Tips zum: 'Am Zügel gehen'

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  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #1
nickiundeve

nickiundeve

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hey,

könntet ihr mir ev. Tips geben, wie ich das Pferd dazu bringe, dass es besser am Zügel geht und nicht immer den Kopf hochnimmt, und fast schon hochnäsig herumläuft?

Mein voriger RL hat gesagt, ich soll Paraden geben, mit dem Kreuz und den Schenkeln treiben und schauen, wenn sie besser am Zügel geht, dass ich etwas nachgebe, aber meistens geht sie mir dann hinter dem Zügel, und das ist nicht korrekt und tut dem Pferd auf Dauer auch nicht gut.- deshalb würde ich mich sehr über eure Tips freuen, weil ich nicht haben will, dass sie dahinter geht und auch nicht, dass sie ständig den Kopf so weit als möglich oben hat.

Vorher ging sie auch wirklich vorbildlich am Zügel, aber immer öfters merke ich, dass sie damit anfängt sich gegen den Zügel zu lehnen, und den Kopf ganz hoch nimmt.
Der RL und ich haben schon vermutet, dass sie ev. Schmerzen o.Ä. haben könnte, und deshalb den Kopf so hoch nimmt, aber das wurde alles mit dem zuständigen TA abgeklärt, sie ist kerngesund.

Ich wäre über alle Tips dankbar!
Lg. Charly

P.S.: es ist nicht mein Pferd, aber ab September ev. mein Mietpferd.
 
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  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #2
Also dein Pferd entzieht sich dem Zügel durch Einrollen oder Kopf hochnehmen.
Bist du vielleicht zu viel dran? Bei meiner RB ist es so, dass er hinter die Senkrechte kommt, wenn ich zu lange dran bin.

Wenn er zu weit unten ist, kannst du doch auch ganz gut gegentreiben und ihn so wieder "hochholen".
Man könnte natürlich auch allgemein an der Durchlässigkeit arbeiten mit Volten usw.
Aber eigentlich müsste ein RL sowas in den Griff kriegen.

Habt ihr mal die Zähne des Pferdes überprüfen lassen?
 
  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #3
Ja genau, es entzieht sich durch Einrollen oder Kopf hochnehmen.

Es kann sein, aber wenn man ständig das selbe Pferd reitet, und eigentlich immer die gleichen Hilfen gibt, und von heute auf morgen klappts nicht mehr, dann zweifle ich irgendwie daran, dass ich zu viel dran bin, aber möglich wäre es.

Ich hab auch schon probiert nachzugeben, aber sobald ich nachgebe reagiert sie kaum mehr auf meine Hilfen, sie war schon immer eine, die man etwas 'fester' am Zügel halten musste, damit sie auf Zügelhilfen reagiert.

Volten helfen bei uns sehr gut, aber leider nur im Galopp- im Trab und Schritt hilft das nur vereinzelt.
Der TA checkte sie komplett durch, auch die Zähne, aber da war nichts zu finden.

Wenn mein RL sie reitet, bekommt er sie auch richtig an den Zügel, aber er hält sie noch fester als ich, aber ich begreife nicht, warum es von heute auf morgen nicht mehr klappt. :/

LG
 
  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #4
Hi,

Um die Frage nach dem " am Zügel gehen" beantworten zu können, müssen wir uns erst mal verdeutlichen, dass die Anlehnung eines Pferdes nur das Resultat des gesamten Körpers ist.

Um sich an den Zügel anlehnen zu können, braucht er deine Hand als Konstante. Sie muss flexibel die Anlehnung zu lassen. Kein springender Zügel wenn sie hinter die Senkrechte kommt, kein Zerren wenn der Kopf hoch geht.

Wichtig ist, dass Du das Hinterbein aktivierst, dein Pferd durch den ganzen Körper schwingt ( von Hinten, durch den Rücken, Richtung Maul)

Dies errreichst Du indem ihr viele gebogene Linien reitet, Du darauf achtest zum Gebiss zu treiben. Auch Stangenarbeit hilft hier sehr gut. Egal ob an der Longe ( was gut ist, wenn Du auch noch nicht sicher in deinen Hilfen bist und das Pferd somit den Rücken frei hat) oder eben beim Reiten.

