Eigensinnige Colliehündin

Diskutiere Eigensinnige Colliehündin im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, mittlerweile ist unsere Colliehündin Ronja fast 10 Monate (mittlerweile sterilisiert) alt. Wir haben ein paar Probleme mit ihr...
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #1
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Räubertochters

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Hallo zusammen,
mittlerweile ist unsere Colliehündin Ronja fast 10 Monate (mittlerweile sterilisiert) alt. Wir haben ein paar Probleme mit ihr, bei denen ich um eure Ratschläge fragen möchte.
--> Beim Spazierengehen: Sie verrichtet ihr Geschäft nicht an der Leine, sondern will ein Stück weiter weg, dann macht sie es sogar meist auf Kommando. Heißt aber, wir müssen sie einfach ab und zu von der Leine nehmen. Manchmal kommt es dann dazu, dass sie auf weit entfernte Spaziergänger und Radfahrer zuläuft, diese umkreist und total aufgeregt bellt. Dann kommt sie auch nicht mehr auf Kommando, da kann man machen, was man will. Wie reagiere ich denn dann, wenn ich sie endlich wieder habe, also entweder gefangen, oder sie kommt doch gnädigerweise? Letztes Mal hab ich sie am Halsband gepackt und geschüttelt. Allerdings hat sie vor ein paar Tagen ein Reh aufgestöbert in der Wiese, das hätte sie ja wieder am liebsten geknuddelt und abgeleckt, also Jagdtrieb kann man glücklicherweise ausschließen, zumindest da gibts keine Probleme :p
--> Allgemein scheint es beim Spazierengehn oft, dass sie, wenn sie keine Lust hat, sich hinsetzt, ständig zurückschaut, und kaum ist sie von der Leine auch alleine heimgeht. Also eigentlich scheint es, als wäre sie zufrieden, wenn nur kleine Runden gedreht werden, möglichst in Hausnähe.
--> Sie ist echt total eigensinnig, Kommandos führt sie meist nur mit Leckerli aus, wenn man keins in der Hand hat, schaut sie dich bloß an, so auf die Art, was willst du überhaupt. :eusa_doh:
--> Ängstlich ist sie auch: Traktoren, wenn ich eine Schachtel Altpapier über die Stiege runterziehe (entsteht ein komisches Geräusch dabei), Leute mit Kapuzen, Nebel.......:roll:

Wir haben den ersten Block Hundeschule fast fertig, dort ist sie eigentlich sehr brav, versteht sich mit anderen Hunden, da gibts eigentlich gar nichts, Vorzeigeschülerin :)
Wie spielen auch mit ihr apportieren, Zerrspiele, Frisbee und so, das mag sie schon, am liebsten im Garten. Futterdummy haben wir auch, am liebsten ist ihr aber Tennisball und Frisbee.

Aber diese Eigensinnigkeit.......Und irgendwie kenn ich das von anderen Hunden schon so, dass die sich freuen, wenn man kommt, man wird begrüsst, sie lässt sich auch eigentlich nicht unbedingt gerne streicheln, und ist schon ziemlich verhalten, beim Begrüßen oder so. Alles in allem recht eine huldvolle Collie-Dame....

Was sagt ihr denn dazu, wie erzieht man am besten einen Hund mit so eigensinnigem und auch sensiblem Charakter?

Freue mich auf Tipps!
Lg Räubertochters
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #2
Also als erstes... wieso schüttelst du deinen Hund am Halsband? Ganz ehrlich solche Methode sind schon längst überholt und sollte unterlassen werden.

Mein hund macht auch nicht an der kurzen Leine. An der Schlepp aber doch, da reicht ihm die Entfernung.
Wenn er einfach abdampft und andere Leute anpöbelt würde ich euch ne Schleppleine empfehlen, damit ihr sie wenigstens noch kontollieren könnt und im Notfall zurück ziehen könnt. So könnt ihr Kommandos wie das Herranrufen üben üben üben.
Ich hab selber nen Dickschädel hier, aber mittlerweile können sich die Ergebnisse sehen lassen.

