Innen "hui" Draussen "pfui"

Diskutiere Innen "hui" Draussen "pfui" im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Zusammen :039: Meine Überschrift mag etwas blöd klingen, trifft aber den Nagel schon auf den Kopf... Ich werde ein wenig erzählen, um die...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #1
L

Lob-By

Beiträge
5
Punkte Reaktionen
0
Hallo Zusammen :039:

Meine Überschrift mag etwas blöd klingen, trifft aber den Nagel schon auf den Kopf...
Ich werde ein wenig erzählen, um die Gesamtsituation zu erklären und man sich vllt ein besseres Bild machen kann...

Mein Goldie Rüde "Sam" kam mit 11 Wochen in meiner Familie.
Er war von Anfang an innerhalb der Wohnung absolut unproblematisch. Als Welpe nix angekaut, Stubenrein ab dem 2. Tag, hat sich integriert, es gab nie Machtspiele zwischen Mensch und ihm, egal ob Kind oder Erwachsener, er liebt Körperpflege und legt sich sofort hin wenn er die Bürste in meiner Hand sieht, gehorcht aufs Wort und als er 4 Jahre war kamen nach und nach die Katzen hinzu, sie spielen, kuscheln und teilen sich gegenseitig ihr Futter (heimlich...denn ist ja ungesund und verboten :eusa_shhh: ;) )

Alles in allem, ist er das liebste und ruhigste Wesen überhaupt...aber eben nur INNERHALB der Wohnung :roll:
Draussen mutiert er mit der ersten Pfote im Freien zum ignoranten irgendwas...an der Leine ists noch Ok, riecht er was superinteressantes, will er hin, ist aber ansonsten recht Leinenführig.
Das Problem ist eher, dass es ohne Leine nicht mehr geht...absolut nicht...dann ist er weg.

Das Thema Rückruf war auch der Grund, dass ich mit ihm in der Hundeschule war für 3 Monate, jedoch sogar die Trainerin fast an seiner Ignoranz verzweifelte und sie mir die Schleppleine anriet für seinen "Freilauf", da wir es einfach nicht schafften in den damals 8 Monaten jungen Sam (ich begann den Kurs als er 5 Monate alt war), eine Bindung zwischen ihm und mir herzustellen, dass er mir von allein folgt.
Immer mit Schleppleine wollte ich nicht akzeptieren und machte mit ihm als er gut 2 Jahre alt war, einen Einzelkurs mit einer anderen Trainerin.
Sie beobachtete uns und unser gegenseitiges Verhalten und fragte mehr als Übungstips zu geben.
Sie kam nach 4 Wochen zu dem Schluß, dass Sam für mich und meine Bedürfnisse zu sehr Hund ist, er hart gesagt, die Falsche Wahl war :eusa_think:
Er sei ein sehr intelligenter Hund, der genau weiß, dass er auf seine Menschen innerhalb der Wohnung angewiesen ist (Futter, Pflege, Streicheleinheiten, Spielen wenns langweilig ist usw) und schnell begriffen hat, das er all dies durch sein gutes Verhalten auch bekommt, er jedoch draussen deutlich zeigt, dass er ohne Leine niemanden braucht und auf niemanden angewiesen ist. Er will dann nur seine Freiheit und machen was ein Hund halt macht ,schnüffeln, rennen wohin man will, zu wem man will, einfach alles was man (Hund) will...

Da er angeleint sämtliche Kommandos ausführt (zähneknirrschend aber immerhin), wollte sie dahingehend mit mir die Bindung und auch die "Regeln" aufbauen.
Es kam wieder Schleppleinentraining mit Richtungswechseln, wir lernten Kommandos nur auf Körpersprache basierend und Spielstunden wurden innerhalb der Wohnung verboten und nur noch auf Draussen als Belohnung eingeführt.
Es war anstrengend, es war durch seine immer wiederkehrende Ignoranz mehr als nervig, aber ich habe es soweit geschafft, dass zumindest mit SL alles recht verlässlich klappte und ich ihn auch mal komplett losmachen konnte wenn wir auf freiem Gelände allein waren.
So blieb es jahrelang und Sam und ich haben uns arrangiert.

Nun sind wir aber vor 1 Jahr nach Österreich gezogen und mit der neuen Umgebung, kehrten die alten Probleme zurück...
wir sind wieder bei Null angekommen...DRAUSSEN...Drin ist alles beim alten, brav, gehorsam, unkompliziert...

Ich habe den Ratschlag angenommen, Sam vom ersten Tag an deutlich zu machen, dass die neue Umgebung nichts an den alten Regeln ändert, keine Ausnahmen.
Jedoch scheint mein nun 8 jähriger Sam der Meinung zu sein, "neue Welt, neue Regeln" und seine Ignoranz mir gegenüber scheint mir noch ausgeprägter als damals zu sein... :(

Nichts will mehr klappen...er zieht wieder verstärkt an der normalen Leine, an der SL nimmt er mich gar nicht mehr wahr und reißt sie mir regelmäßig aus den Händen weil er so abzischt. Es ist nicht erst 1x vorgekommen, dass er von Fremden an denen er vorbei rannte, wieder eingefangen wurde...
Mache ich mit ihm Wurf- oder Such-Spiele, habe ich seine Aufmerksamkeit nur solange ER das will, es ist die Regel, dass er den Dummy oder Ball 3 mal brav zurückbringt und beim 4. mal daran vorbei rennt, weil er einfach keine Lust mehr hat. Das ist die häufigste Situation wo er mir die SL aus den Händen reißt, weil er sich dann nicht zurückrufen lässt.

Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass unsere (einzigste) Hundezone genau neben einem großem Bach verläuft, der mehrere Km lang ist, kleinere Strömungen hat und der Abhang zwischen Weg und Bach gute 15m beträgt.
Als Goldie ist der Bach demnach immer Ziel Nr. 1 wenn er davonprescht...daher kann ich die SL auch erst auf einem nahegelegenem und anliegendem Feld einsetzen, da er mich auf dem Weg bereits mal fast den Abhang hinuntergezogen hat weil er Richtung Wasser rannte und mir das als 50kg Persönchen zu gefährlich ist.

Falls jemand die Geduld hatte, sich diesen doch recht langen Beitrag überhaupt bis zum Ende durchzulesen (dafür ein dickes DANKE!), wäre es mehr als toll, wenn dann noch jemand einen Rat hätte, was ich mit meinem innig liebenden Tier noch machen soll... :(:uups:

Ich mag ihn nicht die vllt andere hälfte seines Lebens nun immer nur an der Leine haben...er will und braucht ja Auslauf...aber wie?? 20m SL auf einem Feld für max 15 Minuten die ich ihn einigermaßen kontrollieren kann, können ja nicht alles sein... :(

Ich arbeite Halbtags, habe Kinder...ein nochmaliges Profitraining kann ich aus zeitlichen und auch finanziellen Gründen, nicht wieder einrichten...und habe ja das vergangene Intensivtraining aus Deutschland hier bereits versucht...Monatelang habe ich jede freie Minute in das Training gesteckt...ohne den kleinsten Erfolg, Sam will nicht, so blöd es auch klingt...
Ich bin nun soweit das Nerven und Kraft am Tiefpunkt sind und nur noch die "Pflichtrunden" zum lösen gemacht werden, die bereits anstrengend genug sind, aber nun mal sein müssen...
Mir gehen immer die Worte meiner alten Trainerin durch den Kopf, der Hund sei damals eine Fehlentscheidung gewesen, für mich nicht der Richtige, vom Wesen und Charakter her, man müsse nun das Beste daraus versuchen zu machen, das er mich als "Frauchen" akzeptiert und respektiert...das nagt ganz schön an mir, weil ich genau das einfach nicht schaffe nach all den Jahren...

In einem anderen Forum musste ich mir anhören/lesen, ich sei selbst Schuld, wenn mir mein Tier ein erneutes, notwendiges Profitraining nicht wert sei...:( das hat mich tief getroffen, denn wenn es mir möglich wäre, würde ich es ja machen...bei Arbeitszeiten von 11-18 uhr, 3-4x die Woche inkl. jeden 2. Samstag, haben nunmal auch den Rest der Zeit meine Kinder und mein Haushalt das Recht auf Wahrnehmung...
Ich liebe meinen Hund, aus tiefstem Herzen, aber er kann nach nun 8 Jahren nicht weiter Mittelpunkt meines Lebens sein...ob das wer versteht oder nicht...

Was ich möchte?
Irgendwelche Übungen die ich im Alltag und in der "Samzeit", also draussen (Morgens und Abends 1-2 Std) einbinden kann, die dem Hund begreiflich machen, das er auch draussen auf mich hören muss...die ihm begreiflich machen, dass es auch für ihn vorteilhafter und angenehmer ist, wenn er folgt, mich wahrnimmt und mich vor allem für "voll" nimmt...
Das aus ihm kein "treuer Begleiter" mehr wird, ist mir bewusst, aber es muss doch irgendwie hinzubekommen sein, dass ich diese vollkommende Ignoranz aus ihm rausbekomme, damit wir wenigstens einigermaßen mit Spaß und Ruhe und Verlass draussen die Zeit miteinander verbringen können...

Nochmal Danke fürs lesen dieses Romanes...:uups:
Vielleicht weiß ja jemand Rat und dieser Beitrag geht nicht ganz in der Menge unter...

LG,
Steffi
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #2
Hallo du!
Zuerstmal herzlich Willlkommen bei uns :)
Wie lastest du den Hund denn körperlich und geistig aus?
Mir scheint es fast so, als wärst du ihm draußen egal.
Macht ihr zusammen Hundesport?
Dummytraining, Fährten oder sowas?
Irgendwas gemeinsames spannendes?
Vielleicht hilft das schon ein wenig.

