Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten.

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  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #21
Ich finde auch, Geld ist nicht alles. Mir wurde öfter vom Beruf der Tierärztin abgeraten, weil es schlecht bezahlt ist.
Aber der Beruf interessiert mich und es ist einer, der mir garantiert auch Spaß macht.
Und das finde ich wichtig. Denn eine Arbeit zu machen, die keinen Spaß macht und das jahrelang... da überlegt man sich zweimal ob einem das Wert ist.
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #22
Fakt ist: TMF wird schlecht bezahlt. Meine Ex-Kollegen haben sehr viel Nachtdienst gemacht und Überstunden...aber im Ernst..auch wenn es mir Spaß macht..ist es Wert nur mit Hilfe von Überstunden zu leben, ohne Privatleben?
Genau. Ich mag meinen Beruf wirklich. Aber davon kann ich nicht leben, ohne das ich Hobbys und ab und an nen kleinen Luxus aufgebe. Für das was man arbeitet bekommt man einfach viel zu wenig. Es lohnt sich nicht. Vor allem dann nicht, wenn man noch Notdienst, Nachtdienst und jede Menge Überstunden hat. Und dann finde mal eine Praxis, in der du keine Überstunden machst. Hinzu kommt, dass von den 30 Leuten in deiner Klasse vielleicht zwei übernommen werden und der Rest sich eine neue Praxis, oder einen neuen Berufsweg suchen muss. Und das bei all den Auszubildenden in den drei verschiedenen Lehrjahren, in ganz Deutschland... Es ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit so, dass du weder in der Praxis bleibst, noch eine andere Stelle als ausgelernte TMFA bekommst.
Ich habe wirklich Glück mit meiner Ausbildungsstelle gehabt, aber das ist eben selten.
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #23
Bei uns in österreich ist es ne Kurzausbildung. Heist ich brauch (warscheinlich) ne bestätigung das ich von TA xyz angestellt werde. dann bekomm ich ne förderung für den Kurs und darf dann 6 monate in Wels auf den Kurs gehen.

oder aer ich bekom bildungsförderung mach den Kurs und such mir dann ne stelle
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #24
wenn man gut ist, findet man schon eine Stelle. Ich hätte bei uns auch bleiben können, die Klinik übernimmt generell alle die da lernen.
Und ja Geld ist nicht wichtig. Aber wenn man 40 Überstunden als Azubi schafft, Wochenenden bis 3 Uhr morgens steht und dann noch kaum Geld bekommt...joa da ist mir dann eher mein Privatleben wichtig. Ich bin überhaupt froh das mein Freund in diese Zeit nicht abgehauen ist..so wenig haben wir uns gesehen (leben zusammen!) Und klar es ist immer noch ein Unterschied, ich hab in eine Klinik gearbeitet. Es gibt Praxen die haben bessere Arbeitszeiten...allerdings will ich meine Erfahrung nicht missen die ich da gemacht habe.
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #25
Also über kurz oder lang wird es schon wichtig, dass man von dem Geld ordentlich leben kann. Ohne jeden Cent drei mal umdrehen zu müssen. Und bitte auch mitbedenken, dass zu einer eigenen Wohnung viel mehr Kosten gehören als man so erwartet - etwa Strom, Versicherungen, Putzmittel, Nebenkostennachzahlung. ganz ehrlich, mit 900Euro im Monat lebt man in den meisten Gegenden Deutschlands ziemlich genau auf Hartz-IV-Niveau.

und das mit Überstunden oder ziemlich doofen Arbeitszeiten -einige Praxen machen etwa über Mittag 3 Stunden zu, also Pause, keine Arbeitszeit, und hängen das dann Abends mit an - also von morgens um 8 bis abends um 7, aber halt mit 3 Stunden Pause dazwischen, das ist eine total bescheuerte Arbeitszeit. Da kann man keine Freunde treffen, nicht wirklich was machen, und wenn man nicht gerade um die Ecke wohnt lohnt es sich kaum heim zu fahren. Da kann man ja nicht mal ins freibad fahren, ist einfach zu knapp, und danach soll man ja wieder ordentlich aussehen.

