Dann eben nochmal zur Erklärung:
Ich habe mir nichts aus dem Ärmel geschüttelt, sondern ging von einem Wurf aus, wie ich es eben bei Bekannten erlebt hatte - erster Wurf, recht junge Hündin, also in etwas gleiche Ausgangssituation.
Jede Woche musste der TA zum Hausbesuch antanzen, weil die Welpen und die Hündin nicht transportfähig waren. Der kam aber nicht, weil die Welpen krank waren, sondern weil den Haltern die Erfahrung fehlte, um zu beurteilen, ob alles in Ordnung ist. Auch bei der Entbindung war der TA zugegen.
Dann kam eben die Aufzuchtmilch, die Wurmkuren, aber auch Spielzeug, Verstecke, Decken und Kissen dazu - was man eben mit dem Alter braucht.
Dann eben noch die Impfungen (zwei, da die meisten Welpen bis zur 12. Woche blieben).
Dazu kamen dann auch noch die Spritkosten, das Aufpeppelfutter für die Hündin, die nicht richtig stillen wollte und konnte und daher auch ab der 6. Woche nur noch feste Nahrung, die man auch bezahlen muss.
Dass ein Chihuahua da weniger frisst als ein Bernermix sollte auch jedem klar sein, es stellt auch nicht jeder einfach Trockenfutter hin, viele entwöhnen mit Hackfleisch oder Nassfutter und stellen dann erst um.
Und ja, das ist teuer und verdammt anstregend, ich habe es bei meinen wenigen Besuchen dort erlebt.
Und auch Voruntersuchungen wie ein Ultraschall sind eben nicht günstig.
Mit den Zahlen zu den Krankheiten oder Komplikationen bezog ich mich zum Beispiel auf einen Infekt, der dann wochenlang behandelt werden muss oder ggf. auch andere Welpen ansteckt. Allein die Medikamente, die man da bezahlen muss, sind ganz schön teuer.
Ich finde es ja nett, dass ihr hier hingestellt werde, als würde ich mir alles aus den Fingern saugen, aber sonst auch keiner Zahlen nennt.
Ich liege sicher über dem perfekten und tollen Normalfall, in dem alles glatt geht, aber wer geht schon von diesem aus?
Mag ja sein, dass es bei manchen gut geht, solches Idiotenglück gibt es immer wieder, aber wieso dann so tun, als wäre das immer der Fall?
Und wenn sie hier schon Überzeugungsarbeit leisten will wird es kaum helfen zu sagen "meistens biste mit 50 Euro pro Hund durch, das klappt dann schon". In diesem Fall soll man ja von einem der schlimmsten Fälle reden, von dem, was passieren KANN, auch wenn es nicht passieren muss. Bei Risiken spricht man auch von offenen Schädeldecken, Welpen mit Nabelschnur um den Hals, Kaiserschnitt und der sterbenden Mutterhündin - wie oft kommt aber alles gleichzeitig vor?
Es sind eben Risiken, die sich so nennen, weil eine mehr oder weniger große Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie eintreten. Genau diese Risiken sollte die Freundin der TE kennen und genau diese wollte die TE auch wissen. Also sage ich ihr: Es besteht das Risiko, dass die Hunde ihrer Freundin die Haare vom Kopf fressen und sie diese nachher für einen Bruchteil der Aufwendungen vermitteln muss, falls sie diese überhaupt los wird. Nichts anderes habe ich gesagt, als dass das passieren kann.
Und was glaubt ihr eigentlich, warum Züchter teils 1.500 Euro pro Welpe verlangen? Weil sie die mit 100 Euro durchfüttern? Sicher nicht.