LG
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #3
Hallo,

ich kann dir jetzt keine Ratschläge geben, aber dein Problem demotiviert mich jetzt richtig!
Denn das alles kenne ich nur zu gut, drinne der liebste Hund, draußen bei der best möglichen Gelegenheit weg! Und auch ich will n i c h t nur für den Hund, sondern mit dem Hund leben!
Mir wurde auch gesagt, ich bin zu lieb zu dem Hund und ich sollte nicht auf jede Liebesbezeugung von ihr eingehen, denn damit dominiert sie mich. Ich sollte sie lieber öfter mal ignorieren, konsequent sein und gelassener werden...
Aber das ist halt schwer und bedarf ständiger Selbstkontrolle - mal sehen wie weit ich komme!

Drücke dir die Daumen, daß du es irgendwie schaffst!
LG
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #4
Da euer Hund weiss das er zuhause sein Futter ja schon bekommenwird, solltest du ihn abhängig von dir machen, das heißt sein Futter wird erarbeitet, draussen an der schleppleine. Macht er nicht mit gibt keinFutter so einfach ist es. Keine Panik kein Hund verhungert aus Sturheit. Es kann sein, das ihm ein zwei Tage der Magen knurrt, aber gesundheitlich ist es wirklich unbedenklich. Das man ihn auf nette weise nicht aufmerksam bekommt, würd ich es so machen.
Nimm ein Futterdummy den apportiert, oder mach kleine Suchspiele, zeigihm das du interessanter bist als der Rest der Welt.
Das schwierigste daran das ihr das konsequent durchziehen müßt, also jetzt bitte keine Sätze wie dafür hab ich keine zeit. Futternapf weg und her mit dem leckerliebeutel^^.

lg yvi
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #5
Hallo :D

Danke fürs lesen und antworten!
Also wie laste ich ihn aus...
Soweit ich kann, wie ich auch geschrieben habe, mache ich mit ihm an der SL Such/Fährtenspiele, lasse ihn apportieren (Dummy und Ball) und mache mit ihm Kommandospiele...geht aber halt immer nur max 15Min, länger hat ER keine lust :roll: er bricht es selbstständig ab indem er losrennt weil er zum Wasser will...woanders hin kann ich mit ihm nicht. Dieses Feld und dieser Hundeweg sind das einzige in der Umgebung.

Und es scheint nicht nur fast so, als sei ihm draussen völlig egal, genau so ist es auch. Schon immer gewesen, selbst als er noch ein Welpe war...ich habe es in 8 Jahren nicht geschafft, diesem Hund begreiflich zu machen, dass es auch draussen mit mir zusammen toll sein kann... :(

Und zum Thema innerhalb der Wohnung zu sehr verhätscheln...
Das brauchte ich nie. Hab ich daher auch noch nie. In der Wohnung war es von Anfang an ein harmonisches miteinander, die Grenzen waren schnell gesetzt, die Regeln auch und er wird liebgehabt und gehört dazu, er wurde nie wie ein Schoßhündchen behandelt (von dem nicht-machbaren wegen der Größe mal abgesehen :D ), auch so wurde er nie verhätschelt...Er ist auch nicht in der Annahme, das er daheim ebenfalls sein eigener Herr ist, er hat seinen festen Platz zum rumliegen, muss dorthin wenn Besuch kommt, weil er ansonsten dem nicht von der Seite weichen würde um dauergestreichelt zu werden, muss dort ebenfalls hin wenn wir essen, hat feste Futterzeiten, das Kinderzimmer ist tabuzone usw...
Und er respektiert und akzeptiert das alles auch vom 1. Tag an ohne zu murren. Dort hält er sich an alle Regeln und hört auf mich aufs Wort, meist reicht schon Körpersprache oder eine Haltung und er weiß was er machen oder lassen soll. Drum verstehe ich ja nicht dass das draussen, ebenfalls vom 1. Tag an, nie genauso geklappt hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Da euer Hund weiss das er zuhause sein Futter ja schon bekommenwird, solltest du ihn abhängig von dir machen, das heißt sein Futter wird erarbeitet, draussen an der schleppleine. Macht er nicht mit gibt keinFutter so einfach ist es. Keine Panik kein Hund verhungert aus Sturheit. Es kann sein, das ihm ein zwei Tage der Magen knurrt, aber gesundheitlich ist es wirklich unbedenklich. Das man ihn auf nette weise nicht aufmerksam bekommt, würd ich es so machen.
Nimm ein Futterdummy den apportiert, oder mach kleine Suchspiele, zeigihm das du interessanter bist als der Rest der Welt.
Das schwierigste daran das ihr das konsequent durchziehen müßt, also jetzt bitte keine Sätze wie dafür hab ich keine zeit. Futternapf weg und her mit dem leckerliebeutel^^.

lg yvi

Hallo yvi,

das hatte ich mir ebenfalls schon einmal überlegt, nur hab ich das mit dem Futter erarbeiten deshalb bislang gelassen, weil ich der Meinung bin (bitte korrigieren wenn ich falsch liege), dass das die falsche Art von "interessant-machen" ist. Denn dann macht er es ja noch immer nicht freiwillig, sondern aus hungerzwang heraus...
Ich weiß nicht, ob das die Art von "Bindung" ist, die ich für uns möchte...das wäre halt eine erzwungene Bindung...den Gedanken find ich irgendwie nicht so schön...werd ihn aber im Hinterkopf behalten...besser eine erzwungene als gar keine Bindung... :roll:
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #6
Hallo,

grundsätzlich hast du recht, es ist nicht wünschenswert, dass dein Hund nur folgt, wenn du mit Futter wedelst. Es ist aber ein Unterschied, wenn er es sich zum Beispiel auf einer Fährte oder beim Fußlaufen erarbeiten muss. Es gibt dann auch nicht ständig und für jeden Furz etwas ;). Außerdem könntest du einen Futterdummy benutzen, auf diese Weise bekommt er draußen sein Futter, muss aber auch etwas dafür tun.
Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert wie ich finde, drinnen sollte es dann aber gar nichts mehr geben, auch kein Kauzeug o.ä..

