Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt?

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  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #1
CheshireLou

CheshireLou

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Hallo!

Ich bekomme immer mehr mit, dass viele Menschen Tiere
aus Tötungsstationen, aus dem Ausland oder aus dem Tierheim
beziehen.
Auch durch das Forum erscheint es mir, als wäre es das Beste,
Tiere aus Notstationen, dem Tierheim etc zu holen, statt beim
Züchter.
Wie seht ihr das?
Ist man ein schlechterer Mensch, weil man seine Tiere beim
Züchter holt?
Manchmal kommt es mir so vor, als würden viele Leute das
denken.

LG,

CheshireLou
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt?

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  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #2
Ich glaube das liegt 50/50, viele holen ein Tier vom Züchter und sind damit genauso überfordert wie wenn sie eines aus einer Tötungsstation holen...

Ich denke einfach, der Züchter sollte evtl. die letzte Wahl sein, denn es gibt Tierschutzseiten wo zig Hunde und Katzen nach einem Zuhause suchen, genauso wie Kleintiere...
Mit jedem Tier was beim Züchter geht, werden neue "nachproduziert" die Nachfrage bestimmt den Markt...

Und es gibt ja auch sehr viele Rassetiere die im Tierheim landen, eben weil die Besitzer überfordert sind...
Deswegen würde ich persönlich immer erst in den umliegenden und dann weiter entfernten Tierheimen nachsehen ob sie nicht zufällig gerade das gewünschte Tier da haben...
Denn wie gesagt, leider landen auch die Tiere vom Züchter oftmals im Tierheim...

Aber ein schlechter Mensch ist man deswegen sicher nicht...
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #3
Meiner Meinung nach ist man auf keinen Fall ein schlechter Mensch, wenn man sich ein Tier vom Züchter holt. Für mich ist man auch kein schlechter Mensch, wenn man ein Tier im Tierladen holt. Gedankenlos oder unwissend - ja (und manchmal vielleicht auch einfach nur zu schwach um "nein" zu sich selbst zu sagen), aber kein schlechter Mensch.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #4
Ich glaube, bei diesem Thema kann man sich totdiskutieren :D Das haben wir schon siebenhundertvierunddrölfzigtausend mal in sämtlichen Unterforen durch ;)

Ich denke, man muss da differenzieren....
Es gibt solche Züchter und solche.... Und dann kommt es auch noch auf die Tierart an...
Dass es Rassehunde und Rassekatzen gibt, ist z. B. die eine Sache... Und wer da einen reinrassigen Bernhardiner oder Chihuahua haben will, eben weil ihm die Rasse so sehr zusagt - der kann natürlich die Tierheime abklappern, aber der wird wahrscheinlich dann doch eher zu einem Züchter gehen, wobei er da natürlich wirklich gründlich auf die Seriosität achten sollte...
Ähnliches gilt für Rassekatzen wie Siam oder MaineCoon z. B... auch da wird einen der Weg wahrscheinlich eher zum (hoffentlich) seriösen Züchter führen, auch wenn solche Tiere leider auch schon vermehrt in Tierheimen auftauchen...

Bis zu einem gewissen Grad habe ich da Verständnis für - auch wenn mir persönlich völlig egal ist, welche Rasse meine Katze hat, ich finde die StiNo-Haus- und Hofkatzen immer noch am besten gefallen und ich daher keine Probleme habe, in den Tierheimen fündig zu werden... ich habe da eher das Problem, dass ich am liebsten alle einpacken würde ;)

Wo mein Verständnis für "Züchter" jedoch aufhört, ist z. B. bei Farbmäusen - die müssen immer größer werden, immer größere Ohren haben etc... wozu soll das gut sein? Und dann die Überheblichkeit mancher "Züchter", die behaupten, nur eine "Rassemaus" (über den Begriff gibt´s übrigens auch massive Diskussionen, weil "Rasse" ja eigentlich sowas ist wie Schäferhund, Pudel, Dackel"... Und Farbmaus ist eben Farbmaus...) mit riesigen Elefantenohren und riesigem Körperbau sei eine wahre Maus und etwas wert.... Sowas finde ich traurig, und das disqualifiziert diese "Züchter" in meinen Augen schon von selbst... Oder sowas wie Dumbo-Ratten, die als Qualzuchten gelten, aber trotzdem eifrig von sogenannten "Züchtern" produziert werden.... da fehlt mir auch jegliches Verständnis...

