- Mia, meine Kämpfermaus Beitrag #1
Amber
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Meine Liebe Mia,
eigentlich fing damals alles mit einem Zoo besuch an, den meine Arbeitskollegen unbedingt machen wollten.
Damals wusste ich nur, dass du meiner Cousine gehörtest, die dich allein, in einem kleinen Käfig hielt und dich gekauft hatte damit du für sie als Trostpflaster her halten konntest.... wie es dir dabei geht, interessierte weder sie noch ihre Mutter.
Als meine Tante damals meine Mutter anrief und berichtete, dass du in deinem Käfig liegst: reglos und verkrümmt und sie bat mich zu fragen was man machen könnte, war nicht nur ich außer mir. Sie brauchte mich nicht zu fragen, der Lautsprecher war an und beide schrien wir in den Höhrer: "Zum Tierarzt-Sofort!"
Im Zoo selbst machte es keinen Spaß, die Menschen um mich rum waren fröhlich, doch ich dachte immerzu an dich, denn ich wusste, einen Tierarzt würdest du nie sehen.
Kurz darauf kam der Tag, der Tag in dem meine Tanten in die Türkei flogen um dort 2 schöne Wochen zu verbringen, meine Cousine und meine Mutter flogen mit und so kamst du zu mir. Diese 2 Wochen waren wundervoll, fandest du nicht auch?
Du lebtest im Bad auf dem Dachboden, jede freie Minute verbrachte ich bei dir damit du nicht in deinem Käfig, der doch so schrecklich klein war, verbringen musstest. Mia, es freute mich sehr, dass du den Freilauf so sehr genosst, du schluckst hacken während du mich umkreist hast, du hast dich so gefreut...
Ich gab dir das versprechen, dass ich dich von ihr weg hole und mein versprechen hielt ich, denn du solltest Leben, einfach nur richtig Leben und kein Trostpflaster sein, denn du warst doch selbst gerade mal noch so klein und hattest dein leben doch noch vor dir.
Amy und Lilly haben dich geliebt. Du warst ihr Liebling, sie haben dir immer deine Öhrchen geputzt, immer mit dir geschmust wenn du es wollte, dich nie viel gejagt und ja, auch ich liebte dich, liebe dich noch immer und das du nicht mehr bist bricht mir das Herz. Ich wollte dir noch so viel zeigen, dir zeigen, dass es neben viel Platz, Frischfutter, gutem Heu und Artgenossen auch noch die Welt da draußen gab. Wiese und Erde... hätte ich gewusst wie wenig Zeit uns bleibt, ich hätte mich beeilt....
Als dein rechtes Auge vor 4 Wochen begann zu tränen dachte ich an eine Entzündung.
Als mir meine Schwester nach dem Tierarzt besuch berichtete, dass auch das Auge hervor schaut und doch nichts machte begann ich angst zu bekommen.
Ich suchte einen Facharzt auf, er legte dich in Narkose und Röntgte dich, als mir die Bilder zeigte fühlte ich nichts, ich sagte nichts, ich war einfach nur sprachlos. Deine Zähne und deren Wurzel, sie waren eine Katastrophe. Als ich die Praxis hinter mir lies wünschte ich mir, dass ich Zaubern könnte, dir aus dem nichts einen neuen Gebiss und neue Zähne verschaffen könnte, damit deine Backenzähne nicht mehr Probleme bereiteten und die Wurzeln platz hatten und nicht schmerzhaft in den Kiefer hinein wuchsen, weil sie keinen Platz mehr hatten. Ich wünschte mir, ich könnte dir helfen, den Abszess hinter deinem Auge in Luft auflösen und dich vor der OP beschützen.
Jeden Abend piekste ich dich mit der Nadel, mit der ich dir das Antibiotikum gegen den Abszess injizierte, du liest es ruhig über dich ergehen, auch wenn du nach einer Woche die Flucht vor mir ergriffst.
