Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie?

Diskutiere Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Huhu, hatte schonmal da thema eröffnet das unser cody knabbert. vorerst, er hört noch nicht wirklich, sitz hat gestern das erste mal alleine...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #1
Z

Zapphira

Beiträge
103
Reaktionspunkte
0
Huhu, hatte schonmal da thema eröffnet das unser cody knabbert.

vorerst, er hört noch nicht wirklich, sitz hat gestern das erste mal alleine geklappt ohne mit hilfe auf den popo zu tippen.

aber um die dinge geht es mir hier nicht, da ich weiss dass es alles seine zeit brauch.

meine mitunter größten probleme sind das cody viel knabbert, ob an meinem kabel oder an uns. wir fangen an Nein zu sagen, welches auch energischer wird. aber es hilft nix, es gab Tage da gab er danach auf.
aber es ist nur selten. ignorieren bringt nix, da er mich sonst in die seite kneift. und es ist ihm auch ziemlich egal ob es gerade mittags unter der zeit ist oder nach dem spaziegang. sachte zur seite schieben oder so bringt auch nix da er es eher als aufforderung sieht.

heute hat er das erste mal meinen freund auch böse angeknurrt, aber ich muss dazusagen dass mein freund auch zu grob war und cody sich wohl nur wehren wollte. wir haben darüber geredet das es so nicht geht und ich nicht will das cody noch angst vor uns bekommt oder gar bissig wird.

aber wir sind einfach ratlos.
ich kann ihn ja als strafe nicht ins bad sperren oder?
mein freund kam auf die iddee, weil er auch abends beim essen sehr aufdringlich ist und wenn wir ihn korrigieren möchten fängt das knabbern wieder an. beim essen ist es sowieso am schlimmsten. auf jedenfall meinte er wenn er nicht hört das er ihn anleint. ich weiss nicht ob das die schlechteste iddee wäre, aber ich habe es so, cody darf auf die couch, stört er uns beim essen indem er halber auf den tisch oder in den teller will drück ich ihn sachte zur seite so dass er es nicht als apiel sehen soll, was aber nix bringt. ich hab ihn dann auch oft auf seinen platz, aber wenn er wieder kommt schau ich erst ob er sich nur so hinlegt dann wäre es ok, fängt er wieder an tu ich ihn wieder auf den platz. ich dachte wenn wir ihn nach aller verzweiflung wirklich in der wohnung anleinen sollte es bei seinem platz sein, aber da haben wir keine möglichkeit.

ich weiss echt nicht mehr, was richtig ist. cody ist an sich ein sehr lieber hund halt noch ohne erziehung, aber wir lieben ihn.

Am sonntag gehen wir mit ihm bei uns zur gruppenstunde damit er mehr kontakt zu anderen hunden bekommt weil er mittlerweile an der leine immer ganz böse bellt wenn wir auf andere hunde treffen und ich wirklich nicht mehr einschätzen kann ob er was tun würde. ausserdem besteigt er imme rüden. in 2 wochen wird er kastriert.

aber das wichtigste für mich wäre es jetzt zu hause auf die reihe zu bringen mit dem knabbern, dass es einfach harmonischer wird.

habt irh erfahrungen oder tipps?
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #2
Ja, durchhalten!
Geduldig und konsequent bleiben! Keine einzige Ausnahme machen.
Wenn er euch beim Essen stört darf er nicht auf der Couch machen, das macht ihr ja auch so. Also immer wieder runter setzen.
Er darf niemals etwas von eurem Essen kriegen oder erfahren, dass er auch nur einmal auf der Couch bleiben durfte, obwohl er genervt hat.

Mag etwas dauern, aber danach habt ihr für immer Ruhe beim Essen :D
Von Anbinden bin ich kein Freund, weil der Hund dabei nichts lernt.

Das mit dem Knabbern... da musst du eine Gradwanderung hinlegen.
Ignorieren, nicht anschauen muss auch drin sein. Vielleicht hat er auch nur schon gelernt, dass er nur etwas weiter nerven muss, schon beachtest du ihn wieder?
Wenn er sanftes Wegstoßen als neue Spielaufforderung sieht musst du härter werden. Es ist richtig wichtig, dass du dem Hund zwar nicht weh tust, er aber schon versteht, dass es kein Spaß mehr ist.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #3
Hallo erstmal.

