Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden

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  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #1
Sarah400

Sarah400

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Hallo erstmal ... :039:
Ich habe eine 9-jährige Jack-Russel-Terrier Hündin und mit ihr schon seit längerem ein Problem!

Erstmal zur Schilderung:

Wenn ich mit ihr am Feld entlang gehe, habe ich sie meistens nicht an der Leine, so fern kein anderer Hund in Sicht ist ...
Denn! wenn ein anderer Hund kommt, muss ich sie sofort abrufen und zu mir locken.

Wenn sie noch nicht gecheckt hat, dass ich sie wegen einem fremden Hund zu mir hole, kommt sie brav.
Ich will gar nicht darüber reden, was sie sonst tun würde ...

Dann habe ich sie an der Leine und nehme sie natürlich kurz!
Die HUnde, die sie anbellt sind meistens viel größer als sie.

Sie schaltet dann total ab und hört gar nicht mehr auf mich. Sie ist dann irgendwie nur noch auf den Hund fixiert und schaut mich nicht einmal an.

Man sieht, dass es ein agressieves Verhalten ist, da sie sehr energisch bellt und so schnell auch nicht wieder aufhört. Sie hat auch ihre Lefzen oben (weiß gerade nicht, wie ich es anders formulieren soll).

Ich bekomm dann auch immer richtig Angst, weil ich dann immer nicht weiß, was ich tun soll, damit sie aufhört.

Ich hatte auch schon von solchen Aufmerksamkeitsspielen gehört z.b Leckerlie in die Hand nehmen und die Hand, immer wenn sie versucht es zu nehmen, wieder zu zu machen und dann erst geben, wenn sie nicht mehr bestimmtob sie es haben darf oder nicht.

Oder immer in eine andere Richtung gehen in die der Hund geht. Das hatte ich sogar kurz vor dem Gassi gehen gemacht und trotzdem schaltete sie ab, sobald ein Hund kam.

Ihre Feinde: würde mal sagen, fast alle GROßEN HUnde und
ihre Freunde: sie hat 4 Hunde aus dem Dorf, die genau so groß oder kleiner sind, aber bei weitem nicht so frech, wie sie sind. (die mag sie und die mögen sie auch ;))

Mein Problem habe ich, hoffe ich, gut geschildert und wollte noch loswerden, dass auch schon mal etwas passiert war.
Ganz ehrlich: Auch wenn meine Eltern immer sagen, dass man mein Leben nicht ersetzen kann, und den Hund sein Leben nicht soooo wichtig wie meins ist, nehm ich sie bei egal welchem Hund immer auf den Arm, weil ich denke, dass so nix passiert (ich will halt das ihr nix passiert).
Ich weiß, dass es eigentlich nichts bringt, denn die Hunde können auch hochspringen und mich dann beißen oder verletzen.

Meine Frage ist es, ob ich in diesem Alter ihr so was noch "ablernen" kann oder was ich da machen könnte.
Ich würde mich total über Tipps freuen!!

Vielleicht hattet ihr ja selbst so ein Problem und konntet es irgendwie regeln?!
Wenn das wirklich nur ein Trainer oder Profi ändern/lösen kann, bitte auch Bescheid geben, weil sonst bekomm ich ja nicht viel raus.
PS: Auf meinen Vater würde sie selbst dann nicht hören und der ist ihr "Anführer" :?

Liebe Grüße und schon mal Vielen Dank!
Sarah
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #2
Klar kann man ihr benehmen beibringen, und akzeptanz größeren Hunden gegenüber.
Ist irgendwas vorgefallen, was sie als Negativ in Verbindung mit großen Hunden verknüpft haben könnte?

Ob sie jemals 100 Prozentig sicher sein wird mit solchen Hunden, ist hier nicht zu beurteilen.


