Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser?

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  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #1
CuFuFuE

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Hey Leute

ich muss mich mal auskotzen und tu das mal mit dem Thread hier. Hab da jetzt auf die Schnelle auch keinen gefunden, aber falls es doch einen Thread geben sollte, dann verzeiht das ich den nicht gefunden habe. Habs hier mit der Suche noch nicht so raus. Kommt noch.

Ich habe einen Wallach, der nächsten April vier Jahre alt wird. Und ja, der ist noch NICHT geritten. Das ist scheinbar ein Problem. Nicht für mich, echt nicht, aber für Andere, die die ganze Sache dann irgendwie doch zu meinem Problem werden lassen, das sie mich einfach nur noch nerven und ich so angekotzt bin von der ganzen Sache. Dauernd hör ich "Dich soll einer verstehe, der ist doch schon weit über drei, der müsste längst geritten sein" und "Bei mir würde der schon Turniere laufen" oder so Sachen "Wozu hast du dir ein Pferd gekauft, wenn du es nicht reitest?" und auch "Das ist voll die Verschwendung, der hat Potenzial und du lässt ihn verkommen". Dauernd muss ich mich rechtfertigen dafür das mein Pferd eben noch nicht geritten wird, sondern ich ihm Zeit gebe sich zu entwickeln und alles. Nun gut, vielleicht muss ich mich auch gar nicht rechtfertigen und wahrscheinlich wäre es besser das alles zu überhören und zu ignorieren, aber mich nervt das Ganze und ich bin es einfach leid. Mein Gott, was ist so schlimm daran das ein fast Vierjähriger eben noch nicht geritten wird? Der fällt davon bestimmt nicht tot um und ganz sicher schadet es ihm auch nicht. Ich werde belächelt, wenn ich sag das ich ihm Zeit geben will - "Der hatte doch drei Jahre Zeit". Mir wird unterstellt ich hätte Angst vor meinem Pferd - "Du reitest den doch nur nicht, weil du dich nicht traust. Und er muss darunter leiden". Leiden. Ja sicher, der leidet weil er nicht geritten wird. Ganz sicher. 100%. Ich lasse mein Pferd 'verkommen', weil ichs noch nicht reite. Bei sowas könnt ich echt kotzen. Und ich erkläre, mache und tue, aber irgendwie versteht es keiner. Warum zum Teufel ist das so? Warum wissen es alle besser? Kann mir das einer vielleicht erklären?

Jeder meint mir reinreden zu müssen, als wäre ich zu doof in der Hinsicht. Gab auch mal eine Situation, wo ich fast geplatzt bin. Hab mit meinem Pferd das Einfang geübt auf der Koppel, weil er da mal arge Probleme gemacht hat. Er hatte Angst, starke Angst. Wovor genau kann ich nicht sagen, vermute aber das irgendwas auf der Koppel gewesen ist und deshalb ließ er sich nicht mehr vernünftig holen, ist beinahe tausend Tode gestroben etc. Ist seit einem Umzug wie weggeblasen. Und dann kommt da son Möchtegern vorbei, erzählt mir was von "Dominanzproblem" und "Du musst dem mal richtig die Manieren geigen, indem du den nen paar Stunden im Kreis scheuchst. Immer im Galopp, damit er lernt wer der Chef ist. Und wenn er nicht mehr will, dann verpass ihm mal richtig eine mit der Peitsche. Das muss knallen." Er bezeichnete das dann als Join Up. Das würde er mit allen seinen Pferden machen und die würden hören wie eine Eins. Was nen wirkliches Join Up ist weiß ich übrigens, aber da ging mir echt die Hutschnurr. Ich kannte den Typ nicht, er mich und mein Pferd auch nicht. Und dann bot er noch an er könnte das ja machen, wenn ich nicht mag. Sicher.