Hört sich ja wirklich recht stressig an bei euch. Auf jedenfall wird es noch eine ganze Weile dauern und viel Zeit in Anspruch nehmen, eh ihr das mit dem Knabbern in den Griff bekommt. Habt ihr es denn schon mit schrillen "Aua" schreien versucht, wenn er wieder zu doll macht? So hab ich es bei meiner Hündin immer gemacht, wenn das ganze dann mal zu doll weh tat. Und das hat wunderbar funktioniert. Sie lässt dann direkt ab.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #4
Von Anbinden bin ich kein Freund, weil der Hund dabei nichts lernt.


Das stimmt so nicht. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden und es ist auch nicht einfach den Hund mal eben anzubinden. Jedoch haben wir sehr viel Wert auf Ruhe in der Wohnung gelegt und es hart und konsequent durchgezogen. Wurde Ruphy zu aktiv und fing sogar an zu toben, wurde er Wortlos angeleint. War er ruhig und lag entspannt auf seinem Platz wurde er mit einem Lob abgeleint und immer so weiter. Nachher haben wir alles mit dem Kommando "Pause" verknüpft. Heute wird er so gut wie gar nicht mehr Wild. Wird es doch mal, gibts ein "Pause" und er legt sich in den Kennel und schläft bzw. ruht.

Zu den Möbel/Kabel anknabbern kann ich dir Wasser empfehlen. Bei Ruphy wussten wir auch nicht weiter, weil er ein richtiges Biest war.Knabberte er irgendetwas an wurde er nass gespritzt. Nach ca. 3 Tagen legte sich das knabbern.

Ansonsten kann ich euch ans Herz legen: Ihr entscheidet WANN gespielt wird und vorallem WANN es BEENDET wird. Sonst tanzt der Zwerg euch auf der Nase herrum. Ansonsten schließe ich mich Infano an und sage euch, ihr braucht eine Menge Geduld. ;)
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #5
Okay. Hab das wohl eher auf´s Betteln bezogen.
Aber so wie du das beschreibst ginge das wohl auch. :eusa_think: Naja. Ich bin kein Freund von. Das muss aber jeder für sich entscheiden :)
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #6
Infano: Ja das stimmt. :)


Hat Cody seinen eigenen Platz? (Körbchen, Decke, Kennel etc.)
Ansonsten könnt ihr ihm das Kommando "Körbchen, Hundeplatz..." beibringen und ihn immer wieder dort hin schicken, wenn er bettelt. Mit viel Konsequenz und Geduld wird er es verstehen.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #7
huhu danke für die tipps. ich weiss ehrlich gesagt noch nicht was ich vom thema anleine halten soll.

das es eine weile brauch und wir konsequent sein müssen ist und war mir klar auch vor codys einzug. das mit dem wasser und knabbern ist eine gute iddee, weil ignorieren ist echt schwer, weil es echt zwicken kann. vor allem haben wir ja noch unsere kleine Tochter, die auch noch viel im umgang mit cody lernen muss aber an ihr ist es noch schlimmer wenn er anfangen will zu knabbern. oder auch am kabel.

seinen platz hat er, deshalb dachte ich auch dass wenn wir ihn wirklich anleinen würden, das es dann auf seinem platz sein sollte.

bisher hatten wir es halt so wenn es zuviel wurde trug ich ihn auf seinen platz, wo er nicht lange blieb. war für uns ok wenn er wieder kam und sich benahm, aber wenn er weiter machte das gleiche von vorne. mittlerweile denk ich aber das er die erneute chance bei uns zu liegen auch mit ich muss ja gar nicht dort bleiben aufnehmen könnte. ich weiss nicht, unterscheiden kann er es ja wohl noch nicht dass er wieder zu uns darf wenn er lieb ist, also sollten wir, wenn wir ihn auf den platz schicken ihm auch beibringen dort zu bleiben bis wir ihn wieder rufen oder? ich will halt auch nicht das er sein körbchen in verbindung mit strafe verbindet.