Man sollte ihr beibringen, dass in der Gegenwart von solchen Hunden immer was gutes passiert. So ändert sich die Erwartungshaltung schonmal, und man kann besser trainieren.
Das erfordert Zeit und Geduld, sowie gutes Timing beim Belohnen.

Z.B. Wenn sie einen Artgenossen sieht, den die als Feind abstempelt, aber noch auf dich reagiert, holst du ihr Lieblingsspielzeug raus, spielst mit ihr und wenn der Hund weg geht, steckst du es wieder ein. Kommt der Hund wieder, sie bemerkt es, dann holst du es wieder raus. Und so weiter. Wenn die anfängt zu bellen gehst du mit ihr aus dieser Situation raus. Wenn sie sich beruhigt hat, näherst du dich dem Hund wieder.

Man kann aber auch einiges dabei falsch machen. Empfehlenswert ist ein Hundetrainer, der basierend auf Positiver Bestärkung und Umlenkung des Verhalten arbeitet. Denn mit dem genannten Beispiel währe es sicher nicht getan.
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #3
Ja, es ist mal was vorgefallen, aber davor war es genauso:
Ich bin mit ihr an der Leine an einem Tor im Dorf vorbei gegangen.
Das war auf und ich wollte schnell vorbei, da ich wusste, dass es dort einen GROßEN Hund gibt.
Die Frau, die dort wohnte, fuhr ihr Auto rein und der HUnd kam uns entgegengesprintet mit Bellen.
Meine war nicht anders (also sie bellte ebenfalls) !
Ich hatte solche Angst und war nur mit meiner 2-jahre jüngeren Cousine unterwegs, die auch nicht viel machen konnte.
Der Hund ging auf meine los!
Ich versuchte vorher sie hochzuhmen aber konnte gar nicht so schnell reagieren ...
Er packte sie am Fell am Hals und schleuderte sie und sie jaulte die ganze Zeit.
Die Frau warf sich dann auf ihren Kiloschweren Hund und schrie immer aus ich hatte meine Hündin ja noch an der Leine und die verhedderte sich dann auch noch zwischen den beiden Hunden.
Flippi kam mit einer leichten Bisswunde und ein paar Schpritzen bei der TA gut davon.
Sie und ich hatten so viel Glück.!!
Das werde ich auch nie vergessen.
PS: Die Frau hatte ihrem Hund seit dem einen Maulkorb umgemacht
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #4
Mhm. Blöder Vorfall. Zum Glück glimpflich ausgegangen....
Ein guter Rat von mir, schon oben erwähnt: Hundetrainer. Er kann dich im Umgang mit dem Hund beobachten und dir zeigen was du anders machen solltest.
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #5
Das unter Hunden etwas passiert ist nie ausgeschlossen. Sie sind Tiere.

Wahrscheinlich bist du nach diesem Angriff auch schön ausgerastet, hast sie betüdelt. Seitdem nimmst du sie immer hoch - beides schöne Sachen, die den Hund dann noch bestärken.

Da du hier wahrscheinlich auch viel an dir arbeiten musst - wenn du Ängstlichkeit und Unsicherheit ausstrahlst überträgt sich das natürlich auch auf deinen Hund - würde ich hier auch zu einem Hundetrainer raten. Der kann dann die Situation vor Ort begutachten, die Körpersprache des Hundes sehen und natürlich auch, wie du reagierst.
9 Jahre alte Hunde können sich vielleicht nicht mehr von Grund auf ändern, lernen und sich selbst verändern können ise aber auf jeden Fall noch :)
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #6
Hallo erstmal,

ich würde übrigens auch etwas an der Bindung arbeiten;)
Damit sie weiß, dass du die Situation klärst und nicht sie.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe lebt eure Flippe auch draußen, richtig?
(Meine das irgendwo gelesen zu haben bin mir aber nicht sicher...)

Wie sieht denn sonst die Beziehung zu euch aus? Darf sie ins Haus etc. was macht ihr sonst noch mit ihr?

