Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund?

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  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #1
Moody

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Hallo Leute!

Ich brauche bitte Eure Hilfe! :(

Ich bin 28 Jahre alt und wünsche mir seit über 20 Jahren einen Hund.
Ich habe die letzten 17 Jahre Daffy, eine Katze gehabt, die vor ca. 5 Monaten gestorben ist, was mich sehr fertig macht.
Eigentlich habe ich mir geschworen (und meinen Partner beschworen), mir nie wieder ein Tier zu nehmen (und zu erlauben), an dem mein Herz so hängt, dass ich über seinen Verlust schwer bis gar nicht hinweg komme.
Daffy war für mich alles. Vor allem die letzten 4 Jahre ihres Lebens, als sie schwer krank war, habe ich für sie gelebt und bin mit ihr, wenn es nötig war, Tag und auch Nachts beim Tierarzt gewesen.

Diese Zeit hat mich sehr mitgenommen und ihre Spuren bei mir hinterlassen (psychisch ziemlich ausgelaugt und auch körperlich am Limit).

Deshalb habe ich mir geschworen: Nie wieder eine Katze oder einen Hund, weil der Verlustschmerz bei mir so groß ist, dass ich jetzt noch das Gefühl habe, es zerreißt mich.

Jetzt sind 5 Monate vergangen und ich merke, dass offenbar erst jetzt der Schock über den Verlust von Daffy (die viel mehr für mich war als eine Katze), langsam einem richtigen Verlustschmerz weicht und ich mich immer öfter dabei ertappe, dass ich Phasen am Tag habe, in denen ich sehr niedergeschlagen bin und weine.

Kurz gesagt: Ich weiß jetzt, dass ich ohne ein Tier, an das ich mich emotional binden und für das ich alles tun kann, nicht glücklich bin.

Es fehlt mir so sehr, heimzukommen, und liebevoll von meinem Haustier begrüßt zu werden, mit ihm zu kuscheln, spielen, füttern.... Kurz: Für es bedingungslos da zu sein.


Zeit wäre vorhanden, denn mein Freund und ich haben sehr unterschiedliche Arbeitszeiten (ich vormittags bis früher Nachmittag, er am Nachmittag bis Abend).
Ein Hund wäre also zeitmäßig durchaus möglich.

Wir wollen aber bis Frühling noch warten, weil mein Freund meint, dass das die bessere Zeit ist, einen Hund aufzunehmen, weil man dann mehr mit ihm im Freien unternehmen kann und weil er noch ein bisschen Zeit braucht, um sich die Sache durch den Kopf gehen zu lassen. Er hatte noch nie im Leben Haustiere und im Moment haben wir nur einen Hamster. Wir wollen übrigens einen kleinen Hund aus dem Tierschutz, der kein Welpe mehr ist.

Da ich mich aber schon jetzt so gerne liebevoll um ein Tier kümmern würde, was würdet ihr davon halten, wenn ich mich als Pflegestelle für einen Hund der aus dem Ausland gerettet wurde, zur Verfügung stellen würde?

Auch um festzustellen, ob ein Hund wirklich in unser Leben passt? Wäre das eine gute Idee?

LG
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #2
Huhu,

mein Beileid für deinen Verlust, so etwas ist immer schwierig - da können wir wohl alle ein Lied von singen :(

Mir sind spontan zwei Dinge ins Auge gesprungen, die ich recht wichtig finde:

Zeit wäre vorhanden, denn mein Freund und ich haben sehr unterschiedliche Arbeitszeiten (ich vormittags bis früher Nachmittag, er am Nachmittag bis Abend).
Ein Hund wäre also zeitmäßig durchaus möglich.

Was heißt das genau? Auch wenn ihr keinen Welpen mehr wollt, muss auch der adulte Hund sich erst an das Alleinsein gewöhnen und grundsätzlich rät man hier in etwa damit, dass ein Hund nicht länger als 6 Stunden am Stück allein bleiben sollte. Wenn er danach nochmal allein bleiben muss, wäre ein ausgiebiger Spaziergang das Mindeste :001: Wenn ihr das gewährleisten könnt, wäre das ja super! Wenn nicht, stellt sich mir die nächste Frage bzgl. einer anderen Aussage von dir:

Da ich mich aber schon jetzt so gerne liebevoll um ein Tier kümmern würde, was würdet ihr davon halten, wenn ich mich als Pflegestelle für einen Hund der aus dem Ausland gerettet wurde, zur Verfügung stellen würde?

