine Spuren hinterlassen. Der TA gab uns als Denkanstoß mit, ob wir das Tier nicht erlösen sollten, er geht davon aus, dass selbständige Nahrungsaufnahme nie möglich sein wird. Dafür war der Mangel zu lange anhaltend. Auch bei jetzt vernünftiger UV Bestrahlung werden sich die Schäden im Knochenbau nicht wieder beheben lassen. Er kann sich jedoch ohne Einschränkung Bewegen und am Sonntag hat er zum ersten Mal den Hals gebläht und mit dem Kopf genickt. Offenbar eine Reviermarkierung.
Was würdet Ihr tun?
Danke schon vorab für eure Meinung.