- Anschaffung des 1. eigenen Hunds - Tipps von Profis für alle Formalia und wesentlichen Schritte? Beitrag #1
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jata1978
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Hey Ihr glücklichen Hundehalterinnen & Hundehalter,
ich überlege seit zwei Monaten sehr konkret, mir einen Hund anzuschaffen. Der Wunsch an sich ist schon uralt, ließ sich aber bisher nie so recht realiseren (man musste erst erwachsen werden
. Ich hatte die letzten fünfzehn Jahre in meinem Freundeskreis immer Hunde um mich rum, und passe seit 9 Monaten auf eine junge Boxerhündin auf, wenn der Besitzer keine Zeit hat - mal nur halbe/ganze Tage, der längste Block waren drei Wochen letzten Herbst. Da gab es stressige Momente (krasse Sorgen, als sie gehustet und gewürgt hat, war aber "nur" eine Erkältung, oder hochgezogene Augenbrauen, als sie nachts in meinen Flur geschifft hat), aber diese Monate haben in mir eher den Wunsch geweckt, jetzt einen Hund zu haben. Das Leben ist zu kurz, um auf den "perfekten" Moment zu warten.
Was nicht heißt, dass ich das lapidar sehe - eine Entscheidung für einen Hund ist ja ähnlich groß wie die für ein Kind (oder, da der Hund "immer" auf mich angewiesen ist, sogar größer). Ich kann Google benutzen und habe mich (auch außerhalb des Internets) schon in die Grundzüge eingelesen, ich hoffe hier auf viele konkrete Tipps und Hinweise, wie das praktisch umgesetzt werden kann.
Ein paar grundsätzliche Informationen für die Beurteilung: Ich bin 33, in einer festen Beziehung (stabil, und komplett ohne einen Hauch genauso hundevernarrt wie ich), habe einie 60qm Wohnung mit einem kleinen Stück Garten (10qm) für mich alleine, und in Münster viele Grünstrecken in der Nähe. Ich bin momentan noch mit meiner Promotion beschäftigt, das heißt ich sitze den ganzen Tag zu Hause am Schreibtisch (und habe eher zuviel Energie übrig als zu wenig), und könnte mich die nächsten Monate (nächstes Jahr geht es in den Job, da könnte ich ein paar Wochen Urlaub nehmen, falls es erst da zu einem Welpen käme, momentan ist das deutlich flexibler) einem kleinen Welpen mit viel Zeit widmen. Der Job für danach steht auch schon, auch da wäre es kein Problem, den Hund in 95% aller Fälle mitzubringen (nur bei Konferenzen oder ähnlichem müsste ich auf Freundin oder Hundesitter zurückgreifen). Ich möchte betonen, damit sich das alles nicht zu ideal anhört, ich weiß dass die bisherige Zeit mit einer Boxerhündin etwas anderes ist, einen Hund für zehn bis fünfzehn Jahre bei mir zu haben, dass das auch viele Einschränkungen bedeutet... wie gesagt, ich habe mir schon ziemlich viele Gedanken gemacht. Mindestens zwei Stunden pro Tag sind auf jeden Fall drin, das baut bei mir den Stress eher ab, mehr als vier werden unter der Woche leider die Ausnahme sein (natürlich erst, wenn der kleine Hund so ein Jahr alt ist, die ersten Monate wird es ihm nicht an Aufmerksamkeit mangeln).
Zu meiner Planung: Auch wenn ich ein wenig in die Boxerhündin verliebt bin, scheint mir für meinen ersten Hund ein "Anfängerhund" geeigneter - der aber auch wild (und verrückt und verspielt) und sportlich (laufe gern, bin gern mit dem Rad unterwegs (geht mit nem Hund erst ab 1-1,5Jahren, i know) und familientauglich (kommt nicht sofort, aber in ein paar Jahren) werden soll. Deswegen habe ich mich für einen Labrador entschieden (wobei auch Golden Retriever toll sind (wie hundert andere Hunderassen, bin da leider krass befangen)). Ich habe schon nach Züchtern gesucht (bei meinen Recherchen habe ich mitbekommen, wie wichtig die Wahl eines guten Züchters ist), und will einen Welpen (eine Hündin), mit dem ich alle Schritte gehen kann, mit dem ich viele Erfahrungen sammeln kann - man kann sich ja noch so gut vorbereiten, aber das wirkliche Lernen passiert dann im Leben selbst.
