Ist ein Hund richtig für uns?

Diskutiere Ist ein Hund richtig für uns? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Schöne Geschichte :) Ich hoffe, dass du es durch ihn auch schaffst aktiver zu werden. Aber ich glaube das wird dir sehr leicht fallen :)
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #21
Schöne Geschichte :) Ich hoffe, dass du es durch ihn auch schaffst aktiver zu werden. Aber ich glaube das wird dir sehr leicht fallen :)
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #22
So, dann melde ich mich mal wieder. Hab mich bisher nicht richtig getraut, weil wir bis Freitag noch Dobby auf Probe hatten. So ganz sicher waren wir uns zwar bis zum letzten Tag nicht, aber seit 3 Tagen ist er jetzt richtig offiziell unser Hund. Und ich muss sagen: Es läuft super.

Meine Befürchtungen schwinden immer mehr. Das Gassigehen stört mich kein Stück. Im Gegenteil, ich bin immer wieder richtig glücklich, wenn wir so im Tiefschnee durch den Wald stapfen - das ist so viel besser als den ganzen Nachmittag am Computer zu sitzen :)

Auch an den Geruch gewöhne ich mich mehr und mehr. Nachdem ich Dobby ordentlich geduscht hatte, ging es schon viel besser.

Mit meinen Katzen läufts auch super. Eigentlich benehmen die sich wie immer. Im Moment liegt die eine vor meinem Bildschirm zwischen meinen Armen, mein Kleiner auf meinem Schoß und Dobby liegt unterm Schreibtisch :D Abends sieht das dann etwa so aus:

DC.jpg

Bisher waren wir auch fleißig jeden Tag mindestens zwei Stunden draußen :D

Das nächste Problem, was es zu bearbeiten gibt, sind allerdings Dobbys Hormone. Es stellte sich heraus, dass er ein ganz schöner Casanova ist. Letzte Woche bin ich mit meiner Hundebetreuer-Freundin zweimal 2 Stunden im Rudel gelaufen. Und jedes Mal war Dobby nur damit beschäftig, die unkastratierte Hündin zu jagen und zu bespringen. Beim ersten Mal ging es gar nicht, da musste ich ihn an die Leine nehmen und mich quasi 2 Stunden von ihm ziehen lassen. Die Hündin war allerdings schon mehr als 1 Woche nach der Läufigkeit. Beim zweiten Mal was es eine andere Hündin. Da gings, weil die sich auch gewehrt hat. Und die war kein Stück läufig. Trotzdem ist Dobby ihr 2 Stunden lang nur hinterhergerannt... Jetzt muss ich mich dann wohl mal mit dem Thema Kastration auseinandersetzen oder was meint ihr?

Liebe Grüße,
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #23
Kastra is zwar ne gute sache ABER nicht jeder Hund hört nach der Kastra auf andere zu bespringen. Ich würde es hier erst mal mit erzihung probieren. Denk dir ein deitliches Abbruchsignal aus bau das auf und wen er sowas wie anspringn macht dann Korrigier ihn.

Wenn alles nix bringt und er darunter leidet kann eine kastra schon hilfreich sein eventuell magst du es auch mal mit dem Chip versuchen so sieht man ob er mit Kastra besser geht und nimmer so Hormongesteuert is
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #24
:shock: Schau Dir mal meine Hündin Cassy an (in meinem Profil auf "Tiere" gehen)
Dobby könnte glatt ihr Bruder sein!
Cassy hat allerdings etwas um die 23kg...
Wenn da irgendwas drinsteckt von der Sorte, was meine Hündin ist, dann sei vorsichtig wenn es ums Thema "jagen" geht.
Meine beiden sind 100% Jäger. (Sogenannte Lurcher - ein Mix zwischen Greyhound und Deerhound)
Ich habe zwei Katzen. Mit denen funktioniert es hervorragend. Der Kater spielt bevorzugt mit Cassy, weil sie vorsichtiger ist als Duke, aber ruppig genug für den Kater, während meine Katze ganz Dame das grosse Geschrei anfängt, wenn der Kater sich auf sie stürzen will.
Bin ich aber draussen mit den Hunden und irgendwas rennt weg oder fliegt weg.... auweia...
Ich will Dir keine Angst machen! Hab einfach ein Auge drauf, ja?
Man KANN sie trainieren - es dauert einfach nur länger... Ich habe nun nach anderthalb Jahren erste Erfolge zu verbuchen.

