Rottweiler

Diskutiere Rottweiler im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hey Leute, Ich möchte schon seit langem einen Hund, aber meine Eltern nicht. Ich versuche sie immer und immer wieder zu überreden. Vor ein paar...
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  • Rottweiler Beitrag #1
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annilea

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Hey Leute,

Ich möchte schon seit langem einen Hund, aber meine Eltern nicht. Ich versuche sie immer und immer wieder zu überreden. Vor ein paar Tagen habe ich, auf der Internetseite eines Tierheims in meiner Nähe, Rottweiler gesehen. Die haben da 3 Rottweiler. Ich finde, die voll süß. Ich würde natürlich nicht alle 3 haben wollen, sondern nur einen. Aber meine Eltern mögen Rottweiler nicht. Sie meinen es sind Kampfhunde und böse Tiere, aber ich würde sie gerne vom Gegenteil überzeugen.
Habt ihr ein paar schlagende Argumente mit denen ich sie übereugen kann. Es liegt ja meistens an den Besitzern in was die Hunde sich entwickeln. Bei den Beschreibungen von den Rottweilern steht auch, dass sie total lieb sind und gerne schmusen.

Aber trotzdem bräuchte ich noch bessere Argumente, wisst ihr da was. Oder hattet ihr schon mal einen Rotti und könnt aus eigener Erfahrung sagen, dass die Rasse toll ist.
Rottweiler sind in Deutschland keine Listenhunde, oder?
Ich find die so hübsch. Ich geb euch mal den Link zu der Tierheimseite:
Also die ersten beiden sind ziemlich weit oben und die andere ist fast ganz unten.

Ich freue mich auf eure Antworten und danke schonmal.

LG annilea
 
  • Rottweiler Beitrag #2
Huhu,

hier siehst du, in welchen Bundesländern der Rottweiler als Listenhund gilt: Leider sind es nicht sehr wenige. Aber ich finde deine Haltung zu den Sokas toll und stimme dir zu, dass nicht die Hunde das Böse sind, sondern oft die Halter hinter dem Hund.

Ich würde wohl als erstes Gassigänger des Tierheims für einen der Rottis werden - sofern du das schon darfst, kommt auf dein Alter an ;) Wenn das funktioniert, würde ich mal Mutter oder Vater zum Spaziergang einladen, einfach damit sie sehen, wie lammfromm und gutmütig auch Rottis sein können. Das hilft meist mehr als irgendwelche Argumente.
 
  • Rottweiler Beitrag #3
Hallo Annilea!

Wir hatten vor etlichen Jahren mal einen Rottweiler (Max).

Ob sie Listenhunde sind, hängt vom Bundesland ab. Bei mir in Hessen z.B. stehen sie auf irgendeiner Liste (ich weiß nicht mehr ganz genau, wie die hieß... irgendwas mit Gefahrenabwehrverordnung... ich glaub, ich hab die sogar hier irgendwo mal gepostet, frag mich nur bloß nicht wo ;)), aber in Niedersachsen (da liegt doch Peine, wenn mich jetzt nicht alles täuscht) gibt es gar keine Rasseliste, wenn ich Wikipedia glauben kann. Müsste sich aber durch Google ganz leicht rausfinden lassen ;)

So, zum Thema Rottweiler als Hund (wobei ich jetzt alles andere als ein erfahrener Hundehalter bin - ich war vielleicht 10, als wir Max hatten, von daher kann ich dir nur erzählen, wie unser Rottweiler war). Von einem jetzigen Rottweilerbesitzer kriegst du wahrscheinlich kompetentere Infos ;) Also, man muss sich darüber im klaren sein, dass so ein Rottweiler schon ein ganz schöner Koloss von Hund ist ;) Wobei ich bei Max immer den Eindruck hatte, dass der gar nicht wusste, was er eigentlich für ein Klops ist und in seinem tiefsten Inneren dachte, er sei ein kleiner, süßer putziger Schoßhund :lol: Er war einn absolutes Kuschelmonster, ist einem kaum von der Seite gewichen und war eine richtig treue Seele.
Was für uns ein sehr großer Pluspunkt war: er hat so gut wie nie gebellt. Ich denke, das ist gerade in Mehrfamilienhäusern schon wichtig. Max war morgens immer alleine zu Hause und unsere Nachbarn waren ziemlich überrascht, weil sie eben nie auch nur einen Mucks von Max gehört haben. Er hat eigentlich nur nachts bei seltsamen Geräuschen kurz angeschlagen, was aber auch okay war... da kam wohl der Beschützerinstinkt durch ;)