Pflegehunde sind manchmal nicht ganz einfach. Sie brauchen viel Zeit, viel Liebe, viel Mühe und müssen lernen Vertrauen zu fassen. Dazu gehört auch, dass man sich mit der Tierart ein wenig auskennt und das Tier vermittlungsfähig macht. Aus dem Grund werden meistens (nicht immer) eher schwierige Fälle in Pflegehände gegeben, während die "einfachen" Hunde fast sofort einen Endplatz finden. Prinzipiell würde ich das ohne Ahnung vom Tier (und am besten von den Rassen) nicht machen. Ist nicht so, dass ich dir nicht zutrauen würde, dass du alles daran setzt, dem Tier zu helfen, aber ich habe schon Hunde in Pflegestellen erlebt, wo sich selbst Hundekenner nur bedingt daran wagen würden. Das Problem ist oftmals, dass solche Hunde noch unberechenbar sind. Zwar können die Tierhilfen grob angeben, wie der Hund drauf ist, aber sie entwickeln sich in einem recht fest Zuhause manchmal noch ganz anders. Deswegen würde ich auch nie jemandem raten, er solle sich einen Hund direkt "von der Straße" mitnehmen, sondern vorher in Pflegestellen gucken. Es sei denn, man nimmt das Tier wie es ist. Aber dann auch 100%, egal ob er aus Angst beißt, aggressiv ist, unverträglich mit anderen Hunden/Tierarten, nicht stubenrein oder andere Makel, die Zeit, Liebe und Erfahrung brauchen.

Was deinen (verständlicherweise) tiefen Schock angeht: Wenn man bedenkt, wie fertig du wegen deiner Katze (zurecht) warst, denkst du dann, dass eine Pflegestelle für dich das richtige ist? Du wirst intensiv mit dem Tier leben und arbeiten müssen, mit der Gewissheit, dass es irgendwann vermittelt wird. So etwas finde ich sehr hart. Das muss man wollen UND können. Die Frage ist auch, ob dein Freund damit vielleicht überrumpelt wird? Ein Pflegehund mag kein "eigener" Hund sein, dennoch ist er eine gewisse Zeit da und man kann ihn dann nicht einfach abgeben, weil er vielleicht doch nicht das richtige ist und u.U. muss er länger bei euch bleiben als es euch vielleicht recht ist :eusa_think:

So, das war erstmal viel bla bla, was man als potentieller Hundehalter/Pflegestelle mal durchgehen sollte und für sich beantworten muss :001:
Persönlich würde ich wohl eher ins Tierheim gehen oder Bekannte mit Hunden begleiten, um erstmal die groben Züge mit einem Hund kennenzulernen. Gerade wenn man noch keine/kaum Erfahrungen mit Hunden hat (und als Pflegestelle muss man sich auch mit der Angsthundproblematik auseinandersetzen - die gut erzogenen und netten Hunde sind meist schneller vermittelt als man Pflegestellen sucht :lol:), finde ich den Posten als Pflegestelle eher ungeeignet.

Dennoch würde ich mich freuen, wenn du bissi erzählen magst, was du dir so vom eigenen Hund vorstellst und was du so alles mit ihm vorhast, wie "er" sein muss usw. :001:

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #3
Alles wichtige hat Pewee schon gesagt :)

Ich musste nur bei diesem Satz hier schmunzeln:
Wir wollen aber bis Frühling noch warten, weil mein Freund meint, dass das die bessere Zeit ist, einen Hund aufzunehmen, weil man dann mehr mit ihm im Freien unternehmen kann