Ich bin halt Niemand von der Sorte 'Schnell-Schnell'. Ich machs langsam, hab Geduld und Zeit. Und warum sollte ich dann hetzten? Ich mag lange was von meinem Pferd haben, ich will ihn als Freund und sein Vertrauen nicht missbrauchen. Wieso sollte ich ihn mit was überrumpeln und ihm vielleicht Angst machen, wenn ichs auch langsam angehen lassen kann? Ich halte halt nix davon einen 1 1/2 Jährigen schon an der Longe im Kreis dümpeln zu lassen. So Jemand haben wir im Stall. "Ich weiß ja, das geht auf die Gelenke und so, aber der langweilt sich so und macht dann nur Blödsinn und so. Und ich mache ja auch nicht viel und eigentlich will der das ja machen." Sicher, der will das. Der will kaputte Gelenke und alles. Und drauf gesessen hat auch schon wer. "War ja nur ein Kind, das ist nicht schlimm. So lernt der das jetzt schon kennen. Das ist gut." Bei meinem saßen auch schon Kinder drauf, aber da war er auch schon über drei. Und der ist ja so "trotzig" und "stur" und "unerzogen", der "muss später mit Kandare eingeritten werden, sonst kann man den nicht halten". Das Pferd war wirklich verzogen oder eher verwildert? Der hat vom Absetzten an Menschen kaum mehr gesehen und dann kam plötzlich wer, machte ihm nen Halfter drauf und wollt den führen. Fand der natürlich doof und hat sich übel gewehrt. Was Hufe geben war kannte der da auch nicht, kein Wunder das er einen fast tot getrampelt hat. Aber statt dem das dann in Ruhe beizubringen, ne, da muss es plötzlich schnell schnell gehen (und wenn er nicht will, dann kriegt er eben eine geballert - ich hab nichts gegen klare Ansagen beim Pferd, manchmal muss das sein, aber wenn ein Pferd aufgrund von nicht kennen bzw. Angst 'falsch' reagiert oder weil er sich eben nicht richtig balancieren kann ausweicht, muss man dem dann eine scheuern? Geht das nicht auch in Ruhe?) und jetzt wird er schon longiert. Ist alles gut so, der will das ja.

So, nun hab ich mich genügend ausgekotzte. Danke für alle die sich das durchlesen.

Grüße
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #2
Oh arme!
Solche leute nerven wirklich! Mir gefällt deine einstellung ein pferd zu erziehen. Leute die solche aussagen machen wie "das pferd ist verschwendung wenn du es nicht reitest" .. Solchen sollte das pferd abgenommen werden.
Pferde sind doch nichts was man sich aufgrund einer tätigkeit holt und macht es das nicht ist es absolut wertlos !
Unfassbar wie manche menschen denken! Auch wenn sie glauben das pferd braucht einen reiter auf dem rücken, in freier natur schleppen die auch nicht 70kg rum weil die das unbedingt brauchen.

Ich kenn das nur zu gut wenn fast jeder dir deine meinung schlecht macht und als falsch darstellt, wobei du genau weißt das es richtig ist! Und trdzd lässt dich keiner in ruhe muss immer wieder dami anfangen anstatt einfach mal eine andere meinung zu akzeptieren!

Lg
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #3
Hi,

Bei so etwas fallen mir immer die Pinguine von Madagaskar ein : " Einfach lächeln und winken... Lächeln und Winken" :006:

Versuch Dir ein dickes Fell zu zulegen und diese Sprüche zu ignorieren, bzw Dich nicht reinzusteigern.
Es ist immerhin dein Pferd. Du kannst entscheiden ob Du ihn jetzt schon reiten möchtest oder eben noch wartest. Da können noch so viele Leute den Kopf schütteln, zwingen kann Dich keiner :)
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #4
Wow, diese Art von Leuten gehen gar nicht.

Ich kenne eine, die ihren damals nichtmal 2 Jahre alten Wallach schon im Roundpen lonigert hat. Ohne Aufwärmphase, einfach rein und er musste sofort traben. Die Begründung war dann, er bräuchte Beschäftigung, weil er die Zäune einreißt. Klar braucht er dann Beschäftigung. Jetzt ist er 3 1/2 Jahre alt und wird schon seit einem Jahr geritten, inklusive Freispringen seit 2 Jahren...ich bin gespannt, wann der nicht mehr reitbar sein wird.
Ein junges Pferd kann man doch bevor man meint das Pferd körperlich auslasten zu müssen auch einfach geistig durch Bodenarbeit und Lektionen fördern? Der hat genug Bewegung, er steht immerhin 24/7 auf der Weide, auch im Winter. An Bodenarbeit wurde aber irgendwie gar nicht gedacht.

