Hi,
Zuerst würde ich darauf achten, dass Du beim Pferd fertig machen dabei bist. Vom aus dem Stall führen, bis zum Trensen. Da kannst Du schon gut sehen, wie das Pferd im Umgang ist ( hat es Sattelzwang? Wird er grantig beim putzen, lässt er sich ohne Probleme trensen oder streckt er seinen Kopf in den Himmel usw)
Dabei kannst Du dann auch schon mal gucken, irgendwelche offensichtlichen Mängel vorliegen, wie Druckstellen an Sattel- und/ oder Gurtlage, Druckstellen an den Beinen, Gallen, Piephacken usw.
Dann lässt Du dir das Pferd ein Paar Runden vorreiten und machst davon ein Video, ebenso wenn Du das Pferd reitest ( zur Überprüfung, ob Reitgefühl und der tatsächliche Ist-Zustand auch zusammen passen. Auch fallen dann auch Kleinigkeiten auf, die man von oben in der Aufregung nicht gemerkt hat)
Dann würde ich persönlich das Pferd 2-3 Tage am Stück ausprobieren, um zu gucken ob sich was verändert. ( Kleiner Tipp: möglichst Morgens den Reittermin legen, damit die Chance, dass das Pferd schon vorher gearbeitet wurde damit es brav ist, ein wenig verringert ist)
Und da auch wieder: selber fertig machen und auch wieder weg bringen.
Wenn dann alles stimmt, den eigenen Tierarzt die Ankaufsuntersuchung durchführen lassen.
Beim Kauf natürlich einen Vertrag aufstellen, der den aktuellen Gesundheitszustand des Pferdes beinhaltet, dass alle Papiere dem Käufer übertragen werden, und zu welchem Nutzen das Pferd weiter gegeben wird sowie zu welchem Preis.
Und ganz wichtig: schlaft immer noch eine Nacht über die Entscheidung. Das Video kritisch begutachten und auf das eigene Gefühl hören. Wenn Du dir nicht sicher bist, lieber noch mal nach anderen Pferden gucken.