Ansonsten schliesse ich mich den anderen an: herzlichen Glückwunsch zum Neuzugang und ich freu mich riesig für den kleinen Kerl, dass er bei euch bleiben darf!
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #25
Ja, du hast Recht. Die sehen sich wirklich sehr ähnlich. Aber keiner der drei Tierärzte, bei denen er jetzt war, konnte da irgendeine Rasse rauslesen. Und Dobby fehlen ja ohnehin noch ein paar kg. Ohne Experte zu sein, würde ich mal meinen, Dobby hat nen kürzeren Hals und Schwanz und längere Beine als Cassy, aber keine Ahnung.

Mit Jagen haben wir eigentlich keine Probleme. Ich bin jetzt schon öfter ohne Leine mit ihm gegangen. Er rennt eigentlich nichts hinterher auch nicht zu anderen Hunden hin. Wenn er einen anderen Hund sieht, lässt er sich zwar auch nicht unbedingt abrufen (wir arbeiten noch dran ;) ), sondern bleibt einfach stehen, aber das reicht zumindest für mich, um ihn an die Leine zu nehmen. Und sonst will er einfach nur bisl schnuppern. Er hat noch kein Stück Aggression gezeigt, sehr vorteilhaft. Eben nur die beiden Damen hatten es ihm angetan...
Aber danke für den Rat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Flumina - an der Erziehung arbeiten wir und es wär wirklich toll, wenn das was bringt. hm. meine Freundin hatte mir da nicht so viel Hoffnung gegeben, aber von dem Chip hat sie auch erzählt. naja, ich will das jetzt ohnehin nicht überstürzen.

zum Thema Abbruchsignal: da bin ich zugegebenermaßen im Moment noch etwas durcheinander - ich sage immer "fein" oder "ja fein" in säuselnder Stimme ( ;) ), wenn Dobby etwas gut macht, deswegen dachte ich, "nein" wäre vielleicht ein schlechtes Abbruchsignal, weil das so ähnlich klingt. oder ist das egal? kann er das auseinanderhalten? inzwischen mische ich immer "aus" und "nein", aber mehr, weil mir das "nein" immer so rausrutscht. hm. jetzt hab ich auch noch gehört, dass "aus" eigentlich was ganz anderes bedeutet. ihr seht, ich bin da etwas verwirrt...
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #26
Na ja Aus bedeutet das wie du es konditionierst. ich kann auch Blume sagen und es auf Platz konditionieren also es kommt immer darauf an WAS du mit dem Komando bezwecken willst. Wenn du aus als "gib das zeugs was du hast aus" haben willst währe es villt leicht das falsche.

Für dieses bespringen würd ich villt ein "lass das" nehmen oder so oder ein "Runter da" oder sowas.

ich verwende aus zb eben für "gib alles aus was du da im Maul hast" oder auch für "lass das" her.

wenn ich aber will das Mogli mir ein spielzeug gibt verwende ich das wort "gib" genau so heist "steh" stehenbleiben und nicht hinsetzen und "stop/Halt" sofort anhalten zb an der straße oder so.

Du siehst man kann jedes wort belibig einsetzen gerade wenn ein Hund noch wenige worte kennt kann man neue dazunehmen und die nach eigenen wünschen belegen
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #27
Also wir haben Nein oder (letzte Warnung!) HEY! :D
Und ich denke nicht, dass mein Hund bis jetzt auch nur einmal Nein und Fein verwechselt hat.
Nein heißt bei uns einfach: Egal was du da gerade tust, hör auf damit! Evtl danach auch direkt ein anderes Kommando wie "komm" oder so, damit man ihm gleich zeigt, was er stattdessen tun könnte :)

Aus heißt: Egal, was du da im Mund hast - spuck es aus!
(Im Spiel verwenden wir "lass los", da ihn aus einfach doch sehr verwirrt hat. Aus klingt härter und er dachte dann, er dürfte das entsprechende Teil gar nicht mehr in den Mund nehmen...)

Am einfachsten ist es wirklich, dir am Anfang eine Liste zu machen. Welche Kommandos sollte dein Hund können und was genau bedeuten sie? Wenn du die verschiedenen Kommando-Bedeutungen schon verwirrend findest, dann dein Hund wahrscheinlich noch mehr :D
Dann musst du überlegen, wie du das evtl auf zwei aufteilst.