Sehr schade sowas, aber den Leuten kann man auch nicht reinreden oder Tipps geben oder soetwas..du machst das gut, so wie du das machst :) So einen Besitzer kann sich ein Pferd nur wünschen! Lass dir da nicht reinreden, spät einreiten hat doch noch keinem Pferd geschadet, oder?
Jeder wie er mag und jeder wie er es für richtig hält. An deinem Weg ist aber nichts falsch!
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #5
Danke erstmal für eure Antworten. Ja, ich mag 'unseren' Weg und ich empfinde ihn als richtig. Meinem Kleinen gehts gut, das zeigt er mir immer wieder. Er ist cooler als manch altes Pferd, unerschrocken, arbeitswillig. Den kannste sogar mit kleinen Kindern losschicken. Er weiß was sich gehört und was eben nicht. Wir haben viel vom Boden aus gemacht und machens noch. Longiert wird er auch. Sattel, Trense etc. kennt er alles. Spazieren kein Problem, egal ob allein oder in der Gruppe. Er steht im Stall allein ohne Terz zu machen. Wir haben recht 'früh' (hab ihn mit etwas unter einem Jahr gekauft und dann auch recht bald begonnen ihn ein wenig zu beschäftigen) angefangen was zu machen, auch wenns nur putzen und Fürhübungen waren am Anfang. Und auch nur ein Mal im Monat. Also er kennt ne Menge, außer eben reiten. Und das kann noch warten, meiner Meinung nach.

Das mit dem "einfach lächeln und winken" sagt sich so einfach. Wenn man jeden Tag mit dem Kram vollgelabbert wird, dann geht das irgendwann nicht mehr. Ich versuch ja das alles zu ignorieren und so, aber Zuhause zermatter ich mir dann das Hirn und werd darüber nicht fertig. Und das obwohl ich weiß das es nicht falsch ist was ich mache, das es ihm nicht schaden tut etc. Ist halt verzwickt. Klar kann mich keiner zwingen, manchmal hab ich aber das Gefühl sie wollen es ._.'