Hunde wollen und brauchen auch im Winter viel Auslauf und man kann genauso viel mit ihnen unternehmen wie im Sommer. Ist zwar für die Menschen nicht so angenehm, nichts desto trotz muss das schon sein :)
Dass dein Freund noch etwas warten will ist völlig legitim und auch in Ordnung. Diesen Zahn, dass man im Winter nicht so viel mit dem Hund unternehmen kann oder will, kannst du ihm aber getrost ziehen ;)
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #4
*lach* Stimmt. Wobei ich auch sagen muss, dass das Stubenreinheitstraining im Frühjahr/Sommer wesentlich angenehmer ist als im Winter :eusa_shhh: Von daher tendiere ich auch immer eher zu den Schönwetter-Jahreszeiten, wenn ein neuer Hund ins Haus kommt. Ich weiß noch, wie ich bei Hanna im tiefsten Winter bei 30cm Schnee mit Gummistiefeln und Regenjacke draußen um 3 Uhr nachts wartete, bis Madame endlich mit Pullern fertig ist... inklusive Zombieaugen und "rööööö"-Geräuschen meinerseits :D
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #5
Hallo!

Vielen lieben Dank für deine Antwort!

Was du über die Pflegehundproblematik geschrieben hast, ist sehr hilfreich für mich, denn vieles von den Problemen, die auf mich bzw. uns zukommen könnten, habe ich noch gar nicht bedacht.
Mein Gedanke dabei war nur, dass es gut für uns wäre, einmal den Alltag mit einem Hund probeweise kennenzulernen um zu sehen, ob wir damit gut zurecht kommen oder nicht.

Was meine Hundeerfahrung anbelangt: Ich habe ca. 18 Jahre lang die insgesamt 2 Hunde meiner Tante tw. sehr intensiv betreut. D.h. bis zu 2 Mal täglich spazieren gehen, füttern, erziehen, spielen.

Was das Alleinsein des Hundes bei uns betreffen würden: Ich arbeite von 7.30 bis 13 Uhr, an 2 Tagen bis 15 Uhr (bin Kindergartenpädagogin). Mein Freund fängt frühestens um 12 Uhr zu arbeiten an, meist um 13 Uhr oder später. D.h. der Hund wäre max. 2-3 Stunden alleine. An 3-4 Tagen/Woche wäre er überhaupt nicht alleine.

Deshalb sind wir auf der Suche nach einem ausgewachsenen Hund, der schon gelernt hat, alleine zu bleiben.

Natürlich könnte ich mir für 2 Wochen Urlaub nehmen, damit der Hund nicht von Anfang an allein sein muss. Wäre das vertretbar?

Ich wünsch mir so sehr einen Hund und bin so traurig ohne tierischen Partner...

Katze habe ich für mich ausgeschlossen, weil mein Freund und ich mehrmals im Jahr innerhalb des eigenen Landes unterwegs sind (seine Eltern besuchen) und ich die Katze nie mitnehmen könnte und weiß, wie sehr ich wieder an ihr hängen würde und keine ruhige Minute hätte, wenn sie bei jemand Anderem in Betreuung wäre. Ich hätte ständig Sorge, dass ihr in meiner Abwesenheit etwas zustößt, sie nicht gut versorgt wird, usw.

Einen Hund könnten wir so gut gut immer mitnehmen (außer 1 Mal im Jahr Auslandurlaub, wo aber meine Schwägerin und ihr Mann zugesagt haben, dass sie den Hund betreuen würden). Deshalb bin ich jetzt auf die Idee mit einem Hund gekommen...

Wir sind sehr aktive Leute, die viel im Freien unternehmen, gerne wandern und spazieren gehen und die Natur lieben.