wie genau habt ihr das gemacht nikita? ihn angeleint und auf platz geschickt oder wie?
weil du schreibst
"wurde er Wortlos angeleint. War er ruhig und lag entspannt auf seinem Platz wurde er mit einem Lob abgeleint und immer so weiter"

ihr habt ja nicht gewartet bis er alleine auf seinen platz ging oder?

ich weiss noch nicht wirklich genau wie ich ihn dazu bringen soll auf seinem platz zu bleiben. mich solange zu ihm zu setzen wäre ja auch falsch.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #8
Oh das mit dem Wasser hab ich überlesen. Sei damit bitte vorsichtig!
Ich hab hier zuhause ein ziemlich sensibles Exemplar liegen der richtig erschreckt wenn er mit Wasser nachh gespritzt wird. Der könnte da psychisch richtig was weg kriegen.

Warum muss er denn so lange auf seinem Platz bleiben?
Und warum trägst du ihn auf seinen Platz? Sollte er das nicht absolut hassen freut er sich noch über Extra-Aufmerksamkeit :D
Wenn du ihn drinnen einfach nicht zu fassen bekommst, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, ein Geschirr und eine kurze Leine zu hause zu tragen (bis es klappt), an der ihr ihn nehmen und weg führen könnt.

Auf den Platz und Bleiben würde ich langsam und völlig unabhängig von Bestrafung üben.
Wenn ihr das nicht auch schon so übt verknüpft er es nur mit Bestrafung und wird nie gerne länger dort bleiben..

Da ihr eine kleine Tochter daheim habt würde ich euch doch auch mal einen Hundetrainer empfehlen. Der kann nämlich in der Situation sehen, wie der Hund und vor allem, wie ihr agiert und euch dann spezifische Tipps geben.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #9
Clickert ihr? So hat Ruphy es super und auch schnell verstanden.

Wenn du willst, dass er auf sein Platz soll, schickst du ihn enfach in sein Körbchen. Entweder du führst ihn dahin, indem du ihn am Halsband/Geschirr packst oder du tragst ihn eifnach rüber. Wenn er dann in dem Körbchen liegst lobst du ihn..und sagst "Fein Körbchen" oder wie du es nennen magst.

Oder aber du nimmst ihn an die Leine bindest ihn an seinen Platz an und legst ihn ins "Platz". Entspannt er sich lobst du ihn.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #10
nee infano, ich dachte ja nicht daran ihn zu lange auf seinen platz zu schicken, ich will ja das er es eig selbst entscheiden kann. ich meinte nur während unserem essen. bring ich ihn zum platz läuft er mir direkt wieder hinterher zum tisch. deswegen dacht ich das er ein weilchen dort verbleiben sollte. wäre auch kein problem wenn er mir wieder hinterherläuft und dann am tisch lieb ist. für mich wäre es auch demnach egal ob er auf seinem körbchen ist oder einfach unten hauptsache er lernt das er uns nicht in den teller springen soll.
tragen tu ich ihn weil er ihm haus kein halsband an hat und ich ihn nicht irgendwo ziehen möchte um ihm nicht weh zu machen und er ja wenn essen aufm tisch steht nicht mit worten dazu bring auf seinen platz zu gehen .

clickern tun wir nicht nikita. für mich hört sich die möglichkeit mit der leine am irgendwie einfachsten an, aber zeigt es sich eigentlich nicht immer das die einfachste lösung nicht immer die beste ist?

hundetrainer hab ich bei uns 2 mal angeschrieben und warte auf antwort, wie des bei denen abläuft und auch wegen der kosten. wie gesagt morgen gehen wir des erste mal zu rgruppenstunde unseres hundevereins, welches uns vielleicht nicht direkt mit den themen zu hause hilft, aber mit den anderen grundübungen unterstützt.

