- Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #1
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Pfefferminzia
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Hallo 
Ich lese hier schon eine Weile mit und seit kurzem noch etwas mehr. Jetzt wollte ich euch auch mal mit meinem Problem konfrontieren... (sorry, wird etwas länger)
Vor einer Woche habe ich morgens einen Hund an meinen Balkon (Erdgeschoss) angebunden gefunden. Den hat jemand einfach ausgesetzt. Er war nass, kalt, mit Schnee bedeckt und etwas abgemagert. Ich hab ihn zu mir genommen, bin zum Tierarzt gegangen mit ihm (Resultag: gesund, nur zu dünn), hab Futter gekauft etc. Und währenddessen habe ich gegrübelt, ob ich ihn vlt. behalten sollte. Ich mochte ihn sehr gerne. Er ist super gut erzogen und versteht sich sogar mit meinen beiden Katzen (naja, "verstehen" heißt dabei erstmal Angst haben, aber das ist zumindest gut für die Katzen
). Ich hab viel mit veschiedenen Leuten geredet und abends im Bett mit meinem Freund zusammen dann doch beschlossen, dass ein Hund nicht das Richtige für uns ist. Am nächsten morgen kam er ins Tierheim, was mir zwar Leid tat, aber ich dachte, es sei das Beste für ihn und uns...
Gestern vormittag waren wir dann im Tierheim (ich war vorher noch nie in einem Tierheim) und haben mal geschaut, wie es ihm geht, und ich war am Boden zerstört. Winzige Käfige, viele viele Hunde, Uringeruch... Und "unser" Hund auch noch sicherheitshalber in Quarantäne, d.h. 14 Tage "Einzelhaft ohne Freigang". Zusätzlich waren da noch so viele andere Hunde, die quasi schon mehrere Jahre in so einem Käfig wohnen. Naja, ihr kennt das sicher. Jedenfalls kann ich seitdem an nichts anderes denken, als ob ich ihn nicht doch wieder zu uns holen sollte.
Ich schwanke sehr und habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Deswegen dachte ich, hier vielleicht noch ein paar geeignete Argumente/Entscheidungshilfen zu finden. Bin für jede Meinung dankbar.
Nun zu unseren Voraussetzungen: Wir sind zwei junge verantwortungsbewusste Erwachsene. Mein Freund arbeitet vollzeit und hätte nicht so viel Zeit die Woche über. Ich arbeite zwar auch relativ viel, das aber relativ flexibel und viel zu Hause. Für Betreuung wäre also gesorgt. Finanziell wäre es auch kein großes Problem für uns, einen Hund zu halten.
Wir (d.h. vor allem ich
) sind sehr tierlieb. Wir haben jetzt seit 7 Jahren freigehende Katzen und denen fehlt es an nichts. Obwohl wir schon öfter mal darüber nachgedacht haben, ob wir uns nicht vielleicht noch einen Hund zulegen sollten, haben wir uns bisher doch immer dagegen entschieden. Ich hab mich dann doch immer mehr als "Katzenmensch" gesehen. Naja, nun ist ein bestimmter Hund eben auf uns gekommen.
Meine Hauptargumente pro Hund: Ich würde ihn gern aus dem Tierheim holen; Ich versuche mich schon seit langem dazu du bewegen, aktiver zu sein, mehr rauszugehen, wandern, Radfahren etc. Mit Hund wäre ich dazu gewissermaßen gezwungen, was mir sowohl körperlich als auch geistig (stresstechnisch) echt gut täte. In den 24 Stunden, die der Hund bei uns war, hab ich ihn auch schon ganz schön lieb gewonnen. Zusätzlich habe ein wenig Hoffnung, dass mein Kater in dem Hund vielleicht hin und wieder einen Spielkameraden findet, da er superverspielt ist und eine ganze Energie oft an meiner Mietz auslässt, was diese gar nicht mag.
Hauptargumente gegen Hund habe ich wie gesagt auch. Allerdings schwinden die so nach und nach:
- Zeit - es ist doch schon ganz schön zeitintensiv, sich um einen Hund zu kümmern. Und, obwohl ich den Hund auf keinen Fall vernachlässigen würde, kann ich mir schon vorstellen, dass er von Zeit zu Zeit eben "nur" seine 2 Stunden Mindestbeschäftigung am Tag erhält und die restliche Zeit nicht so viel zu bieten bekommt. Mein Job ist teilweise schon echt stressig. Außerdem bin mich mir auch nicht 100%-ig sicher, wie es mir bei der Umstellung von Schreibtisch- und Sofamensch auf Rausgehmensch so ergeht... Seit dem Tierheimbesuch denke ich allerdings, dass es ihm selbst in dem Fall immer noch um einiges besser ginge bei mir als dort.
- meine Katzen - sie sind mir sehr wichtig und ich hätte Angst, dass die dann zu kurz kommen oder dass der Hund sie irgendwie unterdrückt, wobei das ja zumindest den einen Tag nicht der Fall war
- der Geruch von Hunden hat mich bisher immer etwas gestört. Meine Katzen dürfen quasi alles. Die schlafen auch mal mit unter der Bettdecke. Aber als ich z. B. den Hund abends vom Bett aus (er hat unten geschlafen und so soll es auch sein) nochmal kurz gestreichelt habe, hat meine Hand so gerochen. Aber ich schätze da könnte ich mich auch dran gewöhnen, dass ich dann eben nach dem Waschen nicht mehr streichle. Tagsüber stört es mich nicht so.
