Kastration - ja, nein, vielleicht ?

Diskutiere Kastration - ja, nein, vielleicht ? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Ich hab auch ueberhaupt nichts gegen deine Haltung und ja du hast recht, verantwortungsbewusste Halter muessen unter den "I don't care" Besitzern...
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #41
Ich hab auch ueberhaupt nichts gegen deine Haltung und ja du hast recht, verantwortungsbewusste Halter muessen unter den "I don't care" Besitzern leiden. Ich werde das nicht aendern koennen und um mir und den Hunden viel Aerger zu ersparen, wurden sie kastriert.
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #42
That´s life, in welcher Gegend der USA wohnst du denn? Ich habe Bekannte von der Ostküste gehabt, die meinten besonders Hundefreundlich wäre man da nicht, is das ein USA-weites Problem?
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #43
Ich wohne in Tennessee. Ich denke in den Suedstaaten ist das mit Hunden generell ein Problem. Es gibt natuerlich auch die "normalen" Hundehalter;). Es ist halt sehr laendlich und fast jeder hat einen Hund. Der bekommt dann eben Welpen und die werden per Aushang oder "Craigslist" verschaerbelt.
Man sagt, je weiter westlicher man kommt, desto hundefreundlicher wird es. In Oregon solls wohl am Besten sein.
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #44
Also is es für die Hundis eher ein Land der Beschränkten Unmöglichkeiten als ein Land der unbeschränkten Möglichkeiten. ;)
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #45
Ja so ungefaehr;).
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #46
Kleines Update :

Die Verhärtungen werden besser. Die eine ist sogar schon fast wieder weg. Keine Ahnung ob's an dem Medikament liegt, aber es wird besser :)
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #47
Das ist doch schön:)
Wie geht´s ihr denn sonst so?:)
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #48
Och joah sie ist immer noch sehr sehr verschmust und pennt viel.
Leider hat sie sich wohl an der Pfote wo sie sich was eingelaufen hat auch noch ein Riss in der Krall x_x Ich hoffe das fällt ab, weil's nur noch an so nem Stückchen hängt.
Keine Ahnung ob ich das vlt. einfach abschneiden kann, aber ich trau mich nicht.
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #49
Das Wettern gegen Tierärzte und füttern mit Halbwahrheiten hier ist manchmal wirklich zum Zehennägel aufrollen.

Jede Hündin wird scheinträchtig, daher kann man bei einer trächtigen Hündin auch keinen Progesterontest machen, da eine trächtige und eine nichtträchtige Hündin denselben Progesteronspiegel haben, da alle Hündinnen im Rudel nach Möglichkeit Milch geben sollten. Da eingeschossene Milch bei unseren Haushunden normalerweise nicht abgemolken wird, sollte man den Milcheinschuss durchaus behandeln, spätestens dann wenn die Zitzen verhärtet sind.

Eine Kastration birgt Vor- und Nachteile und jeder Hundehalter muss für sich selbst überlegen, was er will. Das Risiko für Mammatumore sinkt wenn man vor der zweiten Läufigkeit kastriert, da sich die Milchdrüsen eben nicht 2-3 mal im Jahr an- und wieder abbilden und damit auch nicht mehr die Chance haben, zu entarten. Durch die fehlenden Hormonschwankungen kann es auch nicht mehr zu eine HGCE kommen und damit wird auch eine Pyometra höchst unwahrscheinlich.
Die Inkontinenz betrifft v.a. größere Rassen und von diesen v.a. wieder den Deutschen Schäferhund, Boxer und die Dogge, bei denen steigt das Risiko bis auf 60%, bei anderen Rassen liegt es unter 1%. Das Risiko steigt bei eine Kastration vor der ersten Läufigkeit.
Das Wachstum wird nicht beeinflusst durch eine Kastration vor der ersten Läufigkeit. Es mag sein, dass rein von Literaturdaten bzw. Praxisstudien ein erhöhtes Risiko manch anderer Tumorarten mit der Kastration steigt, wurde bei diesen allerdings mit beachtet, wie hoch das Risiko des speziellen Tumors überhaupt ist? Oder was für Rassen vertreten waren? Wie viele Patienten beurteilt wurden und und und? Mich würde diese Studie wirklich mal interessieren, ich hab sie noch nicht gefunden, kenn nur diese Auflistung, die durchs Internet geistert.

Wenn man kastriert, ist eine SEHR wichtige Grundregel zu beachten, die viele Tierärzte, wenn nicht sogar die meisten ignorieren. Hündinnen haben im Gegensatz zu Menschen eine Hormonfreie Phase, den Anöstrus. Das ganze läuft grob so ab: Proöstrus und Östrus (etwa 4 Wochen) unter Östrogeneinfluss, 9 Wochen Metöstrus unter Progesteron und dann 3 Monate Anöstrus "ohne" Hormone, dann geht das Spiel von vorne los. Eine kastrierte Hündin, ist eine Hündin, die dauerhaft im Anöstrus hängt, es ist also nicht total widernatürlich. Voraussetzung ist natürlich, dass man im Anöstrus kastriert, alles andere kann zunächst zu Wundheilungsstörungen nach der Kastration oder massivstem Milcheinschuss oder langfristig zu gestörtem Sozialverhalten führen.
Daher kommt der Vorschlag 3-4 Monate nach der Läufigkeit zu kastrieren. Um ganz sicher zu gehen, kann man noch das Progesteron bestimmen lassen und/oder eine Vaginalzytologie anfertigen lassen.

