Ich war vor ich glaube 6 oder 7 Jahren zweimal da.
Der Hof an sich ist ganz schön und die Pferde sind alle auch recht brav, allerdings gab es so einige Sachen, die mir nicht gefallen haben:
1. Der Reitunterricht - vorne steht zwar FN-Reitschule dran, aber im Prinzip hat glaube ich nur die Leiterin einen Schein, und die gibt höchstens zu Beginn der Woche eine Reitstunde, sonst sieht man sie so gut wie nie.
Die anderen Reitlehrerinnen machten häufig keinen wirklich kompetenten Eindruck, und guten Reitunterricht sucht man da auch vergeblich - es gibt eigentlich nur Bahnstunden mit zu vielen Pferden, und bei den meisten hat man Probleme, sie vom zu dichten Aufreiten abzuhalten. Es macht echt keinen Spaß, wenn man ständig im Zügel hängt, weil das Pferd vor einem schon versucht, auszutreten, und die Reitlehrer da keine wirkliche Lösung bereit haben.
2. Viele Pferde hatten Druckstellen und mussten deshalb häufig ohne Sattel geritten werden - was ja erstens nicht gesund für den Pferderücken ist, und zweitens fand ich es auch nicht so toll, weil ich schnell Panik bekomme, wenn ich ohne Sattel/Steigbügel Trab oder Galopp reiten soll (nach zwei Stürzen ohne Sattel).
Dementsprechend saß ich bei der ersten Reitstunde, wo das "Können" bewertet wurde und gesagt wurde, ob man zum Strandritt mitreiten darf (ohne geführt zu werden) auch etwas verkrampft auf dem blanken Pferderücken, obwohl ich mit Sattel da schon ziemlich sicher sitzen konnte. Folge: Keine Erlaubnis zum Strandritt.:roll:
3. Der Strandausritt selbst:
Erstens muss man meist selbst beim Pferde führen mithelfen (wenn man nicht selbst mit ausreitet) und spaziert dann mit den Pferden 2 Stunden durch Wald und Wiesen, um dann kurz an den Strand zu kommen.
Das ist also eher ein langer Waldritt + vielleicht ein kurzer Galopp am Strand, wenn man denn darf.
4. Mitbewohner: Beim ersten Mal sehr nett, beim zweiten Mal leider die totale Katastrophe, da hatte man eher den Eindruck, als wären nur soziale Problemfälle dabei gewesen.
5. Die Betreuer: Da kommt es auch drauf an, wen man da bekommt - im Prinzip konnte jeder Betreuer werden, der schon drei Ferien auf dem Hof verbracht hat. Besonders
freundlich waren davon nur wenige.
6. Die Pferde mussten zumindest vor sechs Jahren extrem viel arbeiten. Ein Pferd war 4 oder 5 Stunden lang in der Bahn - ohne Pause, und das nur vormittags, wer weiß, ob es
am Nachmittag auch noch laufen musste.
7. Die Teilnahme an der "kleinen Pferdeshow" beschränkt sich darauf, dass man morgens die Pferde hübsch machen muss (teilweise werden den Ponies die Mähnen grün/pink angesprüht) und sie in die Halle - und wieder hinausführt. Von der Vorstellung selbst sieht man so gut wie nichts.
8. Der Preis - ich kenne die aktuelle preisliche Lage anderswo nicht, aber früher hat der Spaß wesentlich weniger als 325€ in den Sommerferien gekostet - da war das auch noch aufgeteilt in Vor-und Nachsaison.
So, das wäre es erstmal, mir würden bestimmt noch mehr Kritikpunkte einfallen, aber das wird sonst noch zu viel.

Fazit: Das war der Stand vor einigen Jahren, wie es heute ist, weiß ich nicht. Hast du vielleicht die Möglichkeit, mal auf ein Probewochenende vorbeizuschauen?