Max war total verträglich mit anderen Tieren (außer mit Katzen und Yorkshire-Terriern - vor den Mini-Hunden hatte er Angst :roll:)... was aber vermutlich daran liegt, dass er von klein auf an so Tiere wie Hasen, Hühner, Enten, Tauben und was mein Vater halt an Geflügel sonst noch so hatte gewöhnt war. Ich denke, das ist einfach alles eine Frage der Erziehung.

Kinder waren auch absolut kein Problem. Zu dem Zeitpunkt waren meine beiden Neffen noch recht klein (der eine war 5, der andere noch ein Baby), und da war nie irgendwas vorgefallen, was man hätte als bedrohlich einordnen können. Und die Jungs sind nun wirklich nicht gerade zimperlich mit ihm umgegangen. Wobei einem natürlich klar sein sollte, dass man Kinder nicht mit Hunden alleine lässt - pupsegal ob Rottweiler oder Chihuahua ;)

Zur Erziehung und Auslastung kann ich leider nicht wirklich was sagen, da wir Max eigentlich nicht wirklich erzogen haben. Wir haben auch nur ganz kurze Zeit einen Hundesportverein besucht... ich glaube, vor 20 Jahren ist man an die Hundehaltung noch ganz anders rangegangen. Heute würde ich das auch alles anders machen, aber als 10jähriger Stöpsel war da mein Mitspracherecht natürlich sehr beschränkt. Max konnte lediglich die Grundkommandos wie "sitz", "platz", "Fuß" und "bleib" (was wir ihm eigentlich komplett in Eigenregie beigebracht haben).

Was ich allerdings fairerweise auch erwähnen sollte: es gab leider auch einen Beißvorfall :? wobei ich ja bis heute behaupte, dass der Hund in Notwehr gehandelt hat (wenn man bei Hunden überhaupt von sowas sprechen kann). Da meinte ein Betrunkener, meinen Vater anpöbeln zu müssen und auch mit dem Fuß in Richtung Hund zu treten. Und weil der Typ auf das Knurren von Max nicht reagiert hat, hat Max ihm in den Unterarm gebissen, als er meinen Vater geschubst hat. Jetzt hat so ein Biss von einem Rottweiler natürlich ganz andere Ausmaße als der eines Chihuahuas (sorry an alle Chi-Besitzer, aber das ist für mich nunmal der absolute Inbegriff eines Schoßhündchens ;) was absolut nicht böse gemeint ist). Darüber muss man sich dann eben auch im Klaren sein.
Dennoch möchte ich betonen, dass dieser Vorfall der einzige Vorfall war, der in den 7 Jahren, in denen wir Max hatten, passiert ist, wo er auffällig geworden ist. Ansonsten... kein Knurren, kein Schnappen, kein gar nichts Negatives.

Was einem bei einem Rottweiler auch klar sein muss: er wirkt auf viele Menschen (aufgrund der ganzen Vorfälle in den Medien) bedrohlich. Wir haben damals die Erfahrung gemacht, dass Leute, die ihn als Welpen sahen und halb totgeknuddelt haben, später, als er dann ausgewachsen war, die Straßenseite gewechselt haben, wenn sie uns beim Gassi gehen getroffen haben :roll:

Fazit meines halben Romans: Unser Rottweiler war, trotz der ganzen Fehler, die wir bei der Haltung gemacht haben, ein absoluter Traumhund :D Und die Erfahrung, die ich persönlich mit Max gemacht habe, hat mich darin bestärkt, dass ich, sobald ich es einrichten kann, auch wieder einen Rottweiler haben will.

