Zweithund?

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  • Zweithund? Beitrag #21
Die Sache ist ja auch, dass sich das Leben auch mit zwei Hunden verändert.

Nein, also in der ersten Zeit als der zweite Hund hier eingezogen ist war da natürlich ein größerer Zeitaufwand als jetzt nach 3 Jahren.
Grade in den ersten Monaten sollte man schon auch vieles alleine mit dem Neuling machen und ebenso auch dem Ersthund seine Zeit mit dem Menschen allein gönnen.
Die Gefahr ist da, dass der Ersthund (weil so unproblematisch) schnell nebenher läuft und dem Neuling wesentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. ...so etwas finde ich persönlich dann immer sehr schade... ..aber passiert ist es auch mir teilweise unbewusst.

Inzwischen besteht bei mir grade kein zeitlicher Mehraufwand. Also ob ein Hund oder beide Hunde.
Die meiste Aktion passiert bei uns auf den Spaziergängen oder auf dem Hundeplatz. Im Winter wird dann auch mal in der Wohnung geklickert.

Hm... Ich denke mit mir kann man das ganze auch schlecht vergleichen... :eusa_think:
Aber gut... Ich schreib mal.. ;D

- Hunde sind 1 Mal die Woche für je 4 Stunden alleine und 2 Mal die Woche für je 1 Stunde. (=10 Stunden pro Woche)
- Spazieren gehen wir durchschnittlich 3-4 Stunden täglich
- 3-4 Mal pro Woche sind wir auf dem Hundeplatz (Unterordnung, Trickdogging, Agility)
- Dummytraining wird auf Spaziergängen eingebaut, wie auch andere Such- und Rennspiele
- Sofern wir die Möglichkeit haben treffen wir auch mal andere Hunde (also neben dem Hundeplatz)
- Reizangeltraing für Tacka unregelmäßig (ca. 2 Mal die Woche für je 10 Minuten)
- Unterordnung, Tricks, etc. wird meistens in den Spaziergängen eingebaut.
- Sondertrainig (was grad so anfällt) für Tacka unregelmäßig (ca. 4 Mal die Woche für je 10 Minuten)
- Futter erarbeiten sich beide Hunde über den Tag und abends wird gebarft

Aber Pepsi läuft inzwischen ja wirklich mehr -nebenher-. Sie ist überall dabei, macht auch überall mit, aber ich würde das ganze Programm auch so mit Tacka machen, während umgekehrt ich ohne Tacka und nur mit Pepsi sicher 2 Stunden mehr Zeit pro Tag hätte.

Wobei die Zeit die man mit den Hunden verbringt ist ja eine -gute- Zeit. Es macht Spaß ist toll und super und man macht es gerne. :]

Was mir mit dem zweiten Hund halt als Unterschied aufgefallen ist, ist dass ein zweiter Hund auch mehr Dreck ins Haus bringt. Das ist hier halt schon deutlich aufgefallen.
Ebenso benötigt ein zweiter Hund natürlich auch seinen eigenen Platz, wo dann auch im Raum genug Platz sein sollte.
Tierarzt fällt nicht großartig ins Gewicht solange die Hunde fit sind. ...wenn dann aber doch mal was ist, muss man schnell gleich zwei Hunde behandeln.
Nächster Problempunkt ist Urlaub oder Besuche irgendwo... Mit einem Hund ist das noch gut machbar. Bei zwei Hunden sind die Leute schon wieder kritischer. ...und was ist, wenn man mal krank ist und der Partner verhindert ist? - Da muss es auch 1-2 Leute geben, die auch mit zwei Hunden noch zurecht kommen würden.

-andere Hunde- ..auch hier muss man aufpassen, dass da bei zwei Hunden nicht leichter Probleme kommen, weil der eine meint sein Hundekollege dürfte keinen Kontakt mit anderen haben oder sonst was...

Wie sieht es mit dem Platz im Auto aus? Geht das auch gut mit zwei Hunden?