1. Nach meiner Recherche braucht man für die Hundehaltung einen Sachkundenachweis - wieviel eher muss ich den gemacht haben? Kann ich den "zeitgleich" machen? Bzw. wiederholen, falls ich durchfalle? (nicht, dass ich das plane, aber ich will hier alle Eventualitäten abdecken)
2. Zu meiner Kostenplanung, ich brauche keinen "Luxus", keinen Designerkram und Hundefriseur. Die gute Hündin soll aber auch nicht verhungern und ihren Spaß haben... Wie sieht das mit den Finanzen aus?
-Hundesteuer (wie viel ist das? eher 20€ pro Monat, eher 50€ pro Monat?)
-Hundehaftpflicht (ca 20€ pro Monat?)
-Krankenversicherung (ca 60€ pro Monat?)
-Welpenschule (50€ pro Monat?)
-Futter (100€ pro Monat?)
-Hundeausstattung (200€ pro Jahr?)
-fehlt noch ein großer Posten?
3. Abseits der Sachen, die ich im Internet dazu finde:
Was hat für Euch einen guten Züchter ausgemacht?
Was macht für Euch eine gute Welpenschule aus?
Welche Hundebücher könnt Ihr empfehlen?
4. Was waren die Sachen, die bei Euren ersten Hunden "überraschend" im Alltag waren, die Ihr nicht absehen konntet?
5. Wie genau sieht man einem Welpen seine Grundpersönlichkeit an? Weiß der Züchter das gut genug? Ich will keinen "perfekten" Hund, im Gegenteil, ich will eine eigene Persönlichkeit im Haus haben. Aber sehr dominante Hunde oder sehr ängstliche Hunde bräuchten vermutlich einen erfahreneren Besitzer als mich.
Soviel erst einmal zu den Grundsätzen, vielleicht fallen mir noch weitere Fragen ein... bzw. wenn Ihr Fragen an mich habt, immer her damit!
ich überlege seit zwei Monaten sehr konkret, mir einen Hund anzuschaffen. Der Wunsch an sich ist schon uralt, ließ sich aber bisher nie so recht realiseren (man musste erst erwachsen werden
Was nicht heißt, dass ich das lapidar sehe - eine Entscheidung für einen Hund ist ja ähnlich groß wie die für ein Kind (oder, da der Hund "immer" auf mich angewiesen ist, sogar größer). Ich kann Google benutzen und habe mich (auch außerhalb des Internets) schon in die Grundzüge eingelesen, ich hoffe hier auf viele konkrete Tipps und Hinweise, wie das praktisch umgesetzt werden kann.