Über eine Organisation, die Tiere aus dem Ausland vermittelt, bin ich auf die Idee gekommen, einem kleinen Hund ein Zuhause zu schenken, der schon auf einem Pflegeplatz wohnt, auf dem wir ihn besuchen könnten und wo man uns beschreiben könnte, ob er zu uns passt. Vom Alter her dachte ich mir 1-3 Jahre alt.

lg

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Alles wichtige hat Pewee schon gesagt :)

Ich musste nur bei diesem Satz hier schmunzeln:

Hunde wollen und brauchen auch im Winter viel Auslauf und man kann genauso viel mit ihnen unternehmen wie im Sommer. Ist zwar für die Menschen nicht so angenehm, nichts desto trotz muss das schon sein :)
Dass dein Freund noch etwas warten will ist völlig legitim und auch in Ordnung. Diesen Zahn, dass man im Winter nicht so viel mit dem Hund unternehmen kann oder will, kannst du ihm aber getrost ziehen ;)



Okay, werde ich machen. :D Nein, jetzt im Ernst. Ich glaube er braucht einfach noch etwas Zeit, um sich mit dem Gedanken, einen Hund zu haben, anzufreunden.
Das ist eh meine Sorge: Dass er nur mirzuliebe Ja zu einem Hund sagt. Ich habe ihn diesbezüglich schon ausgefragt und er meint jedes Mal, dass er sich wirklich auf einen Hund freut, er aber nur noch abwarten möchte, ob die zeitlichen Rahmenbedingungen auch so bleiben oder nur ein Momentanzustand sind und dann nicht genug Zeit für einen Hund bleibt. Prinzipiell würde er sich aber über ein Haustier freuen, aber es bleiben die Zweifel bei mir.... Ich möchte ihn nicht mit meinem Hundewunsch überrumpeln. :?
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #6
Ok, das klingt doch schonmal gut! Auch, dass du bereits Hundeerfahrung hast, finde ich super, das erleichtert natürlich Vieles.

Natürlich könnte ich mir für 2 Wochen Urlaub nehmen, damit der Hund nicht von Anfang an allein sein muss. Wäre das vertretbar?

Wenn der Hund das prinzipiell kann, dann könnten ein paar Wochen reichen, um ihn das beizubringen. Gut wäre aber, wenn ihr noch einen Notfallplan habt, falls der Hund es nicht hinkriegt. Hunde können da problematisch sein. Die Situation und die Leute sind neu, da kann Alleinbleiben plötzlich ganz schwierig sein, daher würde ich immer schauen, dass man zur Not noch Sitter parat hat oder den Urlaub verlängern kann. Aber sonst sind das ja wirklich gute Voraussetzungen was die Zeit angeht.

Wir sind sehr aktive Leute, die viel im Freien unternehmen, gerne Wandern und spazieren gehen und die Natur lieben.

Das klingt auch ziemlich gut, gerade für Rassen, die dann schon auf viel Auslauf angewiesen sind. Wisst ihr schon, aus welcher Ecke ihr einen Hund haben wollt? Die südlichen Länder haben meist andere Hundetypen als die östlichen Länder. Im Süden müsst ihr vor allem mit windhundartigen und Jagdhunden rechnen. Gerade Setter, Podencos, Galgos und Schäfi(-Mixe) sind häufig anzutreffen. Im Osten gibt es hauptsächlich die Hütehund- oder Wachhund/Schutzhund-Fraktion und auch mal kleinere Hunde. Vermutlich würde ich mich wohl also eher da umschauen, wobei man im Süden sicherlich auch mal Glück hat und einen Zwerg findet^^

Über eine Organisation, die Tiere aus dem Ausland vermittelt, bin ich auf die Idee gekommen, einem kleinen Hund ein Zuhause zu schenken, der schon auf einem Pflegeplatz wohnt, auf dem wir ihn besuchen könnten und wo man uns beschreiben könnte, ob er zu uns passt. Vom Alter her dachte ich mir 1-3 Jahre alt.

Da muss ich gerade an eine bestimmte Userin denken, die über Monate so einen Hund gesucht hat :lol: Kleine Hunde in diesem Alter sind sehr schnell "vergriffen". Meist schon vermittelt, bevor sie richtig angekommen sind. Darauf müsst ihr euch auf jeden Fall einstellen. Als ich darauf geachtet habe, ist auch mir aufgefallen, wie schnell die Zwerge eigentlich weggehen. Wenn der kleine Hund kein Muss ist, könnte man die Sicht vielleicht noch auf mittelgroße Hunde ausbreiten, wenn man mehr Erfolg haben möchte.
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #7
Naja, an und für sich finde ich das sehr verantwortungsbewusst von deinem Freund! Wir haben auch gute zwei Jahre gewartet bis wir wussten, dass es jetzt endlich langfristig funktionieren kann.

