- Terriermischling Chap auf der Suche nach der Liebe Beitrag #1
Lilly Leindy
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Chap war zwar ein kleiner Hund, aber nicht auf den Kopf gefallen und wenn es etwas gab, das ihn zu einem ganz besonderen Tier machte, dann war es seine Nachdenklichkeit und seine Neugierde. Eines Tages beschloss Chap, seines Zeichens Terriermischling mit unbekanntem Vater (man hatte den Harlekinpudel aus der Nachbarschaft in Verdacht, aber da man nichts gegen ihn in der Hand hat, verleugnet er jene Vaterschaft bis zum heutigen Tage und nennt sich selbst enthaltsam), herauszufinden, was genau eigentlich die Liebe ist.
„Kann man sie schmecken?“ fragte er sich.
Um dies gleich zu testen, lief er mit eiligen Schritten auf seine über alles geliebte Führleine zu, zog sie von der Kommode und leckte nachdenklich daran. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Das schmeckte komisch und zu allem Übel nach kaltem Metall. Schmecken kann man die Liebe also nicht.
„Kann man sie sehen?“ überlegte Chap weiterhin.
Schon starrte er mit festem Blick sein ebenfalls über alles geliebtes Schmusetier an; eine Maus, die schon ganz nass gesabbert war. Nach einigen Minuten wurde es ihm aber schon zu langweilig und er wandte sich ab. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Sehen kann man die Liebe also auch nicht.
„Kann man sie riechen?“ grübelte der kleine Hund.
Fröhlich näherte er sich seinem Futtertopf (den er fast noch mehr liebte als die Führleine und das angesabberte Schmusetier), steckte seine kleine Nase hinein und holte tief Luft. Das roch toll, aber dann musste er fürchterlich niesen. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Riechen kann man die Liebe also auch nicht.
„Kann man sie hören?“ fragte sich Chap schließlich.
In Gedanken versunken lief er in den Garten (den er fast noch mehr liebte als die Führleine, das angesabberte Schmusetier und den Fressnapf zusammen), schloss die Augen und lauschte auf die Geräusche. Ein Vogel sang und einige Gärten entfernt bellte ein Schäferhund, aber das war auch schon alles. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Hören kann man die Liebe also auch nicht.
Weil alles, was der kleine Hund sich überlegt hatte, nicht funktionierte, schlich er zurück an seinen Platz und war ein wenig bedrückt.
In der Nacht tobte ein schreckliches Unwetter über das Haus hinweg. Der Wind heulte und schrie, der Regen prasselte wild und zu allem Unglück gesellte sich auch noch ein gar nicht so unheftiges Gewitter dazu. Das Herz des kleinen Chap wäre ihm in die Hose gerutscht, hätte er eine getragen. Da er dies aber nicht tat, tapste er unruhig hin und her und wollte so gar nicht in sein Körbchen gehen.
„Meine Tapferkeit in Ehren!“, dachte er bei sich und schämte sich ein bisschen. „Irgendwann langt´s auch einem Terrier!“
Vorsichtig schob er zuerst seine rechte Vorderpfote, dann seine Schnauze und das Köpfchen durch den Türspalt zum Schlafzimmer seines Frauchens. Dann wurde er mutiger, setzte auch die anderen drei Pfoten auf den warmen Teppichboden und saß mit einem gekonnten Sprung auf dem Kopfkissen. Frauchen schlief schon. Der kleine Hund schmiegte sich an sie.
„Jetzt hab ich´s!“, dachte er noch, kurz bevor er einschlief. „Ja, ja, das muss es sein! Fühlen kann man die Liebe!“
„Kann man sie schmecken?“ fragte er sich.
Um dies gleich zu testen, lief er mit eiligen Schritten auf seine über alles geliebte Führleine zu, zog sie von der Kommode und leckte nachdenklich daran. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Das schmeckte komisch und zu allem Übel nach kaltem Metall. Schmecken kann man die Liebe also nicht.
„Kann man sie sehen?“ überlegte Chap weiterhin.
Schon starrte er mit festem Blick sein ebenfalls über alles geliebtes Schmusetier an; eine Maus, die schon ganz nass gesabbert war. Nach einigen Minuten wurde es ihm aber schon zu langweilig und er wandte sich ab. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Sehen kann man die Liebe also auch nicht.
„Kann man sie riechen?“ grübelte der kleine Hund.
Fröhlich näherte er sich seinem Futtertopf (den er fast noch mehr liebte als die Führleine und das angesabberte Schmusetier), steckte seine kleine Nase hinein und holte tief Luft. Das roch toll, aber dann musste er fürchterlich niesen. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Riechen kann man die Liebe also auch nicht.
„Kann man sie hören?“ fragte sich Chap schließlich.
In Gedanken versunken lief er in den Garten (den er fast noch mehr liebte als die Führleine, das angesabberte Schmusetier und den Fressnapf zusammen), schloss die Augen und lauschte auf die Geräusche. Ein Vogel sang und einige Gärten entfernt bellte ein Schäferhund, aber das war auch schon alles. Nein, nein, das konnte es nicht sein. Hören kann man die Liebe also auch nicht.
Weil alles, was der kleine Hund sich überlegt hatte, nicht funktionierte, schlich er zurück an seinen Platz und war ein wenig bedrückt.
In der Nacht tobte ein schreckliches Unwetter über das Haus hinweg. Der Wind heulte und schrie, der Regen prasselte wild und zu allem Unglück gesellte sich auch noch ein gar nicht so unheftiges Gewitter dazu. Das Herz des kleinen Chap wäre ihm in die Hose gerutscht, hätte er eine getragen. Da er dies aber nicht tat, tapste er unruhig hin und her und wollte so gar nicht in sein Körbchen gehen.
„Meine Tapferkeit in Ehren!“, dachte er bei sich und schämte sich ein bisschen. „Irgendwann langt´s auch einem Terrier!“
Vorsichtig schob er zuerst seine rechte Vorderpfote, dann seine Schnauze und das Köpfchen durch den Türspalt zum Schlafzimmer seines Frauchens. Dann wurde er mutiger, setzte auch die anderen drei Pfoten auf den warmen Teppichboden und saß mit einem gekonnten Sprung auf dem Kopfkissen. Frauchen schlief schon. Der kleine Hund schmiegte sich an sie.
„Jetzt hab ich´s!“, dachte er noch, kurz bevor er einschlief. „Ja, ja, das muss es sein! Fühlen kann man die Liebe!“