Ein paar grundsätzliche Informationen für die Beurteilung: Ich bin 33, in einer festen Beziehung (stabil, und komplett ohne einen Hauch genauso hundevernarrt wie ich), habe einie 60qm Wohnung mit einem kleinen Stück Garten (10qm) für mich alleine, und in Münster viele Grünstrecken in der Nähe. Ich bin momentan noch mit meiner Promotion beschäftigt, das heißt ich sitze den ganzen Tag zu Hause am Schreibtisch (und habe eher zuviel Energie übrig als zu wenig), und könnte mich die nächsten Monate (nächstes Jahr geht es in den Job, da könnte ich ein paar Wochen Urlaub nehmen, falls es erst da zu einem Welpen käme, momentan ist das deutlich flexibler) einem kleinen Welpen mit viel Zeit widmen. Der Job für danach steht auch schon, auch da wäre es kein Problem, den Hund in 95% aller Fälle mitzubringen (nur bei Konferenzen oder ähnlichem müsste ich auf Freundin oder Hundesitter zurückgreifen). Ich möchte betonen, damit sich das alles nicht zu ideal anhört, ich weiß dass die bisherige Zeit mit einer Boxerhündin etwas anderes ist, einen Hund für zehn bis fünfzehn Jahre bei mir zu haben, dass das auch viele Einschränkungen bedeutet... wie gesagt, ich habe mir schon ziemlich viele Gedanken gemacht. Mindestens zwei Stunden pro Tag sind auf jeden Fall drin, das baut bei mir den Stress eher ab, mehr als vier werden unter der Woche leider die Ausnahme sein (natürlich erst, wenn der kleine Hund so ein Jahr alt ist, die ersten Monate wird es ihm nicht an Aufmerksamkeit mangeln).
Zu meiner Planung: Auch wenn ich ein wenig in die Boxerhündin verliebt bin, scheint mir für meinen ersten Hund ein "Anfängerhund" geeigneter - der aber auch wild (und verrückt und verspielt) und sportlich (laufe gern, bin gern mit dem Rad unterwegs (geht mit nem Hund erst ab 1-1,5Jahren, i know) und familientauglich (kommt nicht sofort, aber in ein paar Jahren) werden soll. Deswegen habe ich mich für einen Labrador entschieden (wobei auch Golden Retriever toll sind (wie hundert andere Hunderassen, bin da leider krass befangen)). Ich habe schon nach Züchtern gesucht (bei meinen Recherchen habe ich mitbekommen, wie wichtig die Wahl eines guten Züchters ist), und will einen Welpen (eine Hündin), mit dem ich alle Schritte gehen kann, mit dem ich viele Erfahrungen sammeln kann - man kann sich ja noch so gut vorbereiten, aber das wirkliche Lernen passiert dann im Leben selbst.
1. Nach meiner Recherche braucht man für die Hundehaltung einen Sachkundenachweis - wieviel eher muss ich den gemacht haben? Kann ich den "zeitgleich" machen? Bzw. wiederholen, falls ich durchfalle? (nicht, dass ich das plane, aber ich will hier alle Eventualitäten abdecken)
2. Zu meiner Kostenplanung, ich brauche keinen "Luxus", keinen Designerkram und Hundefriseur. Die gute Hündin soll aber auch nicht verhungern und ihren Spaß haben... Wie sieht das mit den Finanzen aus?
-Hundesteuer (wie viel ist das? eher 20€ pro Monat, eher 50€ pro Monat?)
-Hundehaftpflicht (ca 20€ pro Monat?)
-Krankenversicherung (ca 60€ pro Monat?)
-Welpenschule (50€ pro Monat?)
-Futter (100€ pro Monat?)
-Hundeausstattung (200€ pro Jahr?)
-fehlt noch ein großer Posten?
3. Abseits der Sachen, die ich im Internet dazu finde:
Was hat für Euch einen guten Züchter ausgemacht?
Was macht für Euch eine gute Welpenschule aus?
Welche Hundebücher könnt Ihr empfehlen?
4. Was waren die Sachen, die bei Euren ersten Hunden "überraschend" im Alltag waren, die Ihr nicht absehen konntet?
5. Wie genau sieht man einem Welpen seine Grundpersönlichkeit an? Weiß der Züchter das gut genug? Ich will keinen "perfekten" Hund, im Gegenteil, ich will eine eigene Persönlichkeit im Haus haben. Aber sehr dominante Hunde oder sehr ängstliche Hunde bräuchten vermutlich einen erfahreneren Besitzer als mich.
Soviel erst einmal zu den Grundsätzen, vielleicht fallen mir noch weitere Fragen ein... bzw. wenn Ihr Fragen an mich habt, immer her damit!