Aber gut... Bla bla...
Bei mir wird es auch immer einen zweiten Hund geben, wenn es die Umstände zulassen.
Ich würde (wenn ich könnte) sogar noch nen Schritt weiter gehen und zu 3-4 Hunden tendieren. ;D ^^

Grundsätzlich würde ich für jeden weiteren Hund (je nach Rasse, Alter, Charakter) immer ca. 30 Minuten bis zu 2 Stunden täglichen Mehraufwand rechnen.
Also geh ich nun schon mit meinem Ersthund täglich 3 Stunden, rechne ich mit Zweithund 4 Stunden täglich.
Aber das regelt sich alles mit der Zeit und der Alltag mit zwei Hunden passt sich immer mehr an. :]
...und >< ..wenn der Altersunterschied recht groß ist, läuft das Ganze auch wieder rückläufig und man braucht dann irgendwann doch wieder mehr Zeit für die zwei Hunde, weil die Bedürfnisse der Hunde zu unterschiedlich geworden sind. (Kann man natürlich auch am Anfang haben. ;])
~§~
 
  • Zweithund? Beitrag #22
Danke Dying! Ne mit dir ist mein Alltag sowieso nicht vergleichbar ;)
(Find ich übrigens großartig, besuche deinen thread auch heimlich regelmäßig:eusa_shhh:)

Grade in den ersten Monaten sollte man schon auch vieles alleine mit dem Neuling machen und ebenso auch dem Ersthund seine Zeit mit dem Menschen allein gönnen.
Die Gefahr ist da, dass der Ersthund (weil so unproblematisch) schnell nebenher läuft und dem Neuling wesentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. ...so etwas finde ich persönlich dann immer sehr schade... ..aber passiert ist es auch mir teilweise unbewusst.

Ja, da muss ich echt aufpassen, Vielleicht die erste Zeit doch öfters alleine mit einem gehen. Gut, muss ja nicht jeden Tag sein, ich versuche es aber in der ersten Zeit öfters zu machen. Muss man ja erstmal schauen wie der Neue so drauf ist. Gut dass du das nochmal anmerkst.

Wobei die Zeit die man mit den Hunden verbringt ist ja eine -gute- Zeit. Es macht Spaß ist toll und super und man macht es gerne. :]
Japp auf jeden Fall, es muss nur was für meinen Kram und für uns übrig bleiben;)
Was mir mit dem zweiten Hund halt als Unterschied aufgefallen ist, ist dass ein zweiter Hund auch mehr Dreck ins Haus bringt. Das ist hier halt schon deutlich aufgefallen.
Hab ich mir auch schon gedacht. Naja, egal:roll:

Ebenso benötigt ein zweiter Hund natürlich auch seinen eigenen Platz, wo dann auch im Raum genug Platz sein sollte.
Ist mehr als genug gegeben.

Tierarzt fällt nicht großartig ins Gewicht solange die Hunde fit sind. ...wenn dann aber doch mal was ist, muss man schnell gleich zwei Hunde behandeln.
Da habe ich schon darüber nachgedacht in den vorherigen Beiträgen.

Nächster Problempunkt ist Urlaub oder Besuche irgendwo... Mit einem Hund ist das noch gut machbar. Bei zwei Hunden sind die Leute schon wieder kritischer. ...und was ist, wenn man mal krank ist und der Partner verhindert ist? - Da muss es auch 1-2 Leute geben, die auch mit zwei Hunden noch zurecht kommen würden.

Urlaub: Wir sind oft mit dem Wohn-Bulli on Tour da können alle Hunde mit. Falls wir doch mal für 1-2 Wochen wegfliegen o.ä. sollten (was bisher noch nicht war) wäre meiner Mutter bereit auf die Hunde aufzupassen.
Besuche: naja dann geht man nicht so oft zu den Leuten, die es nicht möchten oder lässt die Abends doch mal zuhause. Aber stimmt, 2 sind schwieriger....
Krankheit: Wenn Partner nicht kann, kann ich mich auf die Mutti verlassen. In der Nachbarschaft wohnt ein sehr guter Freund der auch gerne aufpasst. Beiden macht ein Hund mehr nichts aus, solange er nicht völlig wild und unerzogen ist.