Ich würde außerdem den Spaziergang interessanter gestalten mit spielen, suchen (Leckerlis, euch..) oä. Es gibt ne Menge was sone langweilige Runde aufpeppen kann, und dem hund scheint es ja ziemlich zu langweilen ;)
Desweiteren üben, sie an Alltagsgeräusche zu gewöhnen. Setzt euch selber Kapuzen auf, geht im Nebel raus (und betüddel sie nicht weil sie Angst hat, du als Chef solltest ihr zeigen, das sie vor nichts Angst haben brauch)
Kommandos würde ich vllt anstatt Leckerlis mal mit spielen probieren, also anstatt fressen kriegt sie nen Ball oder nen fetten Knuddler etc.

Wenn sie sich beim begrüßen nicht gerne streicheln lässt, dann ist das eben so. Wenn mich jmd am Halsband umherschüttelt würde ich mich auch nicht wie ein Irrer freuen, das derjenige wieder da ist ;)

Du brauchst also viel geduld und Konsequenz, und kein schütteln am Halsband mehr...
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #3
Also ich kann jetzt gar nicht viel dazu schreiben, aber zum einen Pinkel Problem/ abhau Problem:



wie wäre es mit einer Schleppleinen? Dann kann die 10m Abstand nehmen und dort ihr Geschäft verrichten, aber auch nicht abhauen und Leute belästigen (die es sicher nicht witzig finden, wenn ein großer Hund kläffend um sie springt).

edit: stimme meine Vorrednerin zu, sie ist so sensibel, ich wuerde mich von jemanden der mich schüttelt da auch nicht mehr streicheln lassen, unterlasse das bitte. Gewalt zeigt nur Inkompetenz.
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #4
Huhu,
da seid ihr ja wieder. Hatte mich schon gefragt wie es euch geht...
Ich würde auch bei den Gassi Gängen zur Schleppleine raten.
Das sie Fußgänger und Radfahrer beginnt zu hüten, würde ich an eurer Stelle schnellstens unterbinden.

Was macht denn das Dummytraining?
--> Sie ist echt total eigensinnig, Kommandos führt sie meist nur mit Leckerli aus, wenn man keins in der Hand hat, schaut sie dich bloß an, so auf die Art, was willst du überhaupt. :eusa_doh:

Dafür würde es bei mir kein Leckerchen geben.
Mach mal Unterordnung mit dem Dummy- lass sie ihr Futter verdienen.

Für mich hört sich das nach einer ziemlich selbstständigen Junghündin an.
Ist sie noch öfter alleine im Garten?

Wer ist denn die Bezugsperson von ihr, du oder deine Eltern?

Ihr müsst einfach liebevoll aber konsequent mit ihr arbeiten.



Ängstlich ist sie auch: Traktoren, wenn ich eine Schachtel Altpapier über die Stiege runterziehe (entsteht ein komisches Geräusch dabei), Leute mit Kapuzen, Nebel.......

macht ihr sowas nicht mal in der Huschu?
das gehört für mich zur Sozialisierung, grade bei änglicherern Hunden ist sowas wichtig.
Und jetzt in der Pubertät sind manche Sachen , wieder total gruselig, obwohl man sie schon kannte:roll:, kenn ich von Balou.

Allgemein scheint es beim Spazierengehn oft, dass sie, wenn sie keine Lust hat, sich hinsetzt, ständig zurückschaut, und kaum ist sie von der Leine auch alleine heimgeht. Also eigentlich scheint es, als wäre sie zufrieden, wenn nur kleine Runden gedreht werden, möglichst in Hausnähe.

halte mich für blöd, aber ich glaube ihr ist zu langweilig.
was macht ihr denn unterwegs?
Im Text von dir hört sich das so an, dass ihr oft und viel im Garten spielt.
Klar das sie dann dort sein will wo der Spaß ist.Außerdem ist es dort sicher.
Nehmt den Dummy, Ball, Frisbee mit, macht zusammen Suchspiele... Leckerchen verstecken, den Dummy verstecken etc.
Buddelt mal zusammen...
fördert erstens die Bindung, und macht Spaß:mrgreen:
ausserdem werdet ihr merken dass sie draußen dann auch aufmerksamer auf euch ist und eher kommt, wenn ihr ruft.
Könnte ja sein das du sie schickst den Dummy suchen, oder das du den Ball wirfst.