Wenn er generell sagt, er freut sich, würde ich das als ein gutes Zeichen deuten.
Damit er nicht nur dir zuliebe ja sagt, solltet ihr euch jetzt so gut wie möglich informieren :D Das heißt, was kommt wirklich an Arbeit auf euch zu, je nach Hund hat man auch andere Aufgaben.
Dass man es schaffen muss, sich jeden Tag ca. 3h mit dem Hund zu beschäftigen, dass eine Hundeschule besucht werden möchte, das Gassi gehen (auch bei Sturm, Regen...), wenn ihr einen Jagdhund erwischt, müsst ihr euch mit Antijagdtraining beschäftigen...
Am besten wäre, ihr würdet so viele Hundehalter wie möglich ausquetschen, was für einen Aufwand so ein Hund bedeutet.
Die meisten sagen im Vorfeld mal ganz leichtfertig ja, schaffen es am Ende aber doch nicht und das ist schade für beide Seiten.

Auch mich hat es ehrlich gesagt, überrumpelt, wie aufwendig es dann doch ist. Wenn mein Freund arbeitet, bin ich den ganzen Tag "Hundebeauftragte". Wenn man dann schon insgesamt 4h mit dem Hund draußen ist, sich dann daheim noch mit kleineren Erziehungsaufgaben beschäftigt... fällt es mir schwer, dass der Rest nicht untergeht :)

Das sollte man sich vorher halt schon wirklich gut klar gemacht haben!
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #8
Huhu,

erstmal mein Beileid... es ist immer schwer ein geliebtes Wesen gehen lasen zu müssen. :/

Pewee hat ja schon einges dazu geschrieben. Ich möchte nur kurz noch was dazu sagen:
Es gibt auch Organisationen, bei denen vorallem die neuen Pflegestellen erstmal nicht die schwierigen Fälle kriegen. Ich kenne es bisher von "unserer" Orga nur so, dass neue Pflegis erstmal die Hunde vermitteln, die von den Ausandsstellen als "unkompliziert" beschrieben werden. Zusätzlich nimmt sich eine "alte" Pflegestelle Zeit und betreut den Hund mit. Dh. falls es gar nicht gehen sollte, ist immer jemand da der eingreifen und den Hund gegebenenfalls zu sich holen kann. Das läuft dann so lange bis die neue Pflegestelle bereit ist, die Aufnahme und Vermittlung alleine zu wuppen. Hinzukommt, dass man da auch nicht zugeteilt bekommt "du nimmst Hund x, du Hund y" sondern entscheiden kann welchen Hund man gerade aufnehmen kann. Die Mitarbeiter vor Ort kennen die Hunde und wenn eine Pfegestelle nicht unbedingt den Kopf hat für einen extrem schwierigen Fall, kann sie auch erstmal einen "unkomplizierteren" Hund aufnehmen und der schwierige Fall geht dann an eine andere Stelle.
Wobei ich natürlich sagen muss, dass Pewee recht hat und es viele Hunde gibt, die mit Problemen nach Deutschland kommen. Dass man dann zwangsläufig irgendwann mal einen ängstlichen oder verschüchterten Hund aufnehmen muss, sollte dann klar sein. Oft sind es ja gerade ängstliche Hunde, die dringend ein zuhause suchen und da sollte eine Pfegestelle prinzipiell schon drauf vorbereitet sein. Da kann es je nach aktuellem Stand auch mal Monate dauern bis ein Hund einigermaßen aufgetaut und bereit zur Vermittlung ist.
Dementsprechend kann ich mir schlecht vorstellen, dass eine Pflegestelle gut ist um zu schauen ob der Hund in den Alltag passt. 1. wegen oben genannten Problemen 2. kommen dann ja auch noch Orgainterne Sachen dazu, das ist dann eben schon nochmal eine extra Aufgabe.