Als dir dann dein Auge tränte und es ganz rot wurde ging es wieder zum Tierarzt, der Abszess hinter dem Auge war noch nicht kleiner geworden und jetzt hattest du auch noch eine Bindehautentzündung bekommen...
Trotz den schmerzen, die du sicherlich hattest, fraß du weiter, warst munter, hoppeltest mit Amy und Lilly mit und genosst die Leckereien die ich dir heimlich zu steckte, denn neben dem Kampf um den Abszess kämpften ich um jeden Gramm an dir.
dann kam der Dienstag, den 15.5.2012... mir ging das AB leer, der Tierarzt ging in Urlaub und so bat ich meine Schwester dich mit zum TA zu bringen, denn auch wenn dein Auge super aussah und nicht mehr hervor schaute... nun war deine Wange dick.
Du wolltest nicht gehen, du hast dich gegen die Transportbox gewehrt... du wolltest nicht gehen und dennoch zwang ich dich.
Mia, es tut mir so leid. Es tut mir einfach so leid. Hätte ich gewusst, dass es ein weiterer Abszess war, der Tierarzt ihn öffnen und dich wieder in Narkose legen wollte... Ich wusste doch, dass du dies nicht schaffst, warum tat ich dir das an? Warum lies ich meine Schwester gehen, die sich nun solche Vorwürfe macht, die ich ihr vergeblich versuche zu nehmen?
Meine Mutter sagte, dass es für dich eine Erlösung war, denn schmerzen hattest du sicherlich und Gewicht hattest du auch verloren....
Sie sagte auch, dass man nicht um jemanden weinen sollte der unter schmerzen gestorben ist, denn dann möchte er nur zurück kommen, zurück zu all dem schmerz, nur um wieder da zu sein.
Es fällt nur so schwer, du warst doch gerade mal 2 Jahre, wir hatten nur 1 Jahr zusammen...
Ich hoffe, dir hat es bei mir gefallen. Ruhe in frieden kleine Maus. Du bleibst unvergessen.
eigentlich fing damals alles mit einem Zoo besuch an, den meine Arbeitskollegen unbedingt machen wollten.
Damals wusste ich nur, dass du meiner Cousine gehörtest, die dich allein, in einem kleinen Käfig hielt und dich gekauft hatte damit du für sie als Trostpflaster her halten konntest.... wie es dir dabei geht, interessierte weder sie noch ihre Mutter.
Als meine Tante damals meine Mutter anrief und berichtete, dass du in deinem Käfig liegst: reglos und verkrümmt und sie bat mich zu fragen was man machen könnte, war nicht nur ich außer mir. Sie brauchte mich nicht zu fragen, der Lautsprecher war an und beide schrien wir in den Höhrer: "Zum Tierarzt-Sofort!"
Im Zoo selbst machte es keinen Spaß, die Menschen um mich rum waren fröhlich, doch ich dachte immerzu an dich, denn ich wusste, einen Tierarzt würdest du nie sehen.
Kurz darauf kam der Tag, der Tag in dem meine Tanten in die Türkei flogen um dort 2 schöne Wochen zu verbringen, meine Cousine und meine Mutter flogen mit und so kamst du zu mir. Diese 2 Wochen waren wundervoll, fandest du nicht auch?
Du lebtest im Bad auf dem Dachboden, jede freie Minute verbrachte ich bei dir damit du nicht in deinem Käfig, der doch so schrecklich klein war, verbringen musstest. Mia, es freute mich sehr, dass du den Freilauf so sehr genosst, du schluckst hacken während du mich umkreist hast, du hast dich so gefreut...
Ich gab dir das versprechen, dass ich dich von ihr weg hole und mein versprechen hielt ich, denn du solltest Leben, einfach nur richtig Leben und kein Trostpflaster sein, denn du warst doch selbst gerade mal noch so klein und hattest dein leben doch noch vor dir.