Ich würde mich auf jeden Fall gut um den Hund kümmern. Habe auch eine Hundebetreuerin an der Hand, die mir prima helfen würde. Und wenn er erstmal "richtig" bei mir wäre, würde ich ihn auch nicht mehr hergeben. Ich habe nur Angst, dass ich mich damit selbst überfordere und es dann vlt. bereue.
Hach, ich weiß auch nicht.
Was meint ihr?
Danke schonmal
Ich lese hier schon eine Weile mit und seit kurzem noch etwas mehr. Jetzt wollte ich euch auch mal mit meinem Problem konfrontieren... (sorry, wird etwas länger)
Vor einer Woche habe ich morgens einen Hund an meinen Balkon (Erdgeschoss) angebunden gefunden. Den hat jemand einfach ausgesetzt. Er war nass, kalt, mit Schnee bedeckt und etwas abgemagert. Ich hab ihn zu mir genommen, bin zum Tierarzt gegangen mit ihm (Resultag: gesund, nur zu dünn), hab Futter gekauft etc. Und währenddessen habe ich gegrübelt, ob ich ihn vlt. behalten sollte. Ich mochte ihn sehr gerne. Er ist super gut erzogen und versteht sich sogar mit meinen beiden Katzen (naja, "verstehen" heißt dabei erstmal Angst haben, aber das ist zumindest gut für die Katzen
Gestern vormittag waren wir dann im Tierheim (ich war vorher noch nie in einem Tierheim) und haben mal geschaut, wie es ihm geht, und ich war am Boden zerstört. Winzige Käfige, viele viele Hunde, Uringeruch... Und "unser" Hund auch noch sicherheitshalber in Quarantäne, d.h. 14 Tage "Einzelhaft ohne Freigang". Zusätzlich waren da noch so viele andere Hunde, die quasi schon mehrere Jahre in so einem Käfig wohnen. Naja, ihr kennt das sicher. Jedenfalls kann ich seitdem an nichts anderes denken, als ob ich ihn nicht doch wieder zu uns holen sollte.
Ich schwanke sehr und habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Deswegen dachte ich, hier vielleicht noch ein paar geeignete Argumente/Entscheidungshilfen zu finden. Bin für jede Meinung dankbar.
Nun zu unseren Voraussetzungen: Wir sind zwei junge verantwortungsbewusste Erwachsene. Mein Freund arbeitet vollzeit und hätte nicht so viel Zeit die Woche über. Ich arbeite zwar auch relativ viel, das aber relativ flexibel und viel zu Hause. Für Betreuung wäre also gesorgt. Finanziell wäre es auch kein großes Problem für uns, einen Hund zu halten.
Wir (d.h. vor allem ich
Meine Hauptargumente pro Hund: Ich würde ihn gern aus dem Tierheim holen; Ich versuche mich schon seit langem dazu du bewegen, aktiver zu sein, mehr rauszugehen, wandern, Radfahren etc. Mit Hund wäre ich dazu gewissermaßen gezwungen, was mir sowohl körperlich als auch geistig (stresstechnisch) echt gut täte. In den 24 Stunden, die der Hund bei uns war, hab ich ihn auch schon ganz schön lieb gewonnen. Zusätzlich habe ein wenig Hoffnung, dass mein Kater in dem Hund vielleicht hin und wieder einen Spielkameraden findet, da er superverspielt ist und eine ganze Energie oft an meiner Mietz auslässt, was diese gar nicht mag.
Hauptargumente gegen Hund habe ich wie gesagt auch. Allerdings schwinden die so nach und nach:
- Zeit - es ist doch schon ganz schön zeitintensiv, sich um einen Hund zu kümmern. Und, obwohl ich den Hund auf keinen Fall vernachlässigen würde, kann ich mir schon vorstellen, dass er von Zeit zu Zeit eben "nur" seine 2 Stunden Mindestbeschäftigung am Tag erhält und die restliche Zeit nicht so viel zu bieten bekommt. Mein Job ist teilweise schon echt stressig. Außerdem bin mich mir auch nicht 100%-ig sicher, wie es mir bei der Umstellung von Schreibtisch- und Sofamensch auf Rausgehmensch so ergeht... Seit dem Tierheimbesuch denke ich allerdings, dass es ihm selbst in dem Fall immer noch um einiges besser ginge bei mir als dort.
- meine Katzen - sie sind mir sehr wichtig und ich hätte Angst, dass die dann zu kurz kommen oder dass der Hund sie irgendwie unterdrückt, wobei das ja zumindest den einen Tag nicht der Fall war
- der Geruch von Hunden hat mich bisher immer etwas gestört. Meine Katzen dürfen quasi alles. Die schlafen auch mal mit unter der Bettdecke. Aber als ich z. B. den Hund abends vom Bett aus (er hat unten geschlafen und so soll es auch sein) nochmal kurz gestreichelt habe, hat meine Hand so gerochen. Aber ich schätze da könnte ich mich auch dran gewöhnen, dass ich dann eben nach dem Waschen nicht mehr streichle. Tagsüber stört es mich nicht so.
Ich würde mich auf jeden Fall gut um den Hund kümmern. Habe auch eine Hundebetreuerin an der Hand, die mir prima helfen würde. Und wenn er erstmal "richtig" bei mir wäre, würde ich ihn auch nicht mehr hergeben. Ich habe nur Angst, dass ich mich damit selbst überfordere und es dann vlt. bereue.
Hach, ich weiß auch nicht.
Was meint ihr?
Danke schonmal