Vielleicht war ja da irgendwas dabei, was deine Eltern überzeugt. Wie gesagt, alles ein einzelner Erfahrungsbericht von vor 20 Jahren ;)
 
  • Rottweiler Beitrag #4
Hallo :)

Ich persönlich kann die Meinung deiner Eltern absolut nicht bestätigen.
In den richtigen Händen sind Rottis (meiner Erfahrung nach) alles andere als Kampfhunde.

Wir (also meine Familie und ich) hatten auch mal 2 Rottweiler (nacheinander).
Der erste war ungefähr 6 Jahre alt,als wir ihn von einer Privatperson gekauft haben.
Er war wirklich der liebste Hund,den ich je kennen gelernt hab.
Nie hat er geknurrt,geschweige denn geschnappt.
Das einzige Problem,was wir mit ihm hatten war, das er andere Rüden nicht leiden konnte,er
war aber trotzdem sehr gut kontrollierbar.
Leider mussten wir ihn nach knapp einem Jahr wegen Krebs einschläfern lassen.

Kurz danach kam der 2. Rotti. Wieder von Privatleuten und ungefähr im gleichen Alter wie der andere.
Er war anders,als unser erster Rotti,aber eigentlich genauso lieb.
Allerdings hat er doch mal mal geknurrt,wenn irgendwas war,auch hätte er vermutlich nicht jeden in die
Wohnung gelassen (sobald wir unser OK gaben,begrüßte er jeden Besuch freudig)
Auch ihn hatten wir leider nicht lange,da auch er an Krebs erkrankte und eingeschläfert werden musste.

Naja,das waren meine Erfahrungen zum Rotti,vielleicht konnte ich dir ja weiter helfen ;)
 
  • Rottweiler Beitrag #5
Max hat auch keinen in die Wohnung gelassen. Was aber daran lag, dass er sich immer von die Wohungstür gelegt hat und man die dann nicht mehr aufbekommen hat ;) Einem Einbrecher hätte der wahrscheinlich noch beim Raustragen geholfen :lol:Ich hab selten so einen treudoofen (ganz liebevoll gemeint) Hund erlebt
 
  • Rottweiler Beitrag #6
Off-Topic
Es liegt ja meistens an den Besitzern in was die Hunde sich entwickeln...

Falsch! Es liegt IMMER an den Besitzern, nicht an dem Tier. Es wird zu dem gemacht, nicht etwa so geboren.
 
  • Rottweiler Beitrag #7
Ich glaube viele Menschen lassen sich von dem schlechten Image der Rottweiler ungesund beeinflussen.
Ich sag's mal so :
Beißt ein Rotti jemanden, große Schlagzeile und die Medien zerfetzen das Image dieser Hunderasse in der Luft.
Ein Rotti rettet ein kleines Kind aus einem brennenden Haus, es gibt ein lauwarmes Klatschen und gut ist.

Ich persönlich finde diese Hunderasse unglaublich toll.
Die Farbe, Körperform, die Ausstrahlung *_* einfach Traumhaft zu sehen wie so ein "Kollos" doch ein dahin schmelzendes Herz für seinen Besitzer o. seiner Familie hat.
Ich weiß Eltern sind da so :S
Wenn es nach mir ginge würde hier auch schon so ein Kaliber rumturnen (lieb gemeint).
Ich liebe diese Rasse trotz des schlechten Rufes.
Denn wie gesagt, der Mensch formt den Hund und nicht der Hund die Aggression.
 
  • Rottweiler Beitrag #8
Also, ich bin leider noch nicht alt genug um mit einem Hund Gassi zu gehen und gerade das regt mich unter anderem auch auf.
Ich will meine Mutter überreden, das wir vllt. doch mal hinfahren könnten zum Gassi gehen.

Mir wäre es auch sche*ß egal, ob Leute die Straßenseite wechseln würde. Es reicht mir wenn ich weiß, das der Hund nichts tut. Sollen die Leute doch denken was sie wollen.