weil des mit meiner tochter ist echt stressig, an manchen tagen ist es dermassen das ich wirklich denke, das es so wird an des hätt ich nie gedacht. ich mach mir nicht immer den einfachsten weg und gehe eig auch nicht allzu blauäugig an eine sache, sondern überlege mir vorher was alles sein könnte.
ich weiss auch meine tochter ist im umgang mit hunden eig ganz ok, bei der hündin meiner mutter im haus ist auch alles gut, klar muss man meine kleine mal ermahnen, aber bei unserem cody, keine ahnung warum sie da so terror macht. vielleicht ist sie aber auch mal wieder in einer phase wo sie austesten möchte wie weit sie bei mami gehen kann, aber zu den problemen bin ich hier falsch;)
es ist halt momentan eine nicht gerade einfache situation bei uns. aber wir werden alles tun um es für uns alle angenehm zu ändern. und sind auch fleissig dabei. ich freu mich dass ich mir hier einfach tipps holen kann oder erfahrungen von euch zu hören.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #11
Also meiner geht mit deutlicher Körpersprache weg bzw. dahin, wo ich ihn weise :D
(Aber gut, ist wie gesagt auch ein recht sensibles Exemplar, dass auch am Anfang viel Anst hatte).

Also als akut-Lösung wäre das Anbinden sicher die einfachste Lösung. Aber wie schön ist es zu essen, wenn der Hund da Terror macht? Entspannung ist ja auch anders :)

Ich würde ihn einfach während des Essens konsequent von der Couch schmeißen. Immer wieder. Und wieder :)
Dann darf er während des Essens halt nicht mehr auf die Couch, wenn es zu verführerisch für ihn ist :D
Wenn er es denn verstanden hat und unten bleibt, sich vielleicht sogar irgendwo hinlegt würde ich ihn großartig loben! Etwas besonders schmackhaftes zum Schlecken oder sowas in der Art.

Dass ihr in die HuSchu geht ist ja schonmal ein guter Schritt.
Wir waren gerade zweimal da und ich merke schon, wie viel es bringt wenn man das dann auch zu Hause weiter übt :)
Und dass sich deine Tochter ebenfalls an die Regeln dem Hund gegenüber ist klar. Das ist dann eben auch noch deine Aufgabe, darauf zu achten ;)
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #12
danke infano, werden es später gleich mal testen, natürlich wollen wir ein "normales", stressfreies abendessen, was aber nicht geht wenn cody rumzickt egal ob neben uns oder angebunden auf seinem platz. ich mag ja auch das er entspannt ist.
wir werden einfach nicht aufgeben und sind zuversichtlich das wir das hinbekommen.
ich mein wir hatten schon so viele erfolgseregnisse die zeit mit ihm.

ich muss einfach sehen es sind erst drei wochen und nicht er ist schon drei wochen da.

wir werden es weiterhin versuchen ihn runterzuschicken und nicht aufzugeben.
des mit dem wasser beim knabbern werd ich mal testen. cody hat wahnsinns angst vor stöcken. bei spitzwasser, weiss ich noch nicht. er badet zwar nicht im see also geht nicht zu tief rein, und regen ist auch nicht so sein ding, aber duschen fand ließ er sich ohne probleme.

das mit der leine werd ich im hinterkopf behalten. vor allem so wie es nikita beschrieb.

und wir werden jetzt auch mehr üben auf deinen Platz. weil wir haben zwar seinen platz, aber noch nicht geübt mit dem kommando, haben uns bisher mehr auf sitz und hier konzentriert.


joa einiges zu tun die nächste zeit :lol:
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #13
Glaub mir, es gibt immer einiges zu tun :D

Aber wär ja auch langweilig, wenn alles immer sofort klappen würde. So hat man dann was zum arbeiten, wobei man auch zusammen wächst und am Ende könnt ihr doppelt stolz sein :D