So ich hoffe ich konnte ein wenig helfen...
Ich würde mich übrigens sehr freuen wenn du regelmäßig berichten würdest...;)
Vielleicht auch ein Vorstellungsthema für die Hübsche? Bilder sind hier immer gern gesehen...:eusa_shhh:

glg willi79
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #5
Hallo, super, dass gleich schon ein paar Antworten da sind!
Naja, Schleppleine haben wir natürlich, aber sie macht trotzdem nur in weiter Entfernung, möglichst in tiefem Gras, sie ist wohl schüchtern. Gut, Halsband schütteln ist keine gute Methode sagt ihr. Was/Wie aber zeige ich dem Hund, dass die Situation nun gerade überhaupt nicht ok ist? Was kann ich machen, wenn sie sich danebenbenommen hat, also echt Fussgänger/Radfahrer erschreckt und sich von mir nicht mehr fangen lässt. Letztes Mal waren es Kinder, das ist ja ganz blöd. Ich weiß schon, dass ich sie nicht strafen soll, wenn sie dann doch herkommt, aber einfach ist es auch nicht.
Beim Führen an der Schleppleine kann ich beim Spazierengehn auch schlecht Frisbee spielen mit ihr, da muss sie ja ohne Leine sein. Ich hab meistens den Tennisball an der Schnur mit beim Spazierngehn, und wir gehn meist entlang von Bächen, weil sie es liebt da reinzugehn. Wir spielen auch gerne mit Tannenzapfen. Ich hab nicht den Eindruck, dass spazierengehn langweilig ist, vor allem wenn meine Jungs mit von der Partie sind.
Lg Iris
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #6
Wenn sie nicht hört muss sie an die Schleppleine, basta. Es kann nicht sein, dass sie Leute erschreckt oder belästigt. Spiel mehr korperbetont mit ihr, also zerrspiele. Frisbee gibt es erst wieder wenn sie hört oder du nimmst eine 35m Schlepp, so schwer ist das nun auch nicht zu handhaben.
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #7
moinsen,

erstmal zum Problem des sich nicht an der Leine lösens:

jau, genau ich stimme auch für schleppleine,
hatte dieses Problem auch mit meinem hsh. Wenn Er kacken musste rannte er locker 500 meter weit weg und war dabei nicht mehr ansprechbar.
Viel Geduld und den längeen Atem haben.

Dieses Verhalten zeigen übrigens oft Hunde bei denen jedesmal eine fette Party vom Menschen abging, wenn sie draussen ihr Geschäft erledigen.

Wenn sie auf einen Befehl wartet, um sich zu lösen, kann dies bis hin zu organischen Schädigungen führen.
Schleicht diesen bitte wieder aus.


Wie reagiere ich denn dann, wenn ich sie endlich wieder habe, also entweder gefangen, oder sie kommt doch gnädigerweise? Letztes Mal hab ich sie am Halsband gepackt und geschüttelt.


Erstmal bin ich auch grundsätzlich gegen scütteln im Nacken.

Im allgemeinen ist das schwer zu sagen. im Allgemeinen würde ich euch eher anraten sie genauso ignorant, huldvoll zu behandeln.
Theoretisch kannst du auch negativ auf deinen Hund einwirken, wenn er nicht abrufbar war und wiederkommt. Dann muss der Hund jedoch noch in der vorangegangenen Stimmung sein und mit einem" boa war das cool " wiederkommen.
Jedoch rate ich euch hiervon erstmal ab, da ich glaube das eure Beziehung noch zu ambivalent ist.

--> Sie ist echt total eigensinnig, Kommandos führt sie meist nur mit Leckerli aus, wenn man keins in der Hand hat, schaut sie dich bloß an, so auf die Art, was willst du überhaupt. :eusa_doh:

Sorry, da habt ihr schlecht konditioniert. Vielleicht zuviel gelockt anstatt zu belohnen.


> Allgemein scheint es beim Spazierengehn oft, dass sie, wenn sie keine Lust hat, sich hinsetzt, ständig zurückschaut, und kaum ist sie von der Leine auch alleine heimgeht. Also eigentlich scheint es, als wäre sie zufrieden, wenn nur kleine Runden gedreht werden, möglichst in Hausnähe.

Kann ewentuell daran liegen oder verstärkt werden das sie noch in der Entwicklungsphase der Fluchtinstinktperiode ist.
Durchschnittlich 4 -8 Monat.

