- Von Jemanden der Katzen nicht leiden konnte... Beitrag #1
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Angel74
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... und jetzt ohne Katze auf den Füßen nicht mehr schlafen kann :mrgreen:
Hallo,
heute will ich euch mal die Geschichte von meinem Mann erzählen. Von meinem Mann, der niiiieeee auch nur eine Katze in der Nähe haben wollte
Ich bin mit Katzen groß geworden und für mich war klar, dass ich irgendwann selbst eine Katze haben möchte. Ich wohnte damals in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung, in der Tierhaltung nicht erlaubt war. Da lernte ich meinem Mann kennen. Es stellte sich schnell raus, dass er Katzen nicht mochte. Die Kratzen, die verlieren Fell, sie Stinken und überhaupt: lebende Fellviecher kommen nicht in seine Wohnung :!:
Doch die Liebe siegte und ich zog irgendwann zu ihm. Wir wohnten schon eine ganze Weile zusammen und der Wunsch nach einer Katze wurde immer größer und weil er mir zu meinem 30. Geburtstag eine besondere Freude machen wollte, willigite er ein, mal im Tierheim vorbeizuschauen. Aber versprechen wollte er mir nichts.
Ohje, da stand also mein Mann im Katzenhaus. Völlig verloren unter all den Mietzen. Ich konnte ihm ansehen, dass er sich absolut nicht wohlfühlte und ich freundete mich mit dem Gedanken an, ohne Katze wieder nach Hause zu gehen. Da kam plötzlich aus der hintersten Ecke ein junger, getigerter Kater angeschossen und sprang einfach meinem Mann in die Arme, kuschelte sich ein und schnurrte. Ok, damit war es besiegelt. Dieser eine Kater durfte mit nach Hause :lol: Vom Tierheim hieß es damals: absolute Einzelkatze, muss auch wieder Freigang kriegen. Kein Problem, wir wollten sowieso nur eine Katze. Mit Freigang wollte Jimmy (so hieß er) jedoch absolut nichts zu tun haben, er bekam schon Panik beim Anblick der offenen Haustür. War uns nur recht, wohnten wir doch noch an einer befahrenen Straße. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass ihm fürchterlich Langweilig war. Wenn wir schliefen und er keine Beschäftigung durch uns hatte, stellte er die Bude auf den Kopf.
Wir hatten grad geheiratet und viele Geschenke bekommen. Unter Anderem auch ein Buch über Katzenrassen und immer wieder schwärmte mein Mann von der Schönheit einer Maine Coon. Der Vorschlag, eine zweite Katze dazuzuholen kamm dann von meinem Mann und so kauften wir von unserem Hochzeitsgeld eine wunderschöne, Maine Coon Katze dazu. Es klappte auf Anhieb (so viel zum Thema Einzelhaltung:?) und Jimmy stellte auch nicht mehr die Bude auf den Kopf.
Dann zogen wir in ein großes Haus und hatten plötzlich viel Platz. Nach langer Arbeitslosigkeit hatte auch ich wieder einen Job. Da erzählte mir eine Kollegin, dass ihre Katze gerade Junge hatte (sie hatte nebenbei noch Landwirtschaft) und 2 hätte ihr Vater schon erschießen müssen, weil sie so krank waren. Jetzt wäre auch noch das letzte erkrankt und morgen würde ihr Vater auch noch diese Katze mit dem Luftgewehr töten (für TA hatte man ja kein Geld):evil::evil:.
Ich dachte gar nicht lange darüber nach und überredete sie, mir das Kitten zu geben, ich würde den TA und - falls nötig - auch die Einschläferung bezahlen. Am Nachmittag holte ich das kranke Kätzchen ab und ging gleich zum TA. Es stellte sich raus, dass sie "nur" eine schwere Bronchitis hatte und mit ein paar Tagen AB-Gabe war alles wieder paletti. Das war 2007, die Katze erfreut sich heute immer noch bester Gesundheit :lol: So waren es nun 3 Katzen
Im Sommer 2008 merkten wir, dass ein wunderschöner Kater bei uns im Garten rumsprang. Wir sind umgeben von 2 Bauernhöfen, wo sich Katzen ungehindert vermehren und sich keiner kümmert. Es stellte sich bald raus, dass er unsere Nähe suchte. So bald wir draußen waren, war er es auch. Hielt aber noch gebührend Abstand, beobachtete jeden unserer Schritte. Mein Mann meinte noch:"nix, 3 Katzen sind genug, der bekommt keinen Namen und der wird auch nicht angelockt".