Aber ich finde es suuuper, dass ihr einem kleinen Auslandshund (eventuell) ein zuhause geben wollt. Mein Herz hängt am Auslandstierschutz und da freue ich mich immer, wenn sich jemand dafür interessiert. :)
Die Beschreibung eurer momentanen Situation hört sich ja sehr gut an. Pewee hat aber Recht, dass im Süden vorallem die Jagdhunde vertreten sind, da sollte man sich schon bewusst sein, dass in einer Mischung höchstwahrscheinlich ein Jäger mitgemixt hat. Da muss ich aber auch sagen, dass die kleinen Hunde nicht so schnell "vergriffen" sind. Ich denke Leute, die einen Südländer wollen suchen (oftmals) gezielt nach großen Jagdhunden. Da sitzen dann ab und an die kleinen Mixe länger, zumindest konnten einige Pflegestellen diese Erfahrungen sammeln. Erst letztens hat ein kleiner Mixwelpe mehrere Monate auf ein zuhause gewartet, weil er "nur" schwarz und klein war. :roll:

Ja, ein Hund ist eben ein vollwertiges Familienmitglied meiner Meinung nach. Da kann man eben nicht so leicht mal mehrere Stunden am Tag ausgehen, wie es bei Katzen möglich ist, das muss einem bewusst sein.

Liebe Grüße
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #9
Ja, das stimmt. Ich hoffe, es kam nicht so rüber, dass nur völlig verdrehte Hunde nach Deutschland kommen, das stimmt so natürlich nicht. Aber es ist beispielsweise häufig so, dass ängstliche Hunde erst in eine erfahrene Pflegestelle kommen, um dort vermittlungsfähig gemacht zu werden, damit sie dann in eine Endstelle können. Es gibt auch Pflegestellen mit super erzogenen Hunden, die aber leider chronisch krank sind, um mal ein weiteres Beispiel zu nennen. Richtig gut erzogene, verträgliche und toll sozialisierte Hunde kommen öfter auch mal ohne Pflegestelle direkt zu ihrem Endplatz, deswegen wirkt es oft so als ob aus dem Ausland nur völlig verkorkste Hunde kommen (die man trotzdem mit viel Liebe und Geduld zu sehr dankbaren und lieben Hunden erziehen kann), weil die dann gar nicht so auffallen oder namentlich nirgends mehr genannt werden, weil es einfach zu schnell ging. Wenn ein kranker oder verstörter Hund einen Endplatz findet, ist das natürlich schon ein Highlight und da wird dann eben mal besonders die Werbetrommel gerührt, was daher mehr auffällt.


"Schwarz sein" ist ja eh so ein Ausschlusskriterium - leider :? Ich finde sie besonders schön und sehe keinen Grund, wieso andere Farben eher bevorzugt werden, aber ich merke an meinen Hunden auch, dass der "schwazze" nicht so beliebt ist, wie die "blonde". Dabei ist er das größte Schaf auf Erden :angel:

Ich freue mich auch sehr, wenn mal wieder eine "arme Seele" ein Zuhause bekommt :001:
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #10
Also ein schwarzer Hund wäre für mich kein Ausschlusskriterium. ;)

Wichtiger als das Aussehen, wäre echt, ob er zu uns passt.
Ich habe bis jetzt immer bei einer Organisation nach Hunden Ausschau gehalten, die Hunde aus der Slowakei und aus Rumänien weitervermitteln.
Also eher keine Jagd- und Windhunde, sondern bunt gemischt. Alle Größen und viele Mischlinge, bei denen oft ein Terrier, Schauzer, Schäferhund etc. mit drinsteckt.
Bei den Beschreibungen der Pflegestellen erfährt man auch, ob der Hund Jagdtrieb zeigt, ob er sich mit anderen Hunden, Katzen, Kindern verträgt, Stubenrein ist und alleine bleiben kann.
Deshalb käme für uns nur ein Hund in Frage, der bereits auf einer Pflegestelle ist und besucht werden kann.

