leidiges Thema Leinenführigkeit

Diskutiere leidiges Thema Leinenführigkeit im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; hallo, also ich habe mit meinem Henry das Problem, daß er ohne Ende stur ist. Dazu seit seiner Erkrankung letztes Jahr noch ängstlicher und...
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #1
samadhi-mara

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hallo,
also ich habe mit meinem Henry das Problem, daß er ohne Ende stur ist. Dazu seit seiner Erkrankung letztes Jahr noch ängstlicher und schreckhafter als zuvor. Mi vielen Dingen, die sich daraus ergeben, komme ich/wir ganz gut klar, aber beim Spazierengehen
bringt er mich manchmal an den Rand eines Nervenzusamenbruchs ;-).
Als 1. komme ich kaum voran, also ich "spazierstehe" eigentlich mit meinem Hund. Er schnüffelt und schnüffelt und markiert und markiert, dabei kommt er ausreichend zum Schnüffeln und was weiß ich.
Als 2. und das macht mich rasend, er läuft schön und plötzlich gibts nen Ruck (als hätt ich hinter mir nen Anker geworfen) und
er stemmt seine kurzen Beinchen so in den Boden, daß ich ihn kaum weiterziehen kann. (er hat mal eben 11 KG) also kein Bernhardiner:roll:.
Als 3. und da muß ich dann schon sehr an mich halten, wenn irgendwo hinter oder vor uns ein Hund hinter der Erdkümmung auftaucht,
dann schmeißt er sich auf den Boden und liegt dann da. Ich kann ihn nicht dazu bewegen aufzustehen, also entweder tragen
oder auf hinterherzerren, wobei er sich dann auf den Rücken dreht.:x Ich fühl mich mittlerweile richtig genötigt, wenn er das tut, und meine Nerven liegen dann blank.

WEnn ich das jetzt so überfliege, sieht es so aus,als wenn er total unerzogen wäre, aber das ist er nicht. Das alles macht er
nur manchmal aber dann so nachdrücklich, daß selbst ich denke, er ist immer so:004:. Meistens läuft ja ja super nebenher und alles ist gut. Deshalb verstehe ich nicht, warum er diese Aussetzer hat. Ich habe auch ganz viel darangearbeitet, er
guckt mich ganz viel an, also an Aufmrksamkeit mir gegenüber fehlt es nicht. Er gehorcht mir auch.....ABER ich habe bei allem
immer das Gefühl, er macht das nur, weils ihm auch gerade in den Kram paßt und nicht, weil er eingesehen hat, daß es toll ist
auf mich zu hören und es evtl. sogar ne Belohnung gibt.
Kennt sonst noch jemand so ein Verhalten und hat es in den Griff bekommen? Wäre nett, wenns feedback gäbe ;-).
LG Mara
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #2
Ohje das ist bestimmt ein etwas selteneres Problem bei Hunden.
Die erste Frage ist bestimmt, sich zu fragen warum er sich so verhält wie er es manchmal tut.

Das ständige Schnüffeln und Markieren, da würde ich ihn einfach auffordern weiter zu gehen, wenn er dem nicht folgt, einfach kurzer Rücker und entschlossen weitergehen. Damit er mitkommt. Er muss lernen, dass du entscheidest wann geschnüffelt wird und wann nicht.

Das andere, dass er sich auf den Boden legt, wenn andere Hunde aufkreuzen:
Macht er das deiner Meinung aus Angst vor anderen Hunden?
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #3
Also ich kenne das von meinem :D Der schiebt manchmal so kleine Panikattacken, wo er am liebsten nach hinten aus dem Halsband gehen würde und sich wohl gern irgendwo verstecken würde... Mittlerweile haben wir es recht gut im Griff, indem ich einfach stehenbleibe und ihm das STOPP-Signal (egal was du tust hör auf damit und bleib stehen - wie an der Straße halt auch :D ) gebe.
Wichtig ist aber, ihn nicht weiter nach hinten ausweichen zu lassen. Meistens braucht er dann ein paar Sekunden, beruhigt sich und auf einmal ist es kein Problem mehr.

Warum bleibt dein Hund denn stehen? Können Gründe wie Schmerzen ausgeschlossen werden?

