kopfhochreißen - was kann ich dagegen tun?

Diskutiere kopfhochreißen - was kann ich dagegen tun? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; moment ein Thiedmannzügel ist ja auch eine art "fester" Schlafzügel wenn ich mich jetzt nicht sehr stark irre?? Schlafzügel gehören (ob fest oder...
  • kopfhochreißen - was kann ich dagegen tun? Beitrag #21
moment ein Thiedmannzügel ist ja auch eine art "fester" Schlafzügel wenn ich mich jetzt nicht sehr stark irre??
Schlafzügel gehören (ob fest oder nicht) in eine geübte Reiterhand der was davon versteht, und der brauch die dinger im normalfall nicht.


Anstatt das Kopfschlagen mit Hilfszügeln zuunterbinden würde ich nach der Ursache forschen...
 
  • kopfhochreißen - was kann ich dagegen tun? Beitrag #22
moment ein Thiedmannzügel ist ja auch eine art "fester" Schlafzügel wenn ich mich jetzt nicht sehr stark irre??
Schlafzügel gehören (ob fest oder nicht) in eine geübte Reiterhand der was davon versteht, und der brauch die dinger im normalfall nicht.


Anstatt das Kopfschlagen mit Hilfszügeln zuunterbinden würde ich nach der Ursache forschen...

Das Forschen nach der Ursache habe ich schon beschrieben. Bei Gesundheit des Pferdes (incl. Verspannungsschmerz) und passendem Material liegt das Problem fast immer am mangelnden Können des Reiters.
Nicht jeder Reiter ist gleich so gut, dass er so ein Problem beheben kann. Selbstverständlich soll die Reiterin sich nicht auf den Hilfszügel verlassen, sondern sich weiter um ihre reiterliche Ausbildung kümmern und darum, dass es dem Pferd gut geht - also auch Longieren und das Pferd eben auch anders lösen, wenn sie es reiterlich nicht schafft (was keine Schande ist).

Anfängern oder nicht so guten Reitern gleich das Reiten im Gelände zu verbieten, sie zwingen die RB abzugeben bzw. ihr Pferd zu verkaufen damit sie ins Gelände dürfen.....(das wären die Alternativen), halte ich für falsch.
Einen Reiter einfach im Regen stehen zu lassen und sagen; 'Üb, das liegt an dir', halte ich für gefährlich, denn heftiges Kopfschlagen im Gelände ist häufig nicht wirklich spaßig. Sonst hätte das zur Folge, dass Reiter erst ab Klasse L ins Gelände gehören. Eine grauenhafte Vorstellung, wenn ich bedenke, wie viele Reiter und Pferde Geländeritte doch lieben und auch brauchen. Oder eben es bedeutet, dass Pferde erst ab einer gewissen Ausbildungsklasse bzw. einem bestimmten Phlegma ins Gelände dürfen.
Eine gruselige Vorstellung.
Das Geländereiten ist ein unverzichtbares Ausbildungsinstrument eines guten Reiters. Fachidioten sind sowohl unter den Pferden als auch unter den Reitern nicht erwünscht. Wer sein Leben lang in der Bahn seine Kringel zieht, erreicht nie das Gleichgewicht ein Pferd beim Stolpern auch mal zu halten, wie ein Reiter der auch ins Gelände geht oder Springt. Ein Pferd, das nie gelernt hat sich im Gelände zu entspannen )oder auch mal in einem anderen Takt und Rhythmus als in der Bahn flott zu laufen, sich ausbalancieren darf oder mal mit neune Eindrücken konfrontiert wird ist ein armes Tier.
Der meiner Meinung nach beste Dressurreiter Dr. Reiner Klimke hats mit Ahlerich vorgemacht (das Pferd, das nie widersetzlich war oder auch nur mit dem Schweif schlug). Ahlerich ging mind. 2x wöchentlich ins Gelände um die Frische seiner Gänge zu erhalten und natürlich für seine Psyche.

Es stimmt, dass der Tiedemannzügel eine Art fester Schlaufzügel ist.
Im Gegensatz zum Schlaufzügel, endet der Hilfszügel jedoch nicht in der Reiterhand, sondern am normalen Zügel, daher ist die Einwirkung des Hilfszügels automatisch begrenzt (Nachfassen nicht möglich). Gleichzeitig wird der Tiedemannzügel wie ein gleitendes Ringmartingal auch, mit einem Halsring fest zwischen den Vorderbeinen des Pferdes hoch gehalten, was ihn zum Reiten im Gelände und Springen sicher macht (kein druchtreten eines Vorderbeins durch den Hilfszügel am Bauch bei Stolpern, Bocken, Sturz...).
Es kommt auf die Verschnallung an!!!!!
Der Tiedemannzügel ist NICHT dazu da, dem Pferd den Kopf herunterzudrücken!
Er sollte immer so verschnallt sein, dass das Pferd in freier Halshaltung keine Einwirkung erhält. Lediglich beim heftigen Schlagen des Kopfes nach oben, soll er begrenzen und verhindern, dass das Pferd mit seinem Hals/Kopf das Gesicht des Reiters (im Entlastungssitz) treffen kann.

Im Gegensatz zum gleitenden Ringmartingal kann das Pferd mit dem Tiedemannzügel sehr viel schlechter durch heftigere Bewegung den Reiter nach vorn ziehen - die meisten Pferde kommen gar nicht erst auf die Idee, im Gegensatz zum Martingal.

Der Tiedemannzügel ist leider vollkommen verpöhnt, da die meisten Reiter ihn falsch anwenden, der Verfühung erliegen und zu eng verschnallen.

Richtig verschnallt ist der Tiedemannzügel meiner Meinung nach bei heftigen Kopfschlägern Mittel der Wahl - einfach für die Sicherheit.
 
  • kopfhochreißen - was kann ich dagegen tun? Beitrag #23
achso okaii, gut das ist dann was anderes ich wusste nur das es ein fester schlaufzügel ist (oder zumindest so in der art) so wie du es erklärst ist es aufjedenfall sinnvoll zumindest für einen begrenzten zeitraum :)

vielen dank fürs erklären
 
  • kopfhochreißen - was kann ich dagegen tun? Beitrag #24
Na immer gern.
Danke fürs Nachfragen.
ich bin immer froh, wenn Jemand nachfragt und auch Hinterfragt. Viel besser als wenn sich nachher fatale Fehler einstellen, weil man etwas falsch gemacht hat oders nicht richtig verstanden hat.
Lieber etwas vorsichtiger sein und mal Nachfragen als einen u.U. ungeeigneten oder zu scharfen Hilfszügel ohne Sinn und Verstand benutzen.
 
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