Huhu,
worauf du achten solltest :
Die Tiere leben alle in Rudeln und in ausreichend grossen Gehegen - wie der Käfig aussehen sollte, kannst du hier nachlesen :
https://www.tierforum.de/t98304-grundlagen-eines-rattenkaefigs.html
Pieksauber wird kein Rattengehege sein, alle Gehege sollten aber trotzdem einen geflegten Eindruck machen.
Männchen und Weibchen leben in verschiedenen Räumen, sonst kann der Geruch für die Tiere Stress bedeuten.
Es ist auch aussreichend Platz zwischen den Gehegen, damit sich die Tiere nicht durch Gitter angiften können.
Zudem wirkt es so, als würden die Tiere Auslauf erhalten - es gibt vllt Kratzbäume oder ähnliches. Ratten brauchen Bewegung, da reicht kein Gehege aus.
Auch die Babies wachsen im Rudel mit Mutter und Tanten auf, damit sie ausreichend sozialisiert werden.
Keine Abgabe von Tieren unter 6 Wochen, kein Tier wird allein abgegeben, es kommt immer mindestens ein Geschwisterchen mit. Abgabe zu zweit nur in Rudel, ansonsten ab mind. 3 Tieren.
Es werden keine Qualzuchten vermehrt. Dazu zählen Dumbo, Dwarf, Fat, Tailless, Hairless, Velveteen, Rex und wie sie alle heissen, die spezielle Fellformen angezüchtet bekommen haben. Auch speziell rotäugige Farbformen. Auch blaue Ratten können zu Qualzuchten zählen, da eine Blutgerinnungsstörung in den Linien sein kann. Tiere mit besonders hohem Weissanteil können Megacolon vererben - eine tödliche Störung des Verdauungssystems.
Generell sollte ein seriöser Züchter auf die Frage nach seinem Zuchtziel nicht mit irgendeiner speziellen Farbe oder Zeichnung antworten, sondern die Gesundheit und den Charakter als erstes nennen. Die Farbe sollte egal sein.
Frag nach der Gesundheit der Tiere. Hat sie häufig Tumore im Bestand ? Häufig Atemwegsinfektionen ?
Herzerkrankungen sind sicher auch interessant.
Lass dir auch mal ein paar adulte Tiere geben und schau dir das Fell und die Haut genau an - hat es da Schuppen, Kratzer, Krabbeltiere ?
Frag auch, ob sie "Rentner" behält oder wohin sie Tiere gibt, die nicht mehr für die Zucht verwendet werden - da tun sich manchmal auch Abgründe auf. Auch nicht vermittelte Jungtiere werden gern mal an Schlangenhalter abgegeben bei Vermehrern, damit sie nicht mehr lästig sind

Wichtig ist auch, dass die Gruppen auch über lange Zeit stabil bleiben und nicht ständig neue Tiere dazu gesetzt werden, wieder rausgenommen werden .. die Tiere brauchen Zeit und Ruhe, um sich als Rudel zusammenzufinden.
Gibt es verletzte Tiere ?
Lass dir etwas über Rattenhaltung erzählen. Du hast dich ja sicher schon selbst informiert und weisst, wo man dir einen Bären aufbinden will, was Falschinformationen sind.
Vermehrer wollen häufig ihre Tiere besser darstellen, als sie sind. Sie prallen vllt mit einer Tumorfreiheitsgarantie oder 5jährigen Ratten und solche Märchen.
Frag, was passiert, wenn du mal nicht mehr die Tiere halten kannst. Seriöse Züchter nehmen sie zurück oder helfen bei der Weitervermittlung. Ist es ihm egal, würde ich die Finger davon lassen, dann liegen ihm die Tiere nicht am Herzen und er vermehrt aus anderen Gründen.
Kontakt nach dem Kauf bei Problemen ist auch ein Zeichen dafür, dass die Tiere als Individuum zählen und nicht als Masse, um Geld zu verdienen.
Züchter setzen nur Würfe an, wenn auch Interessenten da sind. Es sollten also nicht noch Tiere von einigen vergangenen Würfen da hocken, wenn schon die nächste Ratte wie ein Fussball rumläuft. Generell sollte die Anzahl Würfe relativ gering sein, für die Weibchen sollten es auch nicht mehr als 2-3 im ganzen Leben sein, damit sie sich auch erholen können.