Joa das mit dem fast Zweijährigen ist halt genauso, wie der Fall den du beschrieben hast, Bec. Der Gaul geht durch Zäune. Und deswegen heißt es der muss bzw. will longiert werden. Aufwärmphase? Was das? So ist das da eben auch. Und der steht auch 24 Stunden am Tag draußen. Vielleicht hab ich meinen Teil dazu beigetragen das der jetzt im Kreis laufen muss. Er hat mich mal übel durch die Gegend gezerrt und ne Ansage bekommen, danach meint ich zum Besitzer das er unbedingt was erzogen werden muss und was mit ihm getan werden soll, sonst tanzt er bald jedem auf der Nase rum. Dabei meinte ich aber Bodenarbeit, ein wenig führen üben und putzen. Sowas halt. Aber da wurde gar nicht drüber nachgedacht, sondern gleich Longe ran und los. Und natürlich Kind rauf und schauen was er macht. Und wenn ich sag das des aber net gut ist so - er ist ja noch Kind eigentlich -, dann kommt halt das sie weiß das schädlich sein kann, aber der das eben will und sie nicht viel macht.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #6
Ja ich bin schuldig, mit meinem kleinen hab ich mit 2... schon ein !!wenig!! bodenarbeit gemacht, damit er lieb neben mir her geht, also ich meine 1x die Woche ein bischen im Schritt über Stangen latschen, laufen war da noch nicht so sein Ding:D Aber bis der 3 1/2 war hab ich das gemacht und bin nur spazieren gegangen. Ich hab die gleichen, naja nicht die gleichen aber ähnliche Sprüche gekriegt.
Wie gesagt mit 3 1/2 hab ich angefangen ihn zu longieren weiß nicht 10 min vielleicht am Anfang und dann langsam mehr usw. mit bisschen was über 4 hab ich mich dann drauf gesetzt im April nächstes Jar wird er 5 und wir reiten ein wenig im Gelände und arbeiten 1x die Woche auf dem Platz und er macht es gut. Und immernoch schimpfen alle über mich, weil der ja potenzial hat müsste ich den VIIIIIEEEL härter ran nehmen weil der sonst verdümpelt!!!
Ich sage dir ignorier es einfach und lass sie reden! Du machst das so wie du es am besten findest und schonend langsam mit Geduld war schon immer das Beste. (Noch kein Meister ,auch als Pferd, ist je vom Himmel gefallen):D
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #7
@ponnyfreundin
Gegen Bodenarbeit bei nem 2 Jährigen sag ich gar nix. Ich hab mit Meinen mit gut zehn Monaten angefangen. Anfangs wars nur putzen üben, vernünftig halftern und abhalftrern lassen und etwas führen. Das war vielleicht ein bis zwei Mal im Monat. Das hab ich dann langsam gesteigert. Mit ca. 1 1/2 hab ich ihn dann auch daran gewöhnt mal paar Minuten von der Herde getrennt zu sein ohne Theater zu machen. Mit 2 Jahren fing ich dann an Bodenarbeit und spazieren zu machen. Natürlich auch schön langsam gesteigert. Da setzt ich dann auch das 'Arbeitspensum' von 1-2 Mal im Monat auf ca. ein Mal die Woche. Den Rest war er einfach Junghengst. Mit knapp 3 Jahren lernte er dann schonmal Trense, Sattel, Decken, Gamaschen etc. kennen. Mit etwas über 3 Jahren begann ich dann ihn auch langsam ans longieren zu gewöhnen. Vor kurzem hab ich ihn mal freispringen lassen und manchmal nehm ich Trabstangen mit. Und nun sind wir eben da, wo wir sind. Er kennt alles, bis eben aufs reiten. Wir machen Bodenarbeit, gehen spazieren, longieren, Schrecktraining etc. Und manchmal gibs auch nur ne Putzsession oder ich lass ihn mal allein in der Halle. Aber das ist auch immer noch zu wenig, laut Anderen.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #8
Ach Quatsch wenn dein kleiner damit zu frieden ist ist doch alles gut. Was ist er denn für eine Rasse? Weil z.B bei Andalusiern glaub ich die durfte man sowieso erst mit 6 reiten. Ich find das gut so wie du das machst. Dagegen gibt es ja auch Pferde die regelrecht an die Arbeit müssen weil die halt total unausgelastet sind, vom nur auf der Weide stehen. Aber selbst die brauch man auch nicht sofort reiten. Meine Freundin ist gerade im Begriff eine 6 jährige zu kaufen die vor einem Jahr eingeritten wurde. Von daher sind wir nicht die einzigsten die noch damit ein wenig länger warten.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #9
Er ist ein Quarter. Ja, es gibt Leute, die mit dem Reiten auch warten, aber die scheinen mir selten zu sein. Jedenfalls hier in der Gegend.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #10
Naja ein quarter ist ja auch eher ein entspanntes Pferd:)
Ich würd mir echt nichts dabei denken, lass sie quatschen!! Hab ich auch gemacht, ist manchmal echt nervig. Oder du schnautzt mal zurück in dem Moment bist du zwar dann die Zicke aber! die lassen dich dann vielleicht mal in Ruhe.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #11
Du, eine Freundin von mir hat einen Araberhengst, der im Frühjahr 4 wurde und im Spätsommer wurde mit dem reiten begonnen. Aussage vom TA als er noch nicht geritten wurde: "Jeden Tag ohne Sattel, den Sie ihm jetzt schenken, gibt er ihnen später mehrfach wieder zurück!"
Also mach deinem Süßen das Geschenk und hab noch viele viele Jahre was von ihm!
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #12
Ja das kenn ich auch. Ich hab Isländer und meine kleine ist nun 5. Und lernt so langsam, Schritt für Schritt. Früher war das auch so, dass viele sagten: Die ist jetzt drei, die MUSST du arbeiten... das ist quatsch. Du als Besitzer kennst das Pferd am besten, kannst es einschätzen. Aber ich weiß, dass nervt. Andere können einem die Stallzeit echt madig machen.... ignorieren ist manchmal schwer, ich weiß, aber wie Trullas das schon so schön zitierte: Lächeln und winken! :039:
Das dickere Fell kommt mit der Zeit! Wünsch dir weiterhin viel Geduld!
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #13
Fühlst Du dich denn insgesamt unwohl an deinem Stall?
Wenn es ganz unerträglich ist, wie wäre es mit einem Stallwechsel?