Ich finde nicht, dass man dir einen Vorwurf machen kann, weil du nicht noch einen Trainer ins Haus holen möchtest, schlussendlich müsst ihr das alleine schaffen.
Was mir aber aufgefallen ist: Er beendet das Spiel/die Arbeit und das geht gar nicht. Wenn ich etwas von meinem Hund will, und sei es nur ein olles Sitz, dann stehe ich notfalls 2 Stunden auf dem Acker bis er es macht. Da gibt es keine Diskussion und es ist sehr wichtig für euch, dass du dich da durchsetzt. Du sollst ihm nichts tun o.ä., das wollte ich gar nicht andeuten, sondern du sollst einfordern wozu du das Kommando gegeben hast und ohne ein Abbruchsignal deinerseits geht es auch nicht weiter.
Gibt es bei euch irgendwo ein eingezäuntes Grundstück, das nicht euer Garten ist? Denn statt einfach immer nur die Richtung zu wechseln (in dem Fall sieht er dich ja noch und spürt dich an der Leine) würde ich einfach mal gehen. Er scheint absolut keine Verlustangst in Bezug auf dich zu haben, vielleicht kann man ihm diese aber beibringen, indem du dich einfach mal von so einem Gelände entfernst ohne etwas zu sagen und dich versteckst, sodass er dich nicht sehen und hören kann. Irgendwann, und wenn es das erste Mal ewig dauert, wird er merken, dass du weg bist, ihn nicht rufst und ihm nicht hinterherrennst.
Dafür bietet sich meist ein eingezäuntes Gelände auf Hundeplätzen o.ä. an. Frag doch einfach mal, ob du den Platz für ein paar Minuten außerhalb der Übungszeiten alleine benutzen kannst.

Viel Glück!
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #7
Hallo Lob-By,

ich denke, das sehr frustrierende dabei ist, dass man bei einem Goldi denkt, der tut alles für sein Frauchen. Du gehst bereits mit einer anderen Erwartungshaltung ran, als bei einem Hund, wo du von vornherein weißt, der ist selbstständig. Ich denke, dass moscht dich auch noch sehr. Denn sonst könntest du es auf "die Rasse schieben". Ich habe eine Shiba Inu. Eine sehr selbstständige Hunderasse, der mich auch keines Blickes draußen gewürdigt hat. Andere Hunde waren viel interessanter. Dabei war er in der Wohnung auch schon immer sehr vorbildlich. Ich habe mit ihm das Schleppleinentraining angefangen, als er ca. 1 Jahr alt war und es hat wiederum ca. 1 Jahr gedauert, bis ich Alfi in Ruhe ableinen konnte. Nur ich wußte auch, dass er ein sehr selbstständiger Hund ist. Und ich musste mich einfach nur interessanter machen. Du könntest dann auch denken "Hach die anderen Goldis hängen immer nur bei Herrchen und Frauchen und ich hab so ein Sonderexemplar". Das ist schon irgendwie unfair, oder?! *in die Seite stups* Das gleiche denke ich, wenn ich höre, mein Shiba hat keinen Jagdtrieb etc. Ist genauso beneidenswert.:mrgreen:

In erster Instanz würde ich jetzt das Futter nur draußen geben. Ich denke, es ist schon ein Fehler, dem Hund das Fressen immer zu gleichen Zeiten anzubieten. Er weiß genau, dass es zuhause um die und die Zeit Futter gibt. Es macht auch wirklich sehr viel Spaß, mit dem Hund das Futter zu erarbeiten. Ich würde auch sagen, dass du auf Spiel- und Streicheleinheiten zu Hause gar nicht verzichten musst, nur musst du es machen, wenn DU es willst. Also nicht darauf eingehen, wenn er sich neben dich stellt, dich lieb anguckt oder auch das Gesicht auf deinen Schoss oder die Couch legt. Auch würde ich dir raten, dass Dummyspiel und das Ballspiel erstmal auf drinnen zu beschränken. Du sagst, er entscheidet dann selbst, wenn es Zeit ist aufzuhören. Wenn du weißt, er macht nur 2 oder 3 mal mit, dann höre auch nach diesen Malen auf und denke nicht, oh es lief so gut, einmal geht noch. Immer aufhören, wenn es am schönsten ist. So beendest du das Spiel und nicht der Hund. Und wenn er schön apportiert, kann es dann auch Leckerchen fürs Bringen geben. Und wenn nicht, dann hungert er eben mal. Wenn es doch mal dazu kommen sollte, dass er das Spiel beendet, dann würde ich ihn sofort auf seinen Platz bringen und dort schmoren lassen. Kann er sehen wo er bleibt, wenn er nicht mit Frauchen kooperiert. Also generell würde ich alles drin erstmal aufbauen. Macht sich vielleicht auch recht gut, wenn du eh noch Kinder hast und nicht immer gleich raus kannst. Gemeinsames Kontaktliegen stärkt dann auch noch die Bindung.