Versuche nicht, zunächst viel Druck aufzubauen Mittels deiner Hand, damit der Kopf runter geht. Dann passiert nämlich genau das was Du beschreibst:

Das Pferd versucht dem Druck auszuweichen, weil zu stark und verkriecht sich. Du reagierst mit sofortiger Aufgabe der Verbindung und somit schnellt der Kopf wieder hoch. Dann kommt wieder die Hand und der Teufelskreis ist perfekt.


Also könntest Du darauf achten, deine Hand als stete Verbindung zwischen Vor und Mittel-&Hinterhand zu betrachten. Bricht eines dieser Verbindungen weg, kann das Pferd nicht mehr die Anlehnung halten.

Deine Hand bleibt also wie gesagt konstant und Du treibst dein Pferd gegen diese Verbindung mit Stellung und Biegung.

Wie schätzt Du denn deine reiterlichen Qualitäten ein und wie weit ist die Ausbildung des Pferdes?
 
  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #5
hey,
vielen Dank für deine super Antwort! Ich werde es beim nächsten mal genau so probieren, und versuchen, so voran zu kommen!
Ich habe im Internet auch schon gelesen, dass manche ohne Trense geritten sind, und das Pferd so wieder korrigiert haben.
Glaubst du, dass das bei so einem Problem hilfreich sein kann?

Meine reiterlichen Fähigkeiten schätze ich doch schon besser ein, ich habe zwar nur den Reiterpass gemacht (mit 11 oder 12), da ich viel lieber ausreite, anstatt an Turnieren teilzunehmen-
Aber ich reite schon seit ich 9 bin, ich bin jetzt 19, wobei ich sagen muss, dass ich ein paar kurze Pausen einlegen musste (gesundheitliche Gründe), aber im Gesamten reite ich schon sicher 7-8 Jahre.

Das Pferd ist fertig ausgebildet, wurde korrekt beritten, und ist nun 15 oder 16 Jahre alt.
Sie gehörte mal einer Dressurreiterin, die mit ihr Dressurturniere (bis M) gegangen ist, und da hat auch alles immer hingehaut.
Traversalen, Galoppwechsel, sämtliche andere Figuren beherrscht sie.

Naja, vielleicht ist es auch nur eine Neue Angewohnheit, oder sie will uns einfach austesten.

Liebe Grüße
 
  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #6
Ich würde erst mal bei dem Gebiss bleiben, wenn Du grundsätzlich das Gefühl hast, dass sie es gut annimmt und es sich "nur" um ein Rittigkeitsproblem handelt.

mit einem neuen Gebiss kann es besser werden, aber eine hundertprozentige Veränderung gibt es selten. Ich würde jetzt erst mal wieder die Basics auffrischen und die Stute ordentlich über den Rücken arbeiten. Durchlässigkeit ist ja nichts was ein Leben lang bleibt, dass muss jeden Tag wieder aufs neue aufgefrischt werden ;)

Was hast Du denn für ein Gebiss?

Wenn Du meinst, dass sie vielleicht nicht ganz so zufrieden ist mit dem Jetzigen, kann man ja ne Menge ausprobieren ( Dinger, Dünner, Olivenkopf usw)
 
  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #7
hey,

danke für die zahlreichen Infos!
Dann werd ich wohl beim jetzigen Gebiss bleiben, sie hat ein Olivenkopfgebiss.
-schon seit ein paar Jahren wird sie mit diesem Gebiss geritten.
Ich bin schon auf morgen gespannt, wie's laufen wird, wenn ich so wie oben beschrieben reiten werde, und die Hilfen ihr so gebe.

Liebe Grüße
 
  • Tips zum: 'Am Zügel gehen' Beitrag #8
hey,
leider kann ich euch nichts von gestern berichten, wie es gelaufen ist - denn ich konnte sie nicht reiten, da sie lahm ist. :/

Liebe Grüße
 
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