-andere Hunde- ..auch hier muss man aufpassen, dass da bei zwei Hunden nicht leichter Probleme kommen, weil der eine meint sein Hundekollege dürfte keinen Kontakt mit anderen haben oder sonst was...
Da hab ich noch nicht drüber nachgedacht. So ein Verhalten konnte ich bei Keule auch bisher nicht beobachten, aber wer weiß:eusa_think: wär ja nicht so schön, dann würd ich aber auch einschreiten und versuchen es irgendwie umzulenken.

Wie sieht es mit dem Platz im Auto aus? Geht das auch gut mit zwei Hunden?
kein problem! Haben einen alten Bulli als Wohnmobil da würden auch 4 genug Platz finden;)

Die Hunde würden im ähnlichen Alter sein...

Danke für deinen Beitrag und den Einblick in euer Rudelleben, war sehr hilfreich.
 
  • Zweithund? Beitrag #23
Hallo,
ein kleines Update.
Ich habe neulich mit der Pflegestelle des Hundes telefoniert, den wir schon im Auge hatten. Die nette "Pflegemutter" hat mir dehr viel über ihn und Galgos im allgemeinen erzählt. Habe auch viel neues erfahren können, worauf ich mich neu einstellen muss. Es war nicht negativ, nur ein bisschen anders als ich mir das so vorgestellt hatte.
Gerade eben war ich zum ersten mal mit Keule im Windhundauslauf. Keule war begeistert, sie hat sich mit allen verstanden und viel Spaß gehabt und sich auch gleich in einen Galgorüden verliebt, die beiden waren ein echtes Traumpaar. Habe viele viele Eindrücke und Infos ergattern können und Leute kennengelernt, die einem auch gerne weiterhelfen wenn man Fragen hat oder Tipps braucht.
Also, wir sind von der Idee immernoch überzeugt und sind uns noch sicherer geworden.
Das einzige was mir Unsicherheit macht ist, dass die Pflegemutti des wunderschöne Rüden, sich nicht sicher war ob es gut ist, wenn er regelmäßig 4 Stunden alleine wäre.
Nun ist es genauer gesagt bei uns so: ich arbeite nicht immer jeden Tag. Es kommt darauf an wieviel zu tun ist. Zudem habe ich frei wenn das Wetter besonders schlecht ist, was nun auch nicht sooo selten vorkommt. Im Winter habe ich je nach Wetter meist 2 Monate komplett frei. Andererseits gibt es auch Tage wo die Hunde auch mal länger alleine sind. Das sind eher sie Ausnahmen. Aber es kommt mal vor dass mein Freund früher anfangen muss oder ich nach der Arbeit ein Arzttermin hab oder sonstwas. Logisch, ist ja auch normal im leben, dass man nicht alles 100% einplanen kann.
Sie sagte, er kann mit anderen Hunden alleine bleiben und ist dann auch lieb. Aber sie ist auch nicht jeden Tag für mehrere Stunden weg. Aber wenns sie es mal ist, war es nie ein Problem.
Was meint ihr, wird das klappen? Sie sagte, dass sollte schon gehen. Wollte aber da nochmal in sich gehen.
 
  • Zweithund? Beitrag #24
ich habe ja meinen 2 ten Hund auch aus einer Pflegestelle wo ich die selbe Auskunft übers alleine bleiben bekam wie du und es war mit meinem kleinen kein großes Problem er kaut zwar Schuhe aber er steht allgemein auf alles was mit Füßen zu tun hat :roll: die stehen jetzt hald draußen...
und sonst geb es nie wirkliche Probleme da sie ja nicht alleine sind sondern zu 2
 
  • Zweithund? Beitrag #25
mein Tagesablauf mit 2 Hunden? Oh mann, das ist so was von chaotisch... :lol: Ich versuchs mal.