Aber natürlich auch darauf achten, dass dir die Kommandos auch leicht über die Lippen kommen. Gerade Nein und Stopp (sofort anhalten, stehenbleiben und warten) brüllt man ja auch einfach mal in Notsituationen, evtl bei der Jagd oder weil der Hund einen unvorhergesehenen Schlenker richtung Straße macht... was weiß ich. Aber diese Kommandos müssen dann einfach laut, überzeugend und natürlich spontan kommen :D Das tun sie nicht, wenn du erst nachdenken musst...
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #28
Falls in Deinem Hund doch was irisches steckt, freut er sich auch über englische Kommandos ;)
Das gibt Dir mehr Möglichkeiten, wenn Du beides nutzt. Also englisch und deutsch. Meine Hunde können nur englisch. Macht Sinn, wenn man in einem englisch-sprachigen Land lebt.
Ein paar meiner Kommandos:
down: wenn sie irgendwo oben sind und runter sollen (Sofa :roll: , eine der typischen irischen Mauern...)
let go : wenn sie etwas im Maul haben, was sie loslassen sollen
take it: wenn sie etwas aufnehmen sollen
keep it: wenn sie es festhalten sollen
say hello: Pfote geben
stop: sofort anhalten
back to me: zurückkommen zu mir.
go to bed: auf ihren Platz gehen
stay: bleib da wo Du bist, auch wenn ich mich wegbewege
wait: warte mit mir zusammen (benutze ich an der Strasse, wenn ein Auto kommt)

usw, usf... Vielleicht hilft es Dir die richtigen Kommando-Worte zu finden :eusa_think:

Du erwähntest, dass er nicht kastriert ist.
Ist natürlich reine Ansichtssache, aber ich denke es wäre nicht verkehrt das nachholen zu lassen. Zumindest wäre er dann in Zukunft entspannter, wenn eine läufige Hündin seine Nase kreuzt...
Hat Vor - und Nachteile.
Meine sind beide kastriert/sterilisiert.
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #29
Nach einem knappen halben Jahr melde ich mich mal zurück. Dobby ist es inzwischen ziemlich gut ergangen, und trotzdem steh ich jetzt schon wieder vor der Frage, ob wir ihn behalten sollen...
Obwohl mir vermutlich erneut keiner die Entscheidung abnehmen kann, und manch einer bestimmt schimpfen wird, muss ich mir einfach mal meine Sorgen von der Seele schreiben, auch wenn es jetzt dafür vlt. schon etwas spät ist.
Das letzte Jahr lief wie gesagt relativ gut. Dobby hat sich gut in unser Leben eingefügt. Mit meinem Kater kommt er tatsächlich super zurecht. Die spielen/kuscheln sogar (ganz) selten mal. Mit meiner Mietz lief leider nicht so doll. Nachdem sie vom Katerchen schon immer geärgert wurde, hat Dobby auch noch damit angefangen (ich hab das Gefühl, der Kater stachelt ihn dazu an). Seit einem Monat fehlt nun von der Mietz jede Spur. KA, ob es mit daran liegt, dass sie genervt war, oder ob es an etwas anderem lag. Aber das deprimiert mich schon ganz schön.
Mein „Vom Sofa- zum Rausgeh-Mensch-Plan“ hat mittelgut funktioniert. Ich bin auf jeden Fall viel mehr draußen gewesen. Bin mit meinem Freund, der Modellflugsport macht, mit gefahren und spazieren gegangen, während er fliegt, bin ein paar Monate regelmäßig joggen gegangen und eben oft mit Dobby spazieren, hin und wieder auch mit meiner Freundin und ihren vielen Gassihunden zusammen. Das hätte ich ohne Hund alles nicht gemacht und macht mir auch viel Spaß. Das tatsächlich täglich lange Spaziergänge machen, ist allerdings etwas eingeschlafen, muss ich gestehen. Und wenn ich dann nachmittags einfach so alleine mit ihm ne Runde gegangen bin, war es schon irgendwie „nur“ aus Pflichtbewusstsein.
Nun gibt es schwerwiegende Änderungen bei uns: Wider Erwarten konnte ich meine Arbeit hier nicht so fortsetzten, wie ich gedacht hätte, sondern werde quasi in eine andere Stadt versetzt. Mein Freund hat dort auch schon eine neue Stelle gefunden. Das heißt, wir werden umziehen. Jetzt suchen wir schon Wochen nach einer neuen Wohnung, was sich auch wegen Dobby als schwierig gestaltet. In meiner neuen Stelle werde ich mehr arbeiten müssen, d. h. auch 2/3 Tage in der Woche bis zu 8 Stunden nicht da sein. Beides hat uns überlegen lassen, ob es nun nicht doch besser für Dobby (und uns?) wäre, ihn wieder wegzugeben.
Dann kam noch hinzu, dass ich letztens wegen meines Heuschnupfens einen Allergietest machen lassen habe, und da kam neben sämtlichen Pollenallergien auch eine leichte Hundehaarallergie heraus. Von der merke ich zwar nichts (und wenn schieb ichs vermutlich auf die Pollen), aber so richtig schön ist das auch nicht. Außerdem habe ich Angst, dass sich die Allergie verstärkt, und ich dann irgendwann vlt. auch noch auf die Katzen allergisch reagiere.
Nun haben wir quasi ohne große Mühen viel zu schnell tatsächlich jemanden gefunden, der Dobby liebendgerne nehmen würde. Alleinstehender Mann, der hundeerfahren ist und Dobby auch jeden Tag mit ins Büro nehmen könnte. Für den Hund also besser, als ständig alleine. Ich rede mir ein, dass es so das beste ist, bin mir aber sooo unsicher.
Es ist natürlich gemein, dass Dobby schon wieder den Besitzer wechseln muss, aber vermutlich ist es besser so ?!
Wenn er hier bliebe, würde ich für die Tage, an denen ich so lange weg bin, einen Gassigänger einstellen (was ganz schön teuer ist). Aber viel besser ist das ja dann auch nicht. Nachmittags würde ich dann mit ihm rausgehen, aber dazu muss ich mich dann natürlich auch weiter aufraffen. Wenn nur jeden Tag Wochenende wäre ;)
Mein Freund ist absolut dafür, Dobby wegzugeben (obwohl er sagt, dass es meine Entscheidung wäre, weil ich mich ja kümmere). Er argumentiert auch so, dass wir ja demnächst auch mal mit der Familienplanung anfangen wollen, und dass ich dann ja noch weniger Zeit für Dobby hätte. Womit er nicht ganz unrecht hat.
Ich würde es gerne erstmal noch einige Wochen probieren, wenn ich dann schon arbeite, aber wer weiß, ob wir dann noch jemanden anderes finden, der Dobby nehmen würde, und der auch so gut geeignet ist. Außerdem ist da immer noch das Wohnungsproblem… Und ich weiß auch nicht, wie schnell ich einen Gassigänger finden würde. Und je länger ich Dobby noch behalte, desto schwerer wird es sowohl Dobby als auch mir fallen.
Ich bin sooo ratlos, deprimiert und fühle mich wie ein ganz schlechter Mensch :(
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #30
Ich zitier mich mal gerade selbst:
Ich finde eigentlich nur schwierig, dass du bis jetzt eben kein "Draußen"-Mensch bist.
Es gibt viele unglückliche Hunde, die angeschafft wurden, weil sich jemand dachte, dass er gerne aktiver wäre. Hat dann nicht hin gehauen und die Hunde kriegen dreimal am Tag ihre Mindestrunde, aber auch nur, damit sie nicht in die Wohnung machen.