Man ist in meinen Augen kein schlechter Mensch, wenn man sich ein Tier vom Züchter holt. Man sollte da aber, wie gesagt, differenzieren - und man sollte wirklich zu einem seriösen Züchter gehen, dem am Wohl des Tieres gelegen ist... und nicht zu irgendwem, der sich "Züchter" schimpft, seine Tiere aber eigentlich eher planlos vermehrt und meint, er findet schon genug Abnehmer für die Kleinen...

Wobei mein persönlicher Weg immer zuerst der in die Tierheime und Notstationen wäre - aber das ist eben mein persönlicher Weg ;)

LG, seven
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #5
Ich habe auch das Gefühl, dass es hier öfters verurteilt wird, wenn sich jemand ein Tier vom Züchter holt, dabei finde ich es eigentlich okay. Bei diesen Tieren ist zumindest oft gewährleistet, dass sie gesund sind und nicht nach kurzer Zeit unerwartet sterben. Bei Tieren aus dem TH oder der Notstation kommen ja oftmals hohe TA-Kosten auf einen zu. Ich kann das daher schon verstehen. Wenngleich es natürlich wünschenswert ist, für die Tiere in Tierheimen ein zu Hause finden zu können.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #6
Selenbrant, hast Du meinen Beitrag gelesen? Wahrscheinlich haben wir uns überschnitten ;)
Man kann das nicht pauschalisieren. Sicher gibt es seriöse Züchter, die sehr auf die Gesundheit ihrer Tiere achten. Leider gibt es auch viele schwarze Schafe - sowohl bei Hunden und Katzen, als auch bei Kleintieren...
Umgekehrt achten viele Tierheime auf die Gesundheit ihrer Abgabetiere und vermitteln nur vom Tierarzt durchgecheckte Tiere... Wir haben bis jetzt 12 Mäuse, 4 Ratten und 2 Katzen aus Tierheimen bzw. Notstationen geholt und mit keinem einzigen Tier Probleme gehabt, die nicht sonstwie auch hätten auftreten können...
LG, seven
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #7
Von schlechterern Menschen würde ich jetzt nicht sprechen, allerdings kann ich es absolut nicht nachvollziehen, dass immer noch so viele Leute zu Züchter gehen.

Und auch die seriöse Zucht stößt unter Tierschützern zu Recht überwiegend auf Kritik (str.)

Bei Hunden kann ich wirklich nicht mitreden. Da es aber erhebliche rassenspezifische Unterschiede gibt, mag die seriöse Zucht noch begründbar sein, sofern nicht jeder "seinen" Hund bzw. einen Hund, der zu seinen Lebensumständen passt in einem Tierheim findet. Dazu kommt, dass die Hunde aus Tierheimen etc. psychisch vorbelastet sein können und gerade Anfänger überfordern.

All die Argumente, sofern sie denn Bestand haben, taugen aber bei den meisten anderen Tieren nicht um eine Zucht zu rechtfertigen.

Das gilt auch und gerade für Katzen. Ich stehe der Zucht von Rassekatzen mehr als nur kritisch gegenüber und finde es ehrlich gesagt unverantwortlich, dass noch mehr Katzen in die Welt gesetzt werden. Im Vergleich mit dem Vermehrer ist der Züchter nur das geringere Übel und ensprechend verhält es sich für mich bei den Leuten, die sich diese Bezugsquellen aussuchen, auch wenn ich nicht von "schlechten Menschen" sprechen würde.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #8
Unabhängig davon, wo ich meine Hunde herhole, finde ich das System "entweder Nothilfe oder seriösen Züchter" super. Würden sich mehr Leute informieren und würde man weniger Geld damit machen wollen/können, würde das funktionieren. Für mich ist jemand, der einen Hund aus einer seriösen Zucht holt genauso verantwortungsbewusst wie jemand, der sich bereit erklärt, einem Notfellchen zu helfen. Immerhin unterstützt er Menschen, die aus Liebe zum Tier und zur Rasse züchten und solche Menschen sollte man m.E. auch unterstützen. Umso schöner, wenn bei einem "einmal Züchter immer Züchter"-Käufer vielleicht dochmal ein Nottfellchen aus dem Tierheim oder einer Tierhilfe eine Chance bekommt ;)