Früher war es so, da habe ich 100% gearbeitet, habe die Hunde aber zur Arbeit mitnehmen können. Naja, was heisst das? Die lagen dann in der Lagerhalle auf einer Decke, punkt. Da hätte ich sie auch zu Hause lassen können. Naja gut, ok, wenn mal keine Arbeit und der Chef nicht da war, dann durften die in der Lagerhalle zwischen den Hufeisenpackungen auch mal ihre Beute suchen. :eusa_shhh: :mrgreen:
Ich war aber vor der Arbeit immer mit ihnen draussen, in der Mittagspause waren wir entweder 1 Stunde mit dem Fahrrad oder zu Fuss, dann aber sehr aktiv, mit Suchspielen und Reizangel. Abends dann, da ging es jeweils auf grosse Tour. Im Sommer gerne mal ab 18:00 bis 22:00 in den Sonnenuntergang hinein, im Winter auch mal weniger, dafür haben wir dann noch Tricks geübt, Suchspiele gemacht und waren auch da abends sicher ab 18:00 bis etwa 20:00 noch im finsteren Wald irgendwo unterwegs. :eusa_shhh:

Dazu muss ich nun aber noch sagen, dass ich damals meine Arbeitszeiten schon etwas richten konnte, an manchen Tagen 9-10 Stunden arbeitet, dafür dann aber auch 2 Nachmittag frei hatte. Und da waren wir dann natürlich immer gut und gerne 3-6 Stunden unterwegs.
Auch meine Hunde verdienen / erarbeiten sich einen Grossteil ihres Futters unterwegs. Tricks, Dummyarbeit, Suchspiele sind fester Bestandteil eines jeden Spazierganges.

Heute sieht das alles etwas anders aus. Ich habe reduziert, arbeite keine 100% mehr. Betreue nun noch einige Hunde, die ich auf Spaziergänge mitnehme ("Power-Walks") und gebe auch teilweise Privattraining. Da habe ich auf den Spaziergängen (die sind meist am Nachmittag) meine beiden immer dabei, bei den Trainings, da lasse ich die Hündin gerne mal zu Hause, zumindest bei meinem einen "Fall", denn die würden sich kloppen. Heisst aber, im Moment sind die Hunde öfter mal morgens zwischen 7:30 und 12:30 alleine (ab und an arbeitet aber auch mein Freund von zu Hause aus, je nach dem, was wir an Vögeln zum Päppeln da haben). Nachmittags bin ich dann immer einige Stunden unterwegs.
Manchmal ist das alles natürlich auch chaotisch, gerade jetzt, da ich ja eine Wildvogelauffangstation betreibe (ehrenamtlich) und da renne ich halt teilweise rum, sammle Vögel ein oder muss ne Tour abbrechen, weil jemand einen Vogel bringen will... Oder ich habe viele Jungvögel zu füttern, da kann ich keine 5 Stunden Touren machen, da bin ich dann halt einfach 3 mal je 1 Stunde unterwegs, zwischendurch auch mit Fahrrad, jetzt bei heissen Temperaturen gerne auch am Rhein. ;)

Bei mir ist es auch so, dass ich gerne auch mal mit den Hunden getrennt gehe. 1. finde ich es wichtig, dass sie das können (und das juckt die beiden auch gar nicht) und 2. kann Kylja halt nicht mehr alles machen, was Nupri kann. Also wenn ich mit dem mit dem Fahrrad ne 2 Stunden Tour mit Intervalltraining mache, da kann Kylja definitiv nicht mehr mit. Die zottelt allenfalls am Fahrrad nebenher, wenn ich gemütlich abends noch ne halbe Stunde drehe. Das selbe mit den Inlinern.
Und eben, je nach Training mit anderen Hunden, lasse ich sie auch gerne mal zu Hause, da sie ja doch auch nicht immer soooo verträglich mit allen ist und viele dieser Hunde tatsächlich schon in die Richtung Probleme haben.