Unterm Strich ist und bleibt es die Entscheidung des Besitzers, als Tierarzt kann ich nur die Fakten auf den Tisch legen und btw: ich kastrier selber gar nicht ...
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #50
Hallöchen,

ich möchte euch nur mal ein wenig aus unserer Erfahrung aus dem Praxisaltag berichten! In unserer Praxis wird das so gemacht, das wir viele Fortbildungen besuchen, die neuesten Bücher lesen usw. Bei uns wird keine Hündin frühkastriert und die Besitzer müssen immer zu einem Kastrationsgespräch kommen, wenn sie eine Kastration wünschen. Hier bei beeinflusse wir die Besitzer überhaupt nicht! Weder gegen noch für eine Kastration, wir zählen einfach nur alle Fakten auf und lassen die Besitzer entscheiden. Denn für alle Tierärztegegner, es gibt auch noch vernünftige TAP die nicht nur Geld abzocken wollen.
Übrigens verdient man dann eh mehr Geld mit den Notop´s als mit den Kastras, die eh im Laufe eines Hundelebens kommen werden. Sorry, aber das musste ich jetzt mal so schreiben ....

Wie gesagt wir raten nicht grundsätzlich zu Kastrationen, aber eins fällt uns leider im Moment ziemlich negativ auf. Viele Hündinnen bekommen jetzt deutlich früher als noch vor ein paar Jahren Pyo´s und auch da gibt es ja zwei Möglichkeiten, entweder mit Spritzen behandeln oder OP, wir raten dann aber dazu wenn die Pyo vorbei ist, die Hündinnen zu kastrieren, denn einmal Pyo immer Pyo. Diese kommen bei der nächsten Läufigkeit wieder und das muss man seinem Hund nicht antun, auch die Spritzen sind echt heftig.
Neulich hatten wir eine 8 jährige Hündin die seit drei Wochen eine Pyo hatte und jetzt auch noch einen Gebärmuttervorfall, sie wurde in die Klinik überwiesen. Da die Besitzer aber keine 900€ Notopkosten hatte wurde sie eingeschläfert, toll auch .....
Leider ist es dann oft so, wenn die Hündinnen älter sind und die Notop brauchen, stehen die Leute heulend da und haben kein Geld. Tut mir leid, aber ich kann mit diesen Leuten keinen Mitleid haben, nur mit den Hunden, denn für die ist es eine Qual.

Gesäugetumore sind ja eh Standardop´s bei uns, kommt ja bei fast jeder unkastrierten Hündin vor.

Was auch öfter bei uns vorkommt sind Hündinnen die ungewollt gedeckt worden sind und das sogar mehrmals hintereinander. Die Welpen dann weg zu spritzen ist auch furchtbar für die Hündin. Was ich dann oft schlimm finde, ist das es viele Tierschutzhunde sind. Gerade da sollte man aufpassen ....

Unsere Hunde sind fast alle kastriert (nur ein gelähmter Dackelrüde nicht), das hat aber mehr den Grund, das unsere Hunde mit zur Arbeit kommen und die Hündinnen dann die Rüden völlig verrückt machen würden und die haben eh schon Stress genug auf Arbeit.

Das war jetzt mal meine Meinung bzw. Erfahrung in letzter Zeit zu dem Thema. Ob man kastriert oder nicht sollte jeder selber entscheiden dürfen!
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #51
Auch wenn mein TA mir dazu geraten hat.. ich warte lieber bis es i.wann wirklich nötig ist.
Er sagte das wenn man nicht kastriert eine Gebärmutterentzündung oder so wahrscheinlicher ist (Ist ja auch i.wie klar, wenn man kastriert was soll sich da denn noch entzünden ? :lol:).
Aber da wir eh immer einmal pro Monat zur Kontrolle beim TA sind und auch sonst ein gutes Auge auf die Kleine haben wird uns schon auffallen wenn was ist.
Es ist ja nicht gesagt das Pia Tumore oder Entzündungen oder ähnliches bekommt nur weil sie nicht kastriert ist.
Ich kenne Hündinnen, die haben schon ein beachtenswertes Alter und sind immer noch mehr oder weniger top fit. Die haben auch keine Tumore etc.
Pia lebt gesund und erfreut sich ihres Lebens, was will man mehr ? :)
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #52
Letztlich muss das jeder für sich selbst entscheiden. Wenn ihr euch sicher seid, dann würde ich mich auch nicht vom TA beschwatzen lassen. Wichtig ist - wie bei jedem gesundheitlichen Aspekt: Den Hund immer schön beobachten und nicht am Geld sparen und nicht zu lange mit dem TA-Besuch warten. Auch wenn es vielleicht mal unnötig war.
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #53
Off-Topic
Und so sprach Pewee das Wort zum Sonntag:)
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #54
Off-Topic
Ich wollte auch mal was Weises sagen *lach* :lol:
 
  • Kastration - ja, nein, vielleicht ? Beitrag #55
[SCHILD]Pewee rockt ! :D[/SCHILD]
 
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