Was ich verwerflich finde, sind Käufe bei unseriösen "Züchtern" oder gar Massenvermehrern - zumindest wenn Geld das Motiv ist. Wenn es Unkenntnis über die Verhältnisse war, ist das schlimm, aber nochmal eine andere Sachlage.


Ich finde es nicht in Ordnung, über Leute zu schimpfen, die sich keinen Tierheimhund (In- und Ausland) holen. Letztlich ist sowieso nicht ausschließlich damit geholfen, die Tiere nur in die Heime zu karren. Da gehört noch viel mehr dazu. Wenn jemand solch einem Hund kein Zuhause gibt, sich aber 1-2x wöchentlich für tolle Tierschutzprojekte engagiert, finde ich das genauso ehrenvoll, wie dem Hund ein Zuhause zu schenken.

Bei den Hunden muss ich sagen, herrscht in dem Thema eigentlich recht viel Toleranz. Sicherlich gibt es Leute, die nur beim Züchter holen und andere, die nur im Tierheim schauen, aber da gibt es ganz selten mal Kritik über Moralvorstellungen. Jeder hat seine Tendenzen und akzeptiert die Entschlüsse der anderen. Da ist das Thema Auslandstierschutz vs. Inlandstierschutz bedeutend schwieriger hier ;) Selbst rate ich eigentlich nur zu Tierheimhunden, wenn ich den Eindruck habe, dass sich der TE für keine spezielle Rasse interessiert. Dann muss es m.E. auch kein Zuchthund sein, wenn der Hund nur "lieb, etwas aktiver und Widerrist X haben muss".

Persönlich denke ich von keinem schlecht, der einen Zuchthund holt. Aber natürlich bricht mit immer ein Stück Herz, wenn sich jemand bei der Wahl schlussendlich doch für den Zuchthund entschieden hat. ;)

Ich spreche da aber nur von Hunden. Bei anderen Tierarten kann ich nicht mitreden.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #9
Selenbrant, hast Du meinen Beitrag gelesen? Wahrscheinlich haben wir uns überschnitten ;)
Man kann das nicht pauschalisieren. Sicher gibt es seriöse Züchter, die sehr auf die Gesundheit ihrer Tiere achten. Leider gibt es auch viele schwarze Schafe - sowohl bei Hunden und Katzen, als auch bei Kleintieren...
Umgekehrt achten viele Tierheime auf die Gesundheit ihrer Abgabetiere und vermitteln nur vom Tierarzt durchgecheckte Tiere... Wir haben bis jetzt 12 Mäuse, 4 Ratten und 2 Katzen aus Tierheimen bzw. Notstationen geholt und mit keinem einzigen Tier Probleme gehabt, die nicht sonstwie auch hätten auftreten können...
LG, seven

Ja, wir haben uns überschnitten ;-) Aber ich stimme dir da zu. Es gibt ja mittlerweile genügend sog. "Privatzuchten", die z.B. über Online-Kleinanzeigen auftreten. Davon halte ich auch gar nichts. Ich würde auch immer das Tierheim wählen, wenn es dort die Tiere gibt, die ich mir zulegen möchte (Was gar nicht mal so leicht ist! Nager (bis auf Kanninchen und Meerschweinchen) gibt es so gut wie nie) - allein schon, um die regionalen Tierheime zu entlasten.