Wenn du dann mit ihm draußen bist, kannst du auch an der normalen Führleine üben, dass er auf dich achtet. Sprich Richtungswechsel, Tempowechsel. Mal läufst du ganz schnell oder rennst, dann wieder plötzlich gaanz langsam. Du wirst sehen, dass er dann doch immer ein Ohr oder Blick auf dich hat. Zudem könntest du dann auch das Kommando "schau" einführen. Das kannst du aufbauen, in dem du ein Geräusch machst, wo er dich anschaut und dafür gibt es Leckerchen. Vielleicht könntest du auch anfangen, mit dem Klicker zu arbeiten?

Wenn das alles recht gut klappt, könntest du dann diese Übungen auch an der Schlepp machen mit dem Rückruf kombiniert. Wenn du ihn rufst (ich würde vielleicht ein ganz neues Kommando nehmen, das andere ist vielleicht schon ausgenuggelt?!) und er kommt, ist es ganz doll und er bekommt was. Wenn nicht, dann gehst du in die andere Richtung, so dass er dir folgen muss. Ist ja doof für ihn, denn so kommt er nicht vorwärts. Und wenn du dann auch draußen wieder den Dummy oder den Ball benutzt, dann erst in reizarmer Umgebung. Und auch immer aufhören, bevor es dem Hund zu langweilig ist. Wenn es auch draußen passieren sollte, dass er das Spiel von allein beendet, dann würde ich ihn wieder normal anleinen und mich auf eine Bank setzen oder mich irgendwo hinsetzen. Das wird ihm dann sicher auch recht langweilig.

Und klar bist du am Anfang nur interessant für deinen Hund wegen dem Futter. Aber es stärkt auch die Bindung, wenn du mit ihm alles machst. Er wird es auch irgendwann einfach so gern machen. Wenn du das dann ungern mit dem Futter fortführen möchtest, kannst du es auch langsam ausschleichen, aber um erstmal die Aufmerksamkeit deines Hundes zu bekommen, solltest du ihn nur noch so füttern. Und auch Spielzeug sollte nicht zu freien Verfügung rumliegen.

Jetzt habe ich ganz schön viel rumlamitiert. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Mischling: Das ist bei solch einem selbstständigen Hund eher schwierig. Der zeigt dir den Stinkefinger und ist weg und freut sich seines Lebens, wenn er allein die Welt erforschen darf. Und ich glaube, die Bindung wird jetzt dafür auch nicht stark genug sein.
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #8
Hallo Mischling :),

ja, er bricht alles allein ab, ABER in Momenten wo man eigentlich eher nicht damit rechnet!
Du musst dir das so vorstellen:

Wir betreten das Feld, er kommt von normaler an die Schleppleine und ich beginne mit Kommandoübungen...
sitz-platz-bleib im Wechsel und jedes ausgeführte Kommando wird mit einem ruhigen "brav" und 1x Dummy oder Ballwerfen belohnt, da er auf Leckerchen aller Art draussen nicht reagiert.
Er hat auch immer viel Freude dabei, legt den Dummy oder Ball vor mich hin, macht sitz und wartet was als nächstes kommt.
Das ganze geht ein paar mal gut und beim nächsten Belohnungswerfen rennt er von jetzt auf gleich statt zum Dummy/Ball daran vorbei, Richtung Wasserbach...er reagiert weder auf seinen Namen, noch auf das ihm ebenfalls bekannte Kommando "halt". Ich kann dann nur immer schauen, das ich so schnell wie möglich festen Stand bekomme und hoffen das er mir die SL nicht wieder aus den Händen reißt (ja, rutschfeste Handschuhe habe ich an...)

Und wegen dem Versteckspiel...
Ob du es mir glaubst oder nicht, das war eine Übungseinheit in der ersten Hundeschule in der ich mit ihm mit 5 Monaten war, die jedesmal aufs Neue wiederholt wurde und ihn genau NIE nachhaltig groß interessiert hat...als Welpe...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo Verena :)
ganz lieben Dank für deine ausführliche Antwort!
Ich komme mir allmählich blöd vor, wenn ich nun schreibe, dass zum Teil bereits alles versucht wurde, was du vorgeschlagen hast :uups:

Daheim alles "antrainieren" z.B....sagen wir es so...alles was Sam an Kommandos und Zeichen gelernt hat in seinen 8 Jahren, macht er daheim auf Anhieb, ohne das ichs je 2x sagen müsste...klappt alles seit Jahren tadellos...spielen und schmusen wurde mir bereits in der HS damals als er Welpe war beigebracht, ausschließlich wenn ICH anfange und ICH beende. Dabei wurde es seitdem belassen...als ich dann später die 2. Trainierin hatte, wurde Sam's Spielzeug sogar bis auf Ball und Dummy für draussen komplett entsorgt, damit er daheim gar nichts hat um sich selbstständig zu beschäftigen.
Drum sag ich ja, es gibt nichts, was ich daheim üben könnte/müsste...dort verhält er sich ja tadellos und gehorcht auf alles!
Er kommt auf Ruf, er geht zum Platz wenn man nur in die Richtung zeigt, er lässt sich mitten beim fressen auch das Futter wegnehmen ohne zu meckern...(hab ne Pflanze über seinen Töpfen stehen die ganz gern mal n Blatt in seinen Napf verliert :mrgreen:)
Und auf dem Feld bin ich mit ihm grundsätzlich allein, weil da nie einer hingeht...ist aber halt das Wasser von dem er weiß das es dort ist...
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #9
Bricht er Zuhause das Spiel mit Dummy und Ball nicht von selbst ab? Machst du das?
Das Spiel mit dir im Haus ist eigentlich auch nur zur weiteren Bindung. Auch wenn er es dort schon kann. ich denke, du musst wirklich ertmal das Futter nur erarbeiten lassen. Es braucht ja auch immer erst einige Zeit, bis es beim Hund ankommt, dass du doch wichtig für ihn bist. Also sei schön konsequent und stelle ihm das Futter nicht wieder hin, sondern biete es ihm mal an (aus der Hand oder beim Erarbeiten) und wenn er nicht möchte, dann eben nicht. Auch wenn er 2 TAge nichts anrührt. Er wird irgendwann Hunger haben und dann versteht er auch, dass es sich lohnt, mit dir zusammen zu arbeiten.

Reizarme Umgebung bedeutet nicht, dass ihr allein seit (unter anderem vielleicht). Es bedeutet auch, dass sonst keine interessanten Dinge zu erschnüffeln sind o. Ä. In deinem Fall ist es der Bach. Wie sieht es direkt hinter oder vor deinem Haus aus? Da wird es für ihn sicherlich langweilig sein. Dort kann man die ganzen Sachen auch aufbauen.
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #10
Ja er muss jetzt mal lernen das du das Rudel führst, und er von dir abhänig. Das heißt Spielzeug zuhause weg, wenn er nach 5 min Futter nicht anrührt weg und später anbieten.
Kuscheleinheiten, Spiele etc wird von dir begonnen und abgebrochen.
Spielzeug teilst du ein, du entscheidest was und wielnage er es bekommt. Ich würde es so machen.
Du mußt ihm einfach zeigen das er von dir abhänig ist. Das du sein mittelpunkt im leben bist. Ich mußte es auch so mit Patch machen. Er beachtet mich zwar draussen nicht wirklich aber wenn ich sage, komm her oder Warte reagiert er. Er ist arbeitswillig und spielt draussen auch mal(er war noch nie der Spieletyp).
Es hat lange gedauert und ich muss dazu sagen wenn der Hund das spiel mit dem nicht fressen zwei Tage durchzieht, wird einen schon komisch und man bekommt ein schlechtes gewissen, aber da muss man durch.
Du mußt alles beginnen.
Es könnte auch helfen mit dem Hund ein Schleppleinentraining zu machen mit vielen Richtungswechsel. Wichtig Anfangs nur einen normale Leine nehmenund ein Geschirr anziehen.

Nochmal ganz deutlich für dich, der Hund denk das er draussen auch ohne dich klar kommt und dich zwar lieb, aber er ja alles immer bekommt was er braucht ohne grossartig was dafür zutun. Das musst du ändern.

Lg
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #11
Hallo,
hast du nicht Jemanden, der dich im Umgang mit dem Hund mal beobachtet? Ich hatte jetzt das Glück!

Ich war bisher auch der Meinung, daß i c h es bin, die z.B. mit Schmusen anfängt bzw aufhört - habe ich ja so gelernt! Und ich habe da eben auch so eine "hinterhältige" Zicke, die durch Schmusen und Zärtlichkeiten ihr Interesse durchsetzt und ihre Dominanz damit ausdrückt! Denn offensichtlich bin ich es doch nicht, die damit anfängt! Zickechen kommt an und stubst mich mit dem Schnäutzchen. Und ich? Ganz unbewußt streichele ich sie mal so kurz nebenbei - jedes Mal! Also jedes Mal auf ihre kurze Aufforderung kurz drauf eingegangen - völlig unbewußt! Futterzeit? Sie kommt an und schmust! Ganz liebevoll. Und ich? "Ach ja, die Süße hat Hunger, ist ja ihre Zeit, na dann komm mal mit" Schon wieder hat sie sich soeben mal ganz hintenrum durchgesetzt - ohne geknurre, ohne alles, ganz nett! Ja und ansonsten hört sie drinne auch ganz toll, geht auf ihre Decke, wenn es klingelt usw. Da sie auch die Gäste totschmusen würde, muß sie dann auch auf die Decke - klappt alles wunderbar! Und warum? Drinne muß der Ablauf und das Zusammenleben mit Hund, Kindern und Gästen funktionieren! Da gibt es kein Wenn und Aber! Da ist man zur Not auch mal grob - Kinderzimmer gehört den Kindern, da gibt es gar nichts, die Kinder gehen vor! Da kann man sich keine Ausnahmen leisten! Da ist man dann wirklich k o n s e q u e n t!