Zum Thema Ängstlichkeit.
Versucht einfach wenn sie ausweichen will, dies zu ignorieren. Sie nicht zu beruhigen. Sondern nur jeden Schritt der friedlichen Auseinandersetzung mit dem Furchtobjekt zu bestätigen.


Fazit:
Hey, nach so einem kurzen Text, kann mensch nichts beurteilen. Aber ich versuche mal mein Gefühl in Worte zu kleiden.
Bei Euch gibt es allgemein Unklarheiten in der Erziehung und Ambivalenzen in der Beziehung.
Also bedarf es einer Beziehungs- und Erziehungsreform.


Ausserdem nagt noch eine andere Sache an meinem Unterbewustsein. Falls ihr das Gefühl habt das sie in ähnlichen Situationen sehr unterschiedlich/ gegensätzlich reagiert, sozusagen 2 oder mehrere Gesichter hat, würde ich eventuell zu einem Medizinischem Check raten. Mit Grossem Blutbild samt Schilddrüsenwerte.

In soweit viel Glück und Erfolg euch.
Und folgt euerm Gefühl, logisch erklären kann mensch viel. Euer Hund wird euch auch reflektieren ob ihr auf dem richtigen Weg seit.
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #8
Richtig, Leute erschrecken kann und darf nicht sein. Schleppleine ist sicher ein einfacher Weg, da kann sie einfach nicht weg, auch richtig. Machen wir ja auch so, bis aufs Gassi gehn. Zum Glück tritt der Fall dass sie dann wegläuft ja nicht täglich ein, aber ich denke, man solls ich halt doch abgewöhnen, außerdem finde ich sollte ein Hund auf jeden Fall auch mal laufen dürfen, nicht NUR an der Leine geführt werden. Wir wohnen so schön außerhalb im Grünen, da sollte das auch mal möglich sein, vorausgesetzt wir schaffen es, dass sie brav auf Kommando kommt, da möcht ich hinkommen irgendwann.

Danke für die Tipps, Willi79! Dummytraining ist wieder bissl eingeschlafen, aber ich denke wir fangens wieder an, Buddeln ist auch eine super Idee. Alleine im Garten ist sie eigentlich kaum, wenn dann nur ganz kurze Zeit. Wir haben den Garten auch mit Hundezaun umzäunt, so dass dieses Problem eingentlich erledigt ist - sie ist ja am Anfang gerne weggelaufen. Wir spielen nicht nur im Garten, auch beim Spazierengehn, allerdings war jetzt hier das Gras schon so hoch, dass man nicht mehr gut Frisbee werfen oder so machen konnte, die Bauern sehns ja nicht gerne, wenn man die Wiesen niedertrampelt wegen dem Mähen. Aber jetzt ist schon wieder einiges abgemäht, das heißt wir haben ganz viel Platz! Das mit dem Frisbee ist eh schon ein Erfolg, den mochte sie am Anfang gar nicht, und sie apportiert jetzt auch super, das ist schon durch das Dummytraining eingetreten würde ich sagen :angel: Bezugspersonen sind eigentlich meine Mutter in der Hauptsache und ich. Meine Eltern waren vor Kurzem eine Woche Urlaub, da war es sehr praktisch, dass sie auf mich genauso hört, und sie hat eigentlich überhaupt keine Probleme gemacht, weil meine Mutter nicht da war, auch nicht nachts (sie schläft bei meiner Mutter im Zimmer, und ich hatte schon Angst, ich muss mich zu ihr legen:roll: )
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #9
Huhu,
ich lese da eigentlich nur ganz typisches Collie-Verhalten heraus;)
--> Allgemein scheint es beim Spazierengehn oft, dass sie, wenn sie keine Lust hat, sich hinsetzt, ständig zurückschaut, und kaum ist sie von der Leine auch alleine heimgeht. Also eigentlich scheint es, als wäre sie zufrieden, wenn nur kleine Runden gedreht werden, möglichst in Hausnähe.
Das kenne ich auch von unserem Collie. Meist war es so, dass eine Weile vorher auf dem Weg ein Hund gegegangen ist, den er wohl nicht so mochte. Wenn es bestimmte Stellen sind, an denen sie stehen bleibt hilft es vielleicht, erst ein kleines Stück zurückzugehen und dann zusammen mit dem Hund an der Leine ein Stück zu rennen und so die "Umdrehstellen" zu überwinden. Hat meistens geklappt und der Hund hat Spaß dabei. Auf keinen Fall dem Hund seinen Willen lassen und wieder ganz nach Hause gehen. Auf Wegen, die unser Hund nicht kannte, gab es das Problem nicht, vielleicht ist ein wenig mehr Abwechslung auch bei euch nicht verkehrt.