Das Schnüffeln ist... erziehungssache :D Das kann man erlauben oder untersagen. Wenn man es nicht will hat mir meine Trainerin empfohlen, das Weitergeh-Kommando zu geben und wenn das ignoriert wird, einfach hinzugehen und sich quasi auf den Duft zu stellen. Den Hund mit Körpersprache daran hindern, weiter zu schnüffeln udn ihm klar zu machen, dass es DEIN Geruch ist :) Bei meinem funktioniert´s :D Zerren bringt nach eigener Erfahrung nichts denn sonst hätte unser alter Familienhund wohl nie geschnüffelt... Außerdem kann das auch immer auf die Halswirbel gehen.

Und eigentlich kannst du stolz drauf sein, dass dein Hund sich bei anderen hinlegt. (Vorausgesetzt, er ist nicht in Angriffsstellung) ist das nämlich ein Beschwichtigungssignal, mit dem er den anderen Hund nur zeigt, dass von ihm keinerlei Gefahr ausgeht. Wenn du nicht willst, dass er das tut kannst du kucken, ob er noch andere Signale zeigt (langsamer gehen, kleiner machen, am Rand schnüffeln, Bogen gehen etc) kannst du auch versuchen, das so verbal in den Himmel zu loben dass er vergisst, sich hinzulegen. Generell untersagen würde ich es meinem Hund aber nicht, denn es gehört zur natürlichen Kommunikation und ist eigentlich ein schönes Signal, finde ich :)
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #4
Also ich kenne es nur so das wenn sich Hunde hinlegen, sie sich bereitmachen für ein scheinangriff, beschwichtigend ist es wenn er sich dabei auf den Rücken dreht, aber meist ist es wirklich für den Scheinangriff, nicht hat nichts mit beschwichtigen zutun. Entweder sie rasen los zu dem Hund, doch wenn der andere Hund da ist, stellt er sich STocksteif hin, frei nach dem Motto, so nun paß mal auf.

Lg Yvi
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #5
Ich weiß gerade nicht, wo ich´s hingelegt hab, bin mir aber recht sicher dass in dem Buch "Calming Signals" steht, dass das ein Beschwichtigungssignal ist. Habe auch tatsächlich schon viele Hunde gesehen, die das machen, aber noch keinen, der aus dieser Position angegriffen hat :eusa_think:

Und das
Entweder sie rasen los zu dem Hund, doch wenn der andere Hund da ist, stellt er sich STocksteif hin, frei nach dem Motto, so nun paß mal auf.
versteh ich irgendwie nicht so ganz.
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #6
Scheinangriff. Ganz einfach Du gehst mit deinem Hund, und dir kommt ein unangeleinter Hund entgegen. Der sieht euch und legt sich ziemlich flach hin, wartet bis ihr dicht genug da seit und rennt wie ein verrückter auf deinen los. Entweder sie drehen vorher ab, oder rennen noch direkt auf deinen zu. Das wird als scheinangriff gewertet. Es gibt auch viele die bellen dabei noch, die bleiben meist mit Abstand dann vor dem eigenen Hund stehen. Das sind schein angriffe.
Das was du meinst mit dem hinlegen, sieht aber extrem unterwürfig aus, und unterscheidet sich deutlich vom normalen hinlegen. Die kommen dann schon klein gemacht an, legen sich hin und lecken dazu meist noch die Leftze, kann das sein das du das meinst?
Ich kenne auch ein paar Hunde die es so machen, aber nach dem hinlegen drehen sie sich meist auf den Rücken.


Bei dem anderen Fall liegen sie auch, wenn dann der Hund ankommt stehen sie auf machen sich groß und stehen steif fa. Frei nach dem Motto, ok komm mir jetzt bloß nicht blöd, dann gibt es haue.
Meiner z.B. pirscht sich immer an und macht sich dann groß, auch nicht schön.
Lg Yvi
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #7
Ich meine es genauso, wie ich es geschrieben habe.
Dass sich die Körpersprache ab und an unterscheidet mag sein. So dreht sich mein Hund zum Beispiel - trotz Beschwichtigung und Unterwürfigkeit - nur bei einem anderen Hund (sein bester Kumpel) auf den Rücken. Bei allen anderen geht er weg oder ähnliches.