Und draußen? Dreimal bringt der Hund sein Spielzeug, dann geht er mit oder ohne stiften! Und was mache ich? Bin stinksauer und froh, wenn Hund wieder da ist, ohne daß was Ernsthaftes passiert ist! Sichtlich aufgeregt und panisch wird Hund wieder an die Leine genommen um 100 m weiter mit ihr zu spielen - weil Hund muß ja ausgepowert werden unterwegs! Und was hat der Hund von Konsequenz gemerkt? N i c h t s!

Das jedenfalls ist mein Resümee aus der Geschichte mit meinem "unerzogenen Hund". Die versteht auch jedes Kommando und wie sie es umgeht...Und ich weiß jetzt auch, wo i c h ansetzten muß und das es noch ein langer Weg wird!

LG
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #12
Hm... Ich würde das Futter daheim wohl auch erst mal streichen und nur noch draußen bei gemeinsamen Spiel und Arbeit den Hund verdienen lassen.
*pff*
Letztlich macht kein Hund was umsonst! Ein Hund soll ja auch kein Sklave unserer Selbst sein. Es sind nun mal Lebewesen mit einem eigenen Kopf. Und da steckt (leider) manchmal auch etwas mehr Intelligenz drin. ;D
Nein - Seh es mal so: Du gehst immer zur Arbeit, um Geld zu verdienen, machst dann den Haushalt, damit du dich dort auch wohlfühlen kannst, du erziehst deine Kinder, damit sie zu tollen Erwachsenen werden.
Warum sollte der Hund nun 'einfach' so zu dir kommen? Er bekommt ja auch so alles was er zum Leben braucht und notfalls nimmt er es sich dann halt. Welche Möglichkeiten haben wir nun? Im Grunde genommen nur den tierischen Trieb zum Spiel (wozu ich nun auch das schnüffeln, jagen und rennen) zähle und wir haben das Thema 'Futter', was der Hund nur durch uns Menschen bekommt.
Klar gibt es da die 'Ausnahmehunde' die einfach nur für nettes Wort alles für seinen Menschen machen.
Wenn dein Hund nun draußen auch das 'Spiel' bestimmt, würde ich halt über's F. utter gehen. Dann muss Hundchen sich halt seine Mahlzeit so verdienen, wie wir bei der Arbeit unser Geld.
Das Tolle an der ganzen Sache ist nun aber, dass es so viele verschiedene Sachen gibt, wie unser Hund sich sein Futter draußen erarbeiten kann. Das ist ja keine 'langweilige Arbeit' für den Hund, sondern schlichtweg wahnsinnig spaßige körperliche und geistige Beschäftigung für den Hund.
Die 'Handfütterung' stärkt zudem eure Bindung zueinander.

Aber gut - welcher Weg auch immer: Es wird alles seine Zeit brauchen, was dich vor allem eine Menge Geduld und Nerven kosten wird!


Auch wenn nun ein Hundetrainer für dich zu viel Geld und Zeit kostet - vielleicht besteht ja die Möglichkeit eine künstigere Hundeschule (Hundevereine sind meistens noch etwas 'günster') in deiner Umgebung zu finden. (Auf die Qualität musst du natürlich auch hier immer achten).
Aber meiner Erfahrung ist es schon eine riesige Hilfe auf eingezäunten Gelände mit anderen Hundebesitzern zusammen trainieren zu können und dabei dann auch von einem Trainer beobachtet zu werden und Hilfestellung zu bekommen.

1-2 Stunden Beschäftigung für den Hund am Tag sind m.A. natürlich auch das Minimum. 2 Stunden täglich halte ich eigentlich für alle gesunden Hunde nötig! Bleibt nicht so viel Zeit, muss der Hund seine Energie aber auch noch loswerden.

Mit der richtigen Kopfarbeit kannst du deinen Hund z.B. in 10 Minuten weitaus mehr ausgelastet bekommen als mit 10 Minuten Gassi-Gehen.

Alles in allem möchte ich aber nicht mit dir tauschen.
Es ist wirklich eine verzwickte Lage und um da wirklich was zu ändern wirst du mehr Zeit benötigen als du bereitstellen kannst.
Aber einen Mittelweg, womit ihr beide schon halbwegs zufrieden sein könnt, wäre ja auch schon super, oder?!
~§~
 
  • Innen "hui" Draussen "pfui" Beitrag #13
Ich denke das du da einen sehr schlauen Hund hast der sich einfach das Recht herrausnimmt draussen das zu tun was ihm beliebt. Warum? Weil er es kann. Er kann es sich schlicht leisten dich draussen zu ignorieren weil er weiß das er alles Andere, für ihn Lebensnotwendige von dir Daheim erhält ohne das er etwas dafür tun muß.