Ich war ja wirklich zuerst dafür, wieder eine Katze zu nehmen, nur ist der Punkt, dass ich sie nie mitnehmen könnte, wenn wir unterwegs sind, schon ein Problem.
Ich kenne mich: Wenn ich sie jemandem anvertrauen müsste, würde ich alle 5 Minuten dort anrufen, ob es ihr wohl auch gut geht. :uups:
Ein Hundsi könnte zu gut 90% immer mit uns mitkommen und wenn er mal wo anders bleiben müsste, ist es leichter, ihn schon einige Zeit vorher mit den Leuten vertraut zu machen (z.B. der Schwägerin).

Allgemein sagt man ja, dass Katzen leichter zu halten sind und weniger Aufwand bedeuten als ein Hund, aber ich denke zu unserer Situation würde ein Hund eben besser passen.

@Pflegestelle: Wenn es wirklich auch möglich ist, einen unkomplizierteren Hund aufzunehmen, wäre es schon denkbar, nur bezweifle ich, dass ich der Typ bin, der den Hund dann wirklich weitervermittelt *Pflegestellenversagerin* und sich die Hund bei mir anhäufen würden. :mrgreen:

lg
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #11
Macht ja nichts, wenn du einen Hund willst :D

Bei Organisationen bzw. Pflegestellen musst du bitte sehr darauf achten, dass diese seriös sind.

Leider war Beetlejuice´s Pflegestelle das nicht und so gingen dem Kleinen 2,5 Monate flöten, in denen er schon Zutrauen und nicht Skepsis zu Menschen hätte lernen können.
Im Nachhinein würde ich da bei meiner nächsten Tieranschaffung ebenso gut darauf achten, wie auf den Züchter, würde ich mir einen Rassehund holen.


Off-Topic
Und ich kann dich vollkommen verstehen. Gerade wenn man mit so Pflegehunden richtig intensiv arbeitet um sie weitervermitteln zu können... würde ich mich am Ende wohl auch in jeden selbst verlieben :D
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #12
Ja Moody, das mit der Pflegestelle ging mir bei meinem ersten Hund auch so. Da war es mir sehr wichtig den Hund vorher kennen zu lernen. Eigentlich finde ich es sowieso immer gut, wenn Hunde vorab auf Pflegestellen kommen. So können nicht nur die Menschen den Hund, sondern auch die Orga die potentiellen Herrchen und Frauchen besser kennen lernen. Mir ist es immer suspekt, wenn Orgas ihre Hunde irgendwelchen Menschen geben, die sie nur über E-mail oder einen ausgefüllten Fragebogen kennen.
Ich kann Infano auch nur zustimmen, bei der Auswahl der Orga sollte man nicht zu gutgläubig sein. Leider gibt es beim Tierschutz genauso viele schwarze Schafe wie eigentlich bei jeder Tätigkeit die mit dem "Verkauf" von Tieren zu tun hat. :/
Für mich war wichtig, dass es Pflegestellen gibt, dass die Orga vor Ort hilft, also beispielsweise Kastrationprojekte startet, dass man über Krankheiten, Impfungen, Kosten usw. aufgeklärt wird, dass es Impfausweis und Vertrag gibt, dass bei älteren Tieren aus dem Mittelmeerraum ein Mittelmeertest gemacht ... ja, einfach, dass alles transparent ist und man nicht das Gefühl kriegt eine Ware zu kaufen. Zu Lous Pflegestelle habe ich heute noch guten Kontakt. Wir telefonieren oft und ich schicke regelmäßig Fotos. Darüber freuen die sich auch immer ganz doll. :)

Ob Katzen oder Hunde leichter zu halten sind, kommt immer drauf an wie man's nimmt. :lol:
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #13
Ich weiß nicht, ob ich das hier reinschreiben darf, aber ich habe die Organisation Animalhope Nitra empfohlen bekommen.

Dort kommen die Hunde und Katzen zuerst auf Pflegestellen, bevor sie vermittelt werden und sind auch tierärztlich untersucht.

Kennt die jemand und kann sie weiterempfehlen bzw. hat jemand seinen Hund von dort?

lg
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #14
Die kenne ich leider nicht ich weiß nicht, ob du es mal gesehen hast, aber bei der foreneigenen Zeitschrift wurde in der dritten Ausgabe ein Info-Text erstellt, worauf man bei Auslandsorgas besonders achten sollte. Das würde ich mir mal durchlesen, damit man einen Überblick bekommt, was wichtig ist.


