aber sicher =)
mit langem namen heißt es Parelli Natural Horsemanship, kurz PNH oder eben natürliches reiten.
man fängt im prinzip an, dem pferd am boden all das beizubringen, was man später oben im sattel von ihm erwartet. d.h., man lehrt es, wie es rückwärts, seitwärts, vorwärts geht, sich dreht, etc. vorwärtsdrang und rückwärtsdrang werden ausgeglichen, sodass schnelle, hektische pferde ruhiger werden und faule pferde eifriger. zwischen dem pferd und sich selbst baut man eine partnerschaft auf - das pferd verliert seinem menschen gegenüber das fluchttierverhalten und der mensch verliert das raubtierverhalten. man lernt das pferd besser verstehen, seine instinkte (zB warum es vorsichtig und aufmerksamer ist, wenn es windig ist. dann hört und riecht es nicht mehr so gut, wenn es also beispielsweise an einer hecke oder bäumen vorbeikommt, die im wind rauschen, dann würde es nicht merken, wenn sich dort ein raubtier verstecken würde und davor hat es angst. denn dann könnte es nicht mehr rechtzeitig fliehen und sein leben retten...). das pferd vertraut seinem menschen bald, sieht in als herdenanführer an. ausserdem bringt man dem pferd verschiedene "verantwortlichkeiten" bei, d.h., man überlässt dem pferd die aufgabe, darauf zu achten, wohin es tritt, wenn man zB im gelände ist und stöcken, äste, steine etc herumliegen, denn das kann das pferd sowieso viel besser als sein reiter!! dadurch, dass man als mensch also das "führpferd" ist, verschärft man auf sich bezogen die sinne des pferdes, erreicht es also beispielsweise, dass es rückwärts geht, nur wenn man es durch einen bestimmten blick anschaut.
kurz: man lernt die sprache des pferdes =)
puh, wenn ich einmal mit dem thema anfange, könnte ich ewig weitermachen... aber ich glaube, das reicht vorerst.
LG