Absolution kriegst du von mir also keine. Ansonsten bin ich auch dafür, dass ihr den Hund weggebt. Die erste Euphorie ist verflogen und irgendwann demnächst ist Herbst (regnerisch) und Winter (kalt!).
Fang jetzt an, dich selbst mit realistischen Augen zu betrachten und ehrlich zu dir zu sein. So wie es klingt sucht ihr nur Gründe, um den Hund wegzugeben. Also tut es, bevor der Arme noch jahrelang bei euch leiden muss.
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #31
Hallo,
Infano, du sprichst mir aus dem Herzen - und wiedermal voll auf den Punkt gebracht!

Pfefferminzia,
in deinem Beitrag steht, daß es einen Mann gibt der sich herzlichst gerne dem Tier annehmen würde. Mach das! Gib dem Hund die Chance zu einem "draußen - Mensch" zu kommen, der sich rundum um ihn kümmern kann und will.

Wie du geschrieben hast, hast du dir den Hund eigentlich als eine Art Therapie gegen das zu Hause abhängen zugelegt. Leider hat dir da niemand von abgeraten. Das funktioniert nämlich nie.

Ich bin mir sicher, daß du Dobby liebst , auf deine Art- und deshalb, gib ihn diesem Mann (wenn du sicher bist, daß alles stimmt was er sagt). Du kannst immer wieder dort anrufen , vllt auch mal ein Bild gemailt bekommen.

Nur noch eins zum Schluss, .....vorsicht bei der Familien Planung - so ein Kind hat dann nämlich wirklich für immer.