Wenn es im Grunde passt: Einfach mal den Sprücheklopfern deutlich sagen, dass sie das Thema jetzt mal abhaken sollen, da Du nichts an deiner Art und Weise das Pferd zu arbeiten ändern wirst. Und Punkt.
Nützt ja nichts, wenn Du dich ständig rechtfertigen musst. Ein deutliches Statement im ernsten Ton hat schon oft wahre Wunder gewirkt ;)

ich persönlich finde deinen Weg alles andere als Falsch. Das Pferd lernt grade von Boden aus die Basics, schult an der Longe sein Gleichgewicht und wird es leichter haben, wenn der Mensch erst mal oben drauf sitzt.
Und da Du ihn nicht regelmäßig ( soll heißen mehrere Tage hintereinander) arbeitest, wird er Dir auch nicht zu lustig werden, wenn Du erst mal oben sitzt.

Mein Lütte ist jetzt auch 3 1/2. Habe zwar schon mit dem Reiten angefangen, aber auch nur, weil es sich angeboten hat. Pausen zwischendurch werden dennoch eingehalten, damit der Spaß bleibt.

Edit: Wie Finou schon sagt, schau Dir mal die Pferde an, die 3 Jährig hoch und runter auf dem Turnier jückeln. Die siehst Du spätestens mit 5 Jahren nie wieder. Jeder Kilometer zählt.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #14
Guten Morgen!!! Leider gibt es immer die Leute, die alles besser wissen! Ich finde es absolut nicht schlimm, dass dein Pferd noch nicht geritten ist! Richtig reiten kann ich auf meinem auch noch nicht, das fang ich erst im Frühjahr an, da wird er fünf Jahre alt. Ich find es toll, dass du deinem Pferd Zeit gibst, denn so hat es viel mehr Zeit, einfach Pferd zu sein und sich zu entwickeln. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du ja auch ein Großpferd.. Mir sagte mal ein Züchter, von dem ich sehr viel halte, dass es bei so großen Pferden sowieso besser sei, sie später einzureiten, weil sie länger brauchen, um sich komplett auszubalancieren und das Knochenwachstum ein ganz Anderes ist, als bei Ponys... Außerdem noch das Reitergewicht dazu? -Ich find es gut, wie du es machst.. Hatte auch schon viele Leute, die mir rein reden wollten und mich quasi gedrängt haben, ihn "endlich" einzureiten, habe irgendwann auf Durchzug gestellt. Du kennst dein Pferd am besten und weißt, was das Beste für dein Pferd ist, egal was andere Leute sagen. Lass dich nicht verunsichern! Ich weiß, dass das schwierig ist, aber am Ende wäre es ja auch deine Entscheidung, ob du dein Pferd überhaupt einreitest und da darf sich einfach niemand einmischen! Ganz ehrlich gesagt, was bei mir geholfen hat war im Endeffekt, dass ich mir nen eigenen Stall gepachtet hab und mir die Leute ausgesucht hab, die zu mir können. Seitdem muss ich diese Diskussionen nicht mehr führen und kann ganz in Ruhe das machen, was ich möchte. Habe aber auch nur Freizeitreiter hier, die einfach nicht auf Turniererfolge und sowas aus sind. Wünsche dir ganz viel Kraft, deine Meinung klar zu machen und auch, dass die dich dann mit sowas in Ruhe lassen. Nur du musst dir darüber klar sein, dass die dann wahrscheinlich hinter deinem Rücken über dich sprechen werden..LG