Also Beetlejuice hat überhaupt kein Problem mit Wasser, Regen macht ihm überhaupt nichts. Aber bespritzt werden ist halt doch ne andere Nummer, weil man ja einfach erschreckt.
Gibt aber auch Hunde, die dann anfangen, das Wasser zu jagen ;)
Aber probiers aus, und schau wie deiner reagiert. Wenn dir die Reaktion zu heftig erscheint - dann lass es lieber. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dann bald auch noch an einer Verhaltensstörung arbeiten dürft ist dann nämlich groß...
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #14
sodele wollt eig jetzt nach dem essen schreiben wies lief mit dem knabbern und wegschicken und wasser und allem. aber cody hat vorher nach dem spielen anfangen wollen zu knabbern. als ich aus sagte hörte er nicht. nach ermahnen nahm ich bei seinem nächsten versuch meine hände in meine bereitgestellte wasserschüssel und bespritze ihn bei dem aus sagen. ich würd jetzt nicht sagen dass er sonderlich erschrocken ist, eher verwundert so auf die art was war das jetzt. auf jedenfall lenkte es ihn ziemlich vom kabbern ab und sein trieb war unterbrochen wenn man das so sagen kann. ich stand auf essen richten und beim essen dachte ich noch jetzt bin ich mal gespannt, aber heute wollt er einmal bei meinem freund schauen, diesersagte nein und cody legte sich hin und es interessierte ihn nicht mehr.
ok solche tage hatten wir immer mal zwischendurch, deswegen einfach mal auf morgen abwarten.

liebe grüße und ein schönes wochenende ;)
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #15
Hi,

hab den letzten Thread von dir noch nicht gelesen. Wie alt ist der kleine denn? Und wie alt ist deine Tochter?

Eine erste Idee wäre dass es erst mal aufmerksamkeits erheischendes Verhalten ist. Und solange das gut funtioniert lässt sich das bestimmt noch ausbauen. Das mit dem "nein" beim knabbern an Möbeln funktioniert aber nur wenn er auch weiß was das heißt. Will sagen am Anfang lässt er sich dadurch vielleicht ablenken, aber wenn dann keine Konsequenz folgt.... ..ooOOO(War ja vielleicht doch nicht für mich bestimmt. Lass die mal .....) Also von daher solltest du ihm dann schon deutlich machen das er das zu lassen hat. (Damit meine ich jetzt aber nicht schlagen oder ähnliches.) Wasser wäre ganz ok wenn er nicht zu empfindlich ist, aber erstmal kannst du es auch versuchen indem du ihn da wegnimmst und zur Seite drängst und verhinderst das er wieder dran geht, allerdings ohne ihn dabei zu sehr zu beachten, sonst wird das ein tolles spiel für ihn. (Ruhig und deutlich aber ohne ihm Weh zu tun, aber dennoch mit der note ... ich meine es ernst lass das. Das genaue Mass ist da von Hund zu Hund eine Gradwanderung.)
Was das knabbern an euch angeht ist das schon so eine Sache. Ist das weil er zu aufgeregt ist und gerade nicht anders kann, will er eure Aufmerksamkeit, oder will er sagen "ey du Depp ich will auch was". Bei reiner Aufregung kann man das auch schon mal aussitzen. Bei Aufmerksamkeit einfordern und Rumgemotze würde ich ihm schon deutlich machen jetzt und vor allem sooo nicht. Deutlich wegschubsen und danach ignorieren (nur so lange er unsinn macht) wenn er es nicht lässt ... auszeit.

Vielleicht würde ich das mit der Beisshemmung dann aber parallel noch mal beim Spielen üben. Also gezielt ein Kauspielzeug, ein Tau oder ähnliches nehmen und mit dem kleinen Spielen. Sobald er anfängt an euch zu knabbern, "aua" sagen und das Spiel beenden. Ihr könnt ja dann später noch mal starten. Wenn das soweit klappt kann man auch mal das "aus" üben. Spielzeug festhalten (so dass es sich nicht mehr bewegt) leicht über den Hund beugen und deutlich "aus" sagen. Die meisten Hunde wissen durch die leichte Drohung (das Überbeugen) und das Strenge aus dann sehr schnell das sie loslassen sollen. (Eigentlich macht ihr damit euren Anspruch geltend und nehmt dadurch das das Spielzeug sich nicht mehr bewegt den Reiz heraus.) Wenn er dann loslässt loben kurz warten und dann weiterspielen. Am besten aufhören wenn er noch motiviert ist, dann freut man sich schon auf das nächste mal. Ich finde das mit den Zerrspielen ist eine gute Gelegenheit spielerisch an der Beziehung zu arbeiten, wenn man dabei ein bisserl aufpasst. (Musste mir letztens auch noch anhören das ich da wohl etwas zu früh wieder bestätigt hatte, als er noch mal nach dem Spielzeug nachghappt hat.)