@Winniegirl: Das was dein Hund gemacht hat, war, denke ich mal, weil er sein Herrchen beschützen wollte.
Der Hund meiner Freundin (Jack Russel Terrier) hat schon mal gebissen und das nicht aus Notwehr. Der ist aber sowieso kein Stück erzogen, was keine Entschuldigung dafür sein soll. Sie meinten mal, sie wollen noch mal mit ihm zur Hundeschule gehen, aber sie haben ja keine Zeit dazu. Ich denke bei dem hund würde es auch mal helfen ihn zu kastrieren, damit er wenigstens etwas ruhiger wird.

Meine Eltern meinen auch, ich würde mich nach einiger Zeit nicht mehr um den Hund kümmern. Das ist bei meiner Freundin auch so. Sie hat keine Lust, die Eltern arbeiten beide und am Ende bleibt es an der Oma hängen mit dem Hund gassi zu gehen.

Ich finde es auch immer kacke, wenn man nur schlechtes über eine Rasse erzählt und hört ohne sich von ihr ein eigenes Bild zu machen.
Ich finde Rottweiler auch richtig schöön!!

Deshalb würde ich ja gerne einen haben und ich finde es immer gut einen Hund aus dem TH zu holen.

Danke für eure Antworten.
LG annilea
 
  • Rottweiler Beitrag #9
Nunja... wenn deine Eltern dagegen sind, ist das natürlich doof, aber wenn ein Hund in die Familie einziehen soll (oder überhaupt irgendein Tier), dann sollte da schon die ganze Familie dahinter stehen.

Ich gehe mal davon aus, dass du noch relativ jung bist, d.h. du bist auf die Unterstützung deiner Eltern angewiesen und kannst dich nicht vollkommen alleine um den Hund kümmern. Ich weiß, es ist unheimlich schwer, wenn man sich einen Hund wünscht, die Eltern sich aber querstellen. Glaub mir, mir ging das nicht anders. Ich wollte immer einen Hund haben, meine Mutter war aber absolut dagegen. So lange, bis mein Vater von einem Vereinsausflug nach Hause kam und den Mini-Rottweiler-Welpen im Schlepptau hatte ;) Ein Blick in die Hundeaugen und meine Mutter ist weich geworden.

Hast du vielleicht Freunde, die einen Hund haben? Es muss ja nicht sofort so ein Koloss von Hund sein. Vielleicht kannst du mit denen vereinbaren, dass du stundenweise mal auf deren Hund aufpassen kannst. Oder sie besuchen dich mit Hund und du kannst dadurch versuchen, deine Eltern "weichzuklopfen" ;)

Sind deine Eltern denn generell keine Hundemenschen oder geht es ihnen nur darum, dass sie meinen, du würdest dich nicht um den Hund kümmern? Wenn ich das richtig sehe, hast du ja bereits etliche Tiere. Da müssten deine Eltern ja sehen, dass du in der Lage bist, Verantwortung zu übernehmen.
Wobei man halt auch ehrlicherweise sagen muss, dass ein Hund was ganz anderes als z.B. Kaninchen sind. :eusa_think:
 
  • Rottweiler Beitrag #10
Also sie sind nicht so richtige Hundemenschen.
Mein Vater wurde früher mal von einem gebissen und meiner Mutter hat mal einer die Pfoten auf die Schultern gestellt und ihr in die Augen geguckt.
ja, sie wissen das ich Verantwortung übernehmen kann, aber sie denken bei dem Hund würde es mir i-wann langweilig werden.

Ich hab mir überlegt, dass ich mal mit meine Nachbarin zum TH fahren, denn sie mag Rottweiler. Dann kann ich meiner Mutter auch mal mitnehmen und ihr zeigen, dass die Hundis ganz lieb sind.

Ich bin (leider) auf sie angewiesen, da ich erst 14 bin und somit auch noch nicht alleine mit einem Hund Gassi gehen kann.
 
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