Ich hatte auch mal so eine Stelle, an der Kasse in einem Museum, ich fand es nett von den Kollegen, ansüruchsvolle Gespräche über Geschichte mit de Besuchern, Sprachraxis in Englisch und Französisch, sogar ein paar Brocken Spanisch hab ich aufgeschnappt. aber für 6,24 euro die Stunde? da arbeitet man eben Vollzeit und es bleibt trotzdem kaum was hängen. Im Winter waren es dann leere Zeiten, es kamen oft nur 100 Besucher am Tag, wo im Sommer 1000-1500 normal waren, also wurde weniger Personal gebraucht, aber bei dem Stundenlohn kann man eben keine Rücklagen für solche Zeiten bilden...
dann bekam ich eine andere Stelle angeboten, wo ich für 15 Stunden die Woche fast genauso viel verdiene wie im Museum für 30 Stunden die Woche. Also irgendwo fand ich dann auch, das bringt so einfach nichts mehr.
war auch die richtige entscheidung, so habe ich noch genug Zeit um meinen Vater zu pflegen, sonst hätte ich ja fast vollzeit gearbeitet, immer wieder Wochenenddienste, und das für das bisschen Geld.
auch einfach mal überlegt, was ich mit solchen Jobs mal als Rente bekomme, wo ja schon die Rente von meinem Vater nicht reicht, um den Eigenanteil beim Pflegedienst mit zu zahlen (und der kommt nur zwei mal am Tag für einmal 30 einmal 10 Minuten...), an ein vernünftiges Pflegeheim ist kaum zu denken, wo steckt man mich dann wohl in 50 jahren mal hin? Ins Altenheim für Sozialhilfeempfänger, wo man den Leuten beruhigungsmittel gibt und die einfach 24 Stunden am Tag im bett lässt in Windeln, weil aufstehen lassen und aufs Klo begleiten ja arbeit machen würde?