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ups, du hast nen Quarter, aber trotzdem:)
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #16
Ich mag dieses schnelle einreiten auch nicht erst soll das pferd vollstänidig ausgewachsen sein und seine ,,freiheit " genissen.
ich finde es gut das du wartest mit den ausreiten.
Also bravo an dich :D
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #17
Erstmal danke für den weiteren Zuspruch. Es tut doch ganz gut mal auch von Anderen zu hören das es sicher nicht falsch ist noch zu warten. Ich weiß nicht, es juckt mich auch gar nicht wirklich da endlich zu reiten. Bin diesbezüglich nicht ungeduldig oder so. Wir (ich und des Pferdi) haben eine so enge Beziehung, wir machen so viel miteinander und verstehen uns einfach. Weiß nicht, mir reicht das was wir machen eigentlich vollkommen. Ja, er wäre so weit geritten zu werden, das weiß ich auch, dennoch wart ich und lass mir lieber noch Zeit. Stört werder ihn, noch mich.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #18
Ich kann dich nur bei deiner Vorgehensweise bestätigen. Was du machst hört sich gut an und ich rate dir, geh weiter deinen Weg. Mein erstes Pferd (Vollblüter), habe ich mit 4 eingeritten. Meinen zweiten Jungspund (Shire/Vollblut) habe ich mit 4,5 angeritten, dann noch mal ein paar Monate auf die Weide und mit fast 5 habe ich ihn dann eingeritten. Wir machen alles sehr langsam. Ich reite ihn jetzt seit einem Jahr aber wir fangen jetzt erst mit dem Galopp an, weil er noch zu viele Probleme hatte, sich im Trab fallen zu lassen. Auch hatten wir wegen Lahmheit und schlechtem Wetter viel Ausfallzeit. Ich benutze keine Ausbinder oder ähnliche Hilfsmittel sondern helfe dem Pferd, von sich aus den Weg zu finden und das dauert oftmals länger. Aber ich gehe meinen Weg, wie er für mich richtig erscheint. Kein Pferd muss geritten werden. Ich denke, viele Pferde wären glücklicher ohne die sporenpieksenden, unkoordiníerten Fleischklopse auf dem Rücken. Es ist doch eher eine Gnade, wenn die Pferde uns so geduldig tragen. Das Pferd ist kein Sportgerät, wird aber leider noch häufig wie ein solches behandelt. Für mich ist die Zeit zusammen mit meinen Pferden die wertvollste überhaupt egal ob ich reite oder ob ich was vom Boden aus mache und einfach nur Spaß mit ihnen habe. Für mich ist Reiten auch zweitrangig.
 
  • Warum immer Zack-Zack? Warum wissen's alle besser? Beitrag #19
Im Normalfall reite ich zwischen 3 und 4 Jahren an. Je nach Entwicklungsstand des Pferdes auch mal später.

Ein Pferd ZU spät anzureiten, kann jedoch auch Probleme geben. Das Pferd ist dann schon psychisch voll entwickelt und hat sich sein Leben eingerichtet. Ein Pferd, dass zu spät angeritten wird, ist wehriger, leidet mehr unter der neuen Haltung und den plötzlich anderen Lebensumständen duch die Arbeit unterm Sattel und ist dann schwerer zu motivieren. Häufig versuchen Reiter dann die Pferde zu brechen.
Das Anreiten dauert dann nicht nur länger, sondern ist auch für das Pferd unangenehmer, da sich dann schon unerwünschte Muskulatur gebildet hat.