--> Sie ist echt total eigensinnig, Kommandos führt sie meist nur mit Leckerli aus, wenn man keins in der Hand hat, schaut sie dich bloß an, so auf die Art, was willst du überhaupt.
Erstaunlich, dass sie überhaupt auf Leckerchen anspricht:) Eigentlich auch ganz typisch, ein Collie überlegt gerne, ob es sich lohnt, ein Kommando auszuführen. Aber an sich sind Collies doch sehr einfach zu erziehende Hunde. Einfach immer wieder üben und freuen, wenn es geklappt hat, vielleicht ganz ohne Leckerchen. Zu anderen Leuten solltest ihr sie wirklich nicht rennen lassen, also erstmal an die Leine, bis sie bei euch bleibt. Wir hatten für die Collies immer eine Flexi - die sind hier im Forum zwar nicht so beliebt, aber gerade wenn der Hund zum Kotabsetzen etwas weiter an den Rand geht oder mal ein paar Schritte vorlaufen durfte, fand ich die doch sehr praktisch. Eine Schlepp ist natürlich auch nicht verkehrt, vielleicht einfach ausprobieren, was besser klappt.

Zur Ängstlichkeit haben die anderen ja schon was gesagt, aber auch das ist sehr collietypisch, man muss ein wenig aufpassen, dass man die Ängstlichkeit nicht noch bestärkt. Es sind einfach sehr sensible Hunde. Viel Liebe und Geduld ist da gefragt:). Collies mögen es oft nicht, wenn man nur schon ein wenig die Stimme erhebt und nehmen das einem sehr übel.

Anfassen und geknuddelt werden fand auch keiner unserer Collies so super. Mal ja, aber nicht so wie man es von manch anderen Hunden kennt. Die meisten Collies sind keine robusten Knuddelhunde, alles läuft etwas gemäßigter ab.


Also wie gesagt alles Eigenschaften, die absolut nicht ungewöhnlich sind und eigentlich auch sehr leicht in den Griff zu bekommen sind;)
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #10
Hey, danke inzwischen an Adraste und Älse! Find ich ja ganz interessant mit dem "Party machen" wenn Kot abgesetzt wird.....das haben wir nämlich echt von Anfang an immer gemacht........
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #11
Machen wir ja auch so, bis aufs Gassi gehn
Und der Garten ist eingezäunt. Also wann macht ihr Schleppleinentraining? Es ist übrigens nicht so, dass der Hund dabei nur an der Leine geführt wird. Man arbeitet auch zusammen, lernt sich kennen und wächst zusammen.
Dazu aber bitte einfach mal die Forumssuche benutzen.

Fakt ist: Wenn du garantieren kannst, dass da gerade niemand ist/kommt und auch kein Tier belästigt wird (auch wenn´s kein Jagdtrieb ist, mögen es Rehe nicht, abgeschleckt zu werden) kannst du sie abmachen.
Ansonsten hat sie mit jedem Mal, bei dem sie es schafft, ihren Spaß hatte und euch ignoriert hat ein super Erfolgserlebnis. Wirft euch also jedes Mal wieder zurück und ihr habt das die nächsten 10 Jahre, anstatt mal ein halbes mit der Schleppleine gearbeitet zu haben.

Man kann einem Hund auf viele Arten zeigen, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war. Das hängt auch vom Hund ab, je nachdem wie sensibel dieser ist. Anfassen wäre für mich aber immer ein Zeichen meiner eigenen Ungeduld und Schwäche (da ich mir einfach nicht mehr anders zu helfen weiß...). Bei manchen Hunden reicht ein strenges Nein, bei anderen bedrohliche Körpersprache, ignorieren, oder einfach anleinen und nach Hause gehen.