Btw. was das mit dem Sitz angeht würde ich das üben ohne den Hund dabei anzutippen. (Es sei denn er kann es schon hat aber gerade keine Lust.) Einfacher finde ich es wenn du dich vor ihn stellst, Leckerchen in der Hand so dass er noch nicht dran kommt. Hund mit der Nase an die Hand lassen und die dann langsam über den Hund führen so dass er mit der Nasenspitze dran bleiben kann aber sich setzen muss. (Hand nach oben leicht über die Ohren führen, so dass er mit der Nase dran bleibt.) Wenn man das ruhig macht klappt das meist ziemlich schnell das er mit dem Popo nach unten geht und dann direkt belohnen. (Wenn er nach hinten geht statt den popo herunter zu nehmen wieder von vorne anfangen, lass ihn das ruhig mal probieren.) Das hat den vorteil das du da keine körperliche Hilfe wie anstupsen einbauen musst und der Hund ein wenig probieren kann was er denn nun genau machen soll. Wenn das ein paar mal geklappt hat kannst du dann das Kommado "Sitz" mit einbauen.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #16
Hm, also, ich habe eine Methode angewand, die oft nicht gerne gelesen wird.

Aber nachdem Mopsis hier eingezogen sind, verängstigt, nicht stubenrein etc. gab es hier erstmal nicht das Paradies. Ich habe mich einfach daran gehalten, dass Hunde sich mit einer sicheren und konsequenten Führung am besten fühlen.

Also Hunde zogen ein und es gab erstmal gar nix. Das erste was sie lernten war das Kommando nein (bei uns das Abbruchkommando für unerwünschte Handlungen, egal welcher Art). Nein, nicht auf die Couch, nein nicht ständig zwischen den Füßen rumlaufen, nein wir betteln nicht, weder mit Blicken, schon gar nicht mit fiepsen. Nein, wir begrüßen keinen Besuch, nein wir begrüßen auch Herrchen und Frauchen nicht, wenn die wieder kommen. Nein, es wird nichts angeknabbert, nein, auch nirgendends hingepinkelt. Usw. Erstmal gab es ganz viele Regeln.

Wichtig hierbei - Ausgleich schaffen. Hunde körperlich und mental auslasten, so dass sie viele Dinge aus Langeweile schon mal nicht machen. Beim Knabbern (einer war mitten im Zahnwechsel) Alternativen bieten - bei uns gabs eine Alternative. Regeln und so.

Das habe ich durchgezogen, eiskalt, drei Wochen. Sobald ich in meinem Bett lag (nein, da gehen wir nicht mit) hat mir das Herz geblutet. Aber... mein großer Dicker, der ist draußen keinen Meter an der Leine gegangen. Der hat sich aus Angst flach auf den Boden gelegt. Da ich ihn sicher durch die erste Zeit bei uns geführt habe, hat er mir immer mehr vertraut. Ohne groß Theater, nur weil er in der Gewöhnungszeit eine ganz klare Linie bekommen hat. Im Garten sprang er schon noch ein paar Tagen fröhlich rum. Nach 4 Wochen der erste Spaziergang ohne tragen, nach 6 Wochen nie wieder tragen beim Spaziergang. Unser Clown hatte nur Unfug im Kopf. Ich habe ihn Alternativen geboten und Regeln aufgestellt.

Nach drei Wochen habe ich angefangen die Regeln zu lockern. Okay, komm auf das Sofa. Das Sofa war so mit "Nein" belegt, dass sie bis heute nur mit Aufforderung auf das Sofa kommen, auch wenn sie jetzt von mir aus einfach so drauf springen könnten. Aber es schadet ja keinen, dass sie "fragen" und so schlecht finde ich das jetzt auch nicht.