Grundsätzlich hab ich aber noch nie gesehen, dass sich ein Hund auf den Rücken wirft, nur weil ihm ein anderer entgegen kommt.
 
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  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #8
hi,
danke erstmal für Eure Beiträge. Also Henry ist ein ganz und gar lieber verträglicher Hund, der sich sogar einer Ameise ergeben würde;). Ich finde das auch grundsätzlich ok so, wobei es schon nervig ist, wenn das Wetter nass und matschig ist und dein Hund wälzt sich rum:eusa_eh:. Ich denke, daß Henry sich hinlegt, weil er den anderen Hund begrüßen will und ihm ist es egal, ob es noch 20 min. dauert, bis er dann endlich bei uns:mrgreen:. Deshalb schrieb ich ja auch Erdkrümmung ;-). Vor allen Dingen, ich bekomme ihn dann nur durch hochheben und wegzerren weg, Leckerlies etc. sind uninteressant in dem Moment. Und meinen Hund auf dem Rückenliegend hinter mir herzuzerren....näää das geht gar nicht. Jedenfalls nervt es mich derart, daß ich anschließend meistens
schweißgebadet und ziemlich entnervt bin. Ja und wenn ich dann warte bis der andere Hund da ist, begrüßt er den anderen und läuft das problemlos weiter:roll:. Diese absolute Sturheit, die er ab und an an den Tag legt, macht mich dann so fertig.
Ich habe deshalb sowieso schon 2 Jahre intensiven TRainings gebraucht, damit ich ihn nur noch mit kurzer Schleppleine (2 m)
auf "unserer" Wiese und manchmal auch drumherum "frei" laufen lassen kann. Aber so ganz trau ich ihm da nicht, und entscheide
das immer nach Gutdünken, denn nen Jagdtrieb hat er auch und er weiß wo die Karnickel sitzen. Und trotzdem passiert es dann auch heute noch, daß er sich nicht wieder an die Leine nehmen lassen will. Wie bekommt man bloß so eine massive Sturheit in den Griff.
Und bitte nicht falsch verstehen, das ist zum Glück kein Dauerzustand, sondern immer mal wieder und ansonsten ist er ein total lieber Zeitgenosse:).

ach ja, also Schmerzen hat er ganz sicher nicht und es ist auch kein Ausweichmanöver aus Angst, er wartet ja auf den anderen!!
LG Mara
 
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  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #9
Hast du mal daran gedacht dich an einen Trainer zu wenden. DU scheinst ganz offensichtlich einige Probleme mit ihm zu haben, und er weiss wie er es dir so unangenehm machen kann das du nach gibts. Er kann am besten einschätzen wie er ihn aus diesem Verhalten wieder raus holt.

Lg Yvi
 
  • leidiges Thema Leinenführigkeit Beitrag #10
hi,
ja hatte ich, 2 sogar und zwar im Einzelunterricht vorort, da ich der Meinung war, daß es so intensiver ist. Waren beide auch außerodentlich erstaunt über Henrys Sturheit und meinten, Glückwunsch sehr intelligent und echt ne Herausforderung...na toll.
Geholfen hat es dann letztendlich nicht wirklich. Ich habe dann sehr viel gelesen und einfach ganz stark an der Bindung gearbeitet.
Was dann immerhin dazu geführt hat, daß er "meistens" gut funktioniert. Es war für uns schon ein riesiger Fortschritt frei zu laufen (mit 2 m schleppi). Dadurch knnen wir natürlich auch viel schöner spielen und trainieren, was ich täglich mache.
Tja und nun stehen wir da, wo wir eben sind. Ich denke immer, vielleicht wirds ja besser, je älter er wird...so einsichtsmäßig ;-).

Vielleicht sollte ich das diesen Sommer nochmal mit einem Trainer versuchen. Ich finde ja, er wäre ein Fall für den Rütter ;-).
Mal schauen was ich da mache und falls doch noch jemand einen Superdupertipp hat...immer gerne ;-)
LG und einen schönen verschneiten Tag
Mara mit Henry
 
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