Wenn du deinen Hund immer mit Leckerlies lockst ist es klar dass sie sonst keinen Bock hat zu kommen. Sonst sieht sie das Leckerlie schließlich immer, warum sollte sie in der Erwartung kommen, nichts zu kriegen? Das muss man trainieren.
Also: Einfache Kommandos verlangen (hierher ist schon schwieriger und würde ich nicht als erstes nehmen. Eher Sitz) und erst, wenn das Kommando ausgeführt wurde, gibt´s ein Leckerchen ungefähr 9 von 10mal. Je nachdem wie gut das Kommando dann läuft kannst du die Belohnung langsam ausschleichen. So behält der Hund die Erwartungshaltung.
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #12
Schleppleinentraining wird beim Spazierengehn gemacht. Mit Gassi gehen meine ich kurzes Ableinen, damit sie ihr Geschäft verrichten kann. Dann leinen wir sie wieder an, außer es ist grad weit in der Pampas und wir sind alleine. So machen wir es bisher.
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #13
Na, aber offensichtlich funktioniert das doch nicht?
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #14
Du fragtest, wann wir Schleppleinentraining machen. Das war die Antwort. Der Grund für mein Posting war der, dass ich mal in die Runde fragen wollte ob es Tipps gibt, die habe ich bekommen, danke. Was hättest du auf deine Frage für eine Antwort erwartet? Dachtest du wir machen kein Training?
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #15
HoHOi HO,
Off-Topic
Hey Räuberstochter ich kann mir nicht vorstellen das Infano irgendwelche Vorwürfe oder Unterstellungen dir gegenüber machen wollte. Nimms nicht persöhnlich.
Ich verstehe den Hinweis von Infano eher so, das auch wenn du schon Schleppleinentraining machst, du dieses ändern solltest, da es scheinbar nicht funktioniert, Dem schliesse ich mich dementsprechend ja auch an.
Das was bei einem Hund Mensch team klappt kann bei einem anderen Team schon wieder nicht funktionieren.


Ich habe bei meinem HSH es relativ konsequent durchgezogen, das ich ihn erst von der Leine (5 meter) gemacht habe nachdem er gekotet hat. Inzwischen (nach einem Jahr) hat er nicht mehr das Problem nbei mir in der Nähe sein Geschäft zu verrichten. Dazu gehört dann aber auch den Hund bei seinem Geschäft zu ignorieren.
Und ich war mehr als einmal am verzweifeln.

Ich bin ein grosser Fan von Ursachenfindung, statt Symtomatikbekämpfung und ich glaube da bedarf es einiges mehr als Schleppleinentrainings bei euch.
Aber ihr geht ja auch in eine "Hundschule". Ich finde es leider etwas befremdlich , das du dort scheinbar keine Antworten auf deine Fragen bekommst. Oder sie haben scheinbar nicht die passenden Antwiorten für euch.
Wie sieht es denn bei euch in der Hundeschule aus?
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #16
Naja es kling für mich auch so, wie Infano es verstanden hat. weil...

Machen wir ja auch so, bis aufs Gassi gehn

Für mich ist Gassi gehen, spazieren gehen oder Pinkelrunde ein und dasselbe, deswegen kam es zu der Frage.

Und du erfüllst ihr auch immer den Wunsch zum lösen, das du sie abmachst? Ich hatte auch so einen Sensibelchen hier, wehe es schaut wer zu... oh nein wie peinlich :shock:
Hab geduld und sei Konsequenz. Ich hab ihm, nachdem ich ihn auch immer abgemacht hab zum kac*** gemerkt wie nervig das ist,
Sprich es gab ein paar Tage Leinenfrist und iwann musste er, ja auch an der Leine. Und seitdem ist das Problem gelöst.

Gut, er muss DIE perfekte Stelle finden und setzt sich hin, läuft weiter etc pp... dasn Theater xD
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #17
Danke Älse, so war´s gemeint :D
Ich wollte keine Vorwürfe machen und ich hab auch nie gesagt, dass ihr nicht trainiert.
Nur funktioniert es ja im Moment offensichtlich nicht so, wie ihr es handhabt. Sonst gäbe es den Thread ja nicht :D

Und Schleppleinentraining ist nunmal die gängige Art und Weise, darauf zu reagieren. Es steckt ja noch viel mehr dahinter als nur Leine dran und fertig. Da ist Bindungsarbeit dabei und Kommandos und was weiß ich.