 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #15
nein, hab ich noch nicht gesehen, danke. Ich hätte ja gerne zb. einen havaneser, malteser, yorkshire terrier, westi, zwergpudel bzw. einen mischling von vertretern dieser rassen. schon aktiv und verspielt aber keinen arbeitshund wie den border collie oder den aussie.
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #16
Die Orga sagt mir auch nichts... ein paar Sachen sind mir schon aufgefallen, aber das würde ich dir wenn es dich interessiert, lieber per PN schicken.
(Und ja, Pewee hat recht, in der Zeitschrift steht das wichtigste auch in einer Infobox zusammen gefasst, das ist wirklich lesenswert! :))

Wenn man sich eine Mischung aus dem Ausland holt, muss man sich schon ein kleines bisschen auf ein Überraschungpaket einlassen. Aber selbst im Süden gibt es total oft Terriermixe oder Pudelmixe, da muss man dann einfach nur die Augen offen halten.
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #17
Leider finde ich den Link zu dieser Zeitschrift nicht. Kann mir jemand bitte helfen? :uups:

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, einen Hund aus einem heimischen Tierheim zu adoptieren. Nur stand ich da bis jetzt immer vor dem Problem, dass dort meist zu ca. 90% sog. Listenhunde, sehr große Hunde sowie stark verhaltensauffällige Hunde (bissig, unverträglich) sitzen, was für uns nicht in Frage kommt.

Deshalb bin ich auf die Idee mit der Auslandsadoption eines kleinen Hündchens gekommen, das ich bereits auf einer Pflegestelle besuchen könnte. Die ehemaligen Straßenhunde haben ja oft den unschlagbaren Vorteil, dass sie in Rudeln aufgewachsen und daher oft sehr verträglich mit anderen Hunden sind.

Für mich ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl.

lg
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #18
In Pewees Signatur (was unter ihren Beiträgen angezeigt wird) findest du den Link ;)

Ja, ich hatte damals auch den Eindruck, dass man bei den Tierheimen wirklich verdammt schnell sein muss, weil die "Guten" schnell vergriffen kann.
Wenn du den Hund aus einer Pflegestelle holst kannst du ihn ja auch vorher kennen lernen. Die Leute da wissen meist natürlich auch richtig viel über den Hund, weil sich eine (gute und seriöse!) Pflegestelle ja auch mit dem Hund beschäftigt.

Wichtig ist wirklich, dass du hier weiter deinem Menschenverstand vertraust, was die Seriosität der Auslandsorga und der Pflegestelle angeht.
Das ist schwerer als man denkt, vor allem, wenn man sich schon in einen Hund verliebt hat :D
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #19
Stimmt, jetzt wo du es sagst, sehe ich den Link bei Pewee auch. :uups: :mrgreen:

Ja, wir werden auf jeden Fall alles Mögliche bedenken und darauf achten, dass die Pflegestelle einen seriösen Eindruck macht.

Aber ein paar Monate Zeit haben wir ja noch!

lg
 
  • Hund im Frühjahr, bis dahin Pflegehund? Beitrag #20
Huhu,

ich wollte noch kurz was zu Winter sagen :D also Peach haben wir mit 9 Wochen mitte December abgeholt. Es lag Schnee. Der Hund wurde trotzdem super schnell Stubenrein und sie hat nur einmal in die Wohnung gemacht (aber da waren wir einfach zu langsam). Wir haben auch in eine Wohnung in 4 Etage gewohnt. Ihr Bruder dagegen Haus mit Garten, Nachts mehrmals aufstehen, und bei ihm hat es ewig gedauert. Und mit Welpen macht man keine langen Spaziergänge :D also war die Kälte eh wurscht. Ich will nur damit sagen, es ist auch Hunde abhängig. Ich würde immer wieder gern Herbs/Winter Welpen nehmen. Dann sind die im Sommer größer und es kann los gehen mit längeren Spaziergängen.
 
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