LG Suno
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #32
vorsicht bei der Familien Planung - so ein Kind hat dann nämlich wirklich für immer.
Wie wahr. Und die wollen und müssen ja auch ständig raus...
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #33
Hallo nochmal und danke für eure überaus ehrlichen Meinungen. Wenn ich bisher mit anderen (Freund, Oma, Papa usw.), habe ich bisher immer zu hören bekommen, dass ich Dobby weggeben soll, weil es aus dem und dem und dem Grund besser für mich wäre. Das konnte ich alles nie richtig einsehen. Mir wird nun aber selbst immer klarer, dass, selbst wenn es vlt. für mich schön wäre, es doch auf jeden Fall für Dobby besser so ist. Wie ihr schon sagt.

Ja, ich habe mich inzwischen schon ziemlich dafür entschieden, Dobby weiterzugeben. Wir haben den Mann nun noch einmal getroffen und je mehr ich mit ihm zu tun habe, desto beruhigter bin ich. Wir dürfen Dobby auch jeder Zeit besuchen kommen.

Ein paar Dinge möchte ich allerdings ungern einfach stehen lassen, die ihr da anklingen lassen habt:

Es ist Dobby in dem halben Jahr bei uns auf keinen Fall schlecht gegangen. Er musste nicht leiden. Er hat schon genug Auslastung und Beschäftigung bekommen. Aber er soll natürlich auch in Zukunft nicht leiden, und nur deswegen mach ich mir ja überhaupt so viele Gedanken. Sonst könnte ich ihn ja gleich als Wohnungshund behalten.

Gegen das „zu Hause abhängen“ hat er übrigens schon irgendwie geholfen. Ich war jetzt quasi ein halbes Jahr ein gezwungener Draußen-Mensch und dafür bin ich auch dankbar. Leider war das nur nicht so einfach für mich wie für andere, aber ich hoffe, ich kann davon vlt. auch etwas ohne Hund behalten. Und nein, das war nicht der Hauptgrund für mich, Dobby zu mir zu holen. Der Hauptgrund war für mich, ihn aus dem Tierheim zu holen, was zugegebenermaßen auch nicht der beste aller Gründe war, aber ja schon irgendwie Erfolg hatte. Und ins Tierheim muss er ja nun auch in Zukunft nicht.

Auf das Thema Familienplanung sollte ich besser gar nicht so viel eingehen. Dass ein Kind was für immer ist, ist ja wohl selbstverständlich.

Eine Freundin meinte heute noch zu mir, das Hauptproblem, was sie hundetechnisch bei mir sieht, sind nicht Allergie, Zeitmangel, Geld, Wohnung etc., sondern dass ich mein Leben eben nicht ganz selbstverständlich „um den Hund herum“ baue, so wie sie das in meinem Fall tun würde, weil ich nun eben nunmal nicht 100% „Hundemensch“ bin – und damit hat sie leider Recht. (Dass ich 100% „Menschenmensch“ bin, ist andererseits sicher und ich werde in Zukunft sicher alles tun, um mein Leben komplett auf mein(e) Kind(er) einzurichten.)

Danke nochmal.
 
  • Ist ein Hund richtig für uns? Beitrag #34
Hallo,
ich finde deine Entscheidung richtig.
Und man muss auch mal sagen, daß du dich sehr um das Tier bemühst und auch eine wirklich gute Heimat für ihn gefunden hast....bei all dem "man kann doch seinen Hund nicht weggeben" - muss man die Art wie du mit dieser Entscheidung umgehst - sehr lobend erwähnen.

Einen Fehler zu machen, ihn zu erkennen - ja ihn vor sich und anderen zugeben und dann eine Lösung zu finden um den Fehler wieder gut zu machen - zollt höchsten Respekt.

Also nimm deinen Mut zusammen und gib Dobby die neue Chance bei dem neuen Herrchen.


Deine Freundin hat zu 100 % recht - sehr gut:
Eine Freundin meinte heute noch zu mir, das Hauptproblem, was sie hundetechnisch bei mir sieht, sind nicht Allergie, Zeitmangel, Geld, Wohnung etc., sondern dass ich mein Leben eben nicht ganz selbstverständlich „um den Hund herum“ baue, so wie sie das in meinem Fall tun würde, weil ich nun eben nunmal nicht 100% „Hundemensch“ bin – und damit hat sie leider Recht. (Dass ich 100% „Menschenmensch“ bin, ist andererseits sicher und ich werde in Zukunft sicher alles tun, um mein Leben komplett auf mein(e) Kind(er) einzurichten.)

LG Suno
 
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