Ich habe jetzt nicht alle Post´s aufmerksam gelesen, aber ich schliesse mich der allgemeinen Aussage an was das Futter betrifft und gehe sogar noch einen Schritt weiter.

Er muß lernen das er existentiell von dir abhängig ist.
Das heißt:

Futter gibt es ausnahmslos nur noch draussen und zwar fürs folgen. Bringt er z.B. drei Mal den Dummy bekommt er dreimal was, bringt er den Dummy zum vierten Mal nicht bekommt er auch nichts zu fressen und zwar bis zur nächsten Draussenrunde, auch wenn die erst am nächsten Tag wieder stattfinden wird.

Drinnen wird er ignoriert und das sehr konsequent. Das heißt nun nicht das er sich dir mitten in den Weg legen darf und du ab sofort aussen um ihn herumgehst, sondern in so einem Fall wird er einfach mit dem Fuß/Bein weggedrängt. Das heißt: Keine Streicheleinheiten, kein spielen, einfach Nichts. Drinnen ist langweilig und draussen passiert volle Kanne Action mit dir wo dann auch noch Futter bei rumspringt, sofern er denn mitarbeitet.
Sprich innerhalb des Hauses nicht mit ihm, oder halt nur das Nötigste. Ich weiß das ist sehr schwer und der Mensch leidet darunter oft regelrecht, den Hund juckt es in der Regel nicht wirklich. Dann beobachte ihn mal heimlich, du wirst sehen das er irgendwann beginnt dich genauer zu beobachten. Er wird deine Körperhaltung und Mimik studieren sofern er das nicht längst schon getan hat;)

Futterzeiten gibt es keine festen mehr (weil ja nur noch draussen für Arbeit), genauso wie Gassizeiten. Verschieb die Gassizeiten einfach wie es dein möglicher Zeitrahmen es zulässt, das kann auch täglich variieren. Auch an der normalen Führleine kann er sich Futter erarbeiten. Gibt ihm nur Nichts wenn du kein Kommando gegeben hast und er sich z.B. setzt und dich auffordernd anschaut.

Hab keine Angst das dein Süßer verhungern könnte wenn er drei Tage lang mal Nichts oder fast Nichts zu fressen bekommt. Der verhungert schon nicht und ein leerer Magen erhöht seine Motivation mitzuarbeiten.

Dummyarbeit und Fährten sind schon mal super, genauso kann Training aber auch anderweitig noch Spaß machen und zwar für beide Seiten. Mir und meinem Hund machen "gemeinsame Jagdtspiele" (Fraulie findet immer so tolle Buddellöcher oder rennt gemeinsam dem weggeworfenem Ball hinterher und noch lustiger wenn wir gemeinsam den Ball suchen der uns beiden irgendwie aus dem Blickwinkel entfleucht ist:D) unheimlich Spaß, genauso erfreuen wir uns wenn er ein simples Kommando bekommt wo er irgendwo raufhüpfen soll. Manchmal geht ein Tauseil mit an dem er mit mir zerrt, mancmal Dies, manchmal Jenes und manchmal nehmen wir einfach nur was die Natur gerade so hergibt.

All diese Spiele sind mit den Standartkommandos wie, Sitz, Platz, Aus, Bleib u.s.w. gekoppelt, so macht die Unterordnung auch noch doppelt soviel Spaß;)

Off-Topic
Das soll hier jetzt keine Anleitung sein was du tun sollst, auch wenn ich Worte wie muß/t benutzt habe. Mir fielen schlicht keine Besseren auf Anhieb ein;). Ich würde in so einem Fall mit meinem Hund arbeiten, ich denke das klingt sicher besser als er/du muß/t und so....ja klingt schon irgendwie blöd, also Sorry, sollte wirklich nicht so rüberkommen
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Innen "hui" Draussen "pfui"

Innen "hui" Draussen "pfui" - Ähnliche Themen

Brandenburg: Vogelgrippe bei Katzen entdeckt: Habe den Artikel gerade auf "Spektrum" gefunden: Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wurde Anfang Dezember 2025 eine mit dem Influenzaerreger H5N1...
Tierschutzhund - Etwas gefrustet: Hallo, Ich melde mich bei euch derzeit, einfach um mir meine Gedanken ein bisschen von der Seele zu schreiben. Ich habe hier im Ort ein sehr...
Kater mit Lungenödem was tun?: Hallo meine lieben Tier Freunde! Ich bin momentan so am verzweifeln, mir geht’s schlecht weils meinem Schatzi so schlecht geht und ich weiß...
Weihnachten ohne Gina: Gina Heute ist der Vierte Advent und der Schneeregen und kalte Wind spiegeln unsere Stimmung. Seit 34 Tagen ist unser Familienmitglied, die...
Übergewichtiger Shakir mit Lipomen und Organproblemen kann kaum noch fliegen: Hallo, mir macht derzeit eines meiner männlichen Wellensittiche etwas Sorgen und wollte nachfragen, ob vielleicht hier jemand Erfahrungen oder...
Oben