Den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist oft nicht leicht und erfordert etwas Erfahrung.
Das Pferd sollte sich zwischen den Wachstumsschüben befinden und nicht allzu schief sein. Äußerlich muss es einen gut entwickelten Eindruck machen.
Die Muskulatur muss schon so weit entwickelt sein, dass genügend Stützkraft da ist, jedoch auch so, dass sich noch keine Fehlmuskulatur entwickelt hat.
Der Rücken darf ruhig noch etwas kurz sein (Pferde strecken sich fast immer erst später). Fürs Pferd ist es einfacher, wenn der Rücken schon die Kraft hat einen Reiter zu tragen und sich die Bauchmuskulatur entsprechend entwickelt hat, bevor er sich streckt. Ein langrückiges Pferd anzureiten macht es dem Pferd oft unnötig schwer.

Sollte man so gezwungen sein, ein sehr junges Pferd anzureiten, so sollte sich das Longieren stark einschränken, da die Wachstumsspalten der Fliehkraft des Longierkreises noch nicht gewachsen sind.
Das Pferd sollte ca. 3x wöchentlich für ca. 5-höchstens 10 Min. geritten werden, das reicht. Ansonsten reitvorbereitende Bodenarbeit und noch sehr viel Freizeit.
Ganz wichtig ist meiner Meinung nach, dass das Jungpferd vor Beginn der Arbeit einem TA vorgestellt wird. Idealerweise ist das eine Person oder eine Zusammenarbeit mehrerer Personen, die sowohl Akkupunkteur (Muskellockerung vor der Ostheopathie), Ostheopath und Physiotherapeut sind.
Ich mache das mit meinen Jungpferden immer! So viel Investition muss ein, denn es lohnt sich.
Vor dem Beginn der Arbeit sollte das Pferd überhaupt erst in der Lage sein, die Anforderungen LEICHT zu absolvieren und sollte keine Schmerzen haben - und sei es nur ein kleines Zipperlein. Das hilft ungeheuer bei der Motivation.
In den ersten 3-4 Jahren der Aufzucht passiert eben doch mal der ein oder andere Bauchklatscher außerdem sind Jungpferde durch Wachstum etc. oft schief und/oder verspannt in der Muskulatur (Nadeln, Massage).

Wenn ein Pferd später unterhalb seiner Möglichkeiten geritten wird (versauert) ist das dem Pferd vermutlich total egal. Es leidet NICHT, nur weil es nicht am Limit geritten wird.
Man muss allerdings sehr darauf achten, ein Pferd entsprechend seinem Talent zu fördern, damit sich weder Langeweile noch Muskelschwäche einstellen. Pferde im Sportpferdetyp müssen mind. 2-3x pro Wochen richtig locker geritten werden und benötigen den entsprechenden Muskelaufbau um später nicht durch Schmerz schwierig oder gar krank zu werden.
Pferde im Allround oder Freizeittyp sind da pflegeleichter.
Leider kaufen sich Freizeitreiter oft Pferde, die aufgrund ihrer Abstammung enorm eng für eine Disziplin durchgezüchtet sind und stehen dann, wenn das Pferd 10 oder älter ist, vor einem Problem.
Rasse und Zuchtrichtung sind also auch wichtig für den Anreitzeitpunkt.

Pferde, die zum richtigen Zeitpunkt angeritten werden, lernen enorm schnell und haben auch im Sport gegenüber ihren früh angerittenen Mitstreitern kein Defizit.
Mein aktuelles Turnierpferd (gekauft mit 3 jahren und 8 Monaten, komplett roh von der Wiese) wurde mit 4 Jahren langsam angeritten, nach nur 7 Monaten wurde sie auf einer großen Show 2. im Jungpferdetrail (noch auf Bosal, da sie noch nicht mit Gebiss geritten wurde), 1 Jahr später wurde sie Landesmeister in Reining und gewann 9 Prüfungen. 6-jährig wurde sie sogar auf ihrem ersten int. Start in Aachen platziert und lief ansonsten in großen Prüfungen erfolgreich.
Sie lernte enorm schnell und ist noch immer hochmotiviert.

Andere Pferde brauchen länger. Es ist gar kein Problem ein Pferd anzureiten (gründlich !!!) und dann nochmal für längere Zeit auf die Wiese zu stellen. Das Pferd wird sich immer an das nicht unangenehme Gelernte erinnern und kann dann aufgebaut werden.
 
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