Habt ihr vllt. einen großen Hund im Bekanntenkreis, der mit sich üben lassen würde und auf den sie auch so reagiert?
Also das was blackdobermann bereits erklärt hat kontrolliert mit einem bekannten Hund machen. Bei fremden Hunden kann man ja schlecht einschätzen, ob die wieder gehen/näher kommen etc.

Ansonsten würde ich übrigens (das ist jedoch nur meine absolut persönliche Meinung) die Situationen, die besonders dir ja auch Angst machen umgehen. D.h. den Abstand zu anderen Hunden vergrößern, sie mit Leberwurst oder sowas in der Art ablenken.
Einfach damit ihr euch nicht gegenseitig weiter pusht (Sie bellt-> du hast Angst-> sie wird bestätigt -> sie bellt -> du hast Angst->....) und erstmal etwas Sicherheit in kontrollierten Situationen bekommen könnte bis da jmd. professionell drüber geguckt hat.

Abgesehen davon würde ich aber auch wohl auch einen guten Trainer aufsuchen. Wir können hier wirklich nur Tips geben, aber auf keinen Fall genau einschätzen wie genau das bei ihr zu bewerten ist etc. Besonders da du auch Angst hast wäre das wirklich wichtig.

Lieben Gruß,
Midori
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #7
Ok, ich werd mich mal umschauen, wenn wirklich nichts anderes hilft ...
Trotzdem Danke !;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Sie lebt draußen.
Sie kann durch eine Hundeklappe in den Hof und in die beheizte Werkstatt.
Mein Vater ist ihr Anführer wie gesagt.
Ich gehe jeden Tag mit ihr min. 1x und dann immer 1h (wegen Schule ansonsten würde ich mehr gehen)
Ich bin eigentlich die einzigte, die mit ihr geht
Manchmal würde ich deshalb auch mehr Aufmerksamkeit von ihr wünschen, das hätte ich auf jeden Fall verdient :(
Im Frühjahr/Sommer/Herbst baue ich den Agillity-Parcour auf (im Garten) und beschäftige sie damit 1-2 x die Woche ansonten immer mal Aportieren mit Ball usw.
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #8
Ich hab mit meinem Hund so ziemlich das selbe Problem, hatte bis jetzt schon viele verschiedene Trainer und der jetzige hat mir echt super Tips gegeben (das Problem ist zwar noch nicht ganz weg aber das ist ja klar geht nicht von einem Tag auf den anderen!)

Wir machen das immer so wenn mein Hund einen anderen sieht und er sich ruhig verhält wird er dafür belohnt! An unserer Bindung arbeiten wir auch, wie ich meinen Hund bekommen habe hat er überhaupt nich gehört, mittlerweile geht er brav Fuß (aber leider auch nicht immer wie gesagt es geht ja nicht alles von einen auf den anderen Tag), er achtet viel mehr auf mich (Augenkontakt). Gestern z.B sind 2 Hunde ziemlich nah bei uns vorbei gegangen, normalerweise führt er sich da ziemlich auf mit bellen und ziehen...., doch diesmal blieb er ruhig hat mich angesehen und wir sind ganz normal weiter gegangen...ein kleiner Fortschritt :)

Würd an deiner Stelle auch einen Trainer aufsuchen, wäre sicher von Vorteil :)

Lg
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #9
Ein Trainer ist hier sicher angebracht.

HIer geht es darum, dass der Hund lernen muss, dass DU die Situation kontrollierst und nicht er. Und wenn Du selber Schiss hast, kannst Du das vergessen, da versucht Dein Hund lieber, sich selber zu schützen indem er gleich mal Terror macht. ;)

Also musst Du erstmal an Deiner Sicherheit und Souveränität arbeiten, damit Du dem Hund dann auch genau das vermitteln kannst.