Doch eines Tages erwischte ich ihn mit einem Teller rohen Fleisch im Garten beim Versuch den Kater mit den Worten: "komm Katerle, komm" näher zu locken
"Ach" sagte ich lachend "ich dachte, der kriegt keinen Namen und wird nicht angelockt". So kamen wir zur vierten Katze. Nach kurzer Zeit wurde er so zutraulich, dass er sogar rein kam. Die TÄ schätzte ihn auf ca. 1 Jahr. Seitdem ist er bei uns und genießt seinen Freigang ebenso wie ein schönes warmes Plätzchen auf der couch. Das war dann Katze Nr. 4
Nr. 5 (ebenfalls ein halbverwilderter Bauernkatzer) gesellte sich 2011 dazu. Er war damals nur ein halbes Jahr alt. Er genießt es, seitdem auch ein Familienmitglied zu sein. Im Dezember 2012 lief uns noch ein Kater zu und im Frühjahr dieses Jahres noch eine trächtige Katze. Sie gebahr Mitte April 5 Junge und hat sich noch 3 Kitten angenommen, die der Kater angeschleppt hat (siehe auch meinen anderen Thread: Kater schleppt fremde Kitten an). Kater und Katze aber möchten nicht rein. OK, vielleicht liegt es daran, dass beide schon etwas älter waren und es gar nicht kennen. Also hat mein Mann, der Katzen niiieee leiden konnte, den beiden sogar eine eigene Hütte gebaut, mit Fellen ausgelegt, damit sie es im Winter auch warm haben. Das wird auch dankbar angenommen.
Tja, so hatten wir es vor 9 Jahren einem vorwitzigen Tierheimkater zu verdanken, dass aus einem "Katzenhasser" ein Katzenliebhaber wurde, der nicht mal mehr richtig schläft, wenn keine Katze zu seinen Füßen liegt
Achja, eins von den 3 "Kuckuckskitten" ist langhaarig und mein Mann überlegt schon, die zu behalten, denn er liebt Langhaarkatzen. Aber diesmal bin ich es, die "Nein" sagt, denn 7 Katzen sind wirklich genug. Obwohl es meiner kleinen Tochter (2 J., 4 Monate) sicherlich auch gefallen würde. Aber unsere Katzentruppe im Haus ist so harmonisch und ich möchte keiner meiner "alten" Katzen so einen kleinen Jungspund antun.
Ich hoffe nur, dass nicht noch mehr Katzen kommen, sonst muss ich echt grübeln, ob Katzen nicht geheime Zeichen an Hauswänden hinterlassen und so ihren Artgenossen mitteilen, wo sie willkommen sind :eusa_think: Denn manchmal frage ich mich schon, warum immer zu uns:?:
LG
Hallo,
heute will ich euch mal die Geschichte von meinem Mann erzählen. Von meinem Mann, der niiiieeee auch nur eine Katze in der Nähe haben wollte
Ich bin mit Katzen groß geworden und für mich war klar, dass ich irgendwann selbst eine Katze haben möchte. Ich wohnte damals in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung, in der Tierhaltung nicht erlaubt war. Da lernte ich meinem Mann kennen. Es stellte sich schnell raus, dass er Katzen nicht mochte. Die Kratzen, die verlieren Fell, sie Stinken und überhaupt: lebende Fellviecher kommen nicht in seine Wohnung :!:
Doch die Liebe siegte und ich zog irgendwann zu ihm. Wir wohnten schon eine ganze Weile zusammen und der Wunsch nach einer Katze wurde immer größer und weil er mir zu meinem 30. Geburtstag eine besondere Freude machen wollte, willigite er ein, mal im Tierheim vorbeizuschauen. Aber versprechen wollte er mir nichts.
Ohje, da stand also mein Mann im Katzenhaus. Völlig verloren unter all den Mietzen. Ich konnte ihm ansehen, dass er sich absolut nicht wohlfühlte und ich freundete mich mit dem Gedanken an, ohne Katze wieder nach Hause zu gehen. Da kam plötzlich aus der hintersten Ecke ein junger, getigerter Kater angeschossen und sprang einfach meinem Mann in die Arme, kuschelte sich ein und schnurrte. Ok, damit war es besiegelt. Dieser eine Kater durfte mit nach Hause :lol: Vom Tierheim hieß es damals: absolute Einzelkatze, muss auch wieder Freigang kriegen. Kein Problem, wir wollten sowieso nur eine Katze. Mit Freigang wollte Jimmy (so hieß er) jedoch absolut nichts zu tun haben, er bekam schon Panik beim Anblick der offenen Haustür. War uns nur recht, wohnten wir doch noch an einer befahrenen Straße. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass ihm fürchterlich Langweilig war. Wenn wir schliefen und er keine Beschäftigung durch uns hatte, stellte er die Bude auf den Kopf.