So, das war mein Romänchen. Wenn Fragen sind, immer her damit. :lol:

Ach ja, Deine Frage war noch, "warum ein Rüde"?
Hmmm, keine Ahnung? Intuition. Gesetzte Hündinnen mögen öfter gesetzte Rüden. ;) Und anscheinend steht ja nun tatsächlich ein Rüde zur Auswahl, passt doch. :mrgreen:
Wegen dem Alleine bleiben, ich denke mal, ob 4 oder 4.5 Stunden, das macht jetzt nicht einen riesen Unterschied. Wenn es dann aber regelmässig 5 Stunden und dann 6 und dann 7 werden... :?
 
  • Zweithund? Beitrag #26
Danke für den Einblick;)
mit Keule will ich weiterhin Clickertraining machen und Actionspaziergänge, mit dem Galgo weniger, sowas ist ja nicht wirklich was für die. Da werde ich dann ausprobieren was er mag. Da werd ich eine Lösung finden, das beide auf ihre Kosten kommen.
Also regelmäßig 3-6 Stunden spazieren wäre beiden zuviel. Hin und wieder gehen wir wandern, dann sind wir auch bis zu 6 Stunden unterwegs, das ist auch schön, aber täglich würde sie das nicht mögen. Galgos gehen auch nicht so gerne sooo lange Strecken. Auch er wird mit wandern kommen, aber jeden Tag brächte er das nicht.
Ich denke mein Alltag wird etwas einfacher aussehen, da beide nicht so sehr aktiv und "anspruchsvoll" (ich meine Arbeit, Leistung) sind. Muss halt zusätzlich die Möglichkeit für kleine Sprints geben.

Nein es wird nicht regelmäßig mehr. Wie gesagt das sind eher Ausnahmen, aber sie kommen nun mal vor. Mit Keule machen wir es auch manchmal, dass sie nach einen actionreichen Tag auch mal abends alleine ist wenn wir Ausgehen, aber das sind dann vielleicht 2 Stunden. Sie schläft und es scheint sie nicht zu stören. Ob das mit dem Galgo auch möglich ist...:eusa_think: Naja sowas weiß man auch erst wenn man ihn gut kennenlernt und das braucht bei Galgos nunmal seine Zeit.

Ja wir wollen auch eher einen Rüden (kastriert), können aber auch nicht genau sagen warum;) Auch intuitiv, irgendwie glauben wir dass unser Rudel harmonischer wäre... Ihr neue bester Freund auf dem Windhundauslauf war zufällig (?) auch ein Rüde. Wird wohl schon gut sein mit einem Mann.:D
 
  • Zweithund? Beitrag #27
Aber sie ist auch nicht jeden Tag für mehrere Stunden weg. Aber wenns sie es mal ist, war es nie ein Problem.
Was meint ihr, wird das klappen? Sie sagte, dass sollte schon gehen. Wollte aber da nochmal in sich gehen.

Ich denke, das ist einfach nur Gewöhnungssache. Evtl. musst du dich nur darauf einstellen, dass du das eben erst neu beibringen musst, auch wenn sie das im Prinzip kann. In fremden Gebieten (was euer Zuhause erstmal sein wird9; kann es anfangs noch Startschwierigkeiten geben.

Einen richtigen Tagesablauf kann ich von meinen Hunden kaum geben, weil er immer anders aussieht - was auch einfach an meinen Unizeiten liegt, die ständig und überall wechseln. Ich schaue auf jeden Fall, dass es morgens eine Gassirunde von wenigstens einer Stunde gibt. In dieser Zeit wird auch nicht trainiert, dort sollen sie "Zeitung lesen" und andere Kontakte knüpfen. Gegen Nachmittag bin ich auch nochmal länger weg und da wird dann eben auch trainiert. Das ist auch völlig launen- und wetter abhängig. Aber es schwankt immer zwischen Fährten, Suchspielen, Zos, Clickern, Unterordnung, reines Toben (Jerry), sowie Suchspiele, Unterordnung, Dummytraining, ZOS, Clickern, reines Toben (Hanna). Irgendwas davon wird gemacht und bin dort ebenfalls länger weg. Abends gilt dasselbe. Zwischendrin wird auch mal geclickert, manchmal eben nur 5 Minuten, aber das ist nur was Nettes nebenbei. Abends bekommt Hanna noch ihr Spielzeug im Haus versteckt, welches sie suchen und bringen muss (etwa 30 Minuten). Da hat Jerry meist schon nicht mehr so viel Lust und schläft lieber ;)