Ich meine nur, dass ich es verstehen kann, wenn man sich für ein Zuchttier (Zucht im sinne einer offiziellen und seriösen Zucht) entscheidet aus Angst vor Krankheiten oder schlechter Verhaltensweisen, die mandem Tier nicht mehr abgewöhnen kann (z.B. bei Hunden aus dem Tierheim).
Katzen- und Hundezuchten stehe ich auch kritisch gegenüber, wobei ich gar nicht genau sagen kann, wieso. Vielleicht liegt es daran, dass die viele viele hundert Euro verlangen. Irgendwie ist es mir unsympathisch, Tiere wie ein teures Möbelstück zu behandeln.
Mein Hund ist z.B. auch aus einer Zucht, weil es dauerhaft keine Rauhaardackel im lokalen Tierheim gab und weiter wollten meine Eltern damals nicht gehen.
Ich finde das okay. Wichtig ist doch, dass sich um die Tiere gut gekümmert wird und man kann Tierheime und Notstationen auch anderweitig unterstützen. Ich habe mir z.B. fest vorgenommen, noch dieses Jahr eine Patenschaft mit einem Hund im hiesigen Tierheim zu beginnen.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #10
Katzen- und Hundezuchten stehe ich auch kritisch gegenüber, wobei ich gar nicht genau sagen kann, wieso. Vielleicht liegt es daran, dass die viele viele hundert Euro verlangen. Irgendwie ist es mir unsympathisch, Tiere wie ein teures Möbelstück zu behandeln.

Ich denke aber, das hat seinen Grund. Klar, einerseits wird ein Hund teurer verkauft, wenn er selbst zuchttauglich ist oder für Ausstellungen genutzt werden kann. Aber eine Zucht verschluckt auch unfassbar viel Geld, damit es den Tieren gut geht. Man muss ständig zum TA wackeln, sie müssen geimpft und entwurmt werden, gefüttert, man braucht Wurfkisten, der Zuchtwart muss kommen, der Deckrüde muss bezahlt werden, man muss zum Deckrüden irgendwie hinkommen usw. usw. usw. Ein wirklich guter und seriöse Züchter wird daran nicht viel verdienen. Wenn er überhaupt daran verdient. Vor allem, wenn es auch mal Würfe gibt, wo "nur" 1-2 Welpen dabei sind. Das gleicht dann die "kommerziell glücklichen Würfe" mit 10 Welpen und mehr auch wieder aus. Oft haben die Züchter auch die Hündinnen bei sich weiterhin aufgenommen, die in Zuchtrente sind, was je nach Individuum schnell passieren kann, wenn ein Kaiserschnitt her musste oder der Hund einfach nicht mehr will.

Aber ich verstehe prinzipiell, was du meinst. Oberflächlich gesehen, wirkt das alles schon etwas stark geldlastig. Aber ich kann mich öfter selbst von einem Züchter überzeugen, der auch mal gute 1500 Euro und mehr für seine Welpen nimmt. Aber ich sehe gleichzeitig auch selten jemanden, der SO vernarrt in seine Hunde ist. Der macht uns Forenspezis Konkurrenz :mrgreen:
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #11
Huhu!

Ich finde auch, dass es auf den Fall ankommt. Bei Kleintieren z.B. konnte ich es nie verstehen, wieso man da zum Züchter geht, da hocken doch genug in Tierheimen und Notstellen rum. Und übrigens sind z.B. die Hamster aus der Hamsterhilfe gesund, wenn sie ausziehen. Wenn nicht, wird man darüber informiert.
Jetzt allerdings werde ich mir meine nächsten Hamster vom Züchter holen. Grund dafür ist, dass diese Art der Zwerghamster in der Natur in Gruppen leben, aber durch die ständige Vermischung in Privathand und zu frühe Trennung von der Mutter etc pp ist bei Tieren aus Notstellen und Tierheimen nicht mehr gewährleistet, dass sie so sozial wie ihre wilden Verwandten sind und sich am Ende nicht totbeißen. Es gibt daher Züchter, die sich genau darauf spezialisiert haben, den Hamster wieder in seine ursprüngliche Verhaltensform zu bekommen.
Ohje, jetzt hab ich mich wahrscheinlich total blöde ausgedrückt:lol:

Also ich finde es nicht schlimm, zum Züchter zu gehen. Aber nur wegen solchen Sachen wie "Da sind die Tiere jung und gesund"- naja, das ist ziemlich grenzwertig, finde ich.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #12
Was sind denn Gründe, die nicht mehr grenzwertig sind?
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #13
Naja, ich meinte, dass wenn man nur Tiere vom Züchter holt, weil die angeblich jung und gesund sind, finde ich das nicht gut. Da gibt es viele Tiere, die ein zu Hause suchen, schon "da" sind und die genau diese Kriterien erfüllen.
Aber wenn man jetzt z.B. ein besonderes Verhalten (Sozialverhalten), eine Sportlinie statt eine Showlinie will, damit man richtig mit den Tieren arbeiten kann, wenn man Tiere sucht, die die Gene oder Anfälligkeiten für eine bestimmte Krankheit nicht tragen (was leider das Problem bei vielen überzüchteten andere Tiere ist).....
Wäre jetzt das, was mir spontan einfällt.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #14
Wenn man - wie Pewee bereits sagte, wie sie es suchenden Usern mit bestimmten Aussagen gerne empfiehlt - nach eher allgemeinen Charaktereigenschaften sucht, eine bestimmte Größe gewünscht ist und einem der Rest eigentlich relativ egal ist, dann ist der Gang ins Tierheim doch nur Wünschenswert.
Wenn man aber nach bestimmten Charakter-/Typeigenschaften aussuchen will, eine bestimmte Linie verfolgt und ja auch nach bestimmten Aussehen sucht, dann ist es doch völlig legitim sich bei einem seriösen Züchter, nach einem möglichst gesunden Tier umzusehen. Wobei es eben auch hier spezielle Nothilfen für bestimmte Rassen gibt. Auch da kann man sich gut umgucken und hat nicht "direkt" ein Tier vom Züchter.

In meinem Fall würde ich persönlich allerdings nur beim Hund zum Züchter gehen. Alle anderen Tiere kommen und kämen von Nothilfen/Tierheimen :)
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #15
Was sind denn Gründe, die nicht mehr grenzwertig sind?

Vor allem bei manchen Gebrauchstieren besteht m.M.n. noch ein berechtigtes Interesse, das Tier direkt vom Züchter des Vertrauens abzunehmen.

Mein Vater führt beispielsweise seit Jahrzehnten Jagdgebrauchshunde (ausschließlich DD) und hat die Tiere alle bereits als Welpe von Züchtern, die einem dem JGHV angeschlossen Verein angehören. Ich kann das aber auch hier schlecht beurteilen, ob das unbedingt sein muss, oder ob man auch problemlos einen Jagdhund aus dem Tierheim nehmen kann. Mit der Gebrauchsprüfung usw. wird das dann alles wohl ein bisschen komplizierter und ganz so toll ist das sicher auch nicht, wenn man sich auf einen Hund verlassen muss, den man nicht von Anfang an kennt.

Wen ich den fragen würde, warum er keinen Jagdhund aus dem Tierheim nimmt, würde er wahrscheinlich in typischer Jägermanier losbrüllen und ich wäre danach auch nicht viel schlauer, weil die Jäger ja oft ihre eigenen Ansichten vertreten. :mrgreen:
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #16
Also ich hab schon ein paar mal bei "Tiere suchen ein Zuhause" Jagdhunde gesehen, wo die Tierheime sie auch gern zu Jägern vermittelt hätten. Waren meist Jagdhunde, die von "Normalos" gekauft wurden und festgestellt wurde, dass es nicht geht.
So ähnlich war das auch bei Alex, dem Münsterländer den meine Großeltern sich geholt hatten, der Nachbar (Jäger) hatte einen Kollegen gefragt, leider kam von dem Nichts. Alex kam aber zu einem früheren Jäger, der immer Münsterländer hatte.

Ich meine, dass man sich auch auf Hunde verlassen kann, die man als Jungspund bekommt, vor einem gewissen Alter kann man doch eh nicht jagdlich arbeiten oder? Zumindest fing das bei dem Hund (Hannoverscher Schweißhund) der Nachbarn meiner Großeltern erst ab nem Jahr oder so an.