will man wirklich 3 Jahre lang einen Beruf lernen, mit dem es einem dann kaum besser geht als einen ungelernten Hilfsarbeiter oder Hartz IV Empfänger? Wobei, die ungelernten Kollegen von meinem Mann kriegen 9,40 Euro die Stunde, da können manche TMFAs nur von Träumen....
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #26
kann ich nur zustimmen Susanne

meine Arbeitszeiten waren meistens: 8-13 und 16-19...und nach Hause fahren hat sich nicht gelohnt. Natürlich kommt man kaum pünktlich raus. Wenn ich um halb 9 daheim war..war ich froh das mein Freund essen gemacht hat und ich mich danach hinlegen konnte. Und Schule hatte man ja auch nebenbei..da musste ich um 5 aufstehen um mit dem Zug da anzukommen
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #27
Also ich mich die Ausbildung zur Tierpflegerin /Tierarzthelferin. Bei uns gibt es dafür eine eigene Schule & man zahlt 170 Euro im Monat. Ich bin froh das ich in dieser Schule aufgenommen wurde. Hab jetzt mein erstes Jahr so gut wie fertig & bereue nichts.
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #28
Ich finde es schon auch wichtig, dass einem die Arbeit Spaß macht, aber zumindest für Deutschland gilt, dass TMFAs einfach auch zu wenig WERT-Schätzung erfahren, die man am Kontoauszug sieht. Das ist eben finanziell wirklich oft im Bereit von ungelernten Hilfsarbeitern, einer ungelernten Aushilfe in der Bäckerei oder ein wenig Kellnern nebenher - aber es bleibt einfach nicht genug übrig, um mit dem Beruf wirklich zu leben, und das bei wirklich doofen arbeitszeiten.Da kann man ja nicht mal nebenher noch einen 400-Euro-Job machen um sich das einkommen aufzubessern.

wenn ihr jetzt als Teenager meint, davon locker leben zu können müsst ihr eben auch überlegen, ob euch diese winzige 1-Zimmer-Wohnung mit 30 oder 40 Jahren immer noch reicht, und ob ihr, wenn ihr mal Kinder habt und alleinerziehend seid, Harzt-IV-Aufstocker sein wollt.

Klar, es ist eure eigene Entscheidung, aber ich bin mir recht sicher, wenn ihr den Beruf lernt, werdet ihr ihn nicht ausüben bis ihr in rente geht, sondern euch irgendwann was besser bezahltes suchen.
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #29
das ist ein ganz wichtiges Punkt Susanne: ich stand vor so eine Entscheidung: und fragte mich kann ich es so lange machen? Ohne große Aufstiegsmöglichkeiten. Bis zu Rente (körperlich ja sehr anspruchsvoll)
 
  • Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten. Beitrag #30
Ich hatte auch mal so eine Stelle, an der Kasse in einem Museum, ich fand es nett von den Kollegen, ansüruchsvolle Gespräche über Geschichte mit de Besuchern, Sprachraxis in Englisch und Französisch, sogar ein paar Brocken Spanisch hab ich aufgeschnappt. aber für 6,24 euro die Stunde? da arbeitet man eben Vollzeit und es bleibt trotzdem kaum was hängen. Im Winter waren es dann leere Zeiten, es kamen oft nur 100 Besucher am Tag, wo im Sommer 1000-1500 normal waren, also wurde weniger Personal gebraucht, aber bei dem Stundenlohn kann man eben keine Rücklagen für solche Zeiten bilden...

dann bekam ich eine andere Stelle angeboten, wo ich für 15 Stunden die Woche fast genauso viel verdiene wie im Museum für 30 Stunden die Woche. Also irgendwo fand ich dann auch, das bringt so einfach nichts mehr.

war auch die richtige entscheidung, so habe ich noch genug Zeit um meinen Vater zu pflegen, sonst hätte ich ja fast vollzeit gearbeitet, immer wieder Wochenenddienste, und das für das bisschen Geld.

auch einfach mal überlegt, was ich mit solchen Jobs mal als Rente bekomme, wo ja schon die Rente von meinem Vater nicht reicht, um den Eigenanteil beim Pflegedienst mit zu zahlen (und der kommt nur zwei mal am Tag für einmal 30 einmal 10 Minuten...), an ein vernünftiges Pflegeheim ist kaum zu denken, wo steckt man mich dann wohl in 50 jahren mal hin? Ins Altenheim für Sozialhilfeempfänger, wo man den Leuten beruhigungsmittel gibt und die einfach 24 Stunden am Tag im bett lässt in Windeln, weil aufstehen lassen und aufs Klo begleiten ja arbeit machen würde?
 
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