FdH- Friss die Hälfte.

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  • FdH- Friss die Hälfte. Beitrag #1
blackdobermann

blackdobermann

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Habe nun zu diesem Thema einmal in einer Katzenzeitchrift und zum anderen in einer Hundezeitschrift was gelesen.
Es wurde hinterfragt, ob es Sinn macht, bei einer Gewichtsreduzierung.

In beiden Heften wurde von Tierärzten gewahrnt, diese Methode durchzuführen.

Ich zitiere:
"Die Halbierung der Futtermenge ist gar keine Option. Denn nicht nur der Kaloriengehalt wird halbiert, sondern auch der Gehalt aller wichtigen Nährstoffe, was langfristig Mangelerscheinungen zur Folge hätte. Zum anderen währen Heißhunger, Frustration und vermutliches Betteln seitens des Hundes zur Folge.[...]"

Quelle: "Mein Hund & Ich" Ausgabe Mai/Juni

Hier wird es ja teilweise angewandt und empfohlen.
Würdet ihr es nun unter den Gesichtspunkten ablehnen?
Seit ihr der selben Meinung (macht ja Sinn)?

Wenn nein, warum?





lg
 
  • FdH- Friss die Hälfte. Beitrag #2
Hey,

FdH ist beim Menschen sehr erfolgreich, das weiß ich aus eigener Erfahrung :mrgreen:.
Allerdings ist das ein Sprichwort und man sollte das Wort "Hälfte" hier nicht so sonderlich genau nehmen.
Ist ein Hund zu dick, hat er zu wenig Bewegung und bekommt dafür zu viel Futter, das ist Fakt.
Wenn er nichts nebenraus bekommt (Knabberzeug, Leckerlis, Essen vom Tisch, ...) bekommt er also logischer Weise zu viel Futter.

Wenn man der Logik folgt gibt es meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten: Mehr Bewegung und Reduzierung der Futtermenge.
Man sollte allerdings beachten, dass bei vermehrter Bewegung auch mehr verbrannt wird, weshalb die Futtermenge natürlich nicht gleich halbiert werden sollte.
Der Weg zum Erfolg ist auch hier ein gesundes Mittelmaß.
Meiner Meinung nach fehlen dem Hund dadurch aber keine Nährstoffe. Bekommt er wirklich zu viel Futter (und wir gehen von gutem Futter ohne Zucker und andere Dickmacher aus) bekommt er folglich auch zu viele Nährstoffe, da sein Bedarf dann anscheinend ja mehr als gedeckt ist. Hundefutter ist im Normalfall immer so konzipiert, dass Nährwert und Nährstoffe sich die Wage halten und ein gesundes Verhältnis bilden, sprich: Zu viel Nährwert, zu viele Nährstoffe.
Man sollte also eine Futtermenge für den Hund finden, mit welcher er langsam auf sein Normalgewicht kommt. Wird er dann so gefüttert, dass er dieses hält, erhält er bei gutem Futter meiner Meinung nach auch ausreichend Nährstoffe.
Ich hoffe, man versteht, worauf ich hinaus will ;).
Die erste Maßnahme ist aber natürlich immer noch das Streichen von Leckerlis u.ä..

Mich würde aber interessieren, was stattdessen empfohlen wird. Diätfutter?
Das halte ich für Quatsch. Warum den Hund umstellen, wenn er sein bisheriges Futter gut verträgt?
Warum ein Futter mit Getreide o.ä. vom TA wählen, nur weil Diät drauf steht?
Betteln ist für mich außerdem kein Gegenargument. Das ist lediglich der Grund, warum FdH nicht funktioniert - weil die Hundehalter inkonsequent sind, sobald der Hund bettelt.
Das muss nicht einmal ein Zeichen von Hunger sein, viele Hunde leiden unter diesem "Dauerhunger" :roll:.
Auch den Zusammenhang zum Heißhunger verstehe ich nicht. Wie soll der Hund den denn stillen? Er wird kaum nachts den Kühlschrank plündern, weil er eine Mahlzeit oder ein Rinderohr weniger am Tag bekommt.

Liebe Grüße
 
  • FdH- Friss die Hälfte. Beitrag #3
Ich halte nichts vom FdH sowohl beim Menschen als auch beim Tier. Das ist ja nicht Sinn einer gesunden Ernährung - obs hilft/nützt ist dann natürlich eine andere Frage. Als Jerry noch abnehmen musste, hätte ich erst als letztes versucht, das Futter zu reduzieren. Klar gabs weniger und "leichtere" Snacks und es gab auch mehr Bewegung - erst wenn das nix mehr nützte, würde ich am Futter drehen. Das tat ich so oder so, allerdings nicht an der Menge, sondern an den Komponenten des Futters. Wenn überhaupt Futterreduzierung, würde ich nicht willkürlich irgendwie die Menge reduzieren, sondern auf die empfohlene Futtermenge des Wunschgewichts. Das kann man dann gut durchgeben, sobald er sein richtiges Gewicht erreicht hat. Das mag alles länger dauern, aber man hat ja glücklicherweise Zeit und für den Körper wird es eh leichter, wenn er sich konsequent an eine gute Ernährung gewöhnen kann.

Was die Nährstoffe angeht, find ich das auch nicht besonders logisch. Ich bin recht sicher, dass ein Hund (trotz geringerer Menge) mehr Nährstoffe vom guten Futter abbekommt als von den üblichen Pappenheimern, die nur Getreide im Futter haben und den Rest rein künstlich zufügen.
 
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