Am Wochenende sind wir immer lang weg. Da ich mir die Wochenenden immer für meinen Freund lasse, versuche ich schon alles unter der Woche zu machen. Da wir uns gerne draußeh aufhalten, sind wir dann entsprechend mit den Hunden unterwegs. Am Stück meist 4-5 Stunden. Dazu kommen dann noch die normalen Gassigänge, die an solchen Tagen dann aber etwas kürzer ausfallen, weil ich sonst nur unterwegs wäre ;) Aber so alles in allem sind wir dann 7 Stunden unterwegs. Aber natürlich auch nicht jedes Wochenende. Zu Klausurphasen o.ä. sind wir zeitlich schonmal eher eingespannt.

Das ist so grob der Alltag, wenn ich nichts Besonderes plane. Dazu dann eben noch die Sache, dass ich es halte, wie Falki. Ich gehe mit meinen Hunden auch mal getrennt. Derzeit vermehrt, wenigstens 2x die Woche, wenn ich es schaffe. Die Hunde müssens einfach können (da ich mit Hanna öfter bei meinem Freund bin und sie ohne Jerry klarkommen muss), außerdem müssen sie verschieden lernen. Vor allem Hanna ist sehr sensibel und ich versuche sie an alles heranzuführen, was sie unsicher macht. Da ist mir Jerry nur im Weg. Andersrum soll Jerry bestimmte Dinge lernen, wo mich Hanna nur nervt. Ist also dann wirklich die doppelte Zeit an Spaziergängen, die ich hab und das geht dann meist auch nur an Tagen, wo ich nicht viel zu tun hab.

Was ich besonders anstrengend finde, ist weniger die Zeit, die man investieren muss, als die Nerven. Wenn es einem mal schlecht geht und er im schlimmsten Fall in die Tierklinik muss, muss man trotzdem oben auf bleiben und kann sich nicht verkriechen, denn der andere Hund braucht weiterhin Auslastung und Aufmerksamkeit. Das fällt mir zugegebenermaßen manchmal sehr schwer. Vor allem, wenn ein Hund krank ist und man die Nächte eher wach verbracht hat und dann den anderen Hund noch normal auslasten muss. Das ist manchmal schon anstrengend. Einerseits geben sie natürlich viel Trost und schweren Zeiten, andererseits können sie nichts dafür und man muss sie ganz normal, wie sonst auch, behandeln und auslasten. Das sind das die Momente, wo ich die Mehrhundhaltung schwierig finde. Aber ich möchte mich auch nicht beschweren, wenn ich Mütter sehe, die Ähnliches (und vor allem oft Schwierigeres) mit Kindern durchmachen müssen ;)
 
  • Zweithund? Beitrag #28
Pewee das klingt auch toll. Bei mir ist auch nicht alles steif geplant und wechselt je nach Zeit Wetter und Laune. Keule passt sich da auch sehr gut an. Sie kennt das, dass es nicht immer zur selben zeit das Gleiche gibt. Der neue wird sich denke ich auch daran gewöhnen können.

Ich möchte mir einige Tage Urlaub nehmen, wenn er einziehen kann. Ich würde ihn erstmal in Ruhe ankommen lassen. Dann sieht er schonmal wie es in etwa bei uns abläuft und ich könnte langsam das Alleinsein ausprobieren und antrainieren. So kann ich ihn besser einschätzen und kennenlernen und er merkt, dass ich seine neue Bezugsperson bin. Galgos brauchen ihre Zeit, bis sie Vertrauen fassen und sich öffnen. Erst dann lernt man den Hund richtig kennen und kann eine gefestigte Bindung aufbauen. Wobei er schon recht Menschenbezogen ist, sagt die Pflegestelle.

Ja das glaub ich dass es auch einiges an nerven kostet. Einfacher wird es wohl nicht werden. Naja da muss man durch, und das schafft man ja auch.
 
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