Nunja, zum Thema:
Ich hab meine alle aus dem Tierschutz, was Kleintiere betrifft kommt für mich auch nichts anderes in Frage. Bei Katzen habe ich mein Herz an Main Coons und Norweger verloren, aber auch da gibt es schon (oder leider) Nothilfen die speziell diese Rassen (und deren Mischlinge) nehmen. Auch bei Hunden gibt es bei vielen Rassen spezielle Nothilfen, auch mit Welpen. Ich bin mir sicher, dass es auch eine Nothilfe für DD gibt, die auch an Jäger vermitteln @Retic.

Ich hätte jetzt allerdings auch kein Problem mit einem Hund von einem guten Züchter.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #17
Ich verstehe nicht so ganz, warum viele es akzeptieren, wenn man Hunde beim Züchter
holt, bei anderen Tieren aber wieder nicht.
Ich denke doch mal, dass es bei fast allen anderen Tieren möglich ist charakterstarke,
gesunde und gut sozialisierte Tiere zu züchten, oder nicht?
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #18
Wahrscheinlich aus dem selben Grund, wieso Katzenkastras ok sind und Hundekastras offensichtlich nicht :mrgreen:

Nein, mal im Ernst. Ich will jetzt nicht sagen, dass Katzen, Kaninchen oder Mäuse nicht vielseitig sind. Aber zum einen gibt es noch die Gruppe an Menschen, die ihre Hunde als Gebrauchshunde nehmen. Wenn du einen Hund brauchst der Wild apportiert, kann man sich nicht einfach einen Hund holen, der eigentlich für die Bewachung des Hofes gezüchtet wurde. Damit kommt man nicht weit ;) Zum anderen nehmen Hunde aktiver an deinem Leben teil als so manch andere Tierart. Du gehst mit ihnen spazieren und triffst Menschen und andere Hunde. Der gute Hundehalter von heute sollte eigentlich gewährleisten, seinen Hund unter Kontrolle zu haben. Manche kommen aber nicht mit bestimmten Trieben von Hunden klar, sie sollten sich also gezielt einen Hund suchen. Dabei kommt es dann nochmal auf die Intensität an. Ein Australian Terrier hat nicht denselben Jagdtrieb wie ein deutsch Drahthaar. Das ist sogar ein riesen Unterschied und verlangt nochmal mehr Fähigkeiten und Erfahrung. Bei Züchtern hast du eine bestimmte Gewissheit, wieviel an Trieben in den Hunden stecken wird - bei Mischlingen geht das nur bedingt. Natürlich gibt es da auch solche und solche. Es gibt Hunde, die sind gut einschätzbar und Hunde, die sind weniger gut einschätzbar. Ich hatte bisher 4 Hunde in meinem Leben: 1 davon war abzuschätzen. Die anderen haben sich mit den Jahren zu dem entwickelt, was sie dann auch waren. Solche Umstände sind für manche machbar - andere lieben sie sogar (so wie ich), für andere wiederum ist das der Horror und da muss man dann auch akzeptieren, dass ein Rassehund besser ist, weil man dort die Triebe besser einschätzen kann oder zumindest weiß, womit man rechnen MUSS.

Ich finde es eben deswegen wichtig, weil ein Hund für meine Umwelt gefährlicher ist als ein Kaninchen. Also muss man auch so fair sein und sich einschätzen und wer sich an einen Mischling nicht rantraut oder nicht die Fähigkeiten hat, grob die enthaltenen Rassen zu erkennen, der sollte zum Züchter gehen, der die Rasse auch gut einschätzen kann und den Wurf individuell auf Interessenten aufteilt.
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #19
ich finde es natürlich super wenn man sein Tier aus einem Tierheim oder so holt aber ich finde es auch nicht schlimm wenn man es von einem seriösen Züchter holt
musste auch zum Züchter da ich kein Tierheim gefunden habe die ihre Kaninchen in Innenhaltung geben
 
  • Ist man ein schlechter Mensch, wenn man Tiere vom Züchter holt? Beitrag #20
Wie gesagt, so lange der Züchter auf charakterstarke, gesunde und gut sozialisierte Tiere züchtet sehe ich nichts verwerfliches daran.
Bei keinem Tier.
 
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