Ansonsten wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie man das handhaben soll. Klar, Kommando festigen. Aber wir wissen alle, wie taub solche Hunde sein können wenn eben mal etwas Toller ist. Und dann kannst du sie entweder so runterputzen, schlagen, was weiß ich, dass sie sich nie wieder traut von dir wegzugehen, oder du wählst den positiven, aber eben aufwändigeren Weg und arbeitest daran, dass dein Hund gern bei dir bleibt.
Es ist aber auch so, dass der der Hund auch jedes Mal ein Erfolgserlebnis - nämlich riesigen Spaß - hat, wenn er euch auskommt.

Aber falls jemand eine andere Idee hat fänd ich´s auch toll :D
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #18
Ich habe auch einen eigensinnigen Hund und da hilft nichts außer dass Du dickköpfiger als der Hund bist. Wenn der Hund Radfahrer und Spaziergänger anbellt bleibt er an der ( Schlepp) Leine und wird korrigiert wenn er das tut. Biete ihr aber Alternativen an. Lass sie Sitz machen, Fuß gehen oder ähnliches ,damit Du sie belohnen kannst. Gehe niemals auf Rückkehraktivitäten ein, ignoriere sie uns stelle Dich definitiv in die andere Richtung. Belohne Sie für gute Verhalten während des ganzen Spaziergangs. Mach aus dem Spaziergang Agility. mein Hund muss Leckerlies von Parkbänken holen über Gitterroste gehen, über Seile springen, Pollen umrunden.
Macht der Hund keine Begleithundeprüfung? Da werden nämlich auch Alltagssituationen geübt! (Wegen der Ängstlichkeit) Ansonsten Kopf hoch! Der Hund braucht 4000 Wiederholungen bis er etwas sicher beherrscht.;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach so Leckerchen... Sei nicht berechenbar, gib mal eins und dann wieder keins und dann auch für gutes gehen eins.
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #19
Guten Morgen, ja kein Thema, alles gut :D Unsere Hundeschule ist eigentlich auf das Thema nur soweit eingegangen, dass wir zurechtgeputzt wurden, dass der Hund ÜBERHAUPT von der Leine war :lol: Tipps gabs bisher keine, außer dass in der Hundeschule auch mal in der Nähe von Radler, Joggern geübt wurde. Da hat sie sich wieder aufgeführt, wie der allergescheiteste Hund auf der Welt, und kein einziges Mal gebellt, war schlecht zum vorführen. Aber nun ist ja der erste Block erst vorbei, ich denke da kommt ja noch einiges was geübt wird, das ist ja noch der "Anfänger"-Kurs bzw. Welpenschule. Jedenfall freu ich mich über alle Anregungen, da ist ja soviel dabei, das man erst umsetzen muss, das dauert seine Zeit.....
Lg Iris
 
  • Eigensinnige Colliehündin Beitrag #20
Moinsen,

na dann, schaue dir doch einfach die weiteren Hundeschulen in deiner Umgebung an, oder trete ihnen etwas auf die Füsse, das du Antworten auf deine Fragen brauchst. Wobei das individuelle Eingehen auf die einzelnen Menschen selbst bei einem Gruppenkurs, bis zu einem gewissen Mass, selbstverständlich sein sollte.
Wie schon angerissen, ist Hundetraining / Menschentraining immer individuell. Dementsprechend kommt es öfters vor das entweder die Chemie zwischen Trainer und Kunden nicht stimmig ist, oder ein Trainingskonzept, das nicht frei von Dogmen ist, am Hund scheitert.
Dementsprechend muss die Hundeschule nicht schlecht sein, aber vielleicht nichts für euch. Ein Welpenkurs geht auch nicht bis zum 10 monat.

Es gibt so einen schönen Sinnspruch:
Wenn sich 2 Hundetrainer einig sind, dann darin das ein dritter unrecht hat.

und logisch erklären kann jeder Hundetrainer alles.
Zwei Orientierungspunkte hast du, nicht nur bei HundetrainerInnen sondern auch hier im Forum. Dein Bauchgefühl und das Verhalten deines Hundes.

Ich weiss ja nicht ob dies euer erster Hund ist, aber selbst wenn ihr schon vorher Hunde hattet, kann auf einmal alles anders sein. Ich weiss auch nicht wieviele Bücher ihr schon gelesen habt, würde euch aber zwei Bücher nahe legen:
Was Hündchen nicht lernt,... ( Welpenerziehung) und ...damit wir uns verstehen (Erziehung des Familienhundes)
von den Baumanns, siehe auch:

 
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