Wir hatten grad geheiratet und viele Geschenke bekommen. Unter Anderem auch ein Buch über Katzenrassen und immer wieder schwärmte mein Mann von der Schönheit einer Maine Coon. Der Vorschlag, eine zweite Katze dazuzuholen kamm dann von meinem Mann und so kauften wir von unserem Hochzeitsgeld eine wunderschöne, Maine Coon Katze dazu. Es klappte auf Anhieb (so viel zum Thema Einzelhaltung:?) und Jimmy stellte auch nicht mehr die Bude auf den Kopf.
Dann zogen wir in ein großes Haus und hatten plötzlich viel Platz. Nach langer Arbeitslosigkeit hatte auch ich wieder einen Job. Da erzählte mir eine Kollegin, dass ihre Katze gerade Junge hatte (sie hatte nebenbei noch Landwirtschaft) und 2 hätte ihr Vater schon erschießen müssen, weil sie so krank waren. Jetzt wäre auch noch das letzte erkrankt und morgen würde ihr Vater auch noch diese Katze mit dem Luftgewehr töten (für TA hatte man ja kein Geld):evil::evil:.
Ich dachte gar nicht lange darüber nach und überredete sie, mir das Kitten zu geben, ich würde den TA und - falls nötig - auch die Einschläferung bezahlen. Am Nachmittag holte ich das kranke Kätzchen ab und ging gleich zum TA. Es stellte sich raus, dass sie "nur" eine schwere Bronchitis hatte und mit ein paar Tagen AB-Gabe war alles wieder paletti. Das war 2007, die Katze erfreut sich heute immer noch bester Gesundheit :lol: So waren es nun 3 Katzen
Im Sommer 2008 merkten wir, dass ein wunderschöner Kater bei uns im Garten rumsprang. Wir sind umgeben von 2 Bauernhöfen, wo sich Katzen ungehindert vermehren und sich keiner kümmert. Es stellte sich bald raus, dass er unsere Nähe suchte. So bald wir draußen waren, war er es auch. Hielt aber noch gebührend Abstand, beobachtete jeden unserer Schritte. Mein Mann meinte noch:"nix, 3 Katzen sind genug, der bekommt keinen Namen und der wird auch nicht angelockt".
Doch eines Tages erwischte ich ihn mit einem Teller rohen Fleisch im Garten beim Versuch den Kater mit den Worten: "komm Katerle, komm" näher zu locken
Nr. 5 (ebenfalls ein halbverwilderter Bauernkatzer) gesellte sich 2011 dazu. Er war damals nur ein halbes Jahr alt. Er genießt es, seitdem auch ein Familienmitglied zu sein. Im Dezember 2012 lief uns noch ein Kater zu und im Frühjahr dieses Jahres noch eine trächtige Katze. Sie gebahr Mitte April 5 Junge und hat sich noch 3 Kitten angenommen, die der Kater angeschleppt hat (siehe auch meinen anderen Thread: Kater schleppt fremde Kitten an). Kater und Katze aber möchten nicht rein. OK, vielleicht liegt es daran, dass beide schon etwas älter waren und es gar nicht kennen. Also hat mein Mann, der Katzen niiieee leiden konnte, den beiden sogar eine eigene Hütte gebaut, mit Fellen ausgelegt, damit sie es im Winter auch warm haben. Das wird auch dankbar angenommen.
Tja, so hatten wir es vor 9 Jahren einem vorwitzigen Tierheimkater zu verdanken, dass aus einem "Katzenhasser" ein Katzenliebhaber wurde, der nicht mal mehr richtig schläft, wenn keine Katze zu seinen Füßen liegt
Achja, eins von den 3 "Kuckuckskitten" ist langhaarig und mein Mann überlegt schon, die zu behalten, denn er liebt Langhaarkatzen. Aber diesmal bin ich es, die "Nein" sagt, denn 7 Katzen sind wirklich genug. Obwohl es meiner kleinen Tochter (2 J., 4 Monate) sicherlich auch gefallen würde. Aber unsere Katzentruppe im Haus ist so harmonisch und ich möchte keiner meiner "alten" Katzen so einen kleinen Jungspund antun.
Ich hoffe nur, dass nicht noch mehr Katzen kommen, sonst muss ich echt grübeln, ob Katzen nicht geheime Zeichen an Hauswänden hinterlassen und so ihren Artgenossen mitteilen, wo sie willkommen sind :eusa_think: Denn manchmal frage ich mich schon, warum immer zu uns:?:
LG