Amy und Lilly haben dich geliebt. Du warst ihr Liebling, sie haben dir immer deine Öhrchen geputzt, immer mit dir geschmust wenn du es wollte, dich nie viel gejagt und ja, auch ich liebte dich, liebe dich noch immer und das du nicht mehr bist bricht mir das Herz. Ich wollte dir noch so viel zeigen, dir zeigen, dass es neben viel Platz, Frischfutter, gutem Heu und Artgenossen auch noch die Welt da draußen gab. Wiese und Erde... hätte ich gewusst wie wenig Zeit uns bleibt, ich hätte mich beeilt....
Als dein rechtes Auge vor 4 Wochen begann zu tränen dachte ich an eine Entzündung.
Als mir meine Schwester nach dem Tierarzt besuch berichtete, dass auch das Auge hervor schaut und doch nichts machte begann ich angst zu bekommen.
Ich suchte einen Facharzt auf, er legte dich in Narkose und Röntgte dich, als mir die Bilder zeigte fühlte ich nichts, ich sagte nichts, ich war einfach nur sprachlos. Deine Zähne und deren Wurzel, sie waren eine Katastrophe. Als ich die Praxis hinter mir lies wünschte ich mir, dass ich Zaubern könnte, dir aus dem nichts einen neuen Gebiss und neue Zähne verschaffen könnte, damit deine Backenzähne nicht mehr Probleme bereiteten und die Wurzeln platz hatten und nicht schmerzhaft in den Kiefer hinein wuchsen, weil sie keinen Platz mehr hatten. Ich wünschte mir, ich könnte dir helfen, den Abszess hinter deinem Auge in Luft auflösen und dich vor der OP beschützen.
Jeden Abend piekste ich dich mit der Nadel, mit der ich dir das Antibiotikum gegen den Abszess injizierte, du liest es ruhig über dich ergehen, auch wenn du nach einer Woche die Flucht vor mir ergriffst.
Als dir dann dein Auge tränte und es ganz rot wurde ging es wieder zum Tierarzt, der Abszess hinter dem Auge war noch nicht kleiner geworden und jetzt hattest du auch noch eine Bindehautentzündung bekommen...
Trotz den schmerzen, die du sicherlich hattest, fraß du weiter, warst munter, hoppeltest mit Amy und Lilly mit und genosst die Leckereien die ich dir heimlich zu steckte, denn neben dem Kampf um den Abszess kämpften ich um jeden Gramm an dir.
dann kam der Dienstag, den 15.5.2012... mir ging das AB leer, der Tierarzt ging in Urlaub und so bat ich meine Schwester dich mit zum TA zu bringen, denn auch wenn dein Auge super aussah und nicht mehr hervor schaute... nun war deine Wange dick.
Du wolltest nicht gehen, du hast dich gegen die Transportbox gewehrt... du wolltest nicht gehen und dennoch zwang ich dich.
Mia, es tut mir so leid. Es tut mir einfach so leid. Hätte ich gewusst, dass es ein weiterer Abszess war, der Tierarzt ihn öffnen und dich wieder in Narkose legen wollte... Ich wusste doch, dass du dies nicht schaffst, warum tat ich dir das an? Warum lies ich meine Schwester gehen, die sich nun solche Vorwürfe macht, die ich ihr vergeblich versuche zu nehmen?
Meine Mutter sagte, dass es für dich eine Erlösung war, denn schmerzen hattest du sicherlich und Gewicht hattest du auch verloren....
Sie sagte auch, dass man nicht um jemanden weinen sollte der unter schmerzen gestorben ist, denn dann möchte er nur zurück kommen, zurück zu all dem schmerz, nur um wieder da zu sein.
Es fällt nur so schwer, du warst doch gerade mal 2 Jahre, wir hatten nur 1 Jahr zusammen...
Ich hoffe, dir hat es bei mir gefallen. Ruhe in frieden kleine Maus. Du bleibst unvergessen.