Nur ein Tip noch: Hör auf dein Bauchgefühl. Ich habe Bücher verschlungen und bin zu einer Marionette von zig Methoden geworden. Ich habe mich damals (anderer Hund) so unnatürlich und nach Schema F (von drei verschiedenen Autoren) verhalten, da ging nix mehr mit Körpersprache. Ich habe dann noch alle untereinander vermischt und mein Bauchgefühl ging komplett flöten. Ich habe im Kopf immer nur abgerufen, was richtig ist. Wenn du mit einer Methode erziehen willst, frage nach, was dir empfohlen wird, lass dir eine kurze Beschreibung geben und entscheide dich. Meist liegt man da richtig. Wenn nicht, gut, dann musst du wechseln. Aber nicht 5 Bücher lesen und dann versuchen da was anzuwenden, wenn du nicht sicher bist.

Wie gesagt, ich mutierte zur unnatürlichen Gestikmumie, die eine total übertriebene Körpersprache hatte, die "Hund - Komm - Frauchen- Verstanden" dachte, "Komm" in glockenheller Säuselstimme von sich gab, mit einem total überzeugenden Grinsen auf dem Gesicht, hockend mit ausgebreiteten Armen, und insgeheim hab ich gedacht "Alter, Huuuuuuuuund, wenn du jetzt nicht mindestens einen Millimeter in meine Richtung machst - Metzger oder Tierheim!" . Hat total gut funktioniert. Bis ich gemerkt habe, dass in Alltagssituationen beim Kochen, im Haus, beim freien Spiel im Garten plötzlich alles funktionierte, was ich versucht habe meinen Hund einzutrichtern. Ich war nämlich ich selbst.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #17
Wieso sollte das umstritten sein?

Hier bekommen Hundeanfänger, die Fragen, an jeder Ecke empfohlen, die Regeln, die man auch später haben möchte, von Anfang an konsequent durch zu setzen.Klare Regeln bieten eine verlässliche Struktur innerhalb der man sich sicher bewegen kann.

Warum man dazu mehr Regeln aufstellt als nötig (wie bei dir die Couch) verstehe ich allerdings nicht. Mehr Regeln bedeuten ja nicht mehr Sicherheit. Das müsstest du also noch einmal erläutern, bitte.

Da hier viele verschiedene Menschen aufeinander treffen, gibt es natürlich ebenso viele Ansätze, was die Erziehung anbelangt ;)
Diskutieren kann man über vieles, aber solange wir alle den Konsens haben, dass Erziehung gewaltfrei statt finden soll und muss, ist das ja auch in Ordnung :)

Off-Topic
Ich finde es übrigens total wichtig, dass Hunden (gerade den Kleinen!) beigebracht wird, nicht zwischen Füßen herum zu laufen. Auch zu ihrer Sicherheit
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #18
Zu erst - mir ist es auch wichtig, dass die kleinen Erzogen sind. So verlassen meine nicht den Bürgersteig ohne Aufforderung. Sie sitzen noch nicht immer von alleine, wenn wir die Straße überqueren, aber sie verlassen den Bürgersteig auch nicht. So etwas übe ich jetzt abends, bei der letzten Runde. Ich wohne in einer Anliegerstraße, da fährt abends um 10 äußerst selten ein Auto.

Warum ich die Couch tabutisiert habe? Ich habe zwei Hunde, wenn die ihre lustigen fünf Minuten hatten (und die kamen nach wenigen Tagen), dann sind die am Anfang hoch auf die Couch, in Vollspeed quer drüber, egal ob da jemand saß oder nicht. Deswegen floss es mit in die neuen Regeln ein.

Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass ich böse angefahren wurde, da ich ja einen Angsthund hatte und einen weiteren aus schlechter Haltung, dass ich da nicht erstmal mit Liebe und Fürsorge dran gegangen bin. Was ich ja durchaus gemacht habe. Allerdings gibt es viele, die der Meinung sind, dass die Konsequenz in dem Moment zu "hart" gewählt war.

Ich nehme auch immer noch Tips entgegen, wie ich am besten erziehen kann. Ich clicker zum Beispiel total gerne. Und übe so die Kommandos ein. Alles andere ergibt sich im Alltag. Ich habe, trotz der Rasse Mops und der Anhänglichkeit von ihnen, echt geschwitzt, als ich die ersten Male die Leine abgemacht habe. Es gibt auch Dinge, die ich bereits geregelt habe in der Erziehung eines Hundes und wo andere eine bessere Methode erzählen.