Wichtig: Hund immer auf die Seite, wo Du dazwischen stehst. Läufst Du also auf der rechten Seite, der andere Hund läuft links, dann läuft Dein Hund rechts, damit Du zwischen ihm und dem anderen Hund stehst. So kannst Du Deinen Hund abschirmen. Bei manchen hilft das schon, sie fühlen sich sicher, wenn der Mensch abschirmt.

Es gibt hier sehr viele, sehr gute Methoden. Allerdings nichts, was auf Ablenken basiert. Es hilft nichts, den Hund mit Futter abzulenken, denn hier geht es um Respekt und Vertrauen. Futter lenkt ab, hast Du mal kein Futter dabei, macht der Hund genauso Terror wie immer. Der Hund muss lernen, dass DU die Situation regelst und er dir vertrauen kann. Heisst aber auch, dass wenn wirklich mal ein aggressiver Hund kommt, dass Du ihn auch verscheuchen kannst. Wie soll Dein Hund Dir sonst vertrauen lernen, wenn er dennoch angegriffen wird?
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #10
Danke kleiner Falke! ;)
Stimmt, hast Recht, hab mir schon gedacht, dass sie ihr Bellen mit der Angst übertrumpft.
Weißt du was aber schwierig ist?
Ihre Mutter und sie brüllen sich immer gegenseitig an, obwohl (natürlich) ihre Mutter gleichgroß ist. Mit allen anderen kleineren Hunden versteht sie sich außer mit ihrer Mutter. Das verstehe ich nicht, weil es ist ja ihr Fleisch und Blut und sie ist genauso aggressiv ihr gegenüber. Da ist das immer ganz schön schwer, wenn ich zwischen den beiden laufen soll. Aber ich versuchs weiterhin ;)
Danke auf jeden Fall auch den anderen für die Tipps. :clap:
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #11
Ich bekomm dann auch immer richtig Angst

Das ist ein ziemlich großer Fehler von dir.
Da du als Leitperson Angst hast, an wen soll sie sich orientieren? Sprich sie kriegt auch panik und schiebt so eine Welle.

Mein hund hat auch immer viele angeblafft, ich hab es einfach ignoriert und bin mit erhobener Brust weiter. Auch nicht an der Leine zerren und ihn anmeckern und und und...

Einfach weiter... der Hund sollte sich eigentlich an dich orientieren.

Sprich wenn der Leithund ohne Angst da vorbei läuft, sollte sich deine kleine eigentlich davon anstecken lassen. So hab ich es hinbekommen.
Ich würde mir da aber auch noch zusätzliche Hilfe holen, grade weil sie diesen Vorfall hatte

Viel Glück ^^
 
  • Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden Beitrag #12
Ein großes Problem sehe ich ingesamt in der Haltung des Hundes. Der Hund lebt draußen und wird einmal am Tag ausgeführt. Woher soll sie denn wissen, wie man sich richtig verhält, wenn man sich nur 1 Stunde am Tag Zeit für sie nimmt.

Sorry, wenn ich das jetzt mal so sage, Du selbst kannst ja wahrscheinlich nicht mal was dafür, aber in Isolation kann ein Hund auch nicht genug lernen. Wenn sie nicht am tagtäglichen Leben von euch teilnimmt gibt es für sie auch keinen "Anführer", die Rolle übernimmt sie selbst.

Viele Hunde bringen sich das Bellen auch selber bei, denn es maßregelt sie ja keiner, wenn sie alleine draußen herumlaufen und am Zaun bellen.

Und viele von uns hier sind Vollzeit berufstätig und schaffen es trotzdem, 3 - 4 x mit dem Hund über mehrere Stunden rauszugehen und zusätzlich noch auf den Hundeplatz zu gehen.

Ich denke, ihr solltet euch einen guten Trainer holen, der sich mal genau anschaut, welcher Motivation sie nachgeht. Denn nur, wenn man die Ursache weiß, kann man auf Dauer was ändern.
 
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