Ich gebe meist das mit den Konsequenz von Anfang an und dem Abbruchsignal weiter, weil ich damit die besten Erfahrungen habe. Und, dass man nicht zu viele unterschiedliche Methoden bis ins Detail aufsaugt, wenn man zu der Sorte Mensch gehört, die wie ich am Ende total verwirrt ist. :mrgreen:
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #19
Naja, aber hier ging es ja eher darum, wie sie die Konsequenz durch setzen kann :)

Und ich glaube auch, Mut zuzusprechen, konsequent zu bleiben und Geduld zu beweisen ;)

Ach so, dann versteh ich das mit der Couch natürlich. Ich dachte, du hättest einfach willkürlich noch mehr Regeln eingeführt :eusa_doh: Aber so ist natürlich klar.
 
  • Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? Beitrag #20
Hui,
ich hab jetzt hier grad alles etwas überflogen.
Alles in allem sind dir ja von allen reichlich Tipps und Tricks genannt worden.
Mir ist nur was aufgefallen, was ich anders machen würde


Erst mal hab ich mit "Anleinen" am Platz auch gute Erfahrungen gemacht.
Wichtig iat das der Hund es nicht unbedingt als "Bestrafung" sieht.
Leine ihn auch einfach so mal an nach dem Toben draußen an wenn er eh müde ist, so das er merkt ,wenn ich auf meinem Platz bin ist Ruhe angesagt.
Ein weiterer Vorteil ist; wenn er überdreht knabbert, was auch immer, und du schickst ihn auf seinen Platz, wird er da von Allein ja im Moment nicht bleiben,oder? Also fest machen. Diskussion beendet.
Ansonsten müssest du ihn immer wieder zurück schicken, und diskutieren.
Manchen Hunden gefällt eben diese Art von Aufmerksamkeit und geben nicht auf immer wieder aufzustehen.

Oder aber du nimmst ihn an die Leine bindest ihn an seinen Platz an und legst ihn ins "Platz". Entspannt er sich lobst du ihn.

Ich würde ihm aber kein Platz geben, denn DAS müsstest du dann auch wieder immer wieder durchsetzten;)
Einfach auf seine Decke/Körbchen schickenund fest machen... fertig... ob er da sitzt liegt oder Handstand macht ist egal.

Also unserem Boomer hat das richtig gut getan, als ich ihn regelmäßig festgemacht habe ist mir aufgefallen das er viel besser und tiefer geschlafen hat
eben weil er wusste JETZT muss ich mich um nix kümmern, ich hab Pause.

Irgendwann brauchten wir die Leine nicht mehr.
dann konnte er auch so in seiner Ecke enstpannen und ging auch alleine hin wenn er seine Ruhe haben wollte.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie?

Hilfe, wir lernen zu hören, aber wie? - Ähnliche Themen

Kokzidienbefall: Hallo zusammen, ich habe zwei Kaninchen (Männchen Farbenzwerg und Weibchen Zwergwidder jeweils fast 2 Jahre alt) die seit 2 Wochen mit...
Hund ist krank, aber Tierarzt findet nichts: Hallo ihr Lieben, ich wollte mal fragen, ob jemand von euch vielleicht schonmal eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, da ich langsam echt nicht...
Unklarer Durchfall und Blähbauch: Hallo zusammen, ich bin neu hier und freue mich, Teil dieser Community zu sein! Wir haben vor fast sechs Jahren ein Zwergkaninchen (vermutlich...
Durchfall und Erbrechen beim Hund: Hallo liebe Mitglieder, ich bin neu hier und brauche eure Hilfe. Ich gehe öfter mit einem Hund Gassi (nicht mein Hund) aber der arme Kerl ist...
Vergesselschaftung abbrechen??: Hallo ihr Lieben, Ich hoffe das ich in diesem Forum etwas Hilfe kriegen kann. Ich bin mit meiner jetzigen 4er Kaninchen Gruppe am